Hundebesitzer schlagen Alarm

Giftköder in Giesing!

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Auch ihr Hund Emma wurde schon durch einen Köder vergiftet, sagt die Giesingerin Andrea Bergdoll. Das Tier erbrach sich tagelang – überlebte aber.

GIESING Schneckenkorn und Rattentoxin in Hackfleisch: Hundebesitzer schlagen Alarm

Es ist die große Sorge aller Hundebesitzer ­­­–­ vergiftete Köder! Zuletzt wurden solche vermehrt am Neuschwansteinplatz ausgelegt, sagt die Giesingerin Andrea Bergdoll. Auch ihr Hund Emma habe schon einmal einen vergifteten Köder gefressen – kämpfte einige Tage lang mit Bauchschmerzen und Erbrechen – überlebte aber. Weil dies laut Bergdoll kein Einzelfall ist, schlägt die 27-Jährige jetzt Alarm: „Seit etwa einem halben Jahr haben wir Hundebesitzer hier und auch im Perlacher Forst immer wieder vergiftete Hundeköder entdeckt.“

Meist seien es kleine Hackfleischportionen, die mit Schneckenkorn oder Rattengift

Zuletzt fand sich am Neuschwansteinplatz ein vergifteter Köder.

präpariert und dann an öffentlichen Plätzen ausgelegt werden. Oftmals werde das vergiftete Fleisch zwischen Sträuchern oder Mülleimer drapiert – so wie zuletzt auch am Neuschwansteinplatz, Ecke Chiemgaustraße. „Die meisten Hundebesitzer können gar nicht so schnell reagieren, wie das Tier den Köder verschluckt“, sagt die Giesingerin.

Bergdoll vermutet, dass es sich bei den Tätern um genervte Anwohner handelt, die sich von Hunden gestört fühlen. „Denn es gibt hier auch Hundebesitzer, die ihren Dreck nicht weg machen. Aber das ist noch lange keine Rechtfertigung, um die Tiere mutwillig zu vergiften“, so Bergdoll weiter.

Julian Heubeck betreibt eine Tierarztpraxis direkt gegenüber des Neuschwansteinplatzes. Er bestätigt: In letzter Zeit habe er vermehrt Hunde mit Magen-Darm-Problemen behandelt.

„Allerdings ist es sehr schwer festzustellen, ob es sich bei der Erkrankung um eine Vergiftung oder einen Virus handelt.“ Allerdings könne er sich an einen Fall erinnern, bei dem ein Hund ganz offensichtlich einen Rattengift-Köder gefressen hat. „Das Tier erlitt dadurch starke innere Blutungen“, sagt der Arzt. „Ich konnte leider auch nichts mehr für den Hund tun.“

Heubeck rät: „Falls der Verdacht besteht, dass ein Hund einen giftigen Köder verschluckt hat, sollte man sofort den nächsten Tierarzt aufsuchen. Dieser kann den Hund an den Tropf legen und ihm ein Brechmittel verabreichen. Manchmal helfen auch schon Kohletabletten, um die Giftstoffe zu binden.“

Damit es erst gar nicht so weit kommt, appelliert Berg­doll an alle Anwohner Giesings, die Augen offen zu halten – und gegebenenfalls die Polizei zu alarmieren. „Zumal die Köder nicht nur Tiere gefährden können, sondern auch Kinder.“

Sarah Brückl

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