Vor Ort oder im Netz

Umfrage zum Online-Shopping

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Alexander Oberschelp (18), Schüler: „Ich habe einmal in einem kleinen Laden Lederhosen gekauft. Da habe ich Prosecco angeboten bekommen und es herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Schon allein wegen den netten Mitarbeitern würde ich in dieses Geschäft immer wieder gehen.“
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Ante Barbir (28), Student: „Ich habe noch nie ein Glas Prosecco bekommen, wenn ich in einen Laden gegangen bin. Diesen besonderen Service bekommt man nur, wenn man entweder ein Promi ist oder viel Geld hat. So besonders ist der Service in Geschäften nicht.“
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„Man wird nur noch fremdbestimmt“ —  Monika Baumgartner (63), Schauspielerin: „Ich bestelle nix übers Internet. Da bin ich ein Dinosaurier. Nur zweimal hab ich bei Amazon ein Buch bestellt, weil es in allen Läden vergriffen war. Ich bin auch nicht auf Facebook, da bin ich altmodisch, das liegt mir alles nicht. Die kleinen Läden hatten ja schon immer Probleme, deshalb sollte man sie unterstützen. Ich bin auch ein Mensch, der die Sachen anfassen muss. Vor 15 Jahren war ich bei einer Veranstaltung, bei der ein sprechender Kühlschrank vorgestellt wurde, der mir gesagt hat, was ich einkaufen soll. Das ist doch der pure Alptraum! Man wird nur noch fremdbestimmt, es fallen Arbeitsplätze weg und die großen Konzerne haben eine Monopolstellung.“
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Daniela Holzer (29), Buchhändlerin: „Ich wohne außerhalb und habe kein Auto. Da ist es viel einfacher, manchmal etwas online zu bestellen. Aber wenn ich etwas kaufen möchte, bei dem ich mich nicht auskenne, wie zum Beispiel bei Elektronik, ist die Beratung im Laden wichtig. Im Geschäft bekommt man eine Auskunft, auf die man sich verlassen kann. Die gibt es im Internet nicht.“
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Edith Kneißl (64), Buchhalterin: „Wir Älteren sind noch nicht so internetgewandt – ich kaufe nie online ein. Dass die Entwicklung aber dorthin geht, liegt auch an den Geschäften. Manchmal scheint es, als würde sich das Personal vor der Kundschaft verstecken.“
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Wolfgang Ettlich (67), Filmemacher: „Nie wieder Internet! Ich habe einmal einen Beamer bestellt, der nicht funktionierte. Und ich hatte an dem Abend Vorstellung, wo ich ihn gebraucht hätte. Zweimal musste ich ihn zurückschicken. Du hast keinen Ansprechpartner, nur Stress, und letztendlich hat mich das Ganze das Fünffache gekostet. Ich gehe wieder zu meinem Radiohändler in Schwabing.“
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„Ich bin immer fürs Menschliche“ — Karin Engelhard (49), Kabarettistin: „Ich liebe es, in Läden zu gehen – wo man die Ware vorher anfassen und mit den Leuten reden kann. Da menschelt es einfach. Nichts gegen moderne Technik, ich bin froh, das Computer-Zeitalter noch miterleben zu dürfen. Aber man sollte schon schauen, wie man das Internet nutzt – das ist die Kunst. Die Lauferei zur Post, wenn das im Netz Bestellte nicht passt, das Schlangestehen am Schalter, das ist doch viel aufwändiger als gleich im Laden einzukaufen. Ich bin immer fürs Menschliche, nicht nur an Weihnachten.“
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Luise Kin­seher (45), Kabarettistin und Schauspielerin: „Die Stadt ist besetzt von Konzernen. Wenn ich ein Buch will, suche ich erst im Internet und gehe dann zu meinem Buchhändler im Westend. Meine Lieblingsschuhe gibt es nur in Berlin. Die krieg ich natürlich nur übers Internet.“

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