Die U-Bahn in Fotos

Auf Zeitreise durch den Untergrund

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Glaubt man Oberbürgermeister Dieter Reiter, würde München „ohne die U-Bahn nicht funktionieren“. Doch das tut es schon seit 50 Jahren. So alt wird Münchens U-Bahn heuer. 1965 eröffnete der damalige OB Hans-Jochen Vogel (im Foto rechts) die Bauarbeiten im Schwabinger Norden. Aus diesen Anfängen entsteht ein neues Kapitel in der Münchner Verkehrsgeschichte – und ein Gewinn für die ganze Stadt. In dieser Fotostrecke blickt Hallo zurück auf die Geschichte eines Verkehrsnetzes, das ursprünglich zwei Tramlinien ersetzen sollte.
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Die Gründer-Zeit:Januar 1964: Der Münchner Stadtrat beschließt, auf der Nord-Süd-Trasse der Stadt eine U-Bahn. Diese soll vollständig im Untergrund fahren können – für damalige Verhältnisse eine Sensation. Üblich sind bis dato vor allem Straßenbahnen, die nur abschnittsweise im Untergrund auf Schienen fahren. Der erste Spatenstich für den Bau wird am heutigen U-Bahnhof Nordfriedhof ausgeführt. Auch der erste Stahlträger wird dort in den Untergrund gebracht. Die Haltestelle Nordfriedhof soll eigentlich erst „Schenkendorfstraße“ heißen und wird kurz darauf umbenannt. Erste Grabungen gehen dann in der Ungererstraße vonstatten (Foto). Am Bahnhof Alte Heide – damals noch als Nordfriedhof geplant – wird schon 1966 Richtfest gefeiert. Doch erst durch die Vergabe der Olympischen Spiele nach München nimmt der Netzausbau richtig Fahrt auf.
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Die Olympia-Zeit: Die Landeshauptstadt kann 1966 die Austragung der 20. Olympischen Sommerspiele für sich gewinnen – der Zubringer zum Olympiagelände hat nun oberste Priorität. So entsteht die „Olympia-Linie“ U3 zwischen Münchner Freiheit bis Olympiazentrum. Die Nummern der Linien U3 und U6 stammen von den Tramlinien 3 und 6, die auf ähnlicher Trasse die Stadt von Nord nach Süd durchquerten. Ab 1967 gibt es erste Probefahrten zwischen Studentenstadt und Alte Heide. 1971 gründen Stadt und Bundesbahn die „Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH“: Der MVV ist geboren. Herbst 1971 startet der Fahrgastbetrieb. An der Münchner Freiheit wird zur Probe vorher noch voller Betrieb simuliert (Foto).
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Die Wachstums-Zeit:Im Jahr 1981 bekommt die U-Bahn einen neuen Wagentypen. Typ B hat eine Panoramascheibe und trägt den markanten blauen Längsstreifen als Markenzeichen. 1988 und 1995 kommen weitere 47 B-Wagen dazu. 1995: Mit der Verlängerung der Linie U6 nach Garching-Hochbrück verlässt die U-Bahn erstmals die Stadtgrenze. 1998: Die U1 fährt jetzt raus bis zum Westfriedhof (Foto).
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Die Glanz-Zeit:2001: Typ C heißt der neue Wagentyp. Industrie-Designer Alexander Neumeister hat den schmucken Neuzugang mit der glänzenden Oberfläche entworfen. Im Sommer 2006 meistert die in 2002 gegründete Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) die Beförderung der Fahrgäste zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland – ein logistischer Kraftakt. An Münchner WM-Spieltagen werden bis zu 100 000 Fans zum Stadion und zum Fan-Fest im Olympiapark transportiert.
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Die Digital-Zeit:Seit September 2009 besteht erstmals eine Mobilfunknetzversorgung in einigen U-Bahn-Stationen in der Innenstadt und auf den Strecken Richtung Innenstadt. Der Untergrund wird mobil! 2. Juli 2011: Der Ausbau des Mobilfunknetzes unter der Erde ist abgeschlossen. 2013: Die Nutzung des Handy-Tickets (über die MVG-App) wird im MVV eingeführt. Mittlerweile ziehen sich acht U-Bahn-Linien durch die Stadt und ihre Randbezirke. In 2013 nutzen ganze 384 Millionen Personen die Münchner U-Bahn. Computer steuern die Fahrt und unterstützen die Fahrer der Untergrundbahn. Das U-Bahn-Netz hat heute mit die größte Dichte an Stationen pro Einwohner in Deutschland.  
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MÜNCHEN 50 Jahre Münchner U-Bahn: Die wichtigsten Stationen – vom Baubeginn bis zum Handy-Ticket

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