Paket von Bund und Länder

Keine Corona-Hilfe für den Flughafen München ‒ Warum die Stadt Millionen von Euro ausschlägt

Leere Gänge und abgesperrte Bereiche im Flughafen München im Zuge der Corona-Pandemie
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Leere Gänge und abgesperrte Bereiche im Flughafen München: Die Reisebeschränkungen in Folge der Corona-Pandemie machen dem Airport zu Schaffen.
  • Jonas Hönle
    vonJonas Hönle
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Weil die Stadt München sich dagegen stemmt, gibt es für den Flughafen keine Corona-Hilfen. Zuvor hatten Bund und Länder ein Milliarden-Euro-Hilfspaket bewilligt.

  • Bund und Länder haben Corona-Hilfen bewilligt.
  • Der Flughafen München geht dabei leer aus.
  • Warum die Stadt mehrere Millionen Euro ablehnt.

Der Flughafen München wird bei der von Bund und Ländern geplanten Milliarden-Hilfe für die deutschen Flughäfen wohl leer ausgehen.

Die Finanzminister der Länder stimmten dem Hilfspaket am Donnerstag zwar zu. Aber die Landeshauptstadt München hat nach Angaben des bayerischen Finanzministers Albert Füracker (CSU) deutlich gemacht, dass sie sich nicht beteiligen will, solange der Flughafen mit Eigenkapital und Krediten sein Überleben selbst gewährleisten könne.

Flughafen München: Ohne Beteiligung der Stadt keine Corona-Hilfe

Der Freistaat hält 51 Prozent, der Bund 26 Prozent und die Stadt 23 Prozent am zweitgrößten deutschen Flughafen. Der Bund würde ihm gut 65 Millionen Euro als Corona-Hilfe geben, wenn Land und Stadt gemäß ihrer Anteile ebenfalls Hilfen geben - anderenfalls droht ein EU-Beihilfeverfahren.

Der Freistaat wäre dazu bereit, will aber nicht auch noch den Anteil der Landeshauptstadt übernehmen. Die Stadt wollte sich auf mehrfache Anfrage nicht äußern.

Corona-Krise am Flughafen München - Der zweitgrößte in Deutschland und wichtiger Arbeitgeber

Der Flughafen München steht für 38 000 Arbeitsplätze in der Region. Er hatte im vergangenen Jahr einen Verlust in dreistelliger
Millionenhöhe gemacht. Die Zahl der Fluggäste war um drei Viertel eingebrochen.

Gegenwärtig fänden einschließlich Frachtverkehr nur etwa 100 Starts und Landungen täglich statt, statt durchschnittlich
1140 vor der Corona-Krise, sagte ein Sprecher.

„Unsere Flughäfen haben, wie alle Flughäfen weltweit, ein katastrophales Jahr hinter sich - und das vollkommen unverschuldet“,
sagte Füracker der dpa.

Er hatte im Finanzausschuss des Landtag am Dienstag allerdings auch erklärt, der Flughafen München könne mit Krediten stabil bleiben.

dpa/lby/jh

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