Schutzmaßnahme

FFP2-Maskenpflicht in München: Wie hoch das Bußgeld ist und welche Masken gleichwertig sind

Seit Montag, 18. Januar, gilt eine FFP2-Maskenpflicht in der Landeshauptstadt München.
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Seit Montag, 18. Januar, gilt eine FFP2-Maskenpflicht in der Landeshauptstadt München.
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Aktuelle Entwicklungen zur FFP2-Maskenpflicht in München. Ab Montag gilt eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Polizei soll “verstärkt kontrollieren“

  • Seit Montag, 18. Januar, gilt eine FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und Nahverkehr in München.
  • Ab 25. Januar kontrolliert Polizei verstärkt und verhängt Bußgeld.
  • Aktuelle Entwicklungen der neuen Regel.

Update: 25. Januar 2021

FFP-Maskenpflicht ab Montag mit Bußgeld - Kulanzwoche in Bayern endet

Am Montag ist die Kulanzwoche bei der FFP2-Maskenpflicht vorbei. Von da an drohen in öffentlichem Nahverkehr und Geschäften in Bayern 250 Euro Bußgeld, wenn Fahrgäste oder Kunden nicht eine solche oder mindestens gleichwertige Maske aufsetzen. In der ersten Woche der Maskenpflicht wurde die neue Regelung bereits von den allermeisten Kunden und Fahrgästen befolgt, wie Betreiber und Verbände versicherten.

Die bayerische Polizei wird nach Angaben aus dem Innenministerium die Einhaltung der Maskenpflicht im Nahverkehr „verstärkt kontrollieren“ - zudem soll es auch Kontrollen der Betreiber geben. Die Bußgelder dürfen allerdings nur von der Polizei oder Ordnungsdiensten verhängt werden.

Im Einzelhandel sieht das Innenministerium die Kontrolle der Maskenpflicht als Aufgabe der Betreiber. Die Polizei werde im Einzelfall aber „natürlich bei der Durchsetzung der verschärften Maskenpflicht“ helfen.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind laut Handelsverband Bayern nicht geplant. In der Kulanzwoche habe es keine größeren Probleme gegeben und die Kunden seien bereits fast ausnahmslos mit den geforderten Masken gekommen.

Schutz vor Corona im öffentlichen Nahverkehr und Geschäften - FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Seit vergangenem Montag gilt in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr in Bayern eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken zum Schutz vor dem Coronavirus. Auch vergleichbare oder höhere Standards sind erlaubt.

Das Innenministerium nennt konkret: FFP3, N95, P2, KF94, DS und KN95.

Masken dieser Kategorien schützen - sofern korrekt getragen - besser vor dem Coronavirus als Stoffmasken, besonders auch den Träger selbst. Die neue Regelung hat teilweise zu erhöhten Preisen für FFP2-Masken und Engpässen in einzelnen Geschäften geführt. Die Versorgung sei aber gesichert, versicherten Innenministerium, Handelsverband und Apothekerverband zuletzt.

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Update 24. Januar 2021:

FFP2-Maskenpflicht in München & Bayern: Erste Bilanz, Bußgelder ab Montag, 25. Januar

Innerhalb weniger Tage haben sich die Menschen in Bayern mit FFP2-Masken eingedeckt, die seit einer Woche Pflicht beim
Einkaufen oder in Bus und Bahn sind. Handel und Nahverkehr haben eine positive Bilanz gezogen. Die meisten Leute hielten sich an die Pflicht.

Ab Montag drohen 250 Euro Bußgeld, sollten die Behörden Verstöße feststellen und auch ahnden. In den vergangenen Tagen galt
eine sogenannte Kulanzwoche, in der Menschen, die keine FFP2-Maske tragen keine Strafe aufgebrummt werden sollte.

Update, 21. Januar 2021:

FFP2-Maskenpflicht in München: So werden die Masken richtig entsorgt - AWM gibt Hinweise

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) bittet, getragene FFP2-Masken über die Restmülltonne zu entsorgen. Die Masken sollten in gut verschlossene Beutel oder Säcke verpackt werden, um das Ansteckungsrisiko für Mitbewohner*innen und Mitarbeiter*innen der Müllabfuhr zu minimieren.

Masken sowie Abfälle und Wertstoffe aus Haushalten, die vom Corona-Virus betroffen sind, dürfen nicht am Wertstoffhof angenommen werden. Die Wertstoffhöfe sollen nur für dringende Entsorgungen wie zum Beispiel Umzüge oder Wohnungsräumungen angefahren werden.

Haushalte, die unter Quarantäne stehen, sollten Haushaltsabfälle vorübergehend nicht trennen, sondern ebenfalls in stabilen, möglichst reißfesten Abfallsäcken sammeln und über die Restmülltonne entsorgen. Scharfe oder spitze Gegenstände sind so zu verpacken, dass sie den Beutel nicht durchstechen können (zum Beispiel in einer Plastikdose).

Bei weiteren Fragen steht das Infocenter des AWM gerne unter der Telefonnummer 233-96200, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr zur Verfügung.

Corona in München: Aktuelle Zahlen - KVR informiert über Alkoholverbot - Impfstoff-Lieferschwierigkeiten

FP2-Maskenpflicht in München & Bayern: Hier gilt die Regelung

- für die Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr und den hierzu gehörenden Einrichtungen (Haltestellen) sowie für die Schülerbeförderung im freigestellten Schülerverkehr

- für die Kunden und ihre Begleitpersonen in Ladengeschäften mit Kundenverkehr (z.B. in Lebensmittelgeschäften, Banken und Tankstellen)

- bei der Abholung von vorbestellten Waren in Ladengeschäften (Click&Collect)

- bei der Abholung von Essen „To Go“ und bei der Abholung von bestellten Büchern und Medien in Bibliotheken und Archiven: konkret in den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen

- an Verkaufsständen auf Märkten

- für die Patienten in Arzt- und Zahnarztpraxen und allen sonstigen Praxen, in denen medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen erbracht werden oder medizinisch notwendige Behandlungen angeboten werden, mit der Ausnahme, dass die FFP2-Maske ausnahmsweise nicht getragen werden muss, wenn die Art der Leistung dies nicht zu lässt (z.B. Zahnbehandlung)

- für die Besucher in Altenheimen, Seniorenresidenzen sowie Pflege- und Behinderteneinrichtungen usw. und für die Beschäftigten im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen, soweit sie in Kontakt mit Bewohnern sind, für die Beschäftigten von ambulanten Pflegediensten und teilstationären Pflegeeinrichtungen im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen, soweit sie in Kontakt mit Pflegebedürftigen sind

- für die Besucher von öffentlich zugänglichen Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen und von Zusammenkünften anderer Glaubensgemeinschaften.

FFP2-Maskenpflicht in München: Neue Regel gilt auch im bayerischen Landtag

München - Ab dieser Woche werden im Bayerischen Landtag nur noch Masken mit der Schutzklasse FFP2 oder darüber als geeignete Mund-Nasen-Bedeckungen anerkannt.

Das hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner in Absprache mit dem Präsidium angeordnet: „Was im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht ist, gilt auch für die Abgeordneten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bayerischen Landtag.

Wir alle müssen unser Möglichstes tun, um die Corona-Fallzahlen endlich zu senken. Das Tragen einer FFP2-Maske ist dafür eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme.“ Die entsprechende Anordnung und Dienstanweisung gilt zunächst bis zum 31. März 2021.

Corona in München: Impfung für Über-80-Jährige wegen Impfstoff-Mangel erst im Februar - Polizei-Bilanz zum Wochenende

Verstöße gegen die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske werden entsprechend der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung erst ab dem 25. Januar sanktioniert. Befreit von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sind Kinder unter 15 Jahren.

Da Abgeordnete aus ganz Bayern anreisen und in ihre Stimm- und Wahlkreise zurückfahren, soll das Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich gehalten werden.

„Denn weiterhin gilt: Eine Quarantäne des Parlaments als Verfassungsorgan müssen wir unter allen Umständen vermeiden und zugleich unseren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten“, so Landtagspräsidentin Aigner.

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Bayerischer Landtag/fb/lit

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