Sie halten München an Silvester am Laufen

Eine Vorfeier und spendable Gäste im Neuraum

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Carolin Schrimpf schenkt an Silvester an der Bar der Diskothek Neuraum aus.

Barkeeperin Carolin Schrimpf erklärt, warum sie am Jahreswechsel lieber im Neuraum arbeitet, statt Party zu machen

Das sechste Jahr in Folge arbeitet Carolin Schrimpf an Silvester. Die 30-Jährige ist Barkeeperin in der Diskothek Neuraum an der Donnersbergerbrücke. Und obwohl die Schicht am 31. Dezember meistens sehr stressig ist, meldet sich Schrimpf jedes Jahr freiwillig. 

Die Gründe, warum Schrimpf an Silvester im Neuraum arbeitet

Sie sagt: „Ich finde Silvester eh nicht so prickelnd. Es ist überall bumsvoll und sauteuer. Da arbeite ich lieber. Für mich ist es eine Nacht wie jede andere.“ Außerdem sei der Verdienst gut. „Wir bekommen einen höheren Stundensatz und die Leute sind an Silvester viel spendabler.“ Neben der Wiesnzeit sei die Schicht am Jahresende die lukrativste. Das Geld kann Schrimpf gut brauchen, denn die Schwabingerin jobbt nur als Barkeeperin, um sich ihr Jura-Studium zu finanzieren. 

Ihre Freunde stört nicht, dass Sie in dieser Nacht arbeitet, denn die meisten haben selbst nicht frei. „Sie arbeiten auch in der Gastro“, sagt Schrimpf. Deshalb treffen sie sich zu einer Vor-Silvesterfeier. „Vergangenes Jahr waren alle, die arbeiten mussten, vorher im Augustiner-Keller und haben ein Silvestermenü gegessen. Anschließend ging’s zur Arbeit.“ 

Stressiger Abend für die Barkeeperin

Dort hat Schrimpf viel zu tun, denn die Diskothek ist in der Regel voll und die Schichten dauern länger als gewöhnlich. Schrimpf fängt um 21.30 Uhr an und schenkt bis 6 Uhr in der Früh Drinks aus. „Vor allem um kurz vor 12 Uhr ist es stressig. Da strömen noch viele hinein und alle müssen mit Sekt und Champagner versorgt werden“, sagt sie. 

Am ruhigsten sei es um Mitternacht selbst: „Meistens stehen alle draußen und schauen sich das Feuerwerk an“, erzählt Schrimpf. Sie nutzt die Gelegenheit, mit ihren Kollegen anzustoßen und selbst einen Blick auf den Funkenregen vor dem Club zu werfen. Nach diesem kurzen Durchatmen geht es weiter bis in die Morgenstunden. „Es ist wirklich anstrengend“, sagt Schrimpf. 

Ausgelassene Stimmung im Club

Die Stimmung im Club sei ausgelassener als sonst: „Die Leute sind aufgedrehter. Ich denke viele sehen Silvester immer noch als etwas Besonderes und wollen in dieser Nacht besonders feiern.“ 

Aber nicht nur im Neuraum wird an Silvester gearbeitet. Auch im Hofbräukeller und bei der MVG gibt es am 31. Dezember etwas zu tun.

Andreas Schwarzbauer

Silvesterpartys in den Münchner Clubs

• Auf vier verschiedenen Tanzflächen können die Besucher im Neuraum (Foto)feiern. Um Mitternacht gibt es vor dem Club ein Feuerwerk. Karten kosten 20 Euro. 

• Auf der Energy-Silvester-Party in der Nachtgalerie gibt es bis 0.30 Uhr kostenlosen Prosecco und zum Jahreswechsel ein Feuerwerk im Außenbereich. Der Eintritt kostet 14 Euro. • „Fesch oder bunt“lautet der Dresscode in der 089-Bar. Karten kosten im Vorverkauf 15 Euro (Abendkasse: 25 Euro). 

• In vier Bereichen können die Besucher mit Live-Konzerten von Mono & Nikitaman und Simon Grohe im Back­stage feiern. Karten gibt’s für 18 Euro im Vorverkauf. 

• Konfettikanone, Livedrummer, Feuerwerk und Mitternachtswalzer warten für 15 Euro im Vorverkauf (Abendkasse: 18 Euro) auf die Gäste im Muffatwerk

• Im Pacha findet ab 19.30 Uhr eine Silvester-Gala mit Buffet statt. Für 69 Euro gibt es unter anderem Hühnerfleisch in Curry-Soße, Sushi und Wokgemüse. Ab 22.30 Uhr ist regulärer Partybetrieb. 

• Auf ein Silvester-Special können sich die Besucher der Milchbar freuen: Für 35 Euro bekommen sie den Eintritt und eine Flasche Vodka.

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