Belebte Straße mit historischen Elementen

Denkmalgeschützte Gebäude an der Fürstenrieder Straße 

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An der Kreuzung zur Landsberger Straße beginnt nördlich die fünf Kilometer lange Fürstenrieder Straße

Fast fünf Kilometer lang ist die Fürstenrieder Straße von ihrem Beginn im Norden am Laimer Kreisel bis sie hinter dem Waldfriedhof in die Boschetsrieder Straße übergeht. Ein Fußgänger würde mit durchschnittlicher Geschwindigkeit eine Stunde für den Weg brauchen. Die Straße ist viel befahren, so dass wohl kaum jemand die Strecke als Spazierweg nutzen würde. Dennoch lohnt es sich an der eine oder anderen Stelle einmal links und rechts zu schauen, denn in der Fürstenrieder Straße gibt es wie in der ganzen Stadt Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen.

Einige wirken eher unscheinbar, anderen sieht man auf den ersten Blick ihre historische Vergangenheit an, wie zum Beispiel dem Gebäude in der Fürstenrieder Straße 30. Das vom Münchner Architekt und städtischen Baubeamten Hans Grässel Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute Schulhaus fällt durch seinen imposanten barockisierenden Baustil auf und war und ist vielen Laimern durch die eigene Schulzeit bekannt. 

Grund- und Mittelschüler lernen heute in der Fürstenrieder Straße 30

100jähriges Schulgebäude 

Im Jahr 1903 begann der Schulbetrieb in dem Neubau, der das erste Laimer Schulhaus am gleichen Standort ablöste. Der Lehrbetrieb dort begann erst wenige Jahre zuvor im Jahr 1891. Das Gebäude wurde aber sehr schnell viel zu klein für die wachsende Zahl der Kinder in der Umgebung. Die Entstehung des Rangierbahnhofes hatte für einen rasanten Zuzug von Eisenbahnerfamilien gesorgt. Nach der Phase von Schutträumung und Wiederaufbau nach dem Krieg erlebte die Stadt München eine extreme Expansion. Vor allem Wohnungen wurde dringend benötigt. Außenbezirke wie Laim, die noch viele unbebaute Flächen aufwiesen, eigneten sich für diesen Ausdehnungsschub. Ein besonderes Laimer Problem war die Schulraumnot - die Schule an der Fürstenrieder Straße war in den Nachkriegsjahren völlig überfüllt. Es war nötig im Laufe der Jahrzehnte weitere Schulen im Stadtbezirk zu bauen mit unterschiedlicher Ausrichtung. Das fürstliche Gebäude an der Fürstenrieder Straße 30 beherbergt heute eine Grund- und eine Mittelschule.

Imposante Steinfiguren schmücken die Fassade des Wohnblocks in der Fürstenrieder Straße nahe der Autobahnauffahrt zur A96

 

Geschützte Wohnblöcke 

Weitere Baudenkmäler entlang der Fürstenrieder Straße befinden sich auf Höhe der Hausnummer 12 bis 16. Erbaut wurden die symmetrisch gruppierten Wohn- und Geschäftshäuser 1905 bis 1906 vom Architekten Karl Fendt, der im gesamten Münchner Stadtgebiet Anfang des 20. Jahrhundert knapp 20 Mietshäuser plante und errichtete. Ebenfalls unter Denkmalschutz stehen die Gebäude mit den Hausnummern 24, 26 und 61. Die Wohnblöcke der Fürstenrieder Straße 134 bis 152 sowie 156, 158 und 160 wurden auch unter Denkmalschutz gesetzt. Letzterer fällt durch seine monumentalen Fassadenfiguren von Fritz Schmoll genannt Eisenwerth auf und durch die Sonnenuhr des Künstlers Kosics auf der Südseite des Gebäudes. Der gesamte Gebäudekomplex wurde von Roderich Fick 1929 in Fortführung der von Bruno Biehler geplanten Siedlung Friedenheim errichtet und sollte der Abschirmung gegen die belebte Fürstenrieder Straße dienen.

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