Neuste Entwicklungen

Öffnung der Grundschulen in Bayern ‒ Corona-Impfung für Lehrkräfte in Bayern im Präsenzunterricht

Zwei Schüler mit Ranzen und Corona-Maske stehen vor der Schule.
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Öffnung der Grundschulen in Bayern bei Corona-Inzidenz unter 165.

Söder kündigt Öffnungen der Grundschulen in Bayern bei höherem Inzidenz-Wert an. Lehrkräfte an weiterführenden Schulen im Präsenzunterricht bekommen Angebot für Impfung.

  • Corona-Testpflicht an Schulen in Bayern.
  • Alle Schüler und Lehrkräfte müssen einen Test machen.
  • Die Regeln für Wechselunterricht und Distanzunterricht...

Update: 03. Mai 2021

Angebot für Corona-Impfung für Lehrkräfte in Bayern im Präsenzunterricht

Ab sofort können auch alle Lehrkräfte an den weiterführenden und den beruflichen Schulen in Bayern auf eine zeitnahe Corona-Impfung hoffen. „Wir können jetzt allen Lehrerinnen und Lehrern in Bayern, die im Präsenzunterricht im Einsatz für die Bildung sind, ein Impfangebot machen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München.
Bislang hatten nur die Lehrer*innen an den Grund- und Förderschulen die Möglichkeit einer bevorzugten Impfung.

Das Angebot richte sich explizit primär an die Lehrkräfte, die regelmäßig in Präsenz unterrichteten, in der Notbetreuung tätig seien oder bei den Abschlussprüfungen beispielsweise als Aufsicht in der Schule eingesetzt würden, teilte das Kultusministerium mit.

Die Schulleitungen würden den betreffenden Lehrern eine entsprechende Bestätigung zum Nachweis der vorrangigen Impfberechtigung für das Impfzentrum ausstellen. „Mit den neuen Impfangeboten für die Lehrkräfte an Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen machen wir jetzt einen weiteren wichtigen Schritt für mehr Sicherheit“, sagte Piazolo.

Söder kündigt Öffnung von Grundschulen in Bayern bis Inzidenz 165 an

Grundschulen in Bayern dürfen ab nächsten Montag auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen - nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Das kündigte Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Videokonferenz des CSU-Vorstands an.

Indem er für Grundschulen vom Grenzwert 100 abrückt und auf den Wert 165 aus der Bundes-Notbremse einschwenkt, kommt er seinem Koalitionspartner, den Freien Wählern, ein Stück weit entgegen. An weiterführenden Schulen will Söder dagegen bis auf Weiteres beim Grenzwert 100 bleiben. Den Freien Wählern reichte das Angebot deshalb zunächst jedenfalls nicht..

Am Dienstag soll darüber im Kabinett beraten und entschieden werden. Auch der Bayerische Elternverband forderte Öffnungen für weiterführende Schulen und mehr Unterricht im Freien.

Distanzunterricht an Grundschulen in Bayern mit Schwierigkeiten verbunden

Die Lockerungen für Grundschulen begründete Söder damit, dass dort Distanzunterricht zum Teil mit Schwierigkeiten verbunden sei. Bei den weiterführenden Schulen dagegen sei dies anders: „Das funktioniert.“ Zudem verwies Söder auf höhere Corona-Zahlen unter Jugendlichen. Man gehe aber davon aus, dass es nun immer mehr Regionen unter 100 gebe, die Lage werde sich also bis nach Pfingsten sukzessive verbessern.

Am Montag lag knapp ein Drittel der Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern über dem Wert 165. Voraussetzung für eine Rückkehr vom Distanz- zum Wechselunterricht ist aber, dass der Wert an fünf Tagen hintereinander stabil darunter liegt - dann sind die entsprechenden Lockerungen ab dem übernächsten Tag möglich.

Die Freien Wähler allerdings fordern den höheren Grenzwert für Distanzunterricht für alle Schularten und Klassen. Die Grundschulen bis zum Wert 165 zu öffnen, sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger.

Die Schulen für alle bis zum Grenzwert 165 zu öffnen, sei wichtig für die Bildung und zur Infektionsbekämpfung, „weil nur mit Tests in der Schule die Infizierten erkannt werden“. Die aktuell relativ hohen Corona-Zahlen der Jugendlichen kämen aus dem Privaten.

Es wäre also kontraproduktiv, die Altersgruppe der Jugendlichen ungetestet in die Pfingstferien zu schicken, wo sie vermehrt ihre Freunde treffen und Infektionen weitertragen. Besser, sie vorher in die Schule zu holen und mehrmals testen.

Hubert Aiwanger

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Update: 23. April 2021

Corona-Testpflicht an Schulen in Bayern - Piazolo zieht Zwischenbilanz für Selbsttests bei Schüler*innen

An den Schulen in Bayern gilt die Corona-Testpflicht. Schüler*innen können nur am Präsenzunterricht bzw. an den Präsenztagen des Wechselunterrichts teilnehmen, wenn sie einen aktuellen, negativen Covid-19-Test haben.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zeigt sich in einer ersten Zwischenbilanz zufrieden mit den an den Schulen durchgeführten Selbsttests.

Eine einmalige, stichtagsbezogene Abfrage des Staatsministeriums an den Schulen habe ergeben, dass rund 97% der Schüler*innen in Bayern an den Tests in der Schule teilnehmen. Rund 3% würden das Ergebnis eines Corona-Tests mitbringen, der außerhalb der Schule von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde.

Zum Stichtag wurden bei rund 288.000 aktuell gültigen Selbsttests rund 160 Schüler*innen in der Schule positiv getestet. In solchen Fällen ist ein anschließender PCR-Test notwendig.

Wenn 97% der Testnachweise im Klassenzimmer erbracht werden, zeigt das: Das Selbsttestkonzept wird von der übergroßen Mehrheit der Schüler und Eltern angenommen. Durch das Testen konnten wir viele Ansteckungen in- und auch außerhalb der Schule vermeiden. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Die Tests eröffnen eine Perspektive dafür, dass wir bald mehr Klassen in den Präsenzunterricht zurückholen können.

Michael Piazolo

Forderung nach Corona-Tests an Schulen durch externe Dienstleister

Die Corona-Selbsttests innerhalb der Schulen stoßen allerdings auch auf Kritik. Die Fraktionen der Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt im Münchner Stadtrat fordern, dass die Test durch externe Dienstleister oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden. Damit soll die Stigmatisierung der Schüler*innen bei einem positiven Ergebnis verhindert werden. Auch sollen Lehrkräfte dadurch entlastet werden.

Viele Lehrkräfte brauchen zusätzliche Unterstützung beim Testen. Wenn das Offenhalten der Schulen, wenn Bildungsgerechtigkeit und das Wohlergehen unserer Kinder und Jugendlichen wirklich Priorität haben sollen, dann muss wenigstens für professionelle und möglichst angenehme Teste gesorgt werden.

Anja Berger, Stadträtin  Die Grünen – Rosa Liste

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Update: 22. April 2021

Schulen in Bayern - Corona-Testpflicht und Regeln zu Wechsel- und Distanzunterricht bleiben

Die Corona-Testpflicht an bayerischen Schulen und die Regeln zu Distanz- und Wechselunterricht bleiben in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Donnerstag veröffentlichten Entscheidung ab, die entsprechenden Regelungen in der Corona-Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen.

Damit bleibt es dabei, dass bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 nur noch Wechselunterricht erlaubt ist und bei Werten über 100 nur noch Distanzunterricht - mit einer Ausnahme unter anderem für Viertklässler und Abschlussklassen.

Weiterhin dürfen Schüler*innen nur noch mit negativem Test in die Schule.

Verfassungsgerichtshof lässt Schul-Regeln samt Corona-Testpflicht in Kraft

Die Antragsteller hatten laut Gericht argumentiert, die Vorschriften zum Distanz- und Wechselunterricht verletzten verschiedene in der Bayerischen Verfassung garantierte Grundrechte von Kindern, Jugendlichen und Familien allgemein.

Sie seien unter anderem angesichts der zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die schulische und berufliche Laufbahn, die Persönlichkeitsentwicklung „sowie im Hinblick auf die drohenden ökonomischen, gesundheitlichen und psychischen Schäden“ nicht verhältnismäßig.

Die übermäßige Belastung der Kinder, Jugendlichen und ihrer Familien verstoße zudem gegen den Gleichheitsgrundsatz. Und die Testpflicht greife unzulässigerweise ebenfalls in verschiedene Grundrechte ein.

Das Gericht lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung ab. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Klage in der Hauptsache erfolgreich sei. Einen offensichtlichen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz sahen die Richter ebenso wenig wie eine offensichtlich verfassungswidrige Einschränkung von Grundrechten.

Zwar seien „die hohen Belastungen durch die Folgen der Pandemie insbesondere für Familien hinsichtlich der Beschulung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen ohne jeden Zweifel einschneidend“.

Bei einem „unbeschränkten Zusammentreffen von Schülerinnen und Schülern ohne Testpflicht“ unabhängig von der Sieben-Tage Inzidenz ergäbe sich allerdings ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko für schulische Kontaktpersonen, aber auch für die Gesamtbevölkerung.

Die Richter verwiesen dabei auch auf die aktuell dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens unter Kindern und Jugendlichen.

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Update: 20. April 2021

Schlechte Noten für Schulen im Corona-Lockdown vom Ifo-Institut

Die Schließung der Schulen zu Jahresbeginn haben bei Kindern und Jugendlichen nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts tiefe Spuren hinterlassen. Im Schnitt gingen ihnen pro Tag mehr als drei Stunden Lernzeit verloren, wie eine am Dienstag veröffentlichte Befragung durch das Münchner Forschungsinstitut zeigt.

Statt 7,4 Stunden pro Tag lernten die Schüler nur noch 4,3 Stunden - das ist weniger Zeit als sie mit Computerspielen, sozialen Netzwerken oder ihrem Handy verbrachten.

Die Forscher stellen der Schulpolitik in ihrer Studie kein gutes Zeugnis aus - auch weil sie nur relativ geringe Verbesserungen zum ersten Lockdown feststellten. Auch mit „langer Vorlaufzeit und nach eindringlichen Appellen von Eltern und Wissenschaft“ sei es nicht gelungen, eine angemessene Beschulung aller Kinder im Distanzunterricht sicherzustellen. Die Ergebnisse seien „ernüchternd“.

Unter anderem beklagen die Forscher, dass zu wenige Kinder regelmäßigen Video-Unterricht haben. Bei 39 Prozent der Kinder war dies maximal ein Mal pro Woche der Fall.

„Besonders bedenklich ist, dass 23 Prozent der Kinder sich nicht mehr als zwei Stunden am Tag mit der Schule beschäftigt haben“, sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann. „Die Corona-Krise ist eine extreme Belastung für die Lernentwicklung und die soziale Situation vieler Kinder.“

Und der Lockdown hatte auch Auswirkungen auf die Gesundheit: 31 Prozent der Eltern sagten, ihr Kind habe in dieser Zeit zugenommen.

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Update: 9. April 2021

Corona-Testpflicht an Schulen in Bayern ist nach Osterferien unabhängig vom Inzidenz-Wert

Am Montag geht nach den Osterferien der Unterricht in Bayerns Schulen wieder los - mit einer entscheidenden Neuerung: Für die Teilnahme am Unterricht in den Klassenräumen ist jetzt ein Corona-Test verpflichtend. Und zwar unabhängig vom jeweiligen Inzidenz-Wert.

Präsenzunterricht an Schulen in Bayern nur bei niedriger Corona-Inzidenz

Die Regelungen für Öffnungen der Schulen sind auch nach den Osterferien weiterhin an die Infektionslage in der jeweiligen Region geknüpft.

Voller Präsenzunterricht, das heißt auch ohne Mindestabstand, findet ohnehin nur in den Grundschulen statt, und das auch nur bei weniger als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 gelten auch für Grundschüler die Mindestabstandsregeln, was wie in den anderen Jahrgangsstufen in der Regel zur Aufteilung der Klasse und zu Wechselunterricht führt.

Bei einem Inzidenz-Wert von über 100 bekommen alle Distanzunterricht. Ausgenommen davon sind nur die Abschlussklassen aller Schularten, die vor dem Übertritt stehenden vierten Klassen sowie die elfte Jahrgangsstufe an Gymnasien und Fachoberschulen. Für sie gibt es Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder eben Wechselunterricht.

Neue Corona-Testpflicht an allen Schulen in Bayern

Alle Schüler*innen, die sich in den Schulgebäuden aufhalten - sei es im Präsenzunterricht, im Wechselmodell oder in der Notbetreuung - müssen künftig zwei Mal pro Woche einen negativen PCR-, Schnell- oder Selbsttest vorlegen.

Bei einer Inzidenz von über 100 kann dies je nach Unterrichtsmodell sogar noch häufiger der Fall sei. In aller Regel werden die Kinder und Jugendlichen einen Selbsttest direkt in den Schulen machen.

Corona-Testpflicht für Lehrkräfte

Die Lehrkräfte und sonstiges schulisches Personal müssen sich ebenfalls zwei Mal in der Woche testen, dürfen dies aber Zuhause tun.

Was passiert, wenn jemand die Corona-Testpflicht verweigert?

Dann wird die jeweilige Schule das Gespräch mit dem Schüler beziehungsweise seinen Eltern suchen. Bleibt es bei der Ablehnung, kann die Schulpflicht durch die Wahrnehmung von Angeboten im Distanzunterricht oder im Distanzlernen erfüllt werden; ein Anspruch auf bestimmte Angebote besteht nicht.

Und was passiert, wenn jemand ein positives Ergebnis hat?

Der oder die Betroffene muss sich „absondern“, wie es im Behördendeutsch heißt - also zunächst in einem anderen Raum isoliert
und - sofern möglich - von den Erziehungsberechtigten abgeholt oder nach Hause geschickt werden. Da ein positiver Selbsttest wegen der Fehlerquote nicht zwingend eine Infektion bedeutet, soll im Anschluss ein PCR-Test gemacht werden.

Die negativ getesteten Klassenkameraden können im Normalfall vorerst weiter am Unterricht teilnehmen.

Wie funktionieren die Tests?

Aktuell kommen drei verschiedene Selbsttests in den Schulen zum Einsatz. Zentral ist bei allen, dass man sich selbst ein Wattestäbchen circa zwei Zentimeter tief in die Nase steckt und Sekret abstreicht, das dann mit einer Testlösung analysiert wird.

Können das auch Erstklässler schon selbst?

Einige Eltern und Lehrkräfte bezweifeln dies. Nach Angaben des Kultusministeriums sind die Tests so konzipiert, dass auch Jüngere sie „einfach, ohne Risiko und ohne Schmerzen“ anwenden können. Die Lehrkräfte können sie dabei mit Worten oder per Schulungsvideo anleiten, führen die Tests aber nicht selbst durch.

Wann werden die Tests gemacht und wie schnell kommt das Ergebnis?

Die Selbsttests sollen im Regelfall unmittelbar zu Beginn des Unterrichtstages im Klassenzimmer durchgeführt werden. Der Test selbst benötigt etwa 5 Minuten, nach weiteren 15 Minuten Wartezeit kann das Ergebnis abgelesen werden.

Wie kommen die Tests an die Schulen?

Die Schulen bekommen die Tests von ihren Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung gestellt. Nach Angaben von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat der Freistaat einen ausreichenden Vorrat, der je nach Verbrauch - dieser wird mit der Infektionslage und dem dadurch vorgegebenen Unterrichtsmodell schwanken - wieder aufgefüllt wird.

Mitte der Woche hatten laut Piazolo nur einige Berufsschulen noch nicht genügend Testkits bekommen, dies sollte aber bis zum Schulstart am Montag nachgeholt werden.

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Update: 7. April 2021

Corona-Testpflicht an Schulen in Bayern unabhängig von Inzidenz-Wert

An Bayerns Schulen gilt für die Teilnahme am Präsenzunterricht künftig eine Testpflicht auf das Corona-Virus. „Wir sehen, dass die Schulen ein sehr intensiver Teil des pandemischen Geschehens sind“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Deshalb gelte künftig für die Teilnahme am Unterricht in den Schulgebäuden inzidenzunabhängig eine Testpflicht für Schüler und Lehrkräfte.

Bei einer Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen einer Woche müssen 2 Mal pro Woche ein PCR-, Schnell- oder Selbsttest in der Schule gemacht werden. Bei einem Wert von über 100 könne dies je nach Unterrichtsmodell sogar häufiger der Fall sein, erläuterte Söder.

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Letztes Update: 06. April 2021, 15.41 Uhr

Keine Corona-Absage für Abitur in Bayern

Das bayerische Kultusministerium sieht trotz der coronabedingten Einschränkungen des Unterrichts keine Notwendigkeit, die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen. „Das Abitur 2021 findet in Bayern wie angekündigt statt“, betonte ein Sprecher am Dienstag in München.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) war am Vortag bereits auf Bundesebene auf ablehnende Reaktionen gestoßen. GEW-Chefin Marlis Tepe hatte gesagt: „Sollte das Infektionsgeschehen so dramatisch ansteigen, wie die dritte Welle in anderen europäischen Nachbarstaaten befürchten lässt, müssen die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen“.

Lehrerverband: Bayerns Schulen nach Osterferien weiter schließen

Schulen in Bayern sollen nach den Osterferien eine weitere Woche lang geschlossen bleiben - das fordert der Bayerische Realschullehrerverband (BRLV). Diese Zeit müsse genutzt werden, um die Schulen auf die kommenden Monate vorzubereiten, teilte der Verband am Dienstag in München mit.

Demnach solle der Unterricht erst am 19. April wieder aufgenommen werden. Wichtig sei es vor allem, eine Corona-Teststrategie zu entwickeln, sagte Landesvorsitzender Jürgen Böhm laut einer Presseerklärung.

Es sei unsinnig, Schüler zunächst mit überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule zu bringen, dort freiwillige Tests abzunehmen, um dann die positiv Getesteten zu isolieren und von ihren Eltern abholen zu lassen, so Böhm. „Die Tests müssen entweder verbindlich zu Hause oder aber von Experten außerhalb von Schulen durchgeführt werden.“

Außerdem fordere der Realschullehrerverband schon seit Monaten, allen Lehrkräften ein Impfangebot zu machen.

Wie Böhm betonte, unterstützt der Realschullehrerverband angesichts der besonders ansteckenden Virusmutationen den Stufenplan, der derzeit für Bayerns Schulen gilt:
Bei einer lokalen Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 findet Wechselunterricht mit geteilten Klassen statt, bei einem Wert von über 100 wird vollständig auf Distanzunterricht umgestellt.

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Update: 23. März 2021

Neue Corona-Regeln für Schulen in Bayern nach den Osterferien

Das bayerische Kabinett hat neue Regeln für den Schulbetrieb nach den Osterferien verabschiedet. So sollen bei einem Inzidenz-Wert unter 50 dann sämtliche Klassen der Grundschulen in den Präsenzunterricht zurückkehren, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München sagte.

Zwischen 50 und 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche erfolgt für alle Jahrgänge Wechselunterricht. Bei einem Wert von über 100 gilt grundsätzlich Distanzunterricht - allerdings mit Ausnahmen.

So findet in den Abschlussklassen sowie in der vierten Klasse der Grundschule und den Jahrgangsstufen 11 an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen Präsenzunterricht mit Mindestabstand oder Wechselunterricht statt.

In die Klassenzimmer dürfen dabei aber nur Schüler*innen sowie Lehrkräfte, die über einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test verfügen oder in der Schule einen entsprechenden Selbsttest mit negativem Ergebnis gemacht haben. Alle anderen müssen per Distanzunterricht lernen.

Auch das an den Schulen tätige Personal soll sich mindestens zweimal wöchentlich selbst testen, auch im Fall der Notbetreuung.

Für Kitas bleibt es dagegen bei den bisherigen Regelungen inklusive der Schließung mit dem Angebot einer Notbetreuung ab einer Inzidenz für 100. In der Mitteilung der Staatskanzlei hieß es, kleinen Kindern seien weder regelmäßige Tests zuzumuten noch könnten von ihnen eigene Vorsichtsmaßnahmen erwartet werden.

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Letztes Update: 22. März 2021, 14.40 Uhr

Lehrer in Bayern fordern Corona-Impfung und Selbsttests für Schüler

Bayerns Lehrer wollen nach den Osterferien nicht ohne Corona-Impfung ins Klassenzimmer zurückkehren. „Wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben“, schreibt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) in einem am Montag veröffentlichten Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). „Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten.“

Impfung müsse vor Öffnung kommen, hieß es. Zuvor hatten auch andere Medien über den Brief berichtet.

Seit Wochen dringen Lehrerverbände auf rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals und regelmäßige Tests der Schüler. „Diese Selbsttests der Schülerinnen und Schüler müssen aber zwingend durch Fachpersonal oder durch die Eltern (am besten zu Hause) ausgeführt werden“, schreibt der BLLV, und nicht durch die Pädagogen.

Staatskanzlei bezeichnet Lehrerforderungen als schlechten Stil

Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) hat kein Verständnis für die Ankündigung vom Lehrerverband BLLV, ungeimpfte Pädagogen könnten nach den Osterferien nicht zurück ins Klassenzimmer.

„Ultimaten zu stellen ist ein schlechter Stil“, sagte Bayerns Corona-Koordinator am Montag, zumal, wenn ein solches an den Dienstherren gestellt werde. Nicht jeder könne seine Arbeit einstellen, bloß weil er noch nicht geimpft sei.

Herrmann verwies etwa auf die Lage der Polizisten, die anders als Lehrer oft bei ihren Einsätzen Körperkontakt mit fremden Menschen hätten - und diese Beamten arbeiteten auch weiter, mit und ohne Impfung.

Wechselunterricht oder Distanzunterricht? - Normalität in Bayerns Klassenzimmer noch fern

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) rechnet mit Blick auf die bayerischen Schulen in der Corona-Pandemie nicht mit einer baldigen Rückkehr zur Normalität. „Wie im Grunde seit einem Jahr haben wir einen Mix von Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht“, sagte Piazolo der „Augsburger Allgemeinen“ (Sonntag). „Ich gehe davon aus, dass in der aktuellen Situation sich dieser Trend fortsetzen wird.“

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat ist für mehr als 30 Landkreise und kreisfreie Städte von diesem Montag an Distanzunterricht angeordnet worden. Das betrifft rund 2250 Schulen mit mehr als einer halben Million Schülern.

In zahlreichen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten kann es hingegen Präsenz- und Wechselunterricht geben.

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Update: 18. März 2021

Corona-Selbsttests an Schulen in Bayern - Keine Abstriche durch „unbekannte Dritte“ vorgenommen

Das Kultusministerium Bayern stellt in einer Pressemitteilung klar, dass für den Corona-Selbsttest keine „Abstriche durch unbekannte Personen“ an Schülern durch geführt werden. Das Ministerium bezieht sich dabei auf eine Aussage des Bayerischen Elternverbandes (BEV).

Die Behauptung des BEV sei falsch und schüre unnötig Angst an Schulen. Bei den Corona-Selbsttest an Schulen sei eindeutig geregelt, dass die Schüler diese unabhängig von ihrem Alter eigenständig durchführen. Das Konzept der Selbsttests sehe insbesondere nicht vor, dass die Abstriche von Dritten genommen werden.

Selbst Lehrkräfte sollen dabei nur als Aufsicht dienen und den Schüler*innen gegebenenfalls das Vorgehen verbal erklären.

Kritik an Corona-Selbsttest an Schulen in Bayern

Die Bildungsgewerkschaften GEW und KEG lehnen die geplanten Corona-Selbsttests in den bayerischen Schulen ab. Dass Lehrer ihre Schüler bei den freiwilligen Selbsttests in den Klassenzimmern anleiten und betreuen sollen, sei unzumutbar, teilte die GEW am Donnerstag in München mit.

Weil die Masken für die Testungen abgenommen werden müssten, erzeuge dies für alle Anwesenden eine gesundheitsgefährdende Situation. Hinzu komme auch noch die „psychologisch sehr schwierige“ Situation, sollten Schüler bei den Tests positiv sein und dann abgesondert werden müssen.

Die katholische KEG bezeichnete die Teststrategie der bayerischen Staatsregierung als nicht praktikabel und unverantwortlich. Schon bevor die Schüler im Klassenzimmer zusammenkämen und dort dann die Tests machen sollen, gebe es viele Kontakte: Beginnend auf dem Schulweg und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Pausenhof, beim Anstehen zum Händewaschen bis zum Test ohne Maske im Klassenzimmer.

„Gesundheitsschutz sieht anders aus“, teilte die KEG weiter mit. Die Schnelltests müssten daher im privaten Umfeld stattfinden, auch um Mobbing zu verhindern.

Die GEW fordert hingegen, dass die Tests durch externe mobile Testteams mit speziell geschultem Personal stattfinden müssen - außerhalb der Klassenzimmer. Alternativ müsse zu Hause getestet werden. Nur so kämen Schüler*innen, die womöglich positiv sind, gar nicht erst in die Schule.

Grundsätzlich sei es aber zu begrüßen, dass die Staatsregierung künftig allen Schülern und Lehrern zwei Selbsttests pro Woche zur Verfügung stellen will, so die Gewerkschaft.

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Update: 16. März 2021

Bayern plant Corona-Testpflicht an Schulen in Hotspots

Abschlussklassen und auch Viertklässler sollen nach den Osterferien auch in Corona-Hotspots weiter in die Schule gehen dürfen - dann aber voraussichtlich verbunden mit einer Testpflicht. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) solle ein entsprechendes Konzept vorlegen. Man müsse in den Hotspots über dem Inzidenz-Wert 100 aber aus Testmöglichkeiten dann Testpflichten machen, sagte Söder.

Bislang gilt, dass es in Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen an allen Schularten nur Distanzunterricht geben darf - mit Ausnahme der Abschlussklassen, die auch in diesen Hotspots im Wechselunterricht bleiben dürfen.

Neu ist nach Worten Söders nun, dass nach den Osterferien Viertklässler an Grundschulen wie Abschlussklassen gewertet werden sollen. Und neu ist die nun geplante Testpflicht für die betroffenen Lehrer und Schüler.

Kein Corona-Test an Kitas in Bayern nach leichter Erkältung

Nach einer überstandenen leichten Erkältung dürfen Kinder die Kitas und Kindergärten in Bayern auch ohne Corona-Test wieder besuchen. Das stellte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Dienstag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) klar. Der seit Montag geltende neue Rahmenhygieneplan rund um die Testpflicht von kränkelnden Kindern hatte bei vielen für Verwirrung und Verunsicherung gesorgt.

Richtig sei jedoch: Wenn ein Kind trotz leichter Erkältungssymptome eine Einrichtung besuchen will, braucht es dafür seit dieser Woche einen negativen Test.

Auch wenn ein Kind nach einer vollständig auskurierten Erkrankung mit Fieber oder Durchfall wieder zurück in die Kita möchte, braucht es dafür einen negativen Test. Die Regel „Zurück ohne Test“ gelte nur für Kinder, die lediglich eine leichte Erkältung gehabt hatten, so die Sprecherin. Sobald aber noch leise Symptome einer laufenden Nase vorlägen, brauche es wiederum einen Test.

Ein Selbsttest genügt dabei als Negativ-Nachweis nicht, es braucht einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test.

Wo man sich in München auf Corona testen lassen kann

Ausgenommen von der Regelung sind Kinder mit nachweislich allergisch bedingtem Schnupfen oder Husten. Kranke Kinder mit starker Erkältung, Fieber, Husten oder Durchfall müssen wie bisher in jedem Fall zuhause bleiben.

Update: 14. März 2021

Öffnungen der Schulen in Bayern ab Montag - Was nun wo gilt...

Nach rund einem Vierteljahr Corona-Lockdown dürfen vom kommenden Montag (15. März) an auch die weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - aber nur im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Auch an den Kitas wird ab Montag in Stufen verfahren, je nach Inzidenz-Werten. Test-Angebote auf breiter Front sollen die Öffnungen begleiten, nun auch bei den jüngeren Schülern. Der Neustart sorgt für viel Freude, aber auch für Sorgen.

Ein Ausblick auf Montag und darüber hinaus:

Öffnungen der Schulen in Bayern bei Inzidenz-Wert unter 100

Bislang durften neben den Abschlussklassen lediglich Grundschulen wieder Wechselunterricht für die Kinder anbieten - ausgenommen in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100.

Von Montag an dürfen nun überall dort, wo der 100er-Wert nicht überschritten wird, auch alle Klassen an weiterführenden Schulen wieder in den Wechselunterricht gehen.

Wenn durchgehend ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann, ist sogar normaler Präsenzunterricht erlaubt. Auch Räume außerhalb der Schule dürfen dabei genutzt werden - was offenbar an mehreren Orten in Bayern passiert, aber nicht zentral erfasst wird.

Grundschulen in Bayern wieder im Präsenzunterricht

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 liegt, dürfen ab Montag alle Grundschulen von Wechsel- auf normalen Präsenzunterricht umstellen.

Sport an bayerischen Schulen ab Montag

Überall wo die Schüler zumindest zeitweise zurück im Unterricht sind, ist ab Montag dann prinzipiell auch wieder Schulsport möglich. Die Übungszeit in Sporthallen darf maximal zwei Unterrichtsstunden dauern und ist weiter mit Hygieneauflagen wie Abstandsgebot und im Innenbereich auch einer Maskenpflicht belegt.

Corona-Test an Schulen in Bayern

Kinder und Jugendliche mit Erkältungssymptomen müssen ab Montag vor dem Schulbesuch in Bayern künftig einen negativen Corona-Test vorweisen - diese Regelung gilt auch an Kitas und in Horten.

Der Test muss in einem Testzentrum, in einer Apotheke oder bei Ärzten durchgeführt werden. Ein negativer Selbsttest reiche für den Schulbesuch nicht aus.

Corona-Test in München: Kostenlose PCR und gratis Antigen-Schnelltest - Wo man sich in Stadt & Landkreis testen lassen kann...

Schule in Corona-Hotspots

In Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen bleibt es dabei, dass es an allen Schularten nur Distanzunterricht geben darf.

Eine Ausnahme gibt es: Abschlussklassen dürfen dort weiter im Wechselunterricht bleiben.

Öffnungen der Kitas in Bayern

An den Kitas wird nun ebenfalls in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln.

Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen.

Und in Regionen über dem 100er-Wert muss auf Notbetreuung umgestellt werden.

Öffnungen abhängig vom Corona-Inzidenz-Wert

Die Landkreise und kreisfreien Städte müssen immer freitags bekanntgeben, welche Inzidenz-Einstufung dort gilt. Maßgeblich sind die Zahlen des Robert Koch-Instituts.

Neu ist, dass die Einstufung dann für die komplette darauffolgende Kalenderwoche gilt. Damit soll ein mögliches tägliches Hin und Her zwischen Schulöffnungen und -schließungen in einer Region vermieden werden.

Der aktuelle Inzidenz-Wert und die Einstufung in München.

Maskenpflicht an Schulen

Es bleibt bei der Maskenpflicht (mit Ausnahmen etwa während Stoßlüftungen) sowie den Abstands- und Hygieneregeln. Für Lehrkräfte ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Corona-Selbsttests für Schüler und Lehrer

Alle Schüler*innen - nach viel Kritik nun auch die unter 15 Jahren - sollen sich künftig einmal pro Woche selbst auf eine Corona-Infektion testen können, Lehrer*innen sogar zweimal.

Die Tests dafür stellt der Freistaat bereit. Jüngere Schüler sollen die Selbsttests direkt in der Schule machen können - freiwillig, aber unter Anleitung und Aufsicht. Das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen sollen bei den Tests helfen.

Allerdings hatte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betont, dass es nicht überall schon am Montag losgehen werde. Vielmehr solle das Angebot sukzessive ausgebaut werden.

Corona-Impfung für Lehrkräfte und Kita-Personal

Lehrkräfte an Grundschulen und Förderschulen sowie das Kita-Personal wurden bei der Impf-Priorisierung inzwischen in Gruppe zwei eingestuft, können also nun auch vorrangig geimpft werden.

Das sorgt bei Lehrern anderer Schularten teils für Unmut: Der bayerische Philologenverband hat angekündigt, er wolle sich juristisch gegen die bevorzugte Corona-Impfung von Grund- und Förderschullehrern wehren.

Schulen in Bayern in Corona-Hotspots

Für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100, in denen also grundsätzlich nur Distanzunterricht erlaubt ist, hat Piazolo die Möglichkeit für einen „Tag des offenen Klassenzimmers“ für Grundschulklassen angekündigt. Grundschüler
sollen an einem Tag die Möglichkeit bekommen, sich im Klassenzimmer zu treffen - aber nur auf freiwilliger Basis, und wohl eher nicht in Regionen mit einer Inzidenz über 300.

Zudem hat Piazolo für Regionen mit hohen Corona-Zahlen am Donnerstag umfassende und regelmäßige Tests (etwa zweimal pro Woche) für Schulen vorgeschlagen, um auch dort zumindest an Grundschulen wieder Wechselunterricht zu ermöglichen.

Eine Test-Verpflichtung für Schülerinnen und Schüler sieht Piazolo aber skeptisch. Ihm schwebt ein Pilotversuch in der Woche vor den Osterferien und nach den Ferien eine Ausweitung vor.

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Update: 11. März 2021

Ab Montag gelten in Bayern neue Corona-Test-Vorgaben für Kita-Besuche

Kinder und Erzieher mit Erkältungsanzeichen müssen ab kommendem Montag für den Besuch der Kindertagesstätten bayernweit einen negativen Corona-Test vorweisen. Das teilte das zuständige Sozialministerium am Donnerstag in München mit.

Der ab dem 15. März gültige Rahmenhygieneplan setzt damit wieder die Empfehlung der beratenden Ärzteschaft um und wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet. Auch nach einer Erkrankung muss dann vor der Rückkehr in die Kita ein negativer Test vorgelegt werden.

Akzeptiert werden dafür aber nur von Fachpersonal durchgeführte Tests, Laientests seien nicht „ausreichend“.

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) sei bewusst, dass für die Eltern mit zusätzlichen Testungen ein Mehraufwand verbunden sei. Die neue Regel diene aber dem Schutz von Beschäftigen, Eltern und deren Kindern.

Durch die zunehmende Ausbreitung der Virus-Mutation und der damit verbundenen steigenden Inzidenzen haben wir aber eine neue Situation, die uns Sorge bereitet. Kleine Kinder durchlaufen in ihrer Entwicklung zahlreiche leichte Infektionen mit Symptomen, die sich in der aktuellen Pandemie leider nicht auf den ersten Blick von einer Corona-Infektion unterscheiden lassen

Carolina Trautner

Wie bisher dürfen auch nach der neuen Regel kranke Kinder oder Betreuer, etwa mit Fieber und Durchfall, Kindertagesbetreuungen nicht besuchen.

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Update: 10. März 2021

Corona-Selbsttests an Schulen in Bayern künftig auch für Jüngere

Auch Schüler*innen unter 15 Jahren sollen sich künftig einmal pro Woche direkt in der Schule selbst auf eine Corona-Infektion testen können - freiwillig, aber dann unter Anleitung und Aufsicht. Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch an einer Grundschule in München an.

Nach Worten Piazolos wird es aber nicht überall schon am kommenden Montag, also mit der anstehenden Ausweitung des Wechselunterrichts, losgehen. Das Rote Kreuz und andere Organisationen sollen bei den Tests helfen.

Bislang waren die neuen Corona-Selbsttests lediglich für Lehrkräfte sowie für Schüler*innen ab 15 Jahren vorgesehen gewesen und entsprechend vom Freistaat ausgeliefert worden. Nun habe man sich darauf verständigt, dies auszuweiten, erklärten die Minister.

Das Selbsttest-Angebot solle aber grundsätzlich freiwillig sein, betonte Piazolo, auch für die einzelnen Schulen, „wenn die Schule sagt, wir kriegen das jetzt nicht hin“. Man wolle dies nun „aufwachsen lassen“. Schüler über 15 sollen sich weiterhin auch zu Hause testen können.

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Update: 9. März 2021

Bayerische Schulen in der Corona-Pandemie - Es soll kein verlorenes Jahr werden

Bayern will Kinder und Jugendliche, die besonders unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden, zusätzlich unterstützen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) räumte bei einer Kinder- und Jugendkonferenz am Montag ein, der Blick sei in der Corona-Pandemie zunächst auf Ältere gerichtet gewesen, die mit einem besonderen Risiko leben müssten. Aber auch Kinder, Jugendliche und Schüler*innen seien von der Pandemie stark betroffen. Deswegen müsse man sich nun dauerhaft mit den Chancen und Sorgen auch der Jüngeren beschäftigen.

Den Schüler*innen sicherte Söder zu, das aktuelle Schuljahr solle kein verlorenes Schuljahr sein - man wolle, unter Corona-Bedingungen, ein vernünftiges und faires Schuljahr gestalten. „Wir wollen die Qualität ohne Zusatzdruck erhalten“, betonte er.

„Wir wollen nicht, dass dieser Jahrgang ein Corona-Jahrgang allein ist, der mit Abstrichen in der Bildung leben muss. Wir wollen auch nicht, dass diese Generation einen Verlust hat an sozialer Kompetenz. Ganz im Gegenteil“, sagte Söder. Man wolle helfen und unterstützen.

Die Sicherheit an den Schulen solle durch „Testen, Testen, Testen“ gewährleistet werden. „In Bayern sind genügend Schnelltests da, für die Schule und für die Kita.“ Von April an sollten außerdem auch Lehrer, die nicht an Grundschulen tätig sind, geimpft werden.

Kinder und Jugendliche leiden in der Corona-Pandemie - So will Söder helfen

Ministerpräsident Söder (CSU) kündigte nach einer Kinder- und Jugendkonferenz am Montag 200 neue Stellen etwa für die Jugendarbeit und die Erziehungsberatung an. Auch die Sozialarbeit an Schulen soll nochmals verstärkt werden.

Zudem soll es Angebote für Tutoren- und Ferienprogramme geben, um versäumte Lerninhalte nachzuholen - dafür sollen insgesamt rund 40 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Söders Pläne im Überblick...

  • Für die 200 neuen Stellen will der Freistaat nach Worten Söders rund 15 Millionen Euro bereitstellen: für Streetworker und den Ausbau der Jugendsozialarbeit, für Erziehungsberatung, für Ausbildungscoaching.
  • Für Schüler*innen und Schüler, die mehr Begleitung und Unterstützung brauchen, soll es nach Worten Söders ein insgesamt 40 Millionen Euro teures Programm geben: Rund 3000 Personen, darunter etwa Tutoren, Studenten und Pensionisten, sollten mithelfen und begleitend etwa „eine Art Nachhilfe“ anbieten.
  • Zudem werde ein Ferienprogramm entwickelt, bei dem es darum gehe, Lernen mit Spaß und Sport und anderen Elementen zu verbinden. „Also nicht nur das reine Nachsitzen“, sagte Söder.

Keine Öffnung der Jugendzentren in Bayern

Eine schnelle umfassende Öffnung etwa von Jugendzentren wird es dagegen nicht geben - zum Ärger der Opposition und des Bayerischen Jugendrings. Söder verwies dabei auf die steigenden Corona-Zahlen. Er deutete aber an, in Jugendzentren gewisse Angebote zu ermöglichen, damit dort wenigstens kurzzeitig „Nähe“ möglich sei.

Der Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR), Matthias Fack, nannte die Ergebnisse der Kinder- und Jugendkonferenz enttäuschend für die jungen Menschen - aber es gebe wenigstens kleine Erfolge. „Ein einfacher Verweis auf „bessere“ Zeiten für eine tatsächliche Öffnung der Jugendarbeit ist keine Perspektive, die junge Menschen jetzt brauchen“, sagte er.

Zwar biete die neue Corona-Verordnung der außerschulischen Bildung und damit auch der Jugendarbeit ab 15. März grundsätzlich wieder Möglichkeiten. Doch die Rechtsunsicherheiten und Regelungslücken für die Umsetzung vor Ort müssten durch die Staatsregierung schnellstmöglich behoben werden.

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Letztes Update: 4. März 2021, 13.51 Uhr

Bayern öffnet am 15. März weiterführende Schulen - außer in Hotspots

Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause dürfen ab dem 15. März auch alle weiterführenden Schulen in Bayern
wieder öffnen - im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München mit.

Damit können zwei Wochen vor den Osterferien in weiten Teilen Bayerns alle Schülerinnen und Schüler wieder die Schule besuchen, mindestens zeitweise und in kleineren Gruppen. Rund 90 Prozent der Schüler hätten die Chance, vor den Ferien wieder die Schule zu sehen, sagte Söder. An den Osterferien hält er fest.

Bislang hatten neben den Abschlussklassen lediglich Grundschulen wieder Wechselunterricht für die Kinder anbieten dürfen - ausgenommen in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 liegt, dürfen ab 15. März alle Grundschulen von Wechsel- auf normalen Präsenzunterricht umstellen.

In Regionen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen bleibt es laut Kabinettsbeschluss dabei, dass es an allen Schularten nur noch Distanzunterricht geben darf. Eine Ausnahme soll es dort lediglich für die Abschlussklassen geben.

An den Kitas wird nun ebenfalls in Stufen verfahren: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50
dürfen Kinderbetreuungseinrichtungen in den normalen Regelbetrieb wechseln. Zwischen 50 und 100 bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb, also in festen Gruppen. Und in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 wird auf Notbetreuung umgestellt.

Der Corona-Lockdown wurde verlängert, aber es kommen regionale Lockerungen und Öffnungen in Bayern. Die richten sich nach der Inzidenz und kommen in fünf Stufen.

Schüler in Bayern bekommen Zwischenzeugnisse in der Corona-Krise - Es gibt jedoch Ausnahmen

Eigentlich hätten die Schüler*innen in Bayern ihre Zwischenzeugnisse schon vor drei Wochen bekommen sollen. Doch wegen der Corona-Pandemie werden die Halbjahreszeugnisse erst an diesem Freitag verteilt.

Und auch nicht an alle Kinder und Jugendlichen, sondern nur an diejenigen, die an diesem Tag Unterricht im Schulgebäude haben. Der Rest bekommt das Zeugnis früher, später - oder per Post. Auch darüber hinaus gibt es mehrere Ausnahmen.

Noch immer befinden sich die meisten der 1,65 Millionen bayerischen Schüler*innen im Wechsel- oder gar im reinen Distanzunterricht. Die Folge: Nur ein Teil wird am Freitag in den Schulen sitzen. Diese Schüler bekommen ihr Zeugnis wie gewohnt persönlich ausgehändigt.

Wer im Wechselunterricht ist, erhält das Papier in der Regel am nächsten Tag mit Präsenzunterricht, bei den meisten ist das der Montag. Je nach Schulart kann die Vergabe aber auch auf den vorausgehenden Präsenztag vorgezogen werden.

Und alle, die im Distanzunterricht sind, bekommen die Zeugnisse per Post“, ergänzte ein Sprecher des Kultusministeriums. Das war im Sommer anders - damals mussten alle ihr Zeugnis am letzten Schultag persönlich in ihrer Schule abholen. „Zwischenzeugnisse sind im rechtlichen Sinn kein Dokument wie ein Abschlusszeugnis“, erläuterte der Ministeriumssprecher den Grund für das abweichende Vorgehen.

Ausnahmen in Bayern beim Zwischenzeugnis

Deshalb ist es an den Grundschulen und an den Jahrgangsstufen fünf bis sieben der Mittelschulen auch möglich, die Zwischenzeugnisse durch sogenannte Lernentwicklungsgespräche zu ersetzen. Dies entscheiden die Schulen jeweils selbst, teils ist der Modus Operandi von Klasse zu Klasse unterschiedlich. Die vierten Klassen erhalten ohnehin nur eine Zwischeninformation über den Leistungsstand, bevor am 7. Mai die Übertrittszeugnisse anstehen.

In den Jahrgangsstufen fünf bis acht der Realschulen sowie an den Gymnasien können die Zwischenzeugnisse durch zwei schriftliche Informationen über das Notenbild ersetzt werden - an den Wirtschaftsschulen ist dies heuer obligatorisch.

Die elften Klassen an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen (FOS/BOS) erhalten ebenfalls kein Zwischenzeugnis, weil ihre Leistungen des gesamten Schuljahres die Noten der beiden dadurch identischen Halbjahreszeugnisse bilden. Die Jahrgangsstufen 12 und 13 von FOS/BOS bekommen ihre Zwischenzeugnisse zudem erst am 12. März.

Damit nicht genug der Ausnahmen: Die neunten Klassen der Mittelschulen können das Zeugnis bis Ende April ein zweites Mal ausgestellt bekommen, sofern bis dahin nachträglich ausreichende Leistungsnachweise in den Prüfungsfächern vorliegen.

Ansonsten bleibt es bei dem Satz, den auch die Schüler anderer Schularten trotz stark reduzierter Probenanzahlen heuer häufiger lesen dürften: „Im Fach XY konnten pandemiebedingt noch nicht genügend Leistungsnachweise für eine aussagekräftige Zeugnisnote erhoben werden.“

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Update: 2. März 2021

Kultusminister für weitere Öffnungen an Schulen

Vor dem Bund-Länder-Gipfel zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Mittwoch haben sich die Kultusminister der Länder für weitere Öffnungen in den Schulen ausgesprochen.

„Sofern es die Infektionslage weiterhin zulässt, soll der in den jüngeren Jahrgängen und den Abschlussklassen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht im März 2021 auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden“, heißt es in einem Dienstag veröffentlichten Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK).

Die KMK forderte zudem, für weitere Öffnungen flächendeckend Tests an den Schulen vorzunehmen. Die weiteren Öffnungsschritte müssten von zusätzlichen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes flankiert werden, erklärten die Minister. „An erster Stelle stehen künftig dabei durch den Bund zu finanzierende flächendeckende Testmöglichkeiten für das an Schulen tätige Personal sowie perspektivisch auch für Schülerinnen und Schüler.“

Kultusministerkonferenz verweist auf die negativen Folgen der Schulschließungen für Kinder und Jugendliche

Es bestehe die Sorge, dass die anhaltende Einschränkung des Schulbetriebs „die Bildungs- und Entwicklungschancen für Schülerinnen und Schüler sowie die soziale und mentale Situation für sie und ihre Familien nachhaltig negativ beeinflusst“, heißt es in dem Beschluss.

In diesem Zusammenhang habe das Robert-Koch-Institut erneut darauf hingewiesen, dass Schüler in der Pandemie eher nicht als „Motor“ eine größere Rolle spielten.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Öffnungen vor allem an Grundschulen. Diese seien „insgesamt gut gelungen“, erklärte Ernst.

Mit dem jetzt einstimmig gefassten Beschluss setzten die Kultusminister „auf weitere Öffnungen an den weiterführenden Schulen nach dem im Januar vorgelegten Stufenplan“.

Lehrer dringen auf rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals und Tests

Ohne rasche Corona-Impfungen des Schulpersonals sollten nach Ansicht von Bayerns Lehrern nicht noch mehr Klassen in die Schulen zurückgeholt werden.

„Alle Lehrerinnen und Lehrer und das gesamte Personal an Schulen müssen geimpft werden, bevor sie in den Präsenzunterricht gehen“, sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, am Dienstag in München. „Die Testkonzepte, der Grenzwert der 7-Tage-Inzidenz von 100 und die Impfstrategien müssen einheitlich
professionell und konsequent vor Ort eingehalten werden.“

Auch der Verband Deutscher Realschullehrer dringt auf ein sofortiges Impfangebot für die Pädagogen in allen Bundesländern. Zudem müsse eine klare und umfassende Teststrategie für allen Schulen entwickelt werden.

„Es ist nicht die Zeit für einen Schnellöffnungswettbewerb. Die Gefahr für einen Rückfall ist viel zu groß“, sagte der Bundesvorsitzende Jürgen Böhm anlässlich der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch. „Wir wollen die erreichten Erfolge schließlich nicht in einer dritten Welle ertränken.“

Die aktuelle Corona-Lage an Schulen in Bayern

Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler*innen in Bayern können sich seit dieser Woche regelmäßig selbst auf das Coronavirus testen - und zwar kostenlos. 1,3 Millionen Selbsttests sollten nach Angaben des Gesundheitsministeriums an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert werden.

Seit dem 22. Februar dürfen Grundschüler im Freistaat wieder in ihre Klassen zurück, wenn auch nur im Wechselunterricht. Auch die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen sowie der Förderschulen haben wieder Präsenzunterricht. Allerdings nur in Städten und Landkreisen, in denen die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Seit Anfang Februar erhalten schon die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen Präsenzunterricht.

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Update: 26. Februar 2021

Kostenlose Corona-Selbsttests für Schulen und Kitas in Bayern ab der kommenden Woche

Lehrkräfte, Kita-Personal sowie ältere Schüler und Schülerinnen in Bayern können sich schon von der kommenden Woche an regelmäßig selbst auf das Corona-Virus testen - und zwar kostenlos.

1,3 Millionen Selbsttests würden nächste Woche an die Schulen und Kitas in Bayern geliefert, teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag mit.

„Ab März können sich insgesamt rund 350 000 Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie weiteres Personal zwei Mal pro Woche selbst testen - kostenlos und freiwillig“, sagte Holetschek.

Zudem sollen sich auch ältere Schülerinnen und Schüler selbst testen können. „Die Jugendlichen ab 15 Jahren können weitere mehr als 600 000 Selbsttests nutzen, um sich einmal pro Woche zu testen“, sagte der Minister.

Die ersten Selbsttests sind seit Mittwoch zugelassen. Bayern hatte sich nach Worten Holetscheks frühzeitig 8,6 Millionen dieser Tests pro Monat gesichert. Die Selbsttests werden an alle Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern geliefert, also staatliche, kommunale und private Schulen, schulvorbereitende Einrichtungen sowie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogische Tagesstätten.

Holetschek betonte: „Gerade angesichts der Virusmutationen ist es wichtig, das Infektionsgeschehen genau zu beobachten.“ Die Selbsttests seien dafür ein weiterer wichtiger Baustein. „Sie sind einfach anzuwenden und tragen dazu bei, asymptomatisch Infizierte zu entdecken.“

Ein Erklärfilm zur richtigen Anwendung werde demnächst auf der Homepage des Gesundheitsministeriums verfügbar sein.

An Grundschulen in Bayern ab sofort höchstens noch eine Probe pro Woche

Grundschüler in Bayern müssen in den kommenden Monaten nur noch höchstens eine Probe pro Woche schreiben. Die Richtzahl von maximal insgesamt 14 Probearbeiten in diesem Schuljahr in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht könne nun „situationsbedingt auch deutlich unterschritten werden“, teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit.

„Mit deutlich weniger Proben und flexiblen Regelungen nehmen wir für unsere Schüler zeitlichen Druck raus und sorgen weiterhin für einen fairen, begabungsgerechten Übertritt“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Er betonte: „Dadurch bekommen die Schulen den nötigen Spielraum, um in Corona-Zeiten differenziert auf die jeweilige Situation in der Klasse zu reagieren.“

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Update: 25. Februar 2021

Piazolo: Weniger Leistungsnachweise und flexible Regelungen auch für Jahrgangsstufe 11

Die Abiturientinnen und Abiturienten an den bayerischen Gymnasien und Beruflichen Oberschulen sollen trotz Corona faire Rahmenbedingungen erhalten – dies gilt für den Abiturjahrgang 2021 wie auch für den Folgejahrgang 2022.

Dazu Kultusminister Piazolo: „Die Abiturvorbereitung beginnt nicht erst im Abiturjahr. Schon in der 11. Klasse werden abiturrelevante Inhalte behandelt und abiturrelevante Leistungen erbracht. Wir sichern trotz Corona die hohe Qualität des bayerischen Abiturs und Fachabiturs. Wichtig ist mir aber auch, dass wir eine Ballung von Schulaufgaben und Klausuren in den Präsenzphasen vermeiden. Deswegen senken wir in diesem Jahr die Zahl der Schulaufgaben auch in der Jahrgangsstufe 11 am Gymnasium und an der Fachoberschule deutlich ab. Dies ist auch deswegen notwendig, weil die 11. Klassen sich derzeit noch vollständig im Distanzunterricht befinden.“ 

In der Q11 des Gymnasiums sowie der 11. Jahrgangsstufe der Fachoberschule ist in den Schulaufgabenfächern im ganzen Schuljahr nur noch eine Schulaufgabe zu schreiben – statt wie sonst zwei. Die im gesamten Schuljahr 2020/21 erbrachten Leistungen könne als Ergebnis für das erste wie für das zweite Schulhalbjahr gewertet werden.

Wo Schülerinnen und Schüler damit nicht einverstanden sind, greifen flexible Alternativlösungen – z. B. in Form einer Günstigerprüfung am Gymnasium, wo beide Kurshalbjahre in die Abiturnote eingebracht werden, oder in Form einer Ersatzprüfung an der FOS, wo nur das Kurshalbjahr 11/2 zur Abschlussnote zählt.

Die Regelungen für die 11. Jahrgangsstufe der FOS gelten auch für die Vorklassen an FOSBOS, die für Q11 am Gymnasium entsprechend auch für Abendgymnasien und Kolleg.

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Update: 24. Februar 2021

Corona-Selbsttests für Schulen und Kitas in Bayern wohl ab nächster Woche

Nach ersten Sonderzulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien sollen die ersten Selbsttests in Bayern voraussichtlich kommende Woche an Schulen und Kitas ausgeliefert werden. Das kündigte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München an.

Insgesamt sollen nach Angaben Holetscheks in Bayern am Ende 8,6 Millionen Selbsttests pro Monat zur Verfügung stehen. Neben älteren Verträgen wurden demnach zuletzt noch einmal 5,3 Millionen Selbsttests pro Monat zusätzlich geordert.

Die Selbsttests sollen nach Worten Holetscheks - im Unterschied etwa zu Schnelltests, für die es geschultes Personal braucht - zunächst vorrangig an Schulen und Kitas eingesetzt werden, um dort die Sicherheit zu erhöhen. Er schloss aber eine Ausweitung auf andere Bereiche nicht aus - derzeit sei das aber noch nicht das Thema.

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Update: 22. Februar 2021

Corona in Bayern: Schulen kehren in den Präsenzunterricht zurück - Schüler und Lehrer durch Inzidenz verunsichert

Die Freude über die lange ersehnte Rückkehr von weiteren Kindern in Bayern an Schulen und Kitas wird in einigen Regionen von wieder steigenden Corona-Infektionszahlen getrübt.

Gerade in den Städten und Landkreisen, in denen die Werte um die entscheidende Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche liegen, gab es zum Wochenstart große Verunsicherung bei Eltern, Lehrern und Kindern. Auch die sich immer weiter ausbreitenden Virus-Mutationen sorgen landesweit für Sorgen.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnte am Morgen vor der Gefahr einer dritten Pandemiewelle, hält die weiteren Schulöffnungen aber dennoch für richtig.

„Nein, es ist kein Fehler“, sagte der CSU-Chef am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München. Die Schüler brauchten eine Perspektive.

Zur Erinnerung: Bayern geht mit der Öffnung ab diesem Montag schneller voran, als es Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Konferenz von Bund und Ländern vertreten hatte. Sie hatte Öffnungen vor dem 1. März abgelehnt.

„Wir haben jetzt Wechsel-Unterricht, wir haben eine Inzidenz-Abhängigkeit, wir haben Maske, wir haben Testkonzepte, also viel mehr an Sicherheitsfragen, das geht fast nicht“, betonte Söder.

In den kommenden zehn Tagen werde sich zeigen, wie sich die Öffnungen auf die Ausbreitung des Virus auswirkten.

Bayerns Schulöffnungen sorgen für getrübte Freude und neue Sorgen

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sprach auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von „gemischten Gefühlen“, wenngleich an diesem Tag die Freude überwiege, „dass wir wieder mehr Schüler an den Schulen haben“.

Nun müsse genau beobachtet werden, wie sich die Infektionszahlen weiter entwickeln, die Entscheidungen zu den einzelnen Schulen beim Überschreiten der 100er-Grenze würden dann in den jeweiligen Kommunen getroffen. Klar sei aber, dass die Gesundheit von Schülern und Lehrern immer Priorität habe.

Nur wenn die Inzidenz in einer Region stabil unter 100 liegt, gibt es sicher wieder Präsenzunterricht für Grundschüler und eingeschränkten Normalbetrieb in den Kitas.

Auch eine nächtliche Ausgangssperre gilt wieder ab dem 100er-Wert. Ob und wann die Schulen aber wieder in den Distanzunterricht und die Kitas wieder in die Notbetreuung wechseln, ist nicht einheitlich geregelt.

Zu hoher Corona-Inzidenz: Kommunen in Bayern sagen Start in den Präsenzunterricht ab

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) teilte am Montagmittag mit, dass hier wegen der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen nach nur einem Tag die meisten Schüler wieder von zu Hause aus lernen müssten. Auch die Kitas kehren zur Notbetreuung zurück.

Die Inzidenz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Nürnberg am Montag bei 101,5. Ausgenommen von dem Distanzunterricht sind nach wie vor die Abiturklassen und bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen, die bereits seit 1. Februar wieder an den Schulen lernen.

Der Landkreis Traunstein teilte schon am Freitag mit, dass es in dem Fall dann nach einer amtlichen Bekanntmachung ab dem Folgetag wieder Distanzunterricht geben werde.

Der Landkreis Bayreuth erklärte nach längeren Überlegungen, dass die Schulen und Kitas diese Woche geschlossen blieben.

Grundsätzlich obliegt es den jeweiligen Gesundheitsbehörden vor Ort in Absprache mit der jeweiligen Bezirksregierung zu entscheiden, wie mit den Schulöffnungen oder eben Schließungen zu verfahren ist.

Corona an Schulen in Bayern - Präsenzunterricht nach wochenlangem Lockdown

Seit Mitte Dezember sind wegen der Corona-Krise die Schulen in einem Notbetrieb. Nachdem wochenlang alle Schüler nur im Distanzunterricht waren, kehrten Anfang Februar die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen in den Präsenzunterricht unter strengen Hygieneauflagen zurück.

Nun folgten auch alle anderen Abschlussjahrgänge, etwa von Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen, sowie der Förderschulen. Auch sämtliche Grundschüler sind wieder im Wechselunterricht. In Summe sind damit theoretisch rund 40 Prozent der rund 1,7 Millionen Schüler nicht mehr im Distanzunterricht, nicht berücksichtigt sind bei den Zahlen die Schüler aus Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 100.

Auch dort, wo es wieder Präsenzunterricht gibt, dürfte eher selten die komplette Klasse gemeinsam im Klassenzimmer sitzen: Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss zwingend eingehalten werden. Weil dies die meisten Räume platztechnisch nicht hergeben, werden die Klassen in der Regel geteilt und im tages- oder wochenweisen Wechselunterricht werden.

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Letztes Update: 19. Februar 2021

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken seit einiger Zeit, wie in München, und die erste Lockerung im Corona-Lockdown kommt. Nach Wochen im Distanzunterricht geht es für einige Schüler*innen am Montag, den 22. Februar, wieder zurück in die Schule. Ein Start, der mit vielen Fragen verbunden ist.

Was jedoch als gesichert gilt ist, dass die Faschingsferien in Bayern wegen Corona abgesagt bleiben.

Hier Antworten auf wichtige Fragen.


Abschlussklassen und Grundschulen in Bayern dürfen zurück ins Klassenzimmer

Seit dem 1. Februar sind Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie Abschlussklassen beruflicher Schulen, die zeitnah ihre Abschlussprüfungen schreiben, zurück an den Schulen.

Am Montag folgen Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche, die entsprechende Stufen an Förderschulen besuchen.

Schulen in Corona-Hotspots bleiben im Distanzunterricht

In Corona-Hotspots müssen die Schüler weiter von zu Hause aus lernen. Das gilt in Landkreisen, in denen es mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt.

Am Mittwoch waren das laut Robert Koch-Institut (RKI) unter anderem die Landkreise Tirschenreuth, Wunsiedel und Passau oder die Städte Hof und Weiden in der Oberpfalz. Stichtag für diesen Wert ist eigentlich der Montag. Die Entscheidung, ob der Präsenzunterricht starten kann, treffen aber die Landratsämter.

Hier Informiert das RKI über die aktuelle Corona-Lage.

Corona-Test für Schüler und Lehrer

Der Freistaat will Schülern, Lehrkräften und dem Schulpersonal wieder kostenlose Reihentests anbieten. Geplant ist auch, dass sich an den Schulen Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren selbst testen können, regelmäßig und freiwillig.

Sobald die Tests zugelassen und verfügbar seien, wolle man eine Strategie dafür entwickeln.

Im Rahmen von Pilotprojekten sollen zudem ausgewählte Schulen und Kitas innovative Testmethoden ausprobieren, etwa Gurgel- oder Speichelprobentests.

Wechselunterricht an Schulen in Bayern

Voraussetzung für Präsenzunterricht im Klassenzimmer ist, dass die Kinder mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sitzen.

Wo das nicht möglich ist, werden die Klassen für den Wechselunterricht aufgeteilt. Die Gruppen kommen dann abwechselnd zum Unterricht - je nach Schule wechseln sich die Kinder tage- oder wochenweise ab. Die einen lernen in der Schule, die anderen zu Hause.

Wie lernen die Kinder, die gerade nicht im Präsenzunterricht sind?

Viele Kinder wurden in den vergangenen Wochen per Videokonferenz unterrichtet. Im Wechselunterricht wird das oft nicht mehr klappen, weil die Lehrer dann mit den Kindern im Klassenzimmer beschäftigt sind.

Das Kultusministerium wirbt deshalb bei den Eltern um Verständnis, betont aber auch: „Wir begrüßen einen Live-Stream vom Klassenzimmer in das Elternhaus“. Eine Idee, die vielerorts daran scheitern dürfte, dass die Internetverbindungen der Schulen dafür nicht stabil genug sind.

Corona-Hygienevorschriften an Schulen - Masken, Händewaschen und Lüften

Die Corona-Hygienevorschriften in den Schulen bieten bis jetzt keine Neuerungen: Abstand halten, Hände waschen und desinfizieren, Lüften und Maske tragen. Bei den Lehrern müssen es sogenannte OP-Masken sein. Bei den Schülern reichen wie bisher Alltagsmasken aus Stoff.

Das Gesundheitsministerium rät allerdings auch Schülern, den OP-Mundschutz zu tragen, der einen besseren Schutz vor Coronaviren verspricht. FFP2-Masken, wie sie etwa in Geschäften Pflicht sind, sind dagegen nicht erforderlich. Wer will, kann sich trotzdem dafür entscheiden, sollte dann aber die Tragehinweise beachten.

Befreiung vom Präsenzunterricht in Schulen bei Angst vor Corona

Kinder, für die ein Schulbesuch ein zu großes Gesundheitsrisiko darstellen würde, dürfen mit ärztlichem Nachweis zu Hause bleiben. Auch wer Angst hat, sich in der Schule das Coronavirus einzufangen, kann sich von der Anwesenheit befreien lassen. Ein Anspruch auf Distanzunterricht besteht aber laut Kultusministerium nicht.

Mittagsbetreuung für Schüler nach dem Unterricht

Die Mittagsbetreuung für Schüler in Bayern bleibt bestehen. Die Teilnahme auch an den Ganztagesangeboten ist allerdings freiwillig.

Notbetreuung für Schüler in Bayern

Auch die Notbetreuung an Schulen in Bayern bleibt bestehen - allerdings nur, soweit es personell und räumlich möglich ist. Viele Lehrer müssen nun wieder ihre Klassen unterrichten und auch die Räume werden womöglich wieder für den Unterricht benötigt. Zudem seien nun wieder mehr Personen im Schulhaus unterwegs.

Aus Gründen des Infektionsschutzes könne die Notbetreuung deshalb unter Umständen nicht mehr wie bisher stattfinden, so das Kultusministerium.

Schriftliche Leistungsnachweise im Präsenzunterricht an Schulen

Schulaufgaben und andere angekündigte Tests sind wieder möglich. Teilnehmen können aber nur Schüler, die gerade in der Schule sind. Ausnahmsweise darf dafür aber auch die ganze Klasse oder der gesamte Kurs erscheinen, wenn alle im Prüfungsraum 1,5 Meter Abstand einhalten können.

Außerdem müsse eine gleichmäßige und angemessene Prüfungsvorbereitung aller Teilnehmer gewährleistet sein. Und zur Beruhigung: Das Ministerium verspricht erst mal eine „Phase des Ankommens“, ohne Schulaufgaben oder Proben.

Wann werden die restlichen Klassen in die Schule geholt?

Das hängt vom weiteren Infektionsgeschehen ab, heißt es aus dem Kultusministerium.

Sport, Kunst- und Musikunterricht an Schulen im Präsenzunterricht

Kunst- und Musikunterricht findet statt, solange die Schüler den Abstand zueinander einhalten. Allerdings: Wer ein Blasinstrument spielt, darf nicht mit anderen zusammen musizieren. Auch gemeinsames Singen ist nicht möglich.

Sportunterricht ist wieder möglich, aber mit Maske. Das Kultusministerium hält Sport in der Schule momentan sogar für besonders wichtig, schließlich seien Sport und Bewegung für viele Schüler derzeit schwerer erreichbar.

Allerdings ist wegen der Hygienevorschriften nicht alles möglich. Hier sind die Lehrer gefragt, geeignete Übungen und Spiele auszuwählen. Tipps gibt das Bayerische Landesamt für Schule, das für Grundschüler etwa Balancieren, Tanzen oder Ballübungen empfiehlt.

Verhalten im Krankheitsfall

Wer akut krank ist, muss zu Hause bleiben. Dazu zählen etwa Fieber, Husten, Durchfall oder der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns.

In die Schule dürfen die Kinder erst wieder, wenn sie 48 Stunden lang kein Fieber und keine Symptome mehr hatten, bis auf leichten Schnupfen oder gelegentlichen Husten.

Ein Attest oder ein negativer Corona-Test sind nicht notwendig - sehr wohl können die Schulen von den Eltern jedoch eine schriftliche Bestätigung verlangen.

Was gilt bei leichten Erkältungssymptomen?

Grundschulkinder dürfen in dem Fall weiter zur Schule gehen. Kinder und Jugendliche ab der fünften Klasse dagegen müssen zu Hause bleiben. Sie können erst wieder am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie in den zwei Tagen danach kein Fieber bekommen haben und auch die Erwachsenen in der Familie nicht krank geworden sind.

Weitere Informationen hat das Kultusministerium hier zusammengefasst.

dpa/lby/jh

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