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Quarantäne oder Distanzunterricht? Die Regeln an Bayerns Schulen bei einem positiven Corona-Fall in der Klasse

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Von: Jonas Hönle

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Corona-Test in der Schule
Was geschieht bei einem positiven Corona-Fall in einer Klasse? © Nicolas Armer/dpa

Was geschieht bei einem positiven Corona-Fall in einer Klasse? Die Corona-Regeln für die Schulen in Bayern für Tests, Quarantäne und Distanzunterricht im Überblick...

Die Corona-Inzidenz in München und Bayern steigt und auch immer mehr Personen an den Schulen werden positiv auf den Virus getestet. Der 7-Tage-Wert der sechs- bis elfjährigen Schüler ist dabei besonders hoch.

Doch was geschieht bei einem positiven Corona-Fall in einer Klasse? Das Bayerische Gesundheitsministerium hat die entsprechenden Regeln an Schulen zusammengefasst.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Corona in Bayerns Schule - Die Regeln bei einem positiven Fall in der Klasse

Grundsätzlich herrsche durch die regelmäßigen Tests, die Maskenpflicht und den Rahmenhygieneplan ein hoher Schutz für Schüler und Lehrkräfte, erläutert eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Wenn ein Kind bei einem Corona-Test in der Schule ein positives Ergebnis erhält, darf es den Unterricht nicht weiter besuchen. Das Kind muss umgehend von den Eltern abgeholt werden oder nach Absprache mit diesen sich selbstständig nach Hause begeben und dort isolieren.

Das Gesundheitsamt wird von der Schule über den positiven Fall informiert. Das betroffenen Kind muss aber nicht auf Nachricht des Amtes warten, bis es die Klasse verlassen darf und sich in Isolation begibt.

Eine Kontaktpersonenermittlung durch das Gesundheitsamt wird in diesem Fall nicht durchgeführt. Alle negativ getesteten Schüler der Klasse des infizierten Kindes oder Jugendlichen besuchen unter einem intensivierten Testregime weiterhin den Unterricht.

Die täglichen Tests beginnen am Tag nach dem ersten Fall in der Klasse und dauern insgesamt fünf Schultage. Sollte eine weitere Corona-Infektion in der Klasse auftreten, beginnt die Fünf-Tage-Frist des intensivierten Testregimes neu.

Schule kann Klasse bei mehreren Corona-Fällen in den Distanzunterricht schicken

Bei einer Häufung von Corona-Infektionen kann die Schulleitung die betroffene Klasse in den Distanzunterricht schicken. Dass ist möglich, wenn etwa die Hälfte der Schüler fehlen. Diese Anordnung der Schule ist jedoch keine Quarantäne und gilt für alle Schüler unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenenstatus.

In diesem Fall wird das Gesundheitsamt umgehend von der Schule informiert. Es kann ergänzend alle Schüler der betroffenen Klasse als enge Kontaktpersonen einstufen. Für die betroffenen Kinder gilt dann die Quarantäne-Pflicht, sofern für sie keine Ausnahme greift (siehe unten).

Das Gesundheitsamt übermittelt die Entscheidung dann an die Schule, die wiederum die Eltern informiert. Einzelne Quarantäne-Anordnungen für die Schüler durch das Gesundheitsamt erfolgen nicht.

Schüler in Quarantäne können sich nach fünf Tagen per Antigen-Schnelltest oder PCR-Test freitesten, wenn keine Corona-typischen Symptome aufgetreten sind. Das vorzeitige Quarantäne Ende wird wirksam, sobald das negative Ergebnis an das Gesundheitsamt übermittelt ist.

Wichtig ist: Auch Schüler, die von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind, sollten ihre Kontakte auch im außerschulischen Bereich reduzieren.

Dauerhaft von der Quarantänepflicht ausgenommen sind enge Kontaktpersonen,

Zeitlich begrenzt für 90 Tage von der Quarantänepflicht ausgenommen sind enge Kontaktpersonen,

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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