Impfgipfel

Bayern hebt Priorisierung in Corona-Impfzentren auf ‒ Söder stellt Fahrplan für Impfungen vor

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht auf der Pressekonferenz nach dem Corona-Impfgipfel der bayerischen Staatsregierung im Prinz-Carl-Palais.
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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht auf der Pressekonferenz nach dem Corona-Impfgipfel der bayerischen Staatsregierung im Prinz-Carl-Palais.

Nach dem Corona-Impfgipfel kündigt Ministerpräsident Söder an, dass die Priorisierung in den Impfzentren in Bayern aufgehoben wird. Wie es mit den Impfungen weitergeht...

  • Corona-Impfgipfel zwischen Söder, Experten und den Kommunen.
  • Priorisierung in Impfzentren in Bayern wird aufgehoben.
  • Delta-Variante stellt große Herausforderung dar.

Update: 12.47 Uhr

In Bayern soll in dieser Woche auch in den Corona-Impfzentren jegliche Priorisierung aufgehoben werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München an. Bislang war nur in Arztpraxen die Impfung für alle Menschen freigegeben.

Es sei wichtig, dass mehr Flexibilität in die Impfungen komme. „Es darf kein Impfstoff übrig bleiben“, sagte Söder. Sollten Ärzte oder Praxen Impfstoffe nicht benötigen oder abrufen, müsste dies künftig gemeldet werden, damit das Vakzin dann an die Impfzentren weitergegeben werden könne.

Corona-Impfung in Bayern - Priorisierung in Impfzentren wird aufgehoben

Bis zum Beginn der Sommerferien in Bayern Ende Juli sollen laut Söder 70 Prozent der Menschen im Freistaat mindestens eine Corona-Impfung erhalten haben.

Zum Impfplan gehöre auch, dass bis Ende Juli 50 Prozent der Bevölkerung bereits die Zweitimpfung erhalten haben sollten. Bis Ende September sollten dann 85 Prozent der über 18-Jährigen einen vollständigen Impfschutz haben.

Söder betonte, dass es im Sommer keine „Impfflaute“ geben dürfe. Ärzte berichteten vermehrt davon, dass die Impfbereitschaft etwas abnehme. Der eine oder andere wolle in den Urlaub fahren, immer wieder würden Termine abgesagt. „Wir spüren bei dem einen oder anderen eine Müdigkeit“, sagte er.

Es gelte aber weiterhin: Die Pandemie sei noch nicht vorbei, gerade die Delta-Variante werde für Ungeimpfte in den kommenden Wochen und Monaten eine große Herausforderung bleiben.

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Wie kann Bayern das Tempo im Kampf gegen Corona verbessern?

Erstmeldung: 28. Juni 2021, 09.17 Uhr

In der Hoffnung auf wieder mehr Tempo bei den Corona-Impfungen im Freistaat lädt die Staatsregierung am Montag (10.00 Uhr) Experten und Kommunalpolitiker zum Impfgipfel.

Bei der Videokonferenz geht es primär darum, wie in Bayern wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Mangels an Impfstoffen in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen wieder von den Herstellern mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo nun wieder angezogen werden.

„Ein halbes Jahr nach dem Start der Corona-Impfungen ist dieser zweite Bayerische Impfgipfel ein wichtiger Uhrenvergleich aller beteiligten Gruppen“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München.

Mehr Tempo im Kampf gegen Corona - Impfgipfel in Bayern zu Impfungen und Delta-Variante

Die Ausgangslage nach sechs Monaten sei positiv. „Wir können heute sagen, dass jeder zweite Bewohner Bayerns mindestens einmal geimpft ist, jeder dritte hat schon den vollen Impfschutz.“

Eingeladen zur Videokonferenz sind neben Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) den Angaben zufolge rund 20 Vertreter der Ärzteschaft, der Apotheken, der Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft.

Bei den Gesprächen geht es dem Sprecher zufolge auch um strategische Fragen: „Grundsätzlich wollen wir schauen, wo wir stehen und wo wir Weichen stellen müssen für die kommende, wichtige Phase der Impfkampagne und beim Ziel, der sich weiterverbreitenden Delta-Variante wo immer es geht Einhalt zu gebieten.“

dpa/lby/jh

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