Corona-Testzentrum

Corona-Test in München und Landkreis – Wo man sich in der Stadt testen lassen kann

Medizinisches Personal demonstriert in einer neuen Teststation vor dem Tropeninstitut für Menschen mit Covid-19-Verdacht die Entnahme von einem Nasenabstrich.
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Medizinisches Personal demonstriert in einer neuen Teststation vor dem Tropeninstitut für Menschen mit Covid-19-Verdacht die Entnahme von einem Nasenabstrich.

Ein Corona-Test in Bayern ist kostenlos.  Das Corona-Testzentrum auf der Theresienwiese in München öffnet wieder. Wo man sich in der Stadt auf den Virus testen lassen kann.

  • In Bayern ist ein Corona-Test kostenlos.
  • Corona-Teststation auf der Theresienwiese öffnet wieder
  • Wo sich Münchner in der Stadt testen lassen können.

Corona-Test in München

Update: 28. Juli, 10.45 Uhr: Corona-Test sind in Bayern kostenlos - auch ohne Symptome

Es gibt aktuell folgende Möglichkeiten sich in München auf Corona testen zu lassen:

  • Manche Hausärzte in München bieten die Tests zu bestimmten Uhrzeiten, zum Beispiel auf ihren Parkplätzen, an. Andere verweisen auf die Corona-Teststelle, die sowohl die für Bayern kostenlose Abstrich-Untersuchung als auch (in der Regel kostenpflichtige) Antikörper-Tests anbietet. 
  • Unter www.corona-teststelle.de kann man einen Termin für einen Corona-Test an einem der drei StandorteStadtmitte/Sonnenstraße, Martinsried oder Baldham – vereinbaren.

Dafür muss vorher aber ein Termin auf www.corona-testung.de ausgemacht werden. Die Online-Terminvereinbarung ist ab Mittwoch, 29. Juli, freigeschalten. 

Die Ministerin hob hervor: „Schon bisher hatten Passagiere am Münchner Flughafen die Möglichkeit, sich kostenpflichtig auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen zu lassen. Entsprechende Tests hatte die Tochtergesellschaft des Flughafens, MediCare, im medizinischen Zentrum des Airports angeboten. Dieses Angebot wird nun kostenfrei vom Freistaat zur Verfügung gestellt.“

Erstmeldung vom 8. Juli 

Seit dem 1. Juli können sich alle Bayern kostenlos auf Corona testen lassen. Dieses Angebot lässt sich Ministerpräsident Markus Söder 200 Millionen Euro kosten. Die Umsetzung in München: Bis jetzt durchwachsen. 

In der Nachbargemeinde Neuried hat es jetzt einen ersten Corona-Massentest in der Mehrzweckhalle gegeben. Diesen hatten die Gemeinde und ansässige Firmen zwei Monate vorbereitet. An zwei Tagen wurden fast 1000 Neurieder Bürger und Gemeindemitarbeiter im Fünf-Minuten-Takt sowohl auf den Virus als auch auf Antikörper getestet. 

Ein Abstrich am Rachen und ein kleiner Pieks für eine Blutabnahme – mehr war nicht nötig, damit die Teilnehmer vier Werktage später das Ergebnis unter Einhaltung des Datenschutzes auf ihr Smartphone erhielten. 

1000 Bürger bei Corona-Massentest in Neuried untersucht

Auch Bürgermeister Harald Zipfel ließ das Prozedere über sich ergehen. „Der Rachenabstrich geht ans Zäpfchen, das ist schon spannend“, sagt er scherzend. Zipfel verspricht sich von dem Massentest genauere Zahlen hinsichtlich der Durchseuchung. Nur 29 von rund 8600 Neuriedern sind bislang nachgewiesen mit dem Virus infiziert gewesen – gerade einmal 0,3 Prozent. 

Bürgermeister Harald Zipfel ließ das Prozedere über sich ergehen. „Der Rachenabstrich geht ans Zäpfchen, das ist schon spannend“, sagt er scherzend. Zipfel

„Wenn diese Rate nicht steigt, haben wir noch Jahre mit den Schutzmaßnahmen zu tun“, sagt der Rathaus-Chef hinsichtlich einer Herdenimmunität. Umso mehr freute sich Zipfel, als ihm von Horst Domdey von der Firma BioM aus Martinsried der Massentest vorgeschlagen wurde. Beteiligt daran sind zudem die Firma Mikrogen und das ebenfalls in Martinsried ansässige Medizinische Versorgungszentrum (MVZ). 

Das Verfahren sieht bei einem positiven Test einen Nachtest vor, wie Domdey erklärt. „Damit werden falschpositive Ergebnisse weitgehend verhindert“, sagt er. Den Vorstoß des Ministerpräsidenten begrüßt man beim MVZ: „Lokale Ausbrüche sind so zeitnah erkennbar“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. 

Das Interesse der Bevölkerung an dem Massentest war auch ohne aktuellen, lokalen Infektionsherd groß. Die zur Verfügung stehenden Plätze waren schnell ausgebucht. „Mit dieser Resonanz habe ich aber durchaus gerechnet“, ergänzt Zipfel. Beweggrund zur Teilnahme war für viele Bürger offenbar, dass sie Gewissheit haben wollten. „Ich will einfach wissen, ob ich es schon hatte – auch weil ich bei der Feuerwehr bin“, sagte zum Beispiel Manfred Mihm.

Wo man sich in München auf Corona testen lassen kann

Manche Hausärzte in München bieten die Tests zu bestimmten Uhrzeiten, zum Beispiel auf ihren Parkplätzen, an. Andere verweisen auf die Corona-Teststelle, die sowohl die für Bayern kostenlose Abstrich-Untersuchung als auch (in der Regel kostenpflichtige) Antikörper-Tests anbietet. 

Unter www.corona-teststelle.de kann man einen Termin an einem der drei Standorte – Stadtmitte/Sonnenstraße, Martinsried oder Baldham – vereinbaren. Laut einer Mitarbeiterin habe man derzeit circa 100 Patienten am Tag. Martinsried ist bis zum Monatsende so gut wie ausgebucht, an den anderen Standorten kann man – Stand jetzt – ab Mitte Juli Termine reservieren. 

Eigene städtische Angebote sind nicht geplant. „Im Rahmen unserer gesetzlichen Aufgaben als Gesundheitsamt lässt das Referat für Gesundheit und Umwelt Tests bei infizierten Personen, bei Personen mit infektionsrelevanten Kontakten, bei Personen mit Tätigkeiten im Bereich der kritischen Infrastruktur und Reihentestungen in Einrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften durchführen“, so ein RGU-Sprecher. 

„Für weitere Testungen im Rahmen der bayerischen Teststrategie hat der Freistaat niedergelassene Ärzte beauftragt, die erforderlichen Prozessabläufe müssen hierzu im Einzelnen noch festgelegt werden.“

Das sagt die KVB zu den Corona-Test in München

Der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) liegen keine Zahlen vor, wieviele Anfragen es seit dem 1. Juli gab und wieviele Ärzte in München Corona-Tests anbieten. 

„Die niedergelassenen Ärzte können sich freiwillig entscheiden, ob sie sich am Corona-Testkonzept der Staatsregierung beteiligen möchten. Wenn ja, legen sie sich die entsprechenden Test-Kits zu“, so Sprecher Martin Eulitz. 

„Bürger, die keine Symptome aufweisen, aber einen Corona-Test wünschen, sollten sich am besten telefonisch an die Haus- und Fachärzte ihres Vertrauens wenden und nachfragen, ob die Praxis sich an dem Testkonzept beteiligt. Dann kann dort ein Termin vereinbart werden.“

Auf der Theresienwiese wird das Corona-Testzentrum wieder in Betrieb genommen. Neben dem ursprünglichen Drive-Trough Konzept soll auch ein Walk-Trough eingerichtet werden.

AmFlughafen München können sich Urlaubsrückkehrer kostenlos und freiwillig auf Corona testen lassen.

Andreas Daschner/mak/mjh

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