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Corona in München: Inzidenzwert 100 erreicht - Corona-Ampel steht auf „Dunkelrot“ - diese neuen Regeln gelten

Ministerpräsident Markus Söder vor der Corona-Ampel.
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Einschränkungen wegen Corona-Neuinfektionen werden per Ampelsystem gemessen. München hat jetzt einen Inzidenzwert von 100 erreicht und so gilt jetzt Söders „dunkelrot“.

OB Reiter verschärft Corona-Maßnahmen in München, RKI meldet hohen Inzidenz-Wert, Telefon-Krankschreibung möglich, Regeln zu Sperrstunde, Alkoholverbot, Maskenpflicht im Überblick

  • Die aktuellen Corona-Zahlen in München - Todesfälle, Infektionen und 7-Tage-Inzidenz.
  • Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung von Oberbürgermeister Dieter Reiter.
  • Verschärfte Regeln zu Alkoholverbot und Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen, Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen.

Corona in Bayern: Zwanzig Städte und Kreise mit Inzidenzwert über 100

Update: 25. Oktober, 16 Uhr:

Mittlerweile überschreiten 20 bayerische Städte und Kreise inklusive der Landeshauptstadt München den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind nach den am Sonntag veröffentlichten neuen Daten des Landesamts für Gesundheit fast doppelt so viele Kommunen wie vor dem Wochenende.

Die 20 Städte und Kreise sind auf der Corona-Ampel der Staatsregierung „dunkelrot“, für die Bürger gelten verschärfte Einschränkungen ihres Alltagslebens. Bei Sport- und kulturellen Veranstaltungen sind maximal 50 Besucher zugelassen; Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen. Die Sperrstunde für die Gastronomie verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21.00 Uhr.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Süden. Neben München sind am Wochenende in Oberbayern unter anderem Ingolstadt sowie die Kreis Rosenheim und Neuburg-Schrobenhausen hinzugekommen, in Schwaben die Landkreise Augsburg und Donau-Ries, außerdem Memmingen und Kempten und Kaufbeuren. Beide Regierungsbezirke steuern mit 7-Tage-Inzidenzen von 98,3 in Schwaben und 93,3 in Oberbayern auf die 100er-Marke zu. Der Landkreis Fürstenfeldbruck im Westen Münchens allerdings fiel
wieder unter die Schwelle.

Bayerische Teststrategie: 700 000 freiwillige Corona-Tests in drei Monaten

Update: 25. Oktober, 12 Uhr:

Das freiwillige Corona-Testprogramm der Staatsregierung wird rege nachgefragt: Seit dem Start vor drei Monaten haben die Arztpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) 708 689 dieser freiwilligen Tests gemeldet, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mitteilte.

Das Testprogramm ist für Bürger ohne Symptome gedacht, die Tests werden daher von der Staatsregierung bezahlt und nicht von den Krankenkassen. Unbekannt ist, wie viele der freiwillig Getesteten coronapositiv waren, da dies nicht separat ausgewertet wird. Im Sommer hatte es Kritik sowohl von Politikern als auch von manchen Medizinern an freiwilligen Massentests gegeben.

Huml betonte, dass die Tests aus ihrer Sicht sinnvoll seien: „Auch wenn diese Tests immer nur eine Momentaufnahme sind: Sie sind ein nützliches Instrument, um Infektketten so früh wie möglich zu unterbrechen“, sagte die Ministerin.

Corona in München: Ampel springt auf „Dunkelrot“ - RKI meldet Inzidenzwert von 100

Update 25. Oktober, 10.30 Uhr:

In München wurden für Samstag, 24. Oktober, 206 neue Corona-Fälle gemeldet.

  • 15.094 Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 12.284  Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 239  Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 100,06
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,2.

Update: 25. Oktober, 9.50 Uhr:

In München ist ein weiterer kritischer Wert der Neuinfektionen überschritten worden. Nach Zahlen des Robert-Koch-Institutes vom Sonntag (00.00 Uhr) liegt der Wert in der bayerischen Landeshauptstadt bei 100,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. München hat damit nach der bayerischen Corona-Ampel nun den Status „Dunkelrot“ erreicht. #


Ab dem Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen die Bewohner der betroffenen Kommune mit verschärften Einschränkungen im Alltag rechnen: Am morgen, Montag, 26. Oktober, gilt die Sperrstunde ab 21.00 Uhr, ebenso gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21.00 Uhr. Davon betroffen sind bekannte Hotspots wie der Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie in den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke. An Tankstellen, durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste darf ebenfalls ab 21 Uhr kein Alkohol mehr verkauft werden. Bei Sport- und kulturellen Veranstaltungen wird die Personenzahl auf maximal 50 begrenzt. Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen.

Corona-Zahlen in München - Inzidenzwert knapp unter 100

Update: 25. Oktober, 8.45 Uhr:

In München wurden für Freitag, 23. Oktober, 223 neue Corona-Fälle gemeldet.

  • 14.868 Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 12.193  Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 237 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 98,3.
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,25.

Wieder Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in München

Update: 15.11 Uhr

In München hat es am Freitag erneut eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung gegeben. Zu der angemeldeten Versammlung auf dem Odeonsplatz seien seit dem Vormittag bis zu etwa 350 Menschen zusammen gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei.

Im Kern sei es den Demonstranten um die Maskenpflicht für Grundschüler gegangen - auf Plakaten waren Worte wie „Masken im Unterricht = Folter“ zu lesen. Die Demonstration habe sich am frühen Nachmittag langsam aufgelöst, Zwischenfälle gab es dem Polizeisprecher zufolge bis dahin nicht.

Die Maskenpflicht am Platz für Münchner Grundschulen wurde schon am Mittwoch, 21. Oktober, aufgehoben.

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Corona-Zahlen in München steigen - Wieder Hohe Infektionen und 7-Tage-Inzidenz vom RKI gemeldet

In München wurden für Donnerstag, 22. Oktober, 270 neue Corona-Fälle gemeldet

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 14.595   Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 12.034   Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 237 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 86,8 (Vortag: 82,4 )
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,5 (Vortag: 1,12 )

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Neue Bereitschaftspraxis Infekt auf der Theresienwiese

Update: 23. Oktober 2020

Ab Freitag gibt es in München ein neues Behandlungsangebot für alle Patienten mit den typischen Symptomen einer Grippe oder schweren Erkältung, wie Husten, Halsschmerzen, Fieber auf der Theresienwiese: Patienten können zu den Öffnungszeiten ohne Anmeldung kommen.

Geöffnet hat die Bereitschaftspraxis Infekt auf der Theresienwiese Montag bis Freitag von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr und an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Es werden immer bis zu zwei Ärzte gleichzeitig vor Ort sein, um für die Behandlung der Patienten zur Verfügung zu stehen.

Die Bereitschaftspraxis Infekt auf der Theresienwiese (Matthias-Pschorr-Straße 4, 80336 München) ist eine Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Betreiber ist die Aicher Ambulanz Union und die medizinische Steuerung liegt bei den Ärztlichen Koordinatoren der KVB für die Corona-Maßnahmen in München.

In der Einrichtung der Bereitschaftspraxis Infekt sehen die Beteiligten einen weiteren Schritt, um die Behandlung von Menschen mit grippalen Infekten in Zeiten der Corona-Pandemie effektiv zu steuern. Sie bildet damit eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden ambulanten Versorgungsstrukturen in der Landeshauptstadt München.

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Corona in München: Tollwood Winterfestival findet nicht statt - aber Kunstinstallation bleibt

Update: 23. Oktober 2020

Wegen der aktuellen Corona-Entwicklung in München findet das Tollwood Winterfestival dieses Jahr auch im kleinen Rahmen nicht statt. Das teilten die Veranstalter am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Die Gesundheit der Besucher und Aussteller gehen vor, aber auch die schnellen Entwicklungen der Maßnahmen seien Grund für die Absage.

Mit einer Kunstinstallation auf der Theresienwiese will Tollwood ein weithin sichtbares Zeichen der Hoffnung und Zuversicht setzen. Eine 12 Meter hohe Phönix-Skulptur wird Teil der Installation sein und als Sinnbild für Kraft und Erneuerung auf dem Tollwood-Gelände stehen.

Wir haben in den vergangenen Monaten alles Menschenmögliche unternommen, damit das Winter-Tollwood stattfinden kann. Das gesamte Team hat unter Hochdruck verschiedenste Szenarien durchgespielt und neue Veranstaltungsformate entwickelt. Das Konzept, das wir zuletzt eingereicht hatten, war bereits sehr reduziert – mit separaten Themendörfern, komplett open air, ohne Zelte, mit nur einem Drittel der bisherigen Markt- und Gastronomiestände, Höchstbesucherzahlen und einem umfassenden Corona-Hygienesicherheitskonzept.

Festivalleiterin Rita Rottenwallner

Die Corona-Zahlen hätten sich in den letzten zwei Wochen jedoch so entwickelt, dass man auch trotz Hygienekonzept die Verantwortung nicht übernehmen könne.

Dazu käme, die Unsicherheit mit dem Aufbau, bei dem die Veranstalter nicht wissen konnten, ob sie das Tollwood angesichts der Corona-Lage überhaupt eröffnen dürfen.

Das damit verbundene Risiko könne man nicht eingehen und den Ausstellern, Gastronomen, Künstlern und Partnerunternehmen nicht zumuten.

Bald beginnt die Vorweihnachtszeit und damit auch die Zeit der Christkindl- und Adventsmärkte in München. Jedoch stellen die steigenden Fallzahlen die Veranstalter vor schwierige Entscheidungen...

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Corona in München: Weiterhin viele Corona-Falle und Inzidenz-Wert des RKI steigt

Update: 21. Oktober 2020

Die Corona-Zahlen in München sind weiterhin sehr hoch. So sind am Mittwoch 290 neue Infektionsfälle in der Landeshauptstadt gemeldet worden. Auch kam es zu einem weiteren Todesfall. Wurden für Mittwoch noch 236 Verstorbene aufgelistet, sind es jetzt 237.

Auch die 7-Tage-Inzidenz für München bereitet Sorgen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Wert von 82,4.

Bei einem Inzidenz-Wert von 100 könnte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sich eine eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen vorstellen.

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Die aktuellen Corona-Zahlen für München

In München wurden für Dienstag, 20. Oktober, 188 neue Corona-Fälle gemeldet.

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 14.001  Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 11.767  Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 236 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 75,3 (Vortag: 72,8 )
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,09 (Vortag: 0,89 )

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Corona im Landkreis München: Verschärfte Regelungen auf stark frequentierten Plätzen

Update: 21. Oktober 2020, 11.42 Uhr

In Bayern gelten verschärfte Corona-Regeln - Die sogenannte Corona-Ampel regelt, ab welchen Inzidenz-Wert, welche Maßnahmen greifen. Dies beinhaltet für bestimmte öffentliche Plätze die Einführung einer Maskenpflicht sowie bei Bedarf ein Alkoholverbot ab 23 bzw. 22 Uhr. Welche Orte und Plätze dies im Landkreis München konkret betrifft, hat das Landratsamt nun in einer Allgemeinverfügung festgelegt.

Auf insgesamt acht Plätzen in sechs Städten und Gemeinden im Landkreis München ist damit ab dem 21.10.2020, 15:00 Uhr, das Tragen einer Maske verpflichtend.

Öffentliche Plätze im Landkreis München in denen eine Maskenpflicht gilt

Aschheim

Platz vor Feldkirchner Str. 2 + 4 Platz vor Erdinger Straße 12 - 14

Garching b. München

Stadtteil Garching: Fußgängerzone (Maibaumplatz, Helmut-Karl-Platz / Bürgerplatz bis Rathausplatz) Stadtteil Hochbrück: Maibaumplatz, Hohe-Brücken-Straße 27 - 29

Haar

Leibstraße zwischen Wasserburger Str. und Bahnhofplatz

Ismaning

Korbinianplatz

Kirchheim b. München

Münchner Str. zwischen Rathaus und Heimstettner Str., Heimstettner Str. zwischen Münchner Str. und Kreuzstr., Erdinger Str. vor Hausnr. 2, Merowinger Str. vor Hausnr. 1, Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz

Planegg

Maria Eich: Gelände um die Klosterkirche, Weg zwischen Kreuzwinkelstr. und Kirche, Straße „Zu Maria Eich“ zwischen Kreuzwinkelstr. und dem Ende des Kirchengrundstücks

Die Anordnung einer Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen halte ich aus infektionsschutzrechtlicher Sicht für zwingend erforderlich. Das Risiko, das gerade dort entsteht, wo Menschen länger und nahe beieinander zusammenkommen, ist angesichts der allerorten rasant steigenden Fallzahlen nicht hinnehmbar.

Landrat Christoph Göbel

Laut Landrat Göbel, komme man mit der Allgemeinverfügung den neusten Anordnungen des Bayerischen Gesundheitsministeriums nach. Der Landrat hofft, dass durch die Maßnahme das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis noch eingebremst werden kann.

Am Dienstag lag der Landkreis laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 45,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen und damit den zehnten Tag in Folge über dem Signalwert von 35 – Tendenz weiter steigend. Aktuell gilt daher Phase gelb (7-Tage-Inzidenz über 35) der Corona-Strategie der Bayerischen Staatsregierung.

Weitere Informationen zu den geltenden Corona-Regeln gibt es auf der Website des Landkreises unter www.landkreis-muenchen.de/coronavirus.

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Corona in München: Keine Maskenpflicht an Grundschulen im Unterricht

Update: 21. Oktober 2020

Die Maskenpflicht am Platz für Münchner Grundschulen wird ab Mittwoch, 21. Oktober, aufgehoben.

Das Infektionsgeschehen ist in Grundschulklassen sehr gering, sie machen nur 5 Prozent der heute aktuell 83 geschlossenen Schulklassen aus. Grundschüler sind keine Infektionstreiber. Vor diesem Hintergrund habe ich entschieden, die Maskenpflicht aufzuheben, um die Einschränkungen gerade für die jüngsten Schülerinnen und Schüler durch das Tragen von Masken so gering wie irgend möglich zu halten.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Die Maskenpflicht im Unterricht an Schulen aller Jahrgangsstufen und somit erstmalig auch an Grundschulen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurde in der Änderung der 7. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats Bayern vom 16.10.2020 festgelegt, jedoch sei eine abweichende Regelung in begründeten Einzelfällen möglich. Davon macht die Landeshauptstadt München Gebrauch.

Die aktuelle Situation an den Schulen in München finden Sie hier.

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Corona in Bayern - Schulen, Kitas und Wirtschaft sollen offen bleiben

Update: 20. Oktober 2020

In Bayern hält die Staatsregierung auch bei steigenden Corona-Zahlen an dem Grundsatz fest, vor allem Schulen, Kindergärten und Krippen offen zu lassen und das Wirtschaftsleben nicht zu beeinträchtigen.

„Wir wollen natürlich Schule, Kindertagesstätten und das Berufsleben offenhalten“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Das bedeute aber, dass man im Übrigen mit den Anti-Corona-Maßnahmen entsprechend konsequent sein müsse.

„Die Lage insgesamt ist nach wie vor stark besorgniserregend“, sagte Herrmann mit Blick auf Bayern, Deutschland und Europa. Binnen eines Tages kamen nach Angaben des CSU-Politikers allein im Freistaat noch einmal 1166 Corona-Neuinfektionen und sieben Todesfälle hinzu.

In Bayern soll es keinen Automatismus geben, bei welchen Corona-Zahlen regionale „Lockdowns“ wie nun im Kreis Berchtesgadener Land angeordnet werden müssen. Es handle sich um eine fachkundige, sachkundige inhaltliche Abwägung, sagte
Staatskanzleichef Herrmann. Es gebe für solche Entscheidungen „keinen Automatismus, keine Marke“.

Die aktuellen Corona-Zahlen für München

In München wurden für Montag, 19. Oktober, 130 neue Corona-Fälle gemeldet. 

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 13.806 Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 11.650 Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 236 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 72,8 (Vortag:  72,4 )
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,89  (Vortag: 1,26 )

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Intensivmediziner aus München zu Corona-Lage: Panik nicht angebracht

Update: 19. Oktober 2020, 14,45 Uhr

Mediziner warnen angesichts des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens und der Lage in deutschen Krankenhäusern vor Panik. „Wir sollten wachsam sein, aber nicht panisch“, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing, während einer Online-Pressekonferenz von Intensivmedizinern am Montag.

Grundsätzlich sei die Lage in den deutschen Krankenhäusern bis auf wenige regionale Ausnahmen vergleichsweise ruhig. Trotz neuer Rekordzahlen bei den Neuinfektionen in den vergangenen Tagen könnten die Bundesländer aktuell genügend Intensivbetten vorhalten.

„Wir sind quasi fünf Wochen hinter dem, was wir zum Teil in unseren Nachbarländern sehen“, führte Wendtner weiter aus. Neben den Bettenkapazitäten müsse es aber auch „die Menschen hinter den Maschinen geben“. Entsprechendes Personal müsse einkalkuliert werden, um auch Patienten mit Nicht-Corona-Erkrankungen zu versorgen. Es dürfe keiner „hinten runterfallen“.

Außerdem betonte Wendtner, dass die Gesellschaft weiterhin mitgenommen werden müsse, da er bei vielen schon eine gewisse „Corona-Müdigkeit“ feststelle.

Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin betonte, wie wichtig eine Herangehensweise ohne Panik sei. Das Frühjahr habe „uns alle ziemlich gerade gerückt“, sagte Janssens.

Seine Kollegen und er seien aber dennoch zuversichtlich: „Ich kenne keinen Einzigen, der sagt, das wird eine Katastrophe werden.“ Derzeit blicke man zwar mit Anspannung in die Zukunft. „Wir werden das aber mit Sicherheit schaffen“, betonte Janssens.

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Die aktuellen Corona-Zahlen für München

In München wurden für Sonntag, 18. Oktober, 88 neue Corona-Fälle gemeldet.

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 13.669 Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 11.590 Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 236 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 72,4 (Vortag:  69,5 )
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,26 (Vortag: 1,26  )

Bundesweite Maßnahme wegen steigender Corona-Zahlen - Krankschreibung per Telefon wieder möglich

Update: 19. Oktober 2020

Wegen der verschärften Corona-Lage können Patienten mit Erkältungsbeschwerden sich jetzt wieder bundesweit telefonisch eine Krankschreibung besorgen. Die Sonderregelung trat am Montag in Kraft und gilt vorerst bis zum Jahresende - das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen am Donnerstag beschlossen.

Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen müssen somit nicht in eine Praxis gehen, nur weil sie eine Krankschreibung benötigen. Das soll helfen, volle Wartezimmer und Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

Die entsprechenden Krankschreibungen gibt es jeweils für sieben Tage. Die Ärzte müssen dazu die Patienten persönlich am Telefon zu ihrem Zustand befragen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden.

Bundesweit waren telefonische Krankschreibungen bereits in der Anfangsphase der Pandemie möglich. Später war entschieden worden, diese nur noch abhängig vom Infektionsgeschehen auf Antrag regional und zeitlich befristet per Ausnahmeregelung zuzulassen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, die Regelung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

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Die aktuellen Corona-Zahlen für München

In München wurden für Samstag, 17. Oktober, 172 neue Corona-Fälle gemeldet.

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 13.575  Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 11.567 Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 236 Todesfälle durch Corona in München.
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 69,5 (Vortag:  60,6)
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,26  (Vortag: 1,20 )

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RKI meldet Inzidenz-Wert über 50 - Verschärfung der Corona-Regeln in München

Die 7-Tages-Inzidenz in München liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) weiter über dem kritischen Grenzwert von 50. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter hat Corona-Maßnahmen nach den Vorgaben der bayerischen Staatsregierung beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen: Maskenpflicht, Sperrstunde, Kontaktbeschränkungen – was Ihr jetzt wissen müsst. Die Maßnahmen gelten ab sofort.

Corona-Regeln in München zur Sperrstunde in der Gastronomie

In der Gastronomie ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ab 22 Uhr untersagt, so die neue Verfügung, die in München seit Samstag, 17.10.20 gilt. Das bedeutet nicht, dass die Gaststätte um 22.00 Uhr schließt – aber dass ab 22.00 Uhr dort nichts mehr zu essen oder trinken an den Tisch serviert wird.

An einem gemeinsamen Tisch sind nur Gruppen von bis zu 5 Personen oder maximal zwei Hausstände erlaubt. Außerdem können Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie und Geschwistern zusammen sitzen.

Schankwirtschaften wie Bars, Kneipen oder Lokale sind seit dem 19. September 2020 grundsätzlich unter gleichen Bedingungen wie Speisewirtschaften geöffnet.

Auch in Schankwirtschaften ist die Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle ab 22 Uhr laut der neuen Verfügung, die in München seit Samstag, 17.10.20 gilt, untersagt.

Weitere Regelungen für Schankwirtschafte sind, dass

  • in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen muss
  • in geschlossenen Räumen nur Hintergrundmusik zulässig ist
  • sich jede Person einzeln registrieren muss
  • bis auf weiteres gilt das Tanzverbot

Die Corona-Maßnahmen in München zeigen in den Gastronomie- und Kulturbetrieben schon ihre ersten Auswirkungen. So hat der Night Club im Bayerischen Hof angekündigt, bis zum Auslaufern der aktuellen Regeln zu schließen.

Alkoholverbot in München wegen hohem Corona-Inzidenz-Wert

Das Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf und zum Konsum im öffentlichen Raum gilt jetzt täglich ab 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages an den bekannten Hotspots:

  • Baldeplatz
  • Gärtnerplatz
  • Gerner Brücke
  • Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke
  • Wedekindplatz

Es darf an den benannten Hotspots von 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages keinerlei Alkohol mehr im öffentlichen Raum konsumiert werden. Zudem darf in einem klar definierten weiteren Umfeld um die benannten Hotspots nach 22 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages kein Alkohol mehr verkauft werden.

Zusätzlich dürfen Tankstellen, sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste im Stadtgebiet ab 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen.

Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum an den Hotspots nach 22 Uhr beträgt mindestens 150 Euro.
Wer als Verkaufender gegen das Verkaufsverbot im Umgriff der Hotspots verstößt, wird mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro belangt.

Verschärfung der Corona-Regeln in München - Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen, Veranstaltungen und Schulen

Es besteht weiterhin von 9 bis 23 Uhr eine generelle Maskenpflicht in der Altstadt-Fußgängerzone einschließlich

  • Sendlinger-Tor-Platz,
  • Rosental zwischen Sendlinger Straße und Rindermarkt,
  • Rindermarkt,
  • Viktualienmarkt,
  • Dienerstraße,
  • Schrammerstraße,
  • Landschaftstraße,
  • auf den Gehwegen im Tal sowie in der Schützenstraße,
  • im Stachus-Untergeschoss.

Auf die Maskenpflicht wird an den Zugängen zu den jeweiligen Bereichen mit Schildern hingewiesen.

So sieht das Schild für die Maskenpflicht in München aus.

Maskenplicht in Gebäuden: Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist außerdem auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen einschließlich der Fahrstühle von öffentlichen Gebäuden sowie von Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten vorgeschrieben.

Maskenpflicht bei Veranstaltungen: In Theatern, Konzerthäusern, sonstigen Bühnen und Kinos, bei Tagungen und Kongressen sowie für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen gilt jetzt auch am Platz Maskenpflicht.

Maskenpflicht in Schulen: Die Maskenpflicht im Unterricht und bei der Nachmittagsbetreuung gilt nun auch für Grundschüler.

Neue Kontaktbeschränkung in München wegen hohem Corona-Inzidenz-Wert

Generell ist der gemeinsame Aufenthalt im privaten sowie im öffentlichen Raum und an einem gemeinsamen Tisch in der Gastronomie nur noch in Gruppen von bis zu 5 Personen oder mit maximal zwei Hausständen gestattet.

Seit dem 17. Oktober gilt im Zuge der verschärften Corona-Regeln auch für private Feiern und Veranstaltungen, wie z.B. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage und nicht öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen eine Beschränkung auf maximal 5 Personen oder zwei Hausstände.

Oberbürgermeister Dieter Reiter zu den verschärften Corona-Regeln

Seit mehreren Tagen liegt München über dem kritischen 7-Tage-Inzidezwert von 50 - Tendenz weiter steigend. Bei dieser Zahl an Neuinfektionen wird es für unser Gesundheitsamt zunehmend schwierig, die Infektionsketten schnell zu unterbrechen, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Leider zeigt die Erfahrung der letzten Wochen, dass dort, wo Menschen vor allem in größeren Gruppen länger zusammenkommen, die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Virusverbreitung besonders hoch ist und das umso mehr, wenn dabei Alkohol konsumiert wird.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

OB Reiter ruft die Bevölkerung auf, die Corona-Regeln einzuhalten, besonders die Abstand- und Hygieneregeln, das Tragen einer Maske und regelmäßiges Lüften.

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Die aktuellen Corona-Zahlen für München

In München wurden für Freitag, 16. Oktober, 143 neue Corona-Fälle gemeldet.

Corona-Fälle in München - Infektionen, Genesungen und Todesfälle in Zahlen

  • 13.349  Corona-Infektionen in München seit Beginn der Krise.
  • 11.468 Genesungen nach Corona-Infektion.
  • 236 Todesfälle durch Corona in München. (Am Vortag 233)
  • 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 60,6 (Vortag:  57,7)
  • Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,20  (Vortag:1,24 )

Landeshauptstadt München/dpa

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