Aktuelle Corona-Entwicklungen für München und Bayern im Ticker

Corona in München: Verstöße gegen Maskenpflicht werden teuer – Notbetreuung in Kitas wird ausgebaut

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen, so teuer werden Verstöße gegen die Maskenpflicht in Bayern, Notbetreuung in Kitas wird ausgebaut 

  • Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein - Verstöße können teuer werden
  • Masken müssen auch auf Münchner Lebensmittelmärkten getragen werden 
  • Notbetreuung in Kitas wird ab Montag ausgebaut
  • Ministerpräsident Söder für deutschlandweite Impfpflicht gegen Coronavirus 
  • aktuelle Fallzahlen für München und Bayern

+++ Dieser Ticker ist beendet: Aktuellen Entwicklungen zu Corona in München und Bayern finden Sie hier+++

Das Coronavirus hat auf München und Bayern weitreichende Auswirkungen: Die neuesten Entwicklungen lesen Sie hier:

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen für München, Bayern und Deutschland vom heutigen Sonntag

UPDATE Sonntag, 26. April, 16.15 Uhr: In München wurden am Sonntag, 26. April (Stand 13.30 Uhr), 32 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5581 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3858 Personen, die bereits genesen sind, 818 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 142 Todesfälle.

In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mehr als 154 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 10.15 Uhr: mehr als 152 400 Infektionen). Mindestens 5644 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 10.15 Uhr: 5461). 

Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 40 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1584 Toten.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 313,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 185,4. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Coronavirus München: Bundespolizei weist auf Maskenpflicht und Strafen in Zügen hin

UPDATE Sonntag, 13.30 Uhr: Die Bundespolizeiinspektion München weist auf die ab Montag, 27. April, bestehende Pflicht hin, bei der Nutzung des ÖPNV (in Zügen und S-Bahnen) und den hierzu gehörenden Einrichtungen - wie Bahnhöfen und Haltepunkten - eine Schutzmaske oder eine andere geeignete Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. 

Diese sogenannte Maskenpflicht besteht auch in allen Geschäften in Bahnhöfen

Wenn von den einzelnen Fahrgästen bzw. Bahnhofsbesuchern kein geeigneter Schutz getragen wird, bedeutet dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet werden kann. Die Tragepflicht besteht für alle Personen ab dem 6. Geburtstag. 

Die Einführung der Schutzmaskenpflicht entbindet ausdrücklich nicht von der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Meter, der weiter unbedingt beachtet werden muss. 

Corona in München: Notbetreuung in Bayern soll ausgebaut werden

UPDATE Sonntag, 12.30 Uhr: Die Notbetreuung von Kindern in Bayern wird ab Montag ausgebaut. 

Die notwendigen Antragsformulare seien online abrufbar, teilte das Familienministerium mit. Die neue Regelung soll vor allem erwerbstätige Alleinerziehende entlasten. Auch wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, kann das Kind nun beaufsichtigt werden.

Unterrichtende Lehrer, Steuer- und Rechtsberater sowie Seelsorger haben ab Wochenbeginn ebenfalls Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder. Voraussetzung sei aber immer, dass das Kind nicht von einer volljährigen Person im Haushalt beaufsichtigt werden könne, betonte das Ministerium.

„Wir gehen bei der Ausweitung der Notbetreuung weiterhin behutsam vor“, sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU). „Der Schutz der Gesundheit steht immer an oberster Stelle.“

Nach einer Handreichung des Ministeriums wird Erzieherinnen und Erziehern ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, wenn sie zu den Kindern in bestimmten Situationen keinen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Auch der Kontakt zu den Eltern soll in der Notbetreuung möglichst reduziert werden.

Eine grundsätzliche Öffnung von Kindergärten und Kitas ist noch nicht absehbar. Mit einem Expertengremium aus Ärzten, Pädagogen und Psychologen arbeitet die Sozialministerin an einem Konzept, wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden kann.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen für Bayern und München - Menschenansammlung auf dem Gärtnerplatz

UPDATE Samstag, 25. April, 15 Uhr: In Bayern sind inzwischen 40 951 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Gestorben sind bisher 1584 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte dasLandesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 27 530 Menschen.

In München wurden am heutigen Samstag 57 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5549 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind, 814 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 138 Todesfälle.

Menschenansammlung auf dem Gärtnerplatz

Auf dem Münchner Gärtnerplatz haben sich am Freitagabend rund 200 Menschen versammelt. Ob es sich dabei um ein verabredetes Treffen handelte, konnte ein Sprecher der Polizei am Samstag nicht sagen. 

Mit dem Eintreffen der ersten Streife verließen einige Personen bereits den Platz, wie es hieß. Anwohner hatten die Menge an Menschen ebenfalls gemeldet. 

Mit Verstärkung kontrollierten die Beamten die Anwesenden, die mal zu zweit oder in größeren Gruppen zusammenstanden. „Alle waren sehr einsichtig“, sagte der Sprecher. Strafen seien nicht verhängt worden. Nach den Hinweisen der Polizisten habe sich der Platz geleert.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen, Infizierte und Todesfälle

In München wurden am Freitag, 24. April (Stand 13.30 Uhr), 81 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.492 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 3.858 Personen, die bereits genesen sind, 794 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 137 Todesfälle

Am Freitag vergangener Woche (17.4.) waren es 87 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.104).

Corona in München: Mundschutzpflicht auch auf Münchner Lebensmittelmärkten

Update: 24. April, 16 Uhr: Die Maskenpflicht ab Montag gilt auch auf allen Münchner Märkten. Es betrifft dabei alle Marktteilnehmer ab sechs Jahren - also Händler, Verkäufer, Kunden und Besucher des Marktes.Wer keine Maske besitzt, kann auch ein Tuch oder ein Schal vor Mund und Nase binden. 

Darüber hinaus gelten folgende Regelungen:

 • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zu anderen Personen

 • Kein Anfassen von Waren und Personen 

• Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln 

Kommunalreferentin Kristina Frank, 1. Werkleiterin der Münchner Markthallen erklärt: „ Alle sollen eine Alltagsmaske tragen, egal ob im Supermarkt, beim Einkauf im Freien oder am Standl. Durch das Tragen verlangsamen wir die Ausbreitung des Coronavirus und schützen andere vor Infektionen. Bringen Sie bitte Ihre eigene, regelmäßig gereinigte Maske mit und decken Sie sich mit unseren frischen Lebensmitteln ein.“

Corona in München: Fridays for Future protestiert während Corona-Krise online 

Update: 24. April, 15 Uhr: In viele Städten im Freistaat Bayern haben auch mitten in der Corona-Pandemie tausende Menschen an den Protesten der Klimaschutzbewegung Fridays for Future teilgenommen – allerdings unter besonderen Bedingungen. Zusätzlich zu einem digitalen „Netzstreik“ mit Musik, Reden und Live-Schalten aus ganz Deutschland auf der Website der Bewegung kam es auch zu Protesten unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen. Auf dem Marienplatz in München stellten sich am Vormittag etwa zehn Demonstranten mit ihren Plakaten auf.

Corona in Bayern: Stufenweise Rückkehr zum Regelbetrieb für Krankenhäuser

Update: 24. April, 14.30 Uhr: Bayerns Krankenhäuser können ab Mitte Mai schrittweise zum Regelbetrieb zurückkehren. Am heutigen Freitag betonte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: (CSU) „ Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung des Stufenplans, den der Ministerrat am Dienstag beschlossen hat. Klar ist dabei: Wir werden nicht das Risiko eingehen, dass eine zu rasche Abkehr von der jetzigen Linie die bisherigen Erfolge zunichtemacht“.

Zum einen sollen laut Mitteilung Privatkliniken und psychosomatische Einrichtungen aus der Pflicht zur Bereithaltung ihrer Kapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten entlassen werden. Zum anderen könnten auch Reha-Einrichtungen und zugelassene Akutkrankenhäusern in den Normalbetrieb zurückkehren.

Corona in Bayern: Verstöße gegen Mundschutzpflicht kosten bis zu 5000 Euro

Update: 24. April, 14 Uhr: Ab Montag gilt in Bayern wegen der Corona-Pandemie eine Mundschutzpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, dass die Einhaltung bayernweit streng kontrolliert werde. Kontrollschwerpunkte seien die Ballungsräume und stark frequentierte Verkehrsmittel. 

Und Verstöße dagegen können teuer werden und bis zu 5000 Euro kosten. Dies geht aus dem aktualisierten Bußgeldkatalog hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in München vorliegt. Demnach werden bei fehlender Bedeckung von Mund und Nase in Bussen, Bahnen und Geschäften 150 Euro fällig. Besonders teuer wird es jedoch für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt: Hierfür sieht Bußgeldkatalog nämlich eine Zahlung von 5000 Euro vor.

Corona in Bayern: Landtag beschließt zweites Hilfspaket

Update: 24. April, 12 Uhr: Der Bayerische Landtag hat trotz vieler Enthaltungen und Gegenstimmen das zweite milliardenschwere Hilfspaket innerhalb kürzester Zeit beschlossen. Der zweite Nachtragshaushalt ermächtigt die Regierung, erneut zehn Milliarden Euro Kredite aufzunehmen, um dadurch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu kompensieren.

Grüne, SPD, AfD und FDP stimmten dieser Neuverschuldung nicht zu und begründeten die Entscheidung mit inhaltlichen Mängeln wie fehlender Hilfen für die Kommunen. CSU und Freie Wähler waren bei der Abstimmung jedoch nicht auf die Stimmen der Opposition angewiesen.

Corona in München: Freibäder bleiben vorerst geschlossen

Update: 24. April, 10.15 Uhr: In München sind Freibäder wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen und bleiben auch weiterhin vorerst zu. Wann sich das ändern wird, ist noch nicht abzusehen. Das müsse in Abstimmung mit den Experten aus den medizinischen und infektiologischen Fachbereichen entschieden werden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Sollten die Bäder öffnen, müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden, so das Ministerium. Schließlich lauert die Gefahr einer Ansteckung auch hier, etwa am Beckenrand oder an den Duschgriffen.

Die Gefahr, sich im Wasser mit SARS-CoV-2 zu infizieren, hält das Umweltbundesamt dagegen für nicht so hoch. Denn das Wasser in den Becken werde aufbereitet und desinfiziert. Nur in Bädern mit biologischer Aufbereitung ohne Desinfektionsmittel könne ein gewisses Infektionsrisiko bestehen.

SWM Bäderchefin Christine Kugler: „Wir unterstützen die Maß- nahmen zur Pandemie-Eindämmung und bitten unsere Badeund Saunagäste um Verständnis dafür, dass die Bäder weiterhin geschlossen bleiben müssen.

Eigentlich startet im Mai die Freibad-Saison in München. Doch wie alle anderen Schwimm- und Freibäder bleibt auch das Naturbad Maria Einsiedel wegen der Corona-Pandemie vorerst geschlossen und ohne Besucher. 

Corona in Deutschland: Söder wäre für deutschlandweite Impfpflicht gegen das Coronavirus 

Update: 23. April, 15.05: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde in Deutschland eine generelle Impfpflicht gegen das Coronavirus befürworten. „Für eine Impfpflicht wäre ich sehr offen“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach einem Treffen mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) in Ulm. 

Bis es einen Impfstoff gebe, könne es keine Entwarnung und damit auch keine Lockerungen ohne gleichzeitige Auflagen wie eine Maskenpflicht geben.

Wie Kretschmann betonte auch Söder, dass die Lockerungen, die andere Bundesländer zum jetzigen Zeitpunkt diskutierten oder gar bereits durchführten, für Bayern und Baden-Württemberg nicht infrage kämen. 

„Wir sind eine Gemeinschaft der Umsichtigen“, sagte Söder und verwies damit auf den vorsichtigen Öffnungskurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die „Besonnenen“ seien überzeugt, dass die Gefahr durch das Coronavirus weiter bestehen bleibe. „Leichtsinn wäre ein schlechter Berater in dieser Situation.“

Corona in Bayern: Bisher 114 zusätzliche Beatmungsgeräte für Krankenhäuser

Update: 23. April, 14.59: Bayerns Krankenhäuser haben bisher von mehr als 1800 bestellten Beatmungsgeräten erst 114 erhalten. Die Beschaffung weiterer Geräte komme insgesamt gut voran, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag. 

Wann die restlichen Beatmungsgeräte geliefert werden, könne nicht genau prognostiziert werden. „Aufgrund des weltweiten Pandemiegeschehens und der teils staatlich verhängten Ausfuhrbeschränkungen ist eine zuverlässige Lieferung gegenwärtig aber nicht bei allen Geräten sicher“, sagte Huml.

Es würden jedoch laufend neue Geräte bestellt und auch ausgeliefert, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Schon am Samstag werde eine nächste Lieferung erwartet. 

In Bayern gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt rund 3200 Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit sowie rund 1400 weitere Intensivbetten mit nicht invasiver Beatmungsmöglichkeit.

Corona in Bayern: Aktuelle Fallzahlen, Infizierte und Todesfälle

In Bayern sind inzwischen 39 820 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) in München mit. Demnach sind bisher 1502 Menschen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, gestorben.

Die Zahl der Infizierten sei im Vergleich zum Vortag um 1,6 Prozent gestiegen. Das sei zwar eine positive Entwicklung, sagte Huml

Dennoch rief die Ministerin weiter zur Vorsicht und Einhaltung des Mindestabstandes von eineinhalb Metern auf. Die Steigerung der Todesfälle seit dem Vortag um 4,1 Prozent mache deutlich, wie gefährlich das Coronavirus weiterhin sei.

Corona in Bayern: Infektionswege sollen über Online-Plattform besser verfolgt werden 

Update: 23. April, 13.31: Corona-Infizierte können künftig über eine Online-Plattform den Verlauf ihrer Erkrankung und ihre Kontaktpersonen melden. 

Die Betroffenen könnten zudem Symptomchecks durchführen und diese dem Gesundheitsamt übermitteln, sagte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) am Donnerstag in München. Diese Informationen könnten dann ganz einfach von den Behörden erfasst und verarbeitet werden.

So soll auch die überregionale Zusammenarbeit der bayerischen Gesundheitsbehörden ermöglicht werden und Doppelarbeit bei der Erfassung von Kontaktpersonen vermieden werden. „Nur wenn die Infektionswege so schnell wie möglich nachvollzogen werden, können die Betroffenen sich dann letztendlich zügig in die häusliche Quarantäne begeben“, sagte Gerlach. Ab Freitag soll die Plattform für alle Gesundheitsämter ausgerollt werden.

Aktuell funktioniert die Datenerhebung dezentral: Gesundheitsämter müssen die Infektionswege telefonisch oder über Hausbesuche nachvollziehen. „Aktuell sind schon rund 190 Teams mit insgesamt circa 950 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort auch schon im Einsatz“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Ziel seien nahezu 4000 Mitarbeiter, die die Gesundheitsämter vor Ort unterstützten.

Corona in Deutschland: Zahl der Anrufe wegen häuslicher Gewalt gestiegen

Update: 23. April, 09.47: Beim deutschlandweiten HilfetelefonGewalt gegen Frauen“ hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen. Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet, sagte eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. 

Bis dahin sei die Entwicklung der Beratungskontakte vergleichbar zum Vorjahr 2019 verlaufen - also ohne Auffälligkeiten. Ein Trend sei feststellbar. Giffey hatte Anfang der Woche die gestiegene Nachfrage in Zusammenhang mit der Corona-Krise gestellt, Familien stünden auf engem Raum unter besonderem Stress.

Hilfe bei häuslicher Gewalt in Bayern finden Sie hier.

Zu Beginn der Corona-Krise hatten Experten und Politiker vor einer Zunahme von häuslicher Gewalt und Missbrauch gewarnt, weil die Familien dauerhaft in der Wohnung bleiben müssten und soziale Kontrolle durch Schulen, Kitas sowie Freunde und Bekannte entfalle.

Bis es dazu belastbare Daten etwa in den Kriminalstatistiken gibt, dauert es. „Wir haben bislang keine besorgniserregenden Steigerungen festgestellt und kein erhöhtes Fallaufkommen“, sagte ein Sprecher der Polizei in München der dpa. „Das ist die erste Trend-Beobachtung.“ 

Allerdings würden Fälle oft erst im Nachhinein oder verspätet angezeigt. 

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hatte das Innenministerium nach Ostern mitgeteilt, der befürchtete Anstieg der häuslichen Gewalt sei ausgeblieben. Der Rückgang der registrierten Gewalttaten insgesamt liege bei 30 Prozent.

Bayern und NRW gründen Deutschlands erstes Hilfetelefon für Männer 

Bayern und Nordrhein-Westfalen bieten ab sofort ein gemeinsames Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Männer an. Unter der kostenlosen Nummer 0800 1239900 können sich Betroffene melden, die unter verschiedenen Arten von Gewalt leiden - wie häuslicher und sexualisierter Gewalt, aber auch beispielsweise Stalking oder Zwangsheirat, wie das Sozialministerium am Mittwoch in München mitteilte. 

„Mit einer intensivierten länderübergreifenden Zusammenarbeit verstärken wir nicht nur die konsequente Platzierung solch tabuisierter Themen in der Gesellschaft, sondern können auch Ressourcen bündeln und Synergieeffekte nutzen“, sagte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). 

In Bayern wird das Angebot von der Arbeiterwohlfahrt Augsburg umgesetzt. Aus NRW hieß es, dass Hilfetelefon sei deutschlandweit in dieser Form einmalig.

Corona in Deutschland: Kurzarbeit und Gastronomie - Koalition plant neue Corona-Hilfen

Update: 23. April, 09.47: Die Spitzen von Union und SPD wollen das Kurzarbeitergeld für besonders von der Corona-Krise betroffene Arbeitnehmer anheben. Zudem soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Darauf einigten sich die Spitzen beider Parteien bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend in Berlin.

Kurzarbeitergeld soll angehoben werden

Wegen der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind Hunderttausende Beschäftigte in Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens: Bei kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.

Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Kurzarbeit werden demnach ab 1. Mai bis 31. Dezember die bereits bestehenden Hinzuverdienstmöglichkeiten mit einer Hinzuverdienstgrenze bis zur vollen Höhe des bisherigen Monatseinkommens für alle Berufe geöffnet.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zur Anhebung des Kurzarbeitergeldes

„Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, das Kurzarbeitergeld zu erhöhen. Das ist eine gute Nachricht für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die jetzt während der Corona-Krise mit deutlich weniger Einkommen auskommen müssen und deren Arbeitsplätze so gesichert werden können." sagte OB Reiter am Donnerstag. 

In München seien die Lebenserhaltungskosten, vor allem die Mieten, sehr hoch. Mit einem Einkommen von 60 bzw 67% des normalen Gehalts, sei es schwer über die Runden zu kommen.

Außerdem erklärte OB Reiter: "Vor allem die im Durchschnitt deutlich schlechter bezahlten Jobs im Handel und der Gastronomie sind hiervon überproportional stark betroffen. Wer nur noch rund 60 Prozent seines ohnehin bereits niedrigen Einkommens hat, aber alle Fixkosten wie bisher, wird über kurz oder lang nicht ohne zusätzliche staatliche Hilfe auskommen. Um zu vermeiden, dass sich die Gesundheitskrise zu einer sozialen Krise entwickelt, musste deshalb jetzt dringend gehandelt werden.“

Gastronomie von Corona-Krise stark betroffen

Das Gastronomiegewerbe ist von der Covid-19-Krise besonders betroffen. Die Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt.

Als Corona-Sofortmaßnahme sollen nach dem Beschluss der Koalitionsspitzen kleine und mittelständische Unternehmen durch eine vereinfachte Verlustverrechnung zusätzlich Liquidität erhalten.

Bisher gilt für Speisen, die in einem Restaurant, einem Café oder einer Bar verzehrt werden, ein Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt, fallen in der Regel nur 7 Prozent an. Nun sollen generell 7 Prozent gelten.

Schulen sollen finanzielle Unterstützung erhalten

Zur besseren technischen Ausstattung von Schülern in der Corona-Krise will der Bund 500 Millionen Euro für den Unterricht am heimischen Computer zur Verfügung stellen. Bedürftige Schüler sollen dadurch einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von entsprechenden Geräten erhalten.

Corona in Deutschland: Corona-Impfstoff frühestens nächstes Jahr

Update: 23. April, 09.27: Nach der ersten Zulassung eines klinischen Tests mit einem möglichen Covid-19-Impfstoff rechnet der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, nicht vor nächstem Jahr mit einem Impfstoff. „Wir gehen davon aus, dass wir zu dieser ersten klinischen Prüfung innerhalb von drei Monaten erste Ergebnisse bekommen“, sagte Cichutek am Donnerstag demBayerischen Rundfunk (BR). Erst im kommenden Jahr werde man dann darüber nachdenken, wie gut die Datenbasis für eine Zulassung sei.

Der Impfstoff müsse wirksam und verträglich sein, betonte Cichutek. Wenn es einen Impfstoff gebe, werde dieser nicht zu teuer sein. „Da geht so viel Unterstützung rein, vom Gesundheitsministerium, vom Forschungsministerium, von private equity, dass man wirklich hoffnungsfroh sein kann, dass die Impfstoffe nicht so teuer werden“, sagte Cichutek den Angaben zufolge.

Corona in Bayern: Passiver Impfstoff gegen Coronavirus könnte in neun Monaten bereitstehen

Update: 23. April, 08.58: Die Universität Erlangen-Nürnberg hat Forschungen an einer passiven Impfung gegen das Coronavirus begonnen, die womöglich zu Beginn des kommenden Jahres zur Verfügung stehen könnte. Mit solch einer passiven Impfung könnten medizinisches Personal, Betreuer in Alten- und Pflegeheimen und Hochrisikopatienten geschützt werden, teilte die Friedrich-Alexander-Universität am Mittwoch mit. Das Mittel sei auch zur Therapie schwer an einer Coronavirus-Infektion erkrankter Patienten geeignet.

Den Angaben zufolge laufen derzeit die Tests in den Laboren, in frühestens sechs Monaten sei mit ersten klinischen Studien an menschlichen Patienten zu rechnen. Der an der Erforschung beteiligte Professor Thomas Winkler erklärte, "mit etwas Glück" könnte dann in neun Monaten ein passiver Impfstoff bereitstehen. Dies wäre zu Beginn des Jahres 2021.

Anders als die übliche aktive Impfung bietet die passive Impfung nur einen zeitlich begrenzten Schutz, laut Winkler in diesem Fall für etwa zwei bis drei Monate. Ziel des Projekts sei es, geeignete Antikörper zu entwickeln. Diese Antikörper werden den Patienten dann gespritzt und richten sich bei einer möglichen Infektion gegen einen speziellen Krankheitserreger.

Die fränkischen Forscher identifizierten ihren Angaben zufolge mehr als 25 Antikörper, die sich für einen Impfstoff eignen könnten. Ein Team habe dazu die bereits im Januar erkrankten ersten deutschen Corona-Patienten um Blutproben gebeten, diese Proben analysiert und dabei einzelne gegen das Coronavirus gerichtete Antikörper identifiziert.

Ein anderes Team habe Antikörper aus genveränderten Mäusen gewonnen. Diese seien mit Bestandteilen des Coronavirus geimpft worden und bildeten aufgrund ihrer genetischen Veränderung menschliche Antikörper aus. Die besten Antikörper der beiden Gruppen sollten nun auf ihre Fähigkeit, die Virusinfektion in einem Zellkultursystem zu verhindern, getestet werden.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - weitere Infektionen und Todesfälle

In München wurden am Mittwoch 69 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.332 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.650 Personen, die bereits genesen sind, 766 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 116 Todesfälle.

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Am Mittwoch vergangener Woche (15.4.) waren es 103 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.820).

Corona in Bayern: Keine Maskenpflicht an Schulen 

Update: 22. April, 13.44 Uhr: An Bayerns Schulen wird es keine generelle Maskenpflicht geben. „Wir haben in den Schulen nun bewusst Bedingungen geschaffen, unter denen der Abstand eingehalten werden kann und soll und muss“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Dennoch halte er Masken in bestimmten Situationen für angemessen, etwa beim Ankommen im Schulgebäude oder dem Toilettengang. Das Ministerium werde daher versuchen, nicht nur den Lehrern, sondern auch allen Schülern Alltagsmasken zur Verfügung zu stellen, sofern diese keine haben. 

Ein Unterricht mit Masken sei aber kaum durchführbar, betonte Piazolo. Auf dem Schulweg mit Bus und Bahn seien die Behelfsmasken hingegen Pflicht.

Corona in Bayern: 80 Prozent der Schüler müssen weiterhin wegen Corona zu Hause lernen

Update: 22. April, 13.36 Uhr: Bis auf wenige Ausnahmen bleibt es vorerst beim Lernen zu Hause: Mehr als 80 Prozent der bayerischen Schülerinnen und Schüler dürfen wegen der Corona-Pandemie vorerst weiter nicht zur Schule gehen. Ausnahmen gelten bloß für die Abschlussjahrgänge.

Für die allermeisten Schüler werde der Schulbesuch auch nach dem 27. April weiter nicht möglich sein. Zugleich kündigte der Kultusminister eine deutliche Entschlackung der Lehrpläne für das aktuelle und kommende Schuljahr an.

Sobald Bayerns Schulen wieder regulär für alle öffneten, müsse eine Bestandsaufnahme gemacht werden, denn nicht alle Schülerinnen und Schüler hätten daheim gleich gute Möglichkeiten, weiter zu lernen. Im bayerischen Bildungssystem habe Chancengerechtigkeit einen hohen Stellenwert, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). 

Sie liege zwar nie bei 100 Prozent, sollte aber möglichst hoch sein. Wenn die Schere zwischen einzelnen Schülern nun auseinander gegangen sei, werde man alles daran setzen, diese „Defizite auszugleichen“. Die Lehrpläne entschlackt sowie das aktuelle und kommende Schuljahr „zusammen gedacht“ werden.

Bereits am Mittwochmorgen hatte das Ministerium mitgeteilt, dass die Abiturienten dieses Jahr vor den Abiprüfungen keine Klausuren mehr schreiben und keine mündlichen Noten mehr liefern müssten. Piazolo sagte, die Noten für das zweite Kurshalbjahr der 12. Klasse würden aus bisher geschriebenen Klausuren und einer Hochrechnung von Noten aus der 11. und 12. Klasse ermittelt. Dabei werde die für die Schüler jeweils günstigere Berechnungsvariante herangezogen. 

Die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern, der Landesschülerrat und der Bayerischen Philologenverbandes begrüßten diese Regelung.

Corona in Bayern: Pauschale Erstattung der Kita-Beiträge für drei Monate 

Update: 22. April, 12.04 Uhr: Die bayerische Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung haben sich auf die Beitragsentlastung für Eltern in den kommenden drei Monaten in der Corona-Krise verständigt. 

„Die Träger werden pauschal entlastet, gestaffelt nach Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege“, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München. Im Gegenzug würden dann die Beiträge für die Monate Mai, Juni und Juli bei den Eltern nicht erhoben. Dies gelte aber nur für die Eltern, die in den jeweiligen Monaten keine Notbetreuung nutzten.

Darüber hinaus werde derzeit an einem Konzept gearbeitet wie die Kinderbetreuung schrittweise weiter geöffnet werden könne. „Ich lasse mich dazu von einem Expertengremium aus Ärztinnen und Ärzten, Pädagogen, Psychologen beraten“, sagte Trautner.

Diskutiert würden dabei auch Fragen von Mundschutz, Gruppengrößen und dem Einsatz von Risikogruppen - also etwa älteren Betreuern.

Corona in Bayern: Kein Präsenzunterricht für kranke Schüler und Lehrer über 60

Update: 22. April, 11.54 Uhr: Schüler und Lehrer mit Vorerkrankungen sowie Lehrkräfte über 60 Jahren müssen trotz der schrittweisen Öffnung der Schulen dort zunächst nicht am Unterricht teilnehmen.

 „Es gibt Risikogruppen, besonders gefährdete Menschen, sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in München. „Da ist selbstverständlich die Teilnahme am Präsenzunterricht bei einem entsprechend fachärztlichem Attest nicht notwendig.“

Dies gelte auch für schwangere Lehrerinnen. Grundsätzlich seien alle Lehrkräfte wie bisher im Dienst, entweder in der Schule oder für das Lernen zu Hause, betonte Piazolo

Die Über-60-Jährigen könnten auf freiwilliger Basis vor den wegen des Abstandsgebots verkleinerten Klassen lehren. Wie lange die Regelung für die ältesten Lehrkräfte gelte, sei noch unklar, erläuterte Piazolo. Er gehe aber nicht davon aus, dass das nächste Schuljahr unter völlig normalen Umständen starten werde.

Corona in Deutschland: Erste klinische Studie zu Corona-Impfstoff zugelassen

Update: 22. April, 11.40 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. 

Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.

„Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen Covid-19 für die Bevölkerung in Deutschland und darüber hinaus“, teilte das PEI mit. Die Genehmigung sei das Ergebnis einer sorgfältigen Bewertung des potenziellen Nutzen-Risiko-Profils des Impfstoffkandidaten.

Corona in Bayern: Keine baldige Normalisierung des Schulbetriebs

Update: 22. April, 11.15 Uhr: Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat Eltern, Schülern und Lehrern die Hoffnung auf eine baldige Normalisierung des Schulbetriebs genommen. „Es gibt im Moment und auf absehbare Zeit keine Normalität an unseren Schulen“, sagte Piazolo am Mittwoch in München bei einer Pressekonferenz. 

Für die allermeisten Schüler werde auch nach dem 27. April weiterhin die Beschulung zu Hause Alltag sein. „Das ist keine leichte Entscheidung, das ist uns sehr wohl bewusst“, erläuterte Piazolo. Er wisse, dass viele Eltern derzeit leiden unter der Situation und auch an „ihre Grenzen stoßen“.

Piazolo sagte weiter, Lernen zu Hause sei kein Ersatzunterricht und die Eltern seien auch keine Ersatzlehrer. Das, was in den letzten Wochen geleistet worden sei von allen Beteiligten der Schulfamilie sei großartig, erläuterte der Minister. 

Während vor den Ferien beim Homeschooling vor allem das Wiederholen im Mittelpunkt gestanden habe, müsse nun auch neues Basiswissen vermittelt werden. Diese Lernangebote sollten altersangemessen sein und auch eine Tagesstruktur für die Kinder und Jugendlichen schaffen. Es sollten „Grundlagen geschaffen werden für eine Wiederaufnahme des Unterrichts“ in der Zukunft.

Konkrete Daten oder Fahrpläne wollte Piazolo nicht nennen. Man arbeite an Plänen, wie man einen Schulbetrieb „räumlich und zeitlich schichten kann“. Zeitpläne könne er aber aktuell „nicht offenlegen“, weil diese Zeitpläne weiterhin vor allem nach dem Infektionsgeschehen gestaltet werden müssten. „Auf Sicht fahren“ sei weiterhin nötig.

Corona in München: Keine Noten für Abiturienten vor den Prüfungen mehr

Update: 22. April, 10.04 Uhr: Die Abiturienten des Jahrgangs 2020 müssen vor den Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben und keine mündlichen Noten mehr liefern. 

Wie Kultusminister Michael Piazolo am Mittwoch mitteilte, würden die Noten für das zweite Kurshalbjahr der 12. Klasse aus den bisher geschriebenen Klausuren und einer Hochrechnung der bisherigen Ergebnissen der 11. und 12. Klasse berechnet. Dabei werde die für die Schülerinnen und Schüler günstigere Berechnungsvariante genommen. Das Ministerium nennt dies „Günstigerregelung“.

Zufrieden ist mit der Lösung auch die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern. Sie sei „absolut schülerfreundlich“, so die Vorsitzende Susanne Arndt. „Ein guter Weg, auch wenn das natürlich eine gewisse Mehrbelastung für die Lehrkräfte bedeutet“, sagte sie laut einer Mitteilung des Ministeriums. 

Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher für die bayerischen Gymnasien im Landesschülerrat, sprach von einer „situationsgerechten Kompromisslösung“ als Grundlage für ein faires Abitur

Der Landesvorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl, erklärte, nach mehr als fünf Wochen ohne regulären Unterricht müsse der Blick nach vorne gerichtet werden und nicht auf fehlende Leistungsnachweise. „Unser gemeinsames Ziel ist ein angemessenes, faires und vergleichbares Abitur.“

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Entwicklung der Infektionen in München

In München wurden am Dienstag, 21. April (Stand 13.30 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.263 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 3.430 Personen, die bereits genesen sind, 744 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 108 Todesfälle

Am Dienstag vergangener Woche (14.4.) waren es 102 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.717). 

Corona in München: Gesundheitsministerin Huml ruft auf, Mundschutz sofort zu tragen

Update: 21. April, 16.07: Beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr sollten die Menschen in Bayern am besten ab sofort eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dazu hat Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München aufgerufen. 

Wegen der Corona-Pandemie sollten die Bürger in Supermärkten sowie in Bahnen und Bussen möglichst heute schon den Schutz tragen. Die sogenannte Maskenpflicht gilt zwar erst ab kommendem Montag (27. April), aber es sei „schon jetzt wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung zu schützen“, sagte Huml laut Mitteilung.

Eine Alltags- beziehungsweise Community-Maske oder ein Schal vor Mund und Nase könne in bestimmten Situationen ein zusätzlicher Baustein sein, sagte die Ministerin. Dennoch sollte auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen geachtet werden. Zudem bleibe es bei den üblichen Hygieneregeln wie Händewaschen.

Die Maskenpflicht gilt ab Montag (27. April) für Personen ab dem siebten Lebensjahr beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr inklusive der Bahnhöfe und Haltestellen.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung muss dann auch das Personal von Geschäften tragen, die - wie etwa Supermärkte und Apotheken - bereits jetzt oder ab dem 27. April geöffnet haben dürfen. Seit Montag dürfen in Bayern Bau- und Gartenmärkte sowie Gärtnereien wieder öffnen. Ab 27. April folgen Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sowie alle Einzelhandelsgeschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern.

Corona in München: Bayerns Krankenhäuser sollen wieder in Regelbetrieb übergehen 

Update: 21. April, 14.57 Uhr: Wegen des sich inzwischen langsamer ausbreitenden Coronavirus sollen in Bayern die hochgefahrenen Kapazitäten der Krankenhäuser schrittweise wieder in den Normalbetrieb übergehen. „Die deutlich gebremste Verbreitung des Coronavirus ermöglicht es nun, in den Einrichtungen schrittweise in den Regelbetrieb zurückzukehren“, teilte die Staatskanzlei am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts im München mit. 

Die Staatskanzlei betonte jedoch, dass bei wieder schnell steigenden Infektionszahlen die Strukturen in den Kliniken jederzeit angepasst werden könnten. 

Um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, waren im Freistaat wie im übrigen Bundesgebiet die Behandlungskapazitäten in kürzester Zeit hochgefahren worden. Dazu zählte etwa die Ausweitung von Intensivbetten, die technische Ausrüstung und die Verschiebung nicht dringender Operationen.

Der Stufenplan sieht vor, Krankenhäusern, Kliniken und Reha-Einrichtungen nach genauem Abwägen wieder eine (teilweise) Tätigkeit in der ursprünglichen Versorgung zu gestatten. Somit sind auch wieder Behandlungsperspektiven für Menschen mit nicht lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen möglich.

Corona in München: Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab 7 Jahren gelten 

Update: 21. April, 13.07 Uhr: Die Maskenpflicht in Bayern soll für Kinder ab 7 Jahren gelten. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. Von kommendem Montag an gibt es im Freistaat in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine Pflicht, Mund und Nase zu verhüllen. Dies kann per Maske oder auch nur mit einem Schal oder Halstuch erfolgen. Ziel ist es, die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus weiter zu reduzieren.

Die bayerische Staatsregierung war in der Frage zunächst anderer Meinung und hatte nur ein Maskengebot auf freiwilliger Ebene angeregt. Am Wochenende waren dann aber die Freien Wähler vorgeprescht und hatten sich für eine Verpflichtung ausgesprochen.

Corona in München: Schutzmasken aus China erreichenden Münchner Flughafen

Update: 21. April, 12.57 Uhr: Zur Bewältigung der Corona-Krise kommen derzeit zweimal täglich Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A350 aus China am Münchner Flughafen an, um Schutzmaterial zu liefern. 

Am Airport landen täglich zwei Lufthansa Airbus A350 mit Schutzausrüstung aus China.

Mit den täglichen Sondertransporten aus Peking und Shanghai kommen vor allem die dringend benötigten Schutzmasken in der bayerischen Landeshauptstadt an. 

Das Frachtgut wird anschließend durch von der Bundesregierung beauftrage Speditionen zu seinem finalen Bestimmungsort befördert.  Die täglichen Frachttransporte mit den Passagierjets sollen noch mindestens bis Mitte Mai fortgesetzt werden.

Corona in München: Bayerisches Gastgewerbe ruft nach Rettungsfonds

Update: 21. April, 12.26 Uhr:  Für das ohnehin schwer gebeutelte bayerische Gastgewerbe ist die Absage des Oktoberfests eine neue Hiobsbotschaft. Verbandsgeschäftsführer Thomas Geppert sagte am Dienstag, die Entscheidung „darf nicht zum Totalschaden des Gastgewerbes führen, die Branche braucht den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds.“

Die Absage sei „nicht nur für die Stadt, sondern weit darüber hinaus ein riesiger Verlust“. Aufgrund der wirtschaftlichen Verflochtenheit würden „weite Teile der Wirtschaft diesen Verlust deutlich spüren“.

Das Oktoberfest bedeutet für die Münchner Wirtschaft gut 1,2 Milliarden Euro an Einnahmen, davon eine halbe Milliarde für die Hotels und Pensionen.

Weil auch andere Feste in Bayern schon abgesagt wurden, brauche das Gastgewerbe jetzt „den reduzierten Umsatzsteuersatz mehr denn je sowie einen Rettungsfonds, sonst werden weite Teile des Gastgewerbes diese Krise nicht überstehen“, sagte der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes und warnte: „Damit würde die Branche als Grundvoraussetzung für die Leitökonomie Tourismus, aber auch als der regionale Wirtschaftsmotor schlechthin, auf Dauer wegfallen.“

Praktisch jedes bayerische Hotel und Gasthaus ist nach Angaben des Verbandes durch die Corona-Krise inzwischen in Existenznot. Die 40 000 Betriebe beschäftigen 447 000 Menschen.

Corona in München: Söder und Reiter sagen Oktoberfest 2020 wegen Corona ab

Update. 21. April, 09.30 Uhr: Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Das gaben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Dienstag bekannt.

Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, nehmen an einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei teil. Auf der Pressekonferenz wurde mitgeteilt, dass das Oktoberfest 2020 aufgrund der akutellen Corona-Krise abgesagt werden muss. 

Söder sagte in München, er sei mit dem Oberbürgermeister Dieter Reiter übereingekommen, dass das Risiko zur Durchführung der Wiesn in diesem Jahr "schlicht und einfach zu groß ist". Gerade bei großen Festen brauche es wegen der großen Ansteckungsgefahr größte Sensibilität.

Kein Oktoberfest 2020 - Ministerpräsident Söder und OB Reiter sagen Wiesn wegen Corona ab.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen, Todesfälle und Genesungen

In München wurden am heutigen Montag, 20. April (Stand 13.30 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.211 Infektionen gemeldet.

 In dieser Zahl enthalten sind 3.236 Personen, die bereits genesen sind, 717 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 105 Todesfälle

Am Montag vergangener Woche (13.4.) waren es 156 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.615).

Corona in München: Krankschreibungen am Telefon weiterhin möglich

Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA), Josef Hecken, am Montag mit. 

Der Bundesausschuss, der mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt ist, werde sich im Laufe des Tages erneut mit dem Thema befassen und mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ eine Verlängerung der Regelung bis zum 4. Mai 2020 beschließen. Ärzte könnten „im Vorgriff auf diese Entscheidung“ weiterhin aufgrund telefonischer Anamnese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.

Ärzte können Patienten am Telefon krankschreiben

Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung soll demnach auf eine Woche begrenzt werden und könne „bei fortdauernder Erkrankung“ einmal verlängert werden. „Alle Verantwortlichen müssen derzeit tagesaktuell und auf unsicherer Erkenntnislage neu abwägen und entscheiden, wie eine schrittweise Herstellung des regulären Medizinbetriebes unter Wahrung des gebotenen Infektionsschutzes möglich ist“, sagte Hecken.

Am 20. März hatte der G-BA die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung eingeführt. Bei einer Sitzung am vergangenen Freitag wurde sie nicht mehr verlängert - gegen die Stimmen von Medizinern und Krankenhäusern. Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das massiv kritisiert. Arbeitgeber hatten die Entscheidung begrüßt.

Corona in München: Bayerische Universitäten bieten Online-Angebot fürs Semester an

Update. 20. April, 15.34 Uhr: Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise sollen an den bayerischen Hochschulen die allermeisten Lehrveranstaltungen stattfinden. Am Montag startete der Vorlesungsbetrieb an den Universitäten und an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften für die rund 350 000 Studenten ausschließlich per Online-Angebot. 

Viele Hochschulen im Freistaat hätten mitgeteilt, dass der weit überwiegende Teil der Lehrinhalte auch über das Internet angeboten werden könne, erklärte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums in München. „Viele Hochschulen sprechen inzwischen von über 90 Prozent - abhängig vom Lehrangebot.“

Unis in Bayern bleiben wegen Corona leer und setzten auf Online-Angebot

Vorläufig findet an den Unis grundsätzlich keine Präsenzlehre statt. Wann sich das wieder ändert, ist derzeit noch unklar. Für wichtige Lehrveranstaltungen mit praktischem Bezug, die nicht online angeboten werden können, werden derzeit Konzepte erarbeitet. 

„Die Hochschulen erstellen derzeit in Abstimmung mit dem Wissenschaftsministerium Konzepte für Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die es ermöglichen sollen, in eng begrenzten Fällen Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- beziehungsweise Arbeitsräume erfordern, durchzuführen“, sagte die Sprecherin. Auch die Abnahme von Prüfungen sei im Präsenzbetrieb nur unter diesen besonderen Maßnahmen möglich.

LMU will reguläres Semester trotz Corona ermöglichen

An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München, die mit etwa 50 000 Studenten zu den größten Unis Deutschlands zählt, wird insbesondere für die praktischen Veranstaltungen in der Human-, in der Zahn- und der Tiermedizin nach Lösungen gesucht, um die Veranstaltungen trotz der Einschränkungen anbieten zu können. 

An der LMU waren im Sommersemester rund 8000 Lehrveranstaltungen geplant. „Wir werden nicht für alle Präsenzveranstaltungen eine digitale Alternative finden können, aber wir sind bestrebt, möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu geben, ein reguläres Semester zu absolvieren und ihre Leistungen zu erbringen“, erklärte Professor Oliver Jahraus, Vizepräsident für Studium und Lehre.

Corona in München: 500-Millionen-Euro für Rehakliniken, Sportvereine und Eltern

Update. 20. April, 14.07 Uhr:  Bayern justiert seine Finanzhilfen im Zuge der Corona-Pandemie erneut nach: Ministerpräsident Markus Söder kündigte am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag an, erneut einen „Topf“ über 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. 

Das Geld solle jenen helfen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten. Die Koalition sei sich hier einig und das Kabinett werde dies schon am Dienstag beschließen.

500 Millionen Euro Fördertopf für Kliniken, Vereine und Eltern

Konkret helfen solle das Geld etwa Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Betten zur medizinischen Versorgung von Patienten zu Verfügung gestellt hätten. Von der Bundesregierung gebe es zwar schon einen Ausgleich, trotzdem wolle die Staatsregierung „50 Euro pro Bett und Tag drauflegen“, sagte Söder. 

Sollten außerdem die Mutter-Kind-Einrichtungen vom Bund nicht ausgeglichen werden, werde der Freistaat in ähnlicher Weise einspringen, sagte er. 

Auch für Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke soll es Hilfen geben. Gleiches gelte für Sportvereine und Sportstätten - die Sport-Pauschale zur Abdeckung von Einnahmeausfällen werde verdoppelt.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. 

Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Bisher müssen viele Eltern aber dennoch weiterhin die Gebühren für die Einrichtungen zahlen.

Corona in München: Reger Betrieb in Bau- und Gartenmärkten

Update. 20. April, 13.23 Uhr: In den Bau- und Gartenmärkte in Bayern herrscht nach der Öffnung laut Handelsverband reger Betrieb. Der von manchen befürchtete Massenansturm sei aber ausgeblieben. „Es waren mehr Leute da, aber es ist alles gesittet abgelaufen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Bernd Ohlmann am Montag.

Nur vereinzelt seien Kunden schon vor Öffnung am Morgen angestanden. Die Märkte hätten sich mit Hygiene- und Schutzkonzepten vorbereitet, fast alle hätten Sicherheitsmitarbeiter am Eingang. Alle hätten Masken für die Mitarbeiter und Schutzschilde an den Kassen.

Ein durchschnittlicher, 10 000 Quadratmeter großer Bau- und Gartenmarkt dürfte laut Verordnung bei 20 Quadratmetern je Kunde 500 Menschen einlassen. „Aber das macht keiner“, sagte Ohlmann. Je nach Markt seien die Parkplätze am Vormittag zu einem Viertel oder zur Hälfte leer gewesen.

Jürgen Alsdorf, Marktleiter des 10 000 Quadratmeter großen Hagebaumarkts München-Sendling, sagte am Mittag: „Wir haben heute schon den vierfachen Umsatz.“ Aber alles laufe sehr anständig. „Deutlich mehr Menschen tragen Masken, und die Leute halten sich mehr und mehr an die Abstandsregeln.“ Auch größere Umwege zu den getrennten Ein- und Ausgängen würden ohne große Diskussionen akzeptiert.

Corona in München: Söder hält Regierungserklärung zur Coronakrise - Eine Zusammenfassung

Update. 20. April, 11.57 Uhr: Als erstes westdeutsches Bundesland führt Bayern eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von der kommenden Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag. „Man nennt das im allgemein auch eine Maskenpflicht.“ Diese werde im gesamten öffentlichen Nahverkehr gelten und in allen Geschäften, die schon jetzt geöffnet haben. Dazu zählen auch Supermärkte.

Bayern ist damit nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das dritte Bundesland mit einer Maskenpflicht. In Sachsen muss seit Montag beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden, in Mecklenburg-Vorpommern vom 27. April an im Nahverkehr.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich das schwarz-orange Kabinett entsprechend der allgemeinen Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein „Mundschutzgebot“ geben soll. Es sollte demnach die dringende Empfehlung gelten, in Läden und im öffentlichen Nahverkehr Mundschutz zu tragen. Söder hatte in der anschließenden Pressekonferenz lediglich gesagt, sollte das nicht reichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht

Nun sagte Söder: „Appelle allein werden wahrscheinlich nicht die notwendige Sicherung sein.“ Deshalb habe man sich nun als erstes westdeutsches Bundesland zu diesem Schritt entschieden. Am Wochenende hatte der Landesvorstand der Freien Wähler dann eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr gefordert. Die Staatskanzlei hatte auf die Forderungen am Sonntag nicht reagiert - ein Sprecher war zu keiner Stellungnahme bereit.

Maskenpflicht in Bayern ab kommender Woche

Sollten einige Kommunen in Bayern schon in dieser Woche die Maskenpflicht anordnen wollen, sei dies auch möglich, sagte Söder. Dies sei bei regionalen Hotspots mit hohen Ansteckungszahlen durchaus sinnvoll. Als Beispiel nannte er das niederbayerische Straubing, hier soll die teilweise Maskenpflicht schon im Laufe dieser Woche eingeführt werden. Das sei ihm von der Kommune angekündigt worden.

Keine Kita-Gebühren während Corona 

Zudem kündigte Söder an, dass Eltern in Bayern zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Er finde, dass eine staatlich verordnete Schließung nicht zu einer finanziellen Belastung der Eltern führen dürfe, argumentierte er.

Corona-Infektionen verdoppeln sich alle 34 Tage

Grundsätzlich sei Bayern in der seit Wochen andauernden Pandemie auf einem guten Weg, betonte Söder, dennoch müsse allen klar sein, dass noch nicht einmal die Halbzeit der Krise erreicht sei. Derzeit würden sich die Corona-Infektionen in Bayern rechnerisch nur noch alle 34 Tage verdoppeln. Der Freistaat liege inzwischen bei den „wesentlichen Kennzahlen zum Teil unter dem Bundesdurchschnitt“, obwohl Bayern wegen seiner Nähe zu Italien und Österreich besonders betroffen war.

„In anderen Ländern herrschen schlimme Zustände“, betonte Söder. „Zum Glück sind wir bisher besser davongekommen.“ Gleichwohl sei er immer noch besorgt, was die Entwicklung in der Corona-Pandemie angehe. „In vier Wochen haben wir als Land viel bewegt.“

Kirche und Demonstrationen während Corona-Krise sollen mehr Möglichkeiten bekommen

Trotz der Corona-Krise soll es laut Söder künftig auch in Bayern wieder mehr Möglichkeiten für Demonstrationen geben. Er habe den Innenminister gebeten, in dieser Woche noch einen Vorschlag zu machen, der eine Struktur für die nächsten Wochen legen könne, sagte der CSU-Chef. Denkbar sei die Erlaubnis von Versammlungen von bis zu 20 Personen. Es sei wichtig, schnell zu belastbaren Ergebnissen zu kommen, da Grundrechte auch in der Corona-Krise gelten.

Auch bei Gottesdiensten deutete Söder eine Lockerung an. Ab 3. Mai seien Treffen von Glaubensgemeinschaften unter strengen Auflagen vorstellbar, sagte er. Das geltende Verbot dürfe kein Dauerzustand bleiben. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten. „Wir brauchen auch für den gesamten Ramadan eine Lösung.“

Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebote zum Infektionsschutz war das Demonstrationsrecht in den vergangenen Wochen ausgesetzt. Wegen jüngst rückläufiger Ansteckungszahlen in Bayern hatte die Staatsregierung mit Beginn dieser Woche begonnen, einige Maßnahmen zu lockern - unter anderem dürfen seit diesem Montag wieder Baumärkte in Bayern öffnen.

Corona-Rettungsschirm soll nachgebessert werden

Nach der Kritik von Bayerns Oberstem Rechnungshof (ORH) am Corona-Rettungsschirm der Staatsregierung kündigte Söder in seiner Rede Nachbesserungen an: Für den im Fokus der Kritik stehenden Bayern-Fonds werde es nun eine engere Kontrollmöglichkeit durch den Landtag geben. Es brauche ein parlamentarisches Begleitgremium, da der Bayern-Fonds die Unterstützung des Landtags brauche.

Konkret hatten Bayerns oberste Finanzkontrolleure kritisiert, dass die zur Finanzierung des Bayern-Fonds erforderliche Schuldenaufnahme in einem Extrahaushalt erfolgt und nicht direkt im Staatshaushalt. „Wenn aber staatliche Aufgaben aus dem Kernhaushalt in Extrahaushalte ausgelagert werden, wird die Transparenz der Haushaltsführung und der Staatsverschuldung eingeschränkt, weswegen Extrahaushalte auch als Schattenhaushalte bezeichnet werden“, heißt es im ORH-Bericht.

Bayern nimmt Corona-Patienten aus Frankreich und Italien auf

Da es in den Kliniken noch Kapazitäten in der Intensivmedizin gebe, will der Freistaat zudem erneut schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Frankreich und Italien aufnehmen. „Wir werden für weitere 20 Betten die Möglichkeit schaffen zu helfen“, sagte Söder. Der Freistaat hatte in den vergangenen Wochen bereits Franzosen und Italiener zur medizinischen Betreuung nach Bayern geholt.

Corona-Hilfe für Künstler

Auch die rund 30 000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind, sollen künftig mehr Hilfen bekommen - Söder sagte zu, dass sie monatlich 1000 Euro bekommen sollen. Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, „die durch jedes Raster fällt“, sagte Söder.

Corona in München: Bayern zahlt in Corona-Krise Künstlern Hilfen von 1000 Euro pro Monat 

Update: 20. April, 11.21 Uhr:  Bayern will in der Corona-Krise den Künstlern im Land monatlich mit 1000 Euro finanziell unter die Arme greifen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. 

Während kulturelle Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, „die durch jedes Raster fällt“. Die rund 30 000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher monatlich 1000 Euro bekommen.

Corona in München: Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein 

Update: 20. April, 11.01 Uhr: Nun also doch: Nach einigem Hin und Her soll auch in Bayern in Kürze eine Maskenpflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen gelten. Noch vor Kurzem hatte Markus Söder öffentlich eine andere Linie vertreten.

Von kommende Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz, Alltagsmasken oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. „Man nennt das im allgemein auch eine Maskenpflicht.“ Diese werde im gesamten öffentlichen Nahverkehr gelten und in allen Geschäften, die schon jetzt geöffnet haben. Dazu zählen unter anderem auch Supermärkte.

Bayern ist damit nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern das dritte Bundesland mit einer Maskenpflicht. In Sachsen muss seit Montag beim Einkauf und im Nahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz oder Schal getragen werden, in Mecklenburg-Vorpommern vom 27. April an im Nahverkehr.

Bayern führt Maskenpflicht ein

Noch am vergangenen Donnerstag hatte sich das schwarz-orange Kabinett entsprechend der allgemeinen Bund-Länder-Linie darauf verständigt, dass es keine generelle Maskenpflicht, sondern ein „Mundschutzgebot“ geben soll. Es sollte demnach die dringende Empfehlung gelten, in Läden und im öffentlichen Nahverkehr Mundschutz zu tragen. Söder hatte in der anschließenden Pressekonferenz lediglich gesagt, sollte das nicht reichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“.

Nun sagte Söder: „Appelle allein werden wahrscheinlich nicht die notwendige Sicherung sein.“ Deshalb habe man sich nun als erstes westdeutsches Bundesland zu diesem Schritt entschieden.

Am Wochenende hatte der Landesvorstand der Freien Wähler dann eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr gefordert. Die Staatskanzlei hatte auf die Forderungen am Sonntag nicht reagiert - ein Sprecher war zu keiner Stellungnahme bereit.

Corona in München: Eltern müssen für drei Monate keine Kita-Gebühren bezahlen

Update: 20. April, 10.50 Uhr: Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag an.

Corona in München: Söder sieht trotz Corona-Krise mehr Spielräume für Demonstrationen 

Update: 20. April, 10.48 Uhr:Trotz der Corona-Krise soll es künftig auch in Bayern wieder mehr Möglichkeiten für Demonstrationen geben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. 

Er habe den Innenminister gebeten, in dieser Woche noch einen Vorschlag zu machen, der eine Struktur für die nächsten Wochen legen könne, sagte der CSU-Chef. Denkbar sei die Erlaubnis von Versammlungen von bis zu 20 Personen. Es sei wichtig, schnell zu belastbaren Ergebnissen zu kommen, da Grundrechte auch in der Corona-Krise gelten.

Auch bei Gottesdiensten deutete Söder eine Lockerung an 

Ab 3. Mai seien Treffen von Glaubensgemeinschaften unter strengen Auflagen vorstellbar, sagte er. Das geltende Verbot dürfe kein Dauerzustand bleiben. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten. „Wir brauchen auch für den gesamten Ramadan eine Lösung.“

Wegen der strengen Ausgangsbeschränkungen und Abstandsgebote zum Infektionsschutz war das Demonstrationsrecht in den vergangenen Wochen ausgesetzt. Wegen jüngst rückläufiger Ansteckungszahlen in Bayern hatte die Staatsregierung mit Beginn dieser Woche begonnen, einige Maßnahmen zu lockern - unter anderem dürfen seit diesem Montag wieder Baumärkte in Bayern öffnen.

Corona in München: Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein 

In Bayern gilt ab der kommenden Woche in allen Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine Maskenpflicht. Bayern sei damit das erste Bundesland in Westdeutschland, das diese Pflicht gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus einführe, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München in einer Regierungserklärung. Es gehe darum, dass Mund und Nase bedeckt seien - "auch ein Schal ist ausreichend".

Söder sagte, sein Zwischenfazit der Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus sei "verhalten positiv". Dennoch dürfe es keine Ungeduld geben - "die Entwicklung ist zerbrechlich". Es werde "nicht so schnell ein normales Leben geben", sagte Söder.

Corona in München: Bayern nimmt erneut Corona-Patienten aus Italien und Frankreich auf  

Update: 20. April, 10.29 Uhr: Der Freistaat Bayern will erneut schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Frankreich und Italien aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. 

„Wir werden für weitere 20 Betten die Möglichkeit schaffen zu helfen“, sagte der CSU-Chef. Der Freistaat hatte in den vergangenen Wochen bereits Franzosen und Italiener zur medizinischen Betreuung nach Bayern geholt. In Bayern stehen in den Kliniken derzeit noch viele Intensivkapazitäten für Covid-19-Patienten zur Verfügung.

Corona in München: Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich alle 34 Tage

Update: 20. April, 10.25 Uhr: Die Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich zum Start der Woche rechnerisch nur noch alle 34 Tage. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München mit. 

Der Freistaat liege inzwischen bei den „wesentlichen Kennzahlen heute zum Teil unter dem Bundesdurchschnitt“, obwohl Bayern wegen seiner Nähe zu Italien und Österreich besonders betroffen war.

„In anderen Ländern herrschen schlimme Zustände“, betonte Söder. „Zum Glück sind wir bisher besser davongekommen.“ Gleichwohl sei er immer noch besorgt, was die Entwicklung in der Corona-Pandemie angehe. „In vier Wochen haben wir als Land viel bewegt.“

Corona in München: Zweite Regierungserklärung zu Corona von Söder

Update: 20. April, 09.57 Uhr. Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10.00 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen. Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab diesem Montag geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen. 

Faceboko

Unter anderem ist es ab dem 20. April in Bayern wieder erlaubt, sich auch mit einer Person zu treffen, mit der man nicht in einem Haushalt lebt. Auch dürfen Baumärkte und Gärtnereien wieder öffnen. Und für den 27. April ist unter anderem die schrittweise Öffnung der Schulen für Abschlussklassen geplant.

Ab dem 20.04.2020 dürfen Bau- und Gartenmärkte in Bayern wieder öffnen. Andere Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen erst in einer Woche öffnen. 

Corona-Lockerungen in Bayern langsamer als in anderen Bundesländern

Der Freistaat geht damit bei der Abkehr der Corona-Beschränkungen langsamer vor, als die restlichen Bundesländer. Söder begründete dies mehrfach mit der besonderen Lage, in der Bayern in der aktuellen Krise stecke. In keinem anderen Bundesland sind mehr Infektionen und auch mehr Todesfälle aufgrund von Sars-CoV-2 bekannt.

Nach der Regierungserklärung stehen im Plenum auch noch Beratungen zum Nachtragshaushalt sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung während der Corona-Pandemie an. Der zweite Nachtragshaushalt in wenigen Wochen ist notwendig, da der Freistaat seine Finanzhilfen für die Wirtschaft deutlich erhöhen will. In Summe sieht der Rettungsschirm ein Volumen von 60 Milliarden Euro vor.

Dabei dürfte auch die jüngste Kritik des Obersten Rechnungshofes zur Sprache kommen. Die Behörde hatte unter anderem moniert, dass zur Finanzierung des im Rettungsschirm geplanten Bayern-Fonds Schulden in einem Extrahaushalt aufgenommen werden sollen und nicht direkt im Staatshaushalt. Ein solcher Schattenhaushalt entziehe sich der wichtigen parlamentarischen Kontrolle.

Coronavirus: Aktuelle Fallzahlen für München, Bayern und Deutschland

UPDATE 19. April, 17 Uhr: In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mehr als 141 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 139 900 Infektionen). 

Mindestens 4400 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 4249). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben in Deutschland rund 88.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 37.700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1271 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnetBayern mit einem Wert von 289,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 170,7. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

In München wurden am Sonntag, 19. April (Stand 13.30 Uhr), 58 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5159 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 3.044 Personen, die bereits geheilt sind, 699 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 99 Todesfälle. Am Sonntag vergangener Woche (12.4.) waren es 107 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.459).

Corona in München und Bayern: Freie Wähler wollen nun doch Mundschutzpflicht - und stellen weitere Forderungen

UPDATE 19. April 12.45 Uhr: In Abweichung von der gemeinsamen Koalitionslinie mit der CSU fordern die Freien Wähler eine rasche Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Das soll eine Öffnung auch von größeren Geschäften „zeitnah ab dem 4. Mai“ ermöglichen. 

Zudem verlangen die Freien Wähler unter WirtschaftsministerHubert Aiwanger als Vorsitzendem, dass auch Gaststätten schrittweise öffnen dürfen, „beginnend noch im Mai“. 

Man fordere „eine sofortige Anpassung der Corona-Strategie in Bayern“, teilten die Freien Wähler nach einem entsprechenden Beschluss des Landesvorstands am Wochenende mit.

Corona in München und Bayern: Kriminalität im Freistaat geht wegen der Corona-Beschränkungen zurück

UPDATE 19. April, 11.30 Uhr: Im Zuge der Corona-Epidemie ist die Kriminalität in Bayern zurückgegangen. Das ergibt eine Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA). 

Demnach wurden bei der Polizei nicht nur weniger Einbrüche, Ladendiebstähle und Körperverletzungen gemeldet, sondern auch die Zahl der Anzeigen wegen Betrugs und Sexualtaten ging zurück, wie das Innenministerium in München am Sonntag auf Anfrage mitteilte. 

„Der „Corona-Effekt“ auf die Kriminalität ist hier zum Teil deutlich sichtbar“, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Einen Rückgang erwartet der Innenminister auch bei den Verkehrsunfällen, da derzeit weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind als üblich.

Das Ministerium meldete keine konkreten Fallzahlen, sondern eine Auswertung der internen „Vorgangsverwaltung“ der Polizei. Verglichen wurde die Zahl der Strafanzeigen seit Jahresbeginn mit den Vorjahreswerten. Dabei zeigt sich, dass die Trendlinien bei den verschiedenen Delikten in diesem Jahr seit Ende Februar deutlich unter den Vergleichswerten des Jahres 2019 liegen.

Corona in München: Bayern übt Kritik, dass Krankschreibungen per Telefon ab Montag nicht mehr möglich sind

UPDATE 18. April, 18.45 Uhr: Gesundheitspolitiker und Verbraucherschützer üben massive Kritik daran, dass es ab Montag keine telefonischen Krankschreibungen bei Atemwegsbeschwerden mehr geben soll. 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml  (CSU) nannte den Schritt am Samstag „verfrüht“. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es wichtig, Infektionsrisiken  konsequent zu vermeiden, sagte sie am Samstag. Auch Vertreter anderer Parteien und Verbraucherschützer sprachen von einem Fehler und forderten, dass die Entscheidung zurückgenommen wird.

„Es ist zu befürchten, dass nun auch Covid-19-Patienten wieder in den Arztpraxen erscheinen und dadurch andere Menschen anstecken. Das muss verhindert werden“, sagte Huml. 

Sie forderte eine Verlängerung der Ausnahmeregelung. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hatte am Freitag beschlossen, diese auslaufen zu lassen. 

Betroffene Arbeitnehmer müssen sich demnach ab Montag wieder in der Praxis vorstellen. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hatte das begrüßt.

Coronavirus in München: Aktuelle Fallzahlen für Bayern und München sowie Regeln für Münchner Wertstoffhöfe

UPDATE 18. April, 14.45 Uhr: In Bayern sind inzwischen 37 254 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. 

Das sind 734 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg im selben Zeitraum um 62 auf insgesamt 1226. Die geschätzte Zahl der Genesenen betrug 20 880 Menschen.

In München wurden am heutigen Samstag, 18. April (Stand 13.30 Uhr), 87 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5101 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 2969 Personen, die bereits genesen sind, 685 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 94 Todesfälle.

Am Samstag vergangener Woche (11.4.) waren es 119 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4352).

Währenddessen bittet die Stadt München ihre Bürger, nicht gleich in der ersten Woche der Wertstoffhof-Öffnungen (wir berichteten) diese wegen jeder Art von Müll aufzusuchen.

Der AWM bittet dringend darum, dass anfangs nur Abfälle gebracht werden, die nicht mehr daheim zwischengelagert werden können.

Die konkreten Regelungen ab kommendem Montag gibt es unter www.awm-muenchen.de/index/wertstoffhoefe/wertstoffhoefe.html.

Coronavirus in München: Am Termin für Abitur wird festgehalten

UPDATE 18. April,  14.30 Uhr: Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will am coronabedingt verschobenen Start der Abiturprüfungen am 20. Mai nicht rütteln. 

Dafür gibt es nach seinen Worten aber bereits eine einvernehmliche Lösung, damit noch ausstehende

Klausuren

bis dahin nicht in der geplanten Form geschrieben werden müssen.

„Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel“, sagte Piazolo am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. „Deshalb sind wir intensiv mit dem Landesschülerrat in Kontakt und haben auch schon eine einvernehmliche, gute Lösung gefunden. 

Klar ist: Noch ausstehende Klausuren müssen nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden.“ Die genauen Details will Piazolo erst Anfang der neuen Woche bekanntgeben. „Aber Fakt ist: Wir werden den Schülern sehr weit entgegenkommen“, betonte er.

Der Landesschülerrat in Bayern distanzierte sich am Samstag zudem in einer Pressemitteilung, die Hallo München vorliegt von den Forderungen einzelner Bezirksschülersprecher, die diesjährigen gymnasialen Abiturprüfungen zu verschieben.

Corona in München: Markus Söder äußert sich zur Zukunft von Hotels und Gaststätten

UPDATE 18. April, 11.55 Uhr

: In einem Interview mit der

Passauer Neuen Presse

hat sich Ministerpräsident

Markus Söder

zur Zukunft von

Hotels

und

Gaststätten

geäußert. 

Zu den Aussichten für Gastronomie und Hotels sagte Söder, mit etwas Glück könnte es bereits zu Pfingsten eine bessere Perspektive für die Branche geben. „Zudem wollen wir beim Bund erreichen, dass die Mehrwertsteuer für den Bereich Hotels und Gastronomie auf sieben Prozent gesenkt werden soll.“

Corona in München: Obwohl das Oktoberfest auf der Kippe steht - Abzocke mit Wiesntischen

UPDATE 18. April, 11.15 Uhr: Das Oktoberfest steht wegen der Corona-Krise auf der Kippe. Trotzdem bieten Online-Portale Platzreservierungen in den Zelten an - oft für mehrere Tausend Euro pro Tisch. 

Noch haben die Verantwortlichen aber nichtmal entschieden, ob das größte Volksfest der Welt wegen der

Corona

-Pandemie abgesagt werden muss.

Inzwischen ist das Chefsache: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, er werde in den nächsten zwei Wochen darüber mit Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beraten. Beide machten den Münchnern zuletzt aber nicht viel Hoffnung.

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen, Infektionen und Tote

In München wurden am Freitag, 17. April (Stand 13.30 Uhr), 87 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.014 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 2.801 Personen, die bereits genesen sind, 666 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 87 Todesfälle

Corona in München: Verwaltungsgerichtshof hat Demo auf dem Marienplatz erlaubt

Update: 17. April, 14.38 Uhr:Auf dem Münchner Marienplatz hat eine im Vorfeld wegen des Infektionsschutzes umstrittene Versammlung unter dem Motto „Lesen für die Demokratie“ stattgefunden. Erst unmittelbar vor der Lesung am Freitag um 12.00 Uhr mit zwölf Beteiligten habe der Bayerische Verwaltungsgerichtshof eine Beschwerde der Stadt München zurückgewiesen, sagte ein Stadtsprecher. 

Teilnehmer der Kundgebung "Lesen für die Demokratie" sitzen auf dem Marienplatz und haben dabei ein Schild mit der Aufschrift "Mein gutes (Grund)Recht" aufgestellt. 

Das Kreisverwaltungsreferat hatte zuvor keine Sondergenehmigung für die Lesung erteilt - „nach Abwägung des Gesundheitsschutzes mit dem hohen Schutzgut der Versammlungsfreiheit“, hieß es in einer Mitteilung.

Initiatoren der Lesung waren die Ökologisch-Demokratische Partei München und der Landesverband der Initiative „Mehr Demokratie“. Unter Einhaltung des Mindestabstands kamen dann am Freitag schließlich die zwölf zuvor angemeldeten Teilnehmer auf dem Marienplatz zusammen, rund eine Viertelstunde lang wurden Artikel aus dem Grundgesetz vorgelesen. Die Polizei war vor Ort, die Lesung verlief aber friedlich und wurde nach etwa 15 Minuten wieder aufgelöst

Erst unmittelbar vor der Lesung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof eine Beschwerde der Stadt München wegen des Infektionsschutzes zurückgewiesen, so dass die Versammlung stattfinden konnte. 

Corona in München: Kürzere Sommerferien wegen Corona-Krise sind in Bayern kein Thema 

Update: 17. Aprill, 14.31 Uhr: Eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Pandemie ist für die bayerische Staatsregierung derzeit kein Thema. „Ich persönlich möchte an die Ferien nicht rangehen. Wichtig ist es, sich um die anliegenden Aufgaben zu kümmern und Eltern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dieser hatte in einem Interview kürzere Sommerferien ins Gespräch gebracht. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.

Corona in München: Corona-Warn-App kommt in Deutschland erst im Mai 

Update: 17. Aprill, 13.41 Uhr: Eigentlich sollte eine Smartphone-App, die Betroffene vor einer Corona-Infektion warnen soll, schon zum Ende der Osterfreien verfügbar sein. Bundesgesundheitsminister Spahn sagt nun, dass sich die Menschen in Deutschland noch gedulden müssen. „Aus heutiger Sicht sind es eher vier Wochen als zwei Wochen, bis wir tatsächlich dann eine haben, die auch alle Anforderungen voll erfüllt“, sagte der CDU-Politiker.

Spahn betonte, die App müsse drei unterschiedliche Anforderungen erfüllen: Datensicherheit, Datenschutz und den eigentlichen Zweck, nämlich die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen. „Es muss eine sichere App sein, weil es um sensible Daten geht, was Hacken, Zugriff von anderen und anderes angeht“, sagte der Minister. 

Beim epidemiologischen Konzept müssten Fragen geklärt werden, etwa welcher Abstand zwischen den Personen und welche Kontaktzeit maßgeblich seien. „Diese Parameter werden mit den drei zuständigen Behörden BSI für die Datensicherheit, das RKI für die Epidemiologie und der Datenschutzbeauftragte für den Datenschutz bearbeitet“.

Eine -- für Deutschland ist seit Wochen im Gespräch 

Sie baut auf dem Konzept des europäischen Konsortiums PEPP-PT auf. Dabei soll Bluetooth-Funktechnik verwendet werden. Die App kann die Infektion zwar nicht unterbinden, aber die Betroffenen schnell informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Die Nutzung soll freiwillig sein. 

Spahn betonte, mit der App könne man viel genauer erfassen, wen man die vergangenen 14 Tage getroffen habe, als sich lediglich an die Kontakte zu erinnern. Sie helfe auch bei der Benachrichtigung der Betroffenen.

„Es ist ganz ganz wichtig, dass wir, wenn jemand positiv getestet ist auf Corona, ganz schnell Kontakte nachverfolgen können der letzten Tage, informieren können und auch bitten können, auffordern können, zu Hause zu bleiben“, sagte Spahn zuvor im ARD-„Morgenmagazin“. „Das muss im Moment händisch gemacht werden, per Telefon, durch Aufsuchen durch die Gesundheitsämter. Und eine solche App könnte das natürlich deutlich erleichtern.“

Corona in München: Aktuelle Fallzahlen, Todesfälle und Genesung

In München wurden am Donnerstag, 16. April (Stand 13.30 Uhr), 107 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.927 Infektionen gemeldet. 

Am Donnerstag vergangener Woche (9.4.) waren es 120 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.123). 

In dieser Zahl enthalten sind 2.655 Personen, die bereits genesen sind, 630 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 78 Todesfälle

Corona in München: Mundschutz in Geschäften und ÖPNV als dringende Empfehlung

Das Tragen von Mundschutz in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln – nun eine „dringende Empfehlung“. „Sollte dieses Maskengebot nicht umgesetzt werden, erwägen wir eine Pflicht“, betont Ministerpräsident Markus Söder

Doch woher sollen die die bekommen? 

Dass Supermärkte wie in Österreich Masken an die Kunden verteilen oder verkaufen, sei derzeit nicht geplant, so eine Sprecherin der Unternehmensgruppe Aldi Süd. Und auch die Münchner Verkehrsgesellschaft sieht das als nicht leistbar: „Wir tun unser Bestes, um den Betrieb trotz der aktuellen Erschwernisse möglichst stabil aufrechtzuerhalten. Zusätzliche Ressourcen, etwa für Verteilungen, stehen ebenso wenig zur Verfügung wie Masken“, betont Sprecher Matthias Korte

Bleibt der Gang zur Apotheke: Doch da sind die Masken entweder nicht mehr vorrätig oder massiv teurer geworden. „Der Preis für einen Mundschutz hat sich vervierfacht, wenn es überhaupt reicht“, berichtet Gerhard Zitzmann, Leiter der Stachus-Apotheke. 

Große Münchner Textil-Firmen wie „Hirmer“ und „Daller Tracht“ ebenso wie kleine Maßschneidereien (Hallo berichtete) steigen in die Masken-Produktion ein – da beträgt die Wartezeit aber oft bis zu 14 Tagen. 

Sophia Oberhuber

Corona in München: Was für Regelungen gelten nach den Osterferien

Update: 16. April, 16.57 Uhr: Das Ende der Osterferien naht und damit treten auch neue Regelungen der Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise in Kraft. Bayern lockert die Verbote leicht. 

Was ändert sich jetzt? Ein Überblick:

Regelungen zur Ausgangsbeschränkung

Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen werden bis einschließlich 3. Mai verlängert. Mit einer Änderung: Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. 

Das sei besonders für Alleinstehende eine gute Möglichkeit, neben der Familie eine Kontaktperson zu haben, um sich zu bewegen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Regelungen für die Schule

Der Schulbetrieb soll in Stufen wieder aufgenommen werden. Das heißt, dass ab dem 27. April zunächst die Abschlussklassen wieder zurück an die Schulen dürfen - in kleineren Klassen und mit Mindestabstand. Frühestens am 11. Mai sollen dann diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. 

Für alle anderen Jahrgangsstufen einschließlich der Grundschulklassen bleiben die Schulen zunächst geschlossen.

Regelungen für den Einzelhandel 

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen ab dem 27. April wieder öffnen - wenn sie ein Hygienekonzept vorlegen können. Das betrifft laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gut 80 Prozent der Geschäfte in Bayern. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen.

 Hinzu kommt: Bau- und Gartenmärkte dürfen schon von diesem Montag (20. April) an wieder öffnen. 

Definitiv geschlossen bleiben allerdings etwa große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Mals. Söder rechtfertigte dies mit dem ansonsten drohenden Kundenverkehr und Menschen-Ballungen in den Innenstädten.

Regelungen für Masken

Es wird dringend empfohlen in der Öffentlichkeit einfache Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Gerade dort, wo die 1,5 Meter Mindestabstand nicht immer eingehalten werden können, etwa im öffentlichen Personennahverkehr oder in Geschäften, sollen die Masken getragen werden. 

Bei den oft selbstgenähten sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung - aber davor, andere womöglich zu infizieren.

Regelungen für Dienstleistungen

Ab dem 4. Mai gibt es in Bayern keinen Grund mehr für einen schlechten Haarschnitt: Insbesondere Friseure sollen ihre Salons dann wieder unter Auflagen öffnen dürfen. 

Auch hier gilt: Alles nur mit einem klaren Schutzkonzept - etwa durch das Tragen von Masken, ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten und klaren Abstandsregelungen

Das Friseurhandwerk hat dazu nach Angaben Söders schon eine Reihe von „guten Vorschlägen“ gemacht.

Regelungen für Gottesdienste

Mindestens bis Ende April werden keine Gottesdienste in Kirchen stattfinden. Danach könnte es aber eine Ausnahme für religiöse Versammlungen geben. Söder sagte: „Die einzige Veranstaltung, die wir ab Mai für möglich halten, sind Gottesdienste.“ 

Es sei wichtig, grundrechtlich geschützte Rechte der Religionsausübung wieder zu ermöglichen, sagte Söder. Final sei dies aber noch nicht entschieden.

Regelungen für Gaststätten

Schlecht sieht es weiterhin für Gaststätten und Biergärten aus: Im Gastrobereich gebe es keinen Schutz, es sei schwer, wirklich sinnvoll Abstand zu halten, meinte Söder. „Deswegen wird es auf absehbare Zeit dort keine Veränderungen geben können.“ 

Es gebe die leise Hoffnung, dass sich die Lage bis Pfingsten entspannen kann. „Dies ist aber nur eine Hoffnung und noch keine feststehende Aussicht.“

Regelungen für Urlaub und Tourismus

Auch für den Sommerurlaub im Ausland sieht Söder schwarz. Dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich sei, schätze er aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein. 

Das könnte jedoch bedeuten, dass die Gastronomie und Hotellerie - sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin weiter gelockert werden könnten - im Sommer davon profitieren könnten.

Corona in München: Entscheidung zum Oktoberfest noch für April angekündigt

Update: 16. April, 16.12 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt. Die Entscheidung der Ministerpräsidenten, dass es bis Ende August keine Großveranstaltungen geben kann, betreffe natürlich auch Volksfeste, sagte Reiter am Donnerstag. 

„Ich teile dabei die Skepsis von Ministerpräsident Söder, dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass das Oktoberfest, als größtes Volksfest der Welt, dieses Jahr stattfinden wird. Mit dem Ministerpräsidenten habe ich vereinbart, dass wir dazu noch im April eine Entscheidung treffen werden.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gesagt, er sei sehr skeptisch und könne sich kaum vorstellen, dass das Oktoberfest in diesem Jahr möglich sei. Die Wiesn sollte am 19. September beginnen und am 4. Oktober enden.

Corona in München: Elternverband fordert Leihgeräte für digitalen Unterricht 

Update: 16. April, 15.08 Uhr: Der bayerische Elternverband fordert mit Blick auf den digitalen Unterricht für jeden Schüler eine ausreichende technische Ausstattung ab nächster Woche. „Mit der Fortsetzung des Fernunterrichts nach den Osterferien drohen diejenigen Schüler weiter ins Hintertreffen zu geraten, die zu Hause kein digitales Endgerät wie Laptop oder Tablet haben“, teilte der schulartübergreifende Verband am Donnerstag mit.

 „Wir fordern die Schulen und Schulträger auf, diesen Schülern spätestens am ersten Schultag eines der mobilen Geräte zu leihen, die jetzt in den Schulen nicht benötigt werden“, sagte der Vorsitzende Martin Löwe.

Schließlich seien diese Geräte aus öffentlichen Mitteln für die Schüler angeschafft worden. „Es wäre sinnlos, sie in Zeiten des Bedarfs ungenutzt in den Schulen herumstehen zu lassen“, betonte Löwe. Wie viele Schüler entsprechende Geräte benötigten, sei unklar, sagte die stellvertretende Vorsitzende Henrike Paede. Eine entsprechende Online-Umfrage sei gerade wegen der fehlenden Ausstattung der Betroffenen wenig aussagekräftig.

„Das wird ein kleiner Anteil sein, aber einer, den man auch nicht vernachlässigen darf, denn das sind genau die Familien, in denen prekäre Verhältnisse herrschen, die bildungsfern sind, und deshalb ist das da umso wichtiger“, betonte Paede. Zusätzlich organisiert der Elternverband deshalb eine Börse für Tablet, Drucker & Co.

Corona in München: Präsenzunterricht vielleicht teils erst nach Sommerferien 

Durch die lediglich stufenweise Rückkehr in die Schulen haben manche Klassen im laufenden Schuljahr womöglich gar keinen Präsenzunterricht mehr. „Wir haben das Ziel, natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler die Schule in diesem Schuljahr noch sehen, aber das ist nicht zu garantieren“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München.

Selbst wenn der Unterricht vor Ort wieder stattfände, sei klar: „Es ist kein normaler Betrieb. Es ist nicht einfach Schule, wie es war, genau nach den Lehrplänen, genau die gleichen Gruppen.“

Man könne sich leicht ausrechnen, dass es „die ein oder andere logistische Herausforderung“ gebe, wenn die Regeln des Infektionsschutzes beibehalten werden sollten. Am 27. April starten zunächst die Abschlussklassen an den weiterführenden und den beruflichen Schulen, das sind etwa 14 Prozent aller Schüler.

Corona in München: Notbetreuung in Kitas wird ausgebaut 

Update: 16. April, 13.34 Uhr: Die Notbetreuung von Kindern in Bayern soll ab dem 27. April ausgebaut werden. Dann sollten auch Kinder etwa in Kindertagesstätten betreut werden, wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, sagte Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Donnerstag in München.

Ein Augenmerk liege auf erwerbstätigen Alleinerziehenden. Diese sollten ebenfalls wieder ihren Beruf aufnehmen können. Hier gebe es auch Absprachen mit dem Kultusministerium für Kinder im Grundschulalter. Auch schon bestehende Ausnahmen aus Gründen des Jugendschutzes würden fortgesetzt, sagte die Sozialministerin.

Die Eltern gingen mit den Angeboten der Notbetreuung bislang sehr verantwortungsvoll um, sagte Trautner weiter. Die Quote der betreuten Kinder liege bei knapp über zwei Prozent.

Kleine Kinder täten sich viel schwerer mit der Einhaltung von Hygienestandards, begründete die Ministerin die Verlängerung der Maßnahmen. Auch sei es in einer Kita schwerer, Abstand zu halten.

Sie berufe nun ein Expertengremium ein, das beraten soll, welche Maßnahmen mit Blick auf eine Kita-Öffnung infektionsschutzrechtlich möglich und nötig seien und was pädagogisch erforderlich sei. Die Krise habe bei manchen Kindern Spuren hinterlassen, die nicht verstünden, was die derzeitige Situation bedeute.

Corona in München: Coronavirus kommt langsam unter Kontrolle

Update: 16. April, 13.21 Uhr: Nach wochenlangen Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wichtige Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus, mahnt aber zu Geduld und Vorsicht. „Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, sagte er am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in München. Es gebe deshalb nun „Anlass zu vorsichtigem Optimismus“.

Söder betonte, es sei ein „zartes Pflänzchen“, das sich entwickle. Es sei nach wie vor Vorsicht geboten. Die bayerische Staatsregierung werde keine Experimente machen. „Wir wollen keine unkontrollierte Exit-Strategie, sondern ein kluges Abwägen.“ Der Ministerpräsident betonte: „In der Ruhe liegt die Kraft.“

Söder teilte mit, dass es nun mehr als 1000 Todesfälle in Bayern gebe. „Das sind 1000 zu viel.“ Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, es gebe nun 35 523 bestätigte Infektionen in Bayern - das sei ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vortag.

Söder betonte, bei den täglichen Zuwachsraten sei man vor einigen Wochen zum Teil noch bei mehr als 20 Prozent gelegen. Jetzt liege man bei unter fünf Prozent. Die Verdopplungszeit liege mittlerweile bei etwa 22 Tagen.

Corona in München: Kein Schüler bleibt wegen Corona sitzen

Update: 16. April, 13.19 Uhr: Kein Schüler soll wegen coronabedingten Wissenslücken in diesem Schuljahr sitzenbleiben. Das versprach Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag in München nach einer Kabinettssitzung. „Wir werden großzügig ein Vorrücken auf Probe erlauben.“

Ihm sei sehr wohl bewusst, dass der Unterricht Zuhause für viele Schwierigkeiten mit sich bringe. Deshalb werde es für alle Schülerinnen und Schüler, die gestaffelt in den Unterricht in den Schulgebäuden zurückkehren werden, „auch eine Phase des Ankommens“ geben. In dieser Zeit sollen Wissenslücken geschlossen und alle wieder auf den gleichen Stand gebracht werden.

Corona in München: Schulunterricht vorerst nur mit maximal bis zu 15 Schülern 

Update: 16. April, 13.11 Uhr: In den Schritt für Schritt wieder eröffneten Schulen in Bayern sollen nach Angaben von Kultusminister Michael Piazolo wegen des Coronavirus strenge Infektionsschutzmaßnahmen gelten. „Der Unterricht soll in maximal halber Klassenstärke mit 10 bis 15 Schülern erfolgen. So werden wir in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten“, sagte der Freie-Wähler-Politiker am Donnerstag nach der Sitzung des Kabinetts in München.

Auch an den Schulen stehe der Infektionsschutz an der erste Stelle. Dafür brauche es besondere Rahmenbedingungen wie spezielle Sitzordnungen. 

„An bestimmten Schulen prüfen wir auch einen zeitlich versetzten Schulbeginn“, sagte Piazolo. Zudem brauche es Sonderregelungen für das Verhalten im Schulhaus. Ein Mensabetrieb oder Pausenverkauf werde etwa nicht möglich sein - auch keine Schulhofbesuche.

Das Kabinett hatte zuvor beschlossen, dass in Bayern die Schulen schrittweise in den kommenden Wochen wieder ihren Betrieb aufnehmen sollen. Am 27. April starten zunächst die Abschlussklassen an den weiterführenden und den beruflichen Schulen, das seien etwa 14 Prozent aller Schüler, sagte Piazolo.

Für alle anderen Jahrgangsstufen einschließlich der Grundschulklassen bleibt es bei den Schulschließungen. Frühestens ab dem 11. Mai soll der Unterricht ausgeweitet werden, etwa auf die Jahrgangsstufe 4 der Grundschule oder auf Klassen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen.

„Der Unterricht für die Abschlussklassen ab 27. April ist keine Rückkehr zur Normalität. Eine größere Zahl an Schülerinnen und Schülern an den Schulen ist derzeit noch nicht möglich“, sagte Piazolo.

Er wisse, dass die Situation für alle Beteiligten nicht einfach sei. „Aber: Wir müssen das Coronavirus weiter eindämmen und unsere Mitmenschen schützen. Gemeinsam sind wir auf dem richtigen Weg - und dürfen jetzt nicht nachlassen.“

Corona in München: Söder empfiehlt Sommerurlaub im Inland 

Update: 16. April, 13.02 Uhr: Ein Sommerurlaub im Ausland ist wegen der Corona-Pandemie nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) heuer wohl nicht drin. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, schätze ich aus gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich ein“, sagte Söder  „Das ist bei der Situation in den Ländern um uns herum, unseren klassischen Urlaubsländern, die wir haben - Spanien, Italien oder Frankreich oder Türkei - eher unwahrscheinlich.“

Deswegen könne sich die Gastronomie und Hotellerie, sofern die Beschränkungen im Inland bis dahin weiter gelockert werden könnten, im Sommer auf einen ziemlichen „Run“ einstellen. So mancher Verlust aus den derzeitigen Wochen könne dadurch vielleicht aufgeholt werden.

Corona in München: Gottesdienste in Bayern frühestens wieder ab Mai möglich 

Update: 16. April, 12.59 Uhr: In den kommenden Wochen werden Gottesdienste in Bayern wegen der Corona-Krise weiter nicht möglich sein. „Ab Mai halten wir Gottesdienste für möglich“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München nach einer Sitzung des Kabinetts.

Final sei dies aber noch nicht entschieden, wie bei allen anderen Maßnahmen müsse die aktuelle Entwicklung bei den Infektionen beachtet werden.

Corona in München: Stufenweiser Schulstart in Bayern beschlossen

Update: 16. April, 12.57 Uhr: Nach den coronabedingten Schulschließungen hat das bayerische Kabinett einen Wiederbeginn in Stufen beschlossen: Ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen wieder zurück an die Schulen dürfen. 

Frühestens am 11. Mai sollen diejenigen Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Donnerstag mit. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist noch offen.

Corona in München: Kommt die Maskenpflicht für Bayern?

Update: 16. April, 12.53 Uhr: In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Sollte das nicht ausreichen, „erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München nach einer Kabinettssitzung.

Vorerst gebe es aber nur ein Gebot, an das sich auch Geschäftstreibende halten müssten. Bei den sogenannten Community-Masken gehe es nicht um medizinische Masken, betonte Söder. Sie schützten einen selbst nicht vor einer Ansteckung - aber davor, andere womöglich zu infizieren.

Corona in München: Kleine Geschäfte in Bayern dürfen öffnen 

Update: 16. April, 12.51 Uhr: In der Corona-Krise sollen ab dem 27. April auch in Bayern Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach der Sitzung des Kabinetts in München an. 

Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen sind von der Quadratmeter-Grenze ausgenommen. Schon ab 20. April dürfen Bau- und Gartenmärkte und Gärtnereien wieder öffnen.

Corona in München: Bayern lockert Corona-Ausgangsbeschränkung minimal 

Update: 16. April, 12.45 Uhr: Künftig ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München bekannt.

Corona in München: Pläne für schrittweisen Schulstart in Bayern werden konkreter 

Update: 16. April, 10.29 Uhr: Nach der Bund-Länder-Einigung über eine langsame Lockerung der Corona-Beschränkungen werden die Pläne für den schrittweisen Schulstart in Bayern konkreter. So zeichnete sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ab, dass auch Viertklässler ab dem 11 . Mai wieder die Schule besuchen dürfen. Dies sollte am Vormittag in einer Kabinettssitzung besprochen werden.

Schon ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen wieder zurück an die Schulen dürfen, ebenso Meisterklassen. Am 11. Mai sollen an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen werden, also etwa die derzeitigen Elftklässler an Gymnasien und die aktuellen Neuntklässler an Realschulen - und wohl die Viertklässler.

Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist demnach noch offen. Auch die Kitas sollen zunächst geschlossen bleiben - das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch angekündigt.

Corona in München: Söder plant Sonderweg für Bayern aus der Corona-Krise

Update: 16. April, 08.45 Uhr: Rund vier Stunden haben sich die Chefs von Bund und Ländern bereits über die Exitstrategien verhandelt. Doch der Einstieg in den Ausstieg ist schwierig. Für den Corona-Hotspot Bayern ganz besonders.

Auch beim Weg aus der Corona-Krise drehen sich die Uhren in Bayern anders als im restlichen Deutschland. Das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will am Donnerstag (10.00 Uhr) den genauen Fahrplan für die kommenden Wochen festlegen. 

Dabei soll das am Mittwoch von Bund und Ländern generell vereinbarte Konzept für die Öffnung von Schulen und Handel mit konkreten Terminen hinterlegt werden. Söder hatte am Mittwochabend in Berlin nach der Schalte von Bund und Ländern erklärt, dass Bayern den Weg grundsätzlich richtig fände, beim Zeitplan für einige Punkte aber vorsichtiger und etwas zurückhaltender vorgehen wolle.

Schule in Bayern sollen später öffnen

Während das Berliner Kompromisspapier den 4. Mai als Start für den schrittweisen Start des Schulbetriebs nennt, strebe Bayern den 11. Mai an, sagte Söder

Mit der Prüfungsvorbereitung in Abschlussklassen - etwa Abitur oder Mittlerer Reife - solle aber schon ab dem 27. April begonnen werden. „Grundschulen und Kitas bleiben dann erst einmal zu - mit entsprechender Notfallbetreuung“, sagte Söder. Ob und wann zumindest die vierten Klassen in den Grundschulen wieder starten können, blieb aber zunächst offen.

Bayerischer Sonderweg auch bei den Lockerungen im Handel 

Söder meldete in Berlin bereits Zweifel daran an, dass er die Kompromissformel für eine Wiederöffnung von kleineren Läden bis zu eine Größe von 800 Quadratmetern ab kommendem Montag so übernehmen wolle. Er halte das für „zu viel“, so Söder in Berlin. 

Dem Vernehmen nach war Bayern in die Verhandlung mit einer Obergrenze von 400 Quadratmetern gegangen. Man werde auch terminlich bei den Öffnungen von Geschäften „etwas zeitversetzt“ vorgehen.

Der bayerische Handel forderte, dass der Freistaat nicht von der bundesweiten Öffnungsregelung ausschere - weder zeitlich noch was die Größenordnung angeht. Der Handelsverband schätzt, dass gut 80 Prozent der hiesigen Geschäfte kleiner als 800 Quadratmeter sind.

Bund und Länder verabreden Fahrplan aus der Corona-Krise

In einer fast vierstündigen Videoschalte hatten sich Merkel und die Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag auf einen Fahrplan für den Weg aus der Corona-Krise verabredet. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Ausgangsbeschränkungen bis mindestens zum 3. Mai verlängert werden.

 Ursprünglich waren diese bis zum 19. April befristet. Auch die in der Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen für weitere 20 Tage bis zum 4. Mai gelten.

Dem Kompromiss von Bund und Ländern zufolge sollen auch unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder ihren Betrieb aufnehmen können - auch hier fehlt aber noch eine klare Ansage, ob das auch in Bayern so sein wird. 

Dagegen stellte Söder schon klar, dass große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Zentren definitiv weiter unbefristet geschlossen blieben. Söder rechtfertigte dies mit dem ansonsten drohenden Kundenverkehr und Menschen-Ballungen in den Innenstädten.

Bayern stark von Coronavirus getroffen

Söders Vorsicht hat einen Grund: Der Süden Deutschlands ist stärker betroffen als andere Teile von Deutschland. Bis Mittwoch wurden 34 664 Menschen positiv auf das Sars-CoV-2 getestet - bisher starben 995 Menschen an den Folgen. Zum Vergleich: Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 16 310 Menschen.

Vorsicht und Besonnenheit seien auch in der jetzigen Phase mit einer abflachenden Infektionskurve von großer Bedeutung, betonte er in Berlin. 

„Solange es keine Medikamente gibt, solange müssen wir einen Weg, ein Konzept finden, mit Corona zu leben“, sagte er. Hier gelte es, so viel Sicherheit und so viel Freiheit wie möglich zu erreichen. Ob diese Formel bedeutet, dass auch Alleinlebende auf Erleichterungen hoffen dürfen? Auch dies muss Söders Kabinett entscheiden.

Corona in München: Söder kann sich wegen Corona ein Oktoberfest 2020 „kaum vorstellen“ 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. „Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt“, sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber „sicher“ auf der Kippe. „Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich“, betonte er.

Am Mittwoch hatten in Berlin Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Nach dem Zeitplan wäre die Wiesn - geplanter Start ist der 19. September - durchführbar. Allerdings sehen die Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

Corona in München: Was ab sofort für Bars, Restaurants und Urlaubsreisen gilt

REISEN: Auf Reisen sollen die Menschen aufgrund des Coronavirus vorerst weiter verzichten. Das gilt auch für touristische Tagesausflüge. Die weltweite Reisewarnung wird aufrechterhalten. Übernachtungsangebote im Inland sollten weiterhin nur für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. 

RESTAURANTS, BARS und CLUBS: Sie bleiben weiter für ungewisse Zeit geschlossen. Die Branche benötigt aus Sicht des Gaststättenverbands Dehoga deshalb ein Rettungspaket. „Unsere Betriebe waren die ersten, die geschlossen wurden, und sind nun die letzten, die wieder öffnen dürfen“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick

Corona in München: Kontaktbeschränkungen grundsätzlich bis 3. Mai verlängert 

Im Kampf gegen das Coronavirus werden die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen für die Menschen in Deutschland grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. 

Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Corona in München: Geschäfte von bis zu 800 Quadratmeter dürfen wieder öffnen

In der Corona-Krise sollen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen ab Montag wieder öffnen dürfen. 

Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung erfuhr.

Corona in München: Schulstart in Deutschland schrittweise ab 4. Mai geplant 

Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

In einer Beschlussvorlage für die Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten war die Rede davon, dass die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) bis zum 29. April ein Konzept vorlegen solle, „wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots durch reduzierte Lerngruppengrößen, insgesamt wieder aufgenommen werden kann“.

Dabei solle neben dem Unterricht auch das Pausengeschehen und der Schulbusbetrieb mit in den Blick genommen werden. „Jede Schule braucht einen Hygieneplan.“ Die Schulträger seien aufgerufen, die hygienischen Voraussetzungen vor Ort zu schaffen und dauerhaft sicherzustellen.

Corona in München: Großveranstaltungen bis 31. August grundsätzlich untersagt 

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden. Betroffen seien auch Fußballspiele. Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch auf dieses prinzipielle Verbot.

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen demnach von den Länder getroffen werden. Vom Verbot betroffen seien unter anderem größere Konzerte, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen. Diese Einschränkung trage effektiv zur Eindämmung des Corona-Virus bei und sorge zugleich für dringend notwendige Klarheit für Veranstalter, darunter viele Vereine, hieß

Coronavirus München: Bund und Länder wollen Masken in Handel und ÖPNV empfehlen

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel „dringend“ empfehlen. 

Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen der Corona-Fälle

In München wurden am heutigen Mittwoch, 15. April (Stand 13.30 Uhr), 103 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.820 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 2.640 Personen, die bereits genesen sind, 590 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 67 Todesfälle.

Am Mittwoch vergangener Woche (8.4.) waren es 119 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 4.003).

Corona in München: Bundestags-Gutachten zweifelt an bayerischem Infektionsschutzgesetz 

Update: 15. April, 14.59 Uhr: Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zweifelt in Teilen die Rechtmäßigkeit des bayerischen Infektionsschutzgesetzes zur Eindämmung der Corona-Pandemie an. 

Konkret bezieht sich die Kritik des fünfseitigen Gutachtens, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, auf die im Landesgesetz geregelten Möglichkeiten, medizinisches Material zu beschlagnahmen und medizinisches sowie pflegerisches Personal für bestimmte Arbeiten zu verpflichten.

Um diese Befugnisse nutzen zu können, muss die Regierung aber zuvor den Gesundheitsnotstand ausrufen. Am 25. März hatte der bayerische Landtag das Infektionsschutzgesetz beschlossen. Alle sechs Fraktionen stimmten dem in Rekordzeit erarbeiteten Gesetz zu.

Da die Beschlagnahmungen auch im Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes geregelt sei, sehen die Gutachter eine direkte Konsequenz für das bayerische Gesetz: „Es dürfte daher davon auszugehen sein, dass Paragraf 5 Abs. 2 Nr. 4 IfSG eine Sperrwirkung in Bezug auf Regelungen zur Versorgung der Bevölkerung mit medizinischem und sanitärem Material bewirkt“, heißt es wörtlich im Gutachten.

Das bayerische Infektionsschutzgesetz könnte am Ende sogar in Gänze unzulässig sein, da hier dem Gutachten zufolge eine sogenannte konkurrierende Gesetzgebung zwischen Bund und Land vorliegen könnte. Um diese Frage zu beantworten, brauche es aber eine konkrete Betrachtung. 

Gleichwohl verweist der Autor darauf, dass generell in dem Umfang eine Sperrwirkung für eine gesetzgeberische Tätigkeit der Länder eintrete, in dem der Bundesgesetzgeber tätig geworden sei. Weiter: „Landesrecht, das trotz Sperrwirkung erlassen wurde, ist nichtig. Dies gilt nicht nur, wenn das Landesrecht vom Bundesrecht abweicht, sondern auch dann, wenn es dem Bundesrecht entspricht.“

Noch kritischer wird die Verpflichtungsoption für Mediziner und Pfleger interpretiert

 Das Bundesgesetz enthält eine solche Regelung nicht, obwohl dies auch ursprünglich angedacht war. „Die Tatsache, dass der Bund einen bestimmten Bereich ungeregelt gelassen hat, bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass daraus eine Regelungskompetenz der Länder folgt“, heißt es im Gutachten.

Corona in München: Schnelle Information über negative Corona-Tests per SMS

Um Betroffene nach einem Test auf das Coronavirus schneller über ein negatives Ergebnis zu informieren, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) einen SMS-Service gestartet. 

Bislang sei eines der großen Hindernisse gewesen, dass von den getesteten Menschen keine korrekten Daten vorlagen oder dass sie nicht telefonisch erreichbar waren, teilte die KVB am Mittwoch mit. Die SMS könne versandt werden, sobald die KVB von den Laboren die Mitteilung erhalten habe. Deshalb werde empfohlen, beim Test dem Arzt die Mobilfunknummer mitzuteilen.

Teils hatten Betroffene mehr als zehn Tage auf das Testergebnis gewartet - einige hatten sich für diese Zeit sogar zu Hause freiwillig isoliert. Er könne die Sorgen und den Ärger jener Menschen, die so lange auf ein Ergebnis warten mussten, gut nachvollziehen, sagte KVB-Vorstandschef Wolfgang Krombholz

Mit der SMS-Lösung leiste die KVB einen weiteren Beitrag, die Übermittlung der negativen Testergebnisse zu beschleunigen und den Menschen so schneller Gewissheit zu geben.

Corona in München: Notfallversorgung in München auch während Pandemie gesichert

Die München Klinik ist der größte Notfallversorger der Stadt München und versorgt in ihren vier großen Notfallzentren jedes Jahr rund 160.000 Notfallpatienten und damit über 40 Prozent der Notfälle der bayerischen Landeshauptstadt. 

Der kommunale Klinikverbund hat immer betont und betont angesichts der Corona-Krise erneut: In den Notfallzentren werden schwer und lebensbedrohlich erkrankte Menschen versorgt. 

Die Notfallversorgung in den vier Notfallzentren der München Klinik mit Standorten in Bogenhausen, Schwabing, Harlaching und Neuperlach steht vollumfänglich zur Verfügung und ist in der aktuellen Covid-19-Pandemie gesichert.

Im medizinischen Notfall mit akut einsetzender oder schwerer Symptomatik sollte umgehend der Notruf 112 gewählt oder ein Notfallzentrum aufgesucht werden. Das gilt sowohl für Erwachsene als auch Kinder.

Corona in München: Tropeninstitut forscht zu Corona-Pandemie mit zufälligen Stichproben in München

Das Münchner Tropeninstitut der LMU Klinik hat in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsregierung das Projekt „Prospektive COVID-19 Kohorte München“ (KoCo19) entwickelt. Dabei sollen Daten gesammelt werden, die die Bewertung der Corona-Pandemie und der Maßnahmen verbessern sollen. 

Geplant sei, im Raum München bis zu 3.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte in verschiedenen Zeitabständen zu besuchen, bei den Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern den Infektionsstatus zu untersuchen und weitere Gesundheitsinformationen zu sammeln.

Die gesammelten Daten sollen zum Einsatz kommen, um einfachere Methoden wie Querschnittsuntersuchungen oder Untersuchungen bei Blutspendern zu regeln, aber auch um die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen zu beurteilen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wählen 3.000 Münchner Haushalte per Zufallsstichprobe aus und laden diese zur Studienteilnahme ein. Seit Sonntag 05. April 2020 sind die ersten medizinischen Teams der Studie in verschiedenen Münchner Stadtteilen unterwegs. Die Münchner Polizei unterstützt die Forscher dabei und verifizieren, dass es sich um ein echtes Projekt handelt.

Prof. Michael Hölscher, Direktor des Tropeninstituts am LMU Klinikum München, ruft Münchnerinnen und Münchner zur Teilnahme auf: „Um der Pandemie intelligent begegnen zu können, müssen wir die Ausbreitung von SARS-CoV-2 genau verstehen und abschätzen können, wie viele Menschen die Infektion schon erfolgreich überstanden haben. Dies wird in den nächsten Monaten einer der wichtigsten Parameter für die Steuerung der Maßnahmen zum ‚Social Distancing’ sein. Repräsentative Stichproben sind hierfür ein gutes Instrument."

Corona in München: Söder will Grundschulen und Kitas weiter geschlossen lassen

UPDATE 15. April, 9 Uhr: Am heutigen Mittwoch beraten Bund und Länder über mögliche Lockerungen der Kontaktsperren in der Corona-Krise. Auch die Wiederaufnahme des Schulbetriebes wird dabei diskutiert. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich in diesem Zusammenhang zurückhaltend zur Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen und die Sekundarstufe I als erste zu öffnen. „Grundschulen sind meiner Meinung nach erst als letztes dran, denn die Kleinen können sich nicht so an Hygienekonzepte halten wie die erfahrenen älteren Kinder“, sagte Söder deshalb am Dienstagabend im „heute journal“ des ZDF. Stattdessen wolle Söder Abschlussklassen Priorität einräumen.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen der Corona-Fälle

In München wurden am  heutigen Dienstag, 14. April (Stand 13.30 Uhr), 102 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.717 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 2.363 Personen, die bereits geheilt sind, 555 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 63 Todesfälle. 

Am Dienstag vergangener Woche (7.4.) waren es 90 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 3.884). 

Mehr Daten, Grafiken und Erläuterungen gibt es unter muenchen.de/coronazahlen. Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Corona in München: Massive Einbrüche am Münchner Flughafen durch Coronakrise

UPDATE 14. April, 16.30 Uhr: Auch der Münchner Flughafen bekommt die Corona-Pandemie negativ zu spüren: Im März sei es aufgrund Corona zu massiven Einbrüchen bei den Fluggastzahlen gekommen. Das berichtete der Münchner Flughafen am heutigen Dienstag. Insgesamt sei das Passagieraufkommen im März um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. 

Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen ging am Münchner Flughafen die Anzahl der Flugbewegungen in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt um 19 Prozent zurück. Die Anzahl der Starts und Landungen sank im März 2020 dabei kontinuierlich von Woche zu Woche und erreichte am Ende des Monats nur noch rund acht Prozent des Vorjahresniveaus. 

Im April werde das Verkehrsaufkommen noch niedriger ausfallen. Bereits nach der ersten Aprilwoche lagen die Anzahl der Flugbewegungen nur noch bei rund sieben Prozent, dasFluggastaufkommen lediglich bei einem Prozent des Vorjahresniveaus. 

Deutlich spürbar seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch im Bereich der Luftfracht: Mit knapp 72.000 Tonnen wurden im ersten Quartal 2020 über 15 Prozent weniger Waren und Güter befördert als im Vorjahr. Im April landeten jedoch bereits ein Dutzend Frachtmaschinen aus China mit medizinischem Material an Bord. Bis Anfang Mai werden noch zahlreiche weitere Frachttransporte dieser Art am Münchner Airport erwartet.

Corona in München: OB Reiter besucht Corona-Ermittlerteams

UPDATE 14. April, 15.30 Uhr: Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Corona-Ermittlerteams des Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU) besucht. Dort arbeiten derzeit 325 Dienstkräfte des RGU und aus anderen Referaten der Landeshauptstadt München. Eine Personalaufstockung ist in Vorbereitung, um jeweils für 20.000 Einwohner ein Contact-Tracing-Team von fünf Personen zu erreichen.

Insgesamt gibt es drei Ermittlerteams: Ein Team kontaktiert die Infizierten nach Vorliegen des positiven Testergebnisses, ein weiteres Team deren Kontaktpersonen. Ein drittes Team bearbeitet Positiv-Meldungen zu Personal, Bewohnern und Patienten in Kliniken, Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen sowie von Personal der kritischen Infrastruktur. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik- bzw. Heimleitung und den Betriebsärzten werden im Fall eines Ausbruchs umgehend Infizierte separiert, Kontaktpersonen ermittelt und Tests organisiert. 

In München wurden seitens des RGU bisher rund 4.700 Fälle von Corona-Erkrankten und über 12.000 Kontaktpersonen kontaktiert, aufgeklärt und beraten. Während der 14-tägigen Quarantäne nimmt das RGU regelmäßig telefonisch Kontakt auf, auch um dadurch bei Verschlechterung des Gesundheitszustands frühzeitig handeln zu können. 

OB Dieter Reiter hat die Corona-Ermittlerteams des Referats für Gesundheit und Umwelt besucht. 

Corona in München: Landesseniorenvertretung fordert Maskenpflicht und Apps

UPDATE 14. April, 14.30 Uhr: Die Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB) spricht sich gegen eine reine Ausgangsbeschränkung für ältere Mitbürger aus. „Ältere Menschen sind mündige Bürgerinnen und Bürger“, sagte der Vorsitzende Franz Wölfl am Dienstag in München. Sie könnten demnach selbst entscheiden, wann, wie oft und für wie lange sie während der Corona-Krise ihr Haus verließen.

Stattdessen positioniert sich die LSVB für eine Maskenpflicht und schlägt  vor, dass alle Menschen in der Öffentlichkeit Schutzmasken tragen sollten. Möglich sei für sie auch die freiwillige Nutzung von speziellenApps, die den Standort von Handys ermitteln.

Corona in München: Kurzarbeit droht in Bayern Dauerzustand zu werden

UPDATE 14. April, 14 Uhr: Die Corona-Pandemie belastet Beschäftigte in Bayern schwer: Laut einer IG Metall-Umfrage plant jedes zehnte bayerische Unternehmen einen Personalabbau. „Neben dem Gesundheitsschutz muss jetzt die Sicherheit der Beschäftigten Priorität eins werden“, steht deshalb für den bayerischenIG Metall-Bezirksleiter Johann Horn fest. 

Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen nämlich: Mehr als jedes dritte Unternehmen meldet Leiharbeiter ab, jedes zehnte  trennt sich von Werkvertragsbeschäftigten. Von befristet Beschäftigten wollen sich 31 Prozent der Betriebe trennen. 11 Prozent der Unternehmen planen jetzt schon einen Personalabbau.

In drei Viertel  der Unternehmen bestehe aktuell zudem Kurzarbeit oder gäbe es bereits entsprechende Pläne. In jedem dritten bayerischen Betrieb betreffe sie sogar die gesamte Belegschaft. 54 Prozent der Betriebe planen dabei eine Kurzarbeit von 6 Monaten oder länger. Für Horn steht diesbezüglich fest: Dort wo keine Aufzahlungen vereinbart wurden, werde Kurzarbeit "für die Menschen auf Dauer existenzbedrohend“ und so fordert er: „Wir brauchen einen Schutzschirm für Beschäftigte.“

Coronavirus München: 200 Soldaten sind in Bayern gegen Corona im Einsatz

UPDATE 14. April, 12.30 Uhr: In Bayern sind derzeit rund 200 Soldaten der Bundeswehr zur Bekämpfung des Coronavirus im Einsatz. Etwas mehr als 100 der Soldaten seien dabei im Rahmen von Hilfeleistungen beispielsweise in Pflege- und Altenheimen eingesetzt, sagte Sprecher Carsten Spiering vom Landeskommando in Bayern mit Sitz in München. Weitere 100 aktive Soldaten und Reservisten beraten demnach derzeit zivile Behörden und Stellen. Dazu zählten beispielsweise Krisenstäbe in Städten und Landkreisen. Zusätzliche knapp 100 Soldaten stünden für den Einsatz bereit. 

Springer zufolge leisten die eingesetzten Soldaten vor allem logistische Unterstützung in Heimen, helfen beim Betrieb vom Corona-Teststationen, der Verteilung von medizinischer Schutzausrüstung oder durch Beratung im Sanitätsbereich.

Coronavirus München: Joachim Herrmann hofft auf Bundesliga mit Fans im Herbst

UPDATE 14. April, 11.15 Uhr: Fußball-Fans können wegen der Corona-Krise und den anhaltenden Ausgangsbeschränkungen derzeit nicht ins Stadion gehen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält Bundesligaspiele vor Zuschauern im Herbst jedoch für nicht ausgeschlossen

Zunächst sei geplant, die aktuelle Spielzeit in den nächsten Wochen mit Geisterspielen ohne Fans zu Ende zu bringen. Sollte sich die Corona-Krise im Sommer in die richtige Richtung entwickeln, könnten in der kommenden Fußball-Saison wieder Fans in die Arenen gelassen werden. „Ich hoffe sehr, dass wir dann insgesamt eine Gesundheitssituation hinbekommen, wo das auch wieder möglich ist“, sagte Herrmann diesbezüglich am Dienstagmorgen dem Bayerischen Rundfunk.

Alle Planspiele seien allerdings absolut vom weiteren Vorgehen im Kampf gegen Covid-19 abhängig. Herrmann, der im Freistaat Bayern auch für den Sport zuständig ist, wollte deshalb nicht weiter spekulieren. „Das wird immer von der Gesundheits- und Infektionssituation bestimmt. Deshalb kann man da heute sicherlich keine verbindlichen Vorstellungen für die Zukunft vorhersagen“, ergänzte der bayerische Politiker. 

Coronavirus München: Studenten der Hochschule München fordern "Kann-Semester"

UPDATE 14. April, 11 Uhr: Wegen den Einschränkungen durch die Corona-Krise fordert die Studierendenvertretung der Hochschule München ein "Kann-Semester" mit Aussetzung der Regelstudienzeit. Es geht dabei um das anstehende Sommersemester, das am 20. April beginnen soll. 

Neben der Aussetzung der Regelstudienzeit und der freiwilligen Nutzung von Lehrangeboten fordern die Initiatoren mit einer Petition auch die Verschiebung aller Fristen und das Recht, Prüfungen wiederholen zu können. Die Hochschulen seien zwar sehr bemüht, die Lehre während der Corona -Krise auf Online-Formate umzustellen, dennoch könnten viele Studenten absehbar nicht die erforderlichen Leistungen erbringen. Arbeiten in Zusammenarbeit mit Firmen könnten beispielsweise derzeit gar nicht erstellt werden. Hinzu komme, dass der Zugang etwa zu wissenschaftlicher Literatur durch die Schließung der Bibliotheken derzeit massiv eingeschränkt sei.

Es sei außerdem zu erwarten, dass dass viele Studierende etwa durch die Betreuung ihrer Kinder oder der Pflege von Familienangehörigen besonders belastet wären. Andere hätten durch die Corona-Krise nun finanzielle Probleme. Durch ein "Kann-Semester" würden jedoch auch finanzielle Nachteile etwa beim Bafög vermindert.

Coronavirus München: Markus Söder äußert sich zu Weg aus der Corona-Krise

UPDATE 14. April, 10.30 Uhr: Nach dem langen Wochenende und den Osterfeiertagen rückt auch der 19. April immer näher - das Datum, bis wann aktuell die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten. Markus Söder äußerte sich diesbezüglich am heutigen Morgen auf Facebook und schrieb: "Wir brauchen einen sicheren und besonnenen Weg aus der Corona-Krise. Unsere Maßnahmen wirken, aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren." Vorsichtige Erleichterungen könne es deshalb nur mit zusätzlichem Schutz geben. 

Der bayerische Ministerpräsident warnt außerdem:"Es sollte aber kein Überbietungswettbewerb entstehen, der die Menschen verunsichert. Maß und Mitte sind gefragt. Wir sind noch lang nicht über den Berg." 

Am morgigen Mittwoch sollen Bund und Länder über ein abgestimmtes Konzept reden.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen der Corona-Fälle vom Ostermontag

UPDATE 14. April, 9 Uhr: In München wurden am  Ostermontag, 13. April (Stand 13.30 Uhr), 156 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.615 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 2.240 Personen, die bereits geheilt sind, 515 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 52 Todesfälle. 

Am Montag vergangener Woche (6.4.) waren es 152 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 3.794). 

Mehr Daten, Grafiken und Erläuterungen gibt es unter muenchen.de/coronazahlen. Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen vom Ostersonntag für München

UPDATE 12. April, 14.45 Uhr: In München wurden am heutigen Ostersonntag, 12. April (Stand 13.30 Uhr), 107 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4459 Infektionen gemeldet.

Coronavirus München: Polizei ahndet zahlreiche Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen - Eklat vor und in Supermarkt

UPDATE 12. April, 12.45 Uhr: Im Zeitraum von Samstag, 11. April (6 Uhr,) bis Sonntag, 12. April 6 Uhr), gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. 

Knapp über 6400 Kontrollen wurden durchgeführt. Dabei wurden 303 Verstöße angezeigt, von denen 291 die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Mundschutz selber machen: Münchner Schneider erklärt in Hallo München, wie es geht

Am Samstag bemerkte eine Polizeistreife ein großes Personenaufkommen im Bereich eines Lebensmittelgeschäftes in Berg am Laim. Die vor dem Geschäft Wartenden drängten dabei in den Laden hinein bzw. hielten sich nicht an die Einhaltung des Mindestabstandes. 

Es handelte sich um ca. 70 Personen, die hier außerhalb des Geschäftes standen. Im Laden selbst wurden anschließend nochmals ca. 110 Personen festgestellt, was unter den momentanen Bedingungen eine definitive Gefahrenlage für alle darstellte. 

Durch die Polizeibeamten wurde nun der Kontakt mit dem Geschäftsführer aufgenommen. Anschließend wurde das Geschäft zunächst komplett geräumt

Es wurde vereinbart, dass sich immer gleichzeitig höchstens 15 Personen im Laden aufhalten dürfen und das dortige Personal für die Einhaltung des Mindestabstandes im Bereich der Warteschlange verantwortlich ist. Der 22-jährige Geschäftsführer aus München wurde nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Coronavirus München: Wackelt München als Standort bei der verschobenen Fußball-EM 2021?

UPDATE 12. April, 12 Uhr: Die UEFA-Pläne für die auf 2021 verlegte Fußball-EM könnten ins Wanken geraten. 

Der Wunsch des Dachverbands, das pan-europäische Turnier wie eigentlich geplant auch im nächsten Jahr in den gleichen zwölf Spielorten auszurichten, droht zu platzen. Medienberichten zufolge gibt es in mehreren Städten Probleme mit dem neuen Termin. 

Auch aus dem einzigen deutschen Spielort

München

gibt es noch keine endgültige Zusage an die UEFA. „Nach der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft EURO 2020 auf das Jahr 2021 wird das weitere Vorgehen der Landeshauptstadt München aktuell stadtintern geprüft“, teilte das zuständige

Sportreferat

mit.

Ob es Zweifel an einer erneuten Gastgeber-Rolle in München gibt und welche Rolle die veränderten Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat mit den Grünen als nun stärkster Kraft spielen, blieb offen. 

Zuletzt hatte der deutsche EM-Botschafter Philipp Lahm bestätigt, dass auch der deutsche Spielort auf dem Prüfstand stünde. 

In der Allianz Arena soll neben den deutschen Gruppenspielen gegen Frankreich, Portugal und einen Playoff-Sieger noch ein Viertelfinale stattfinden. Ein Rückzug Münchens erscheint aber auch im Hinblick auf die EM 2024, die komplett in Deutschland stattfinden wird, ziemlich undenkbar.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen für Deutschland, Bayern und München

UPDATE 11. April, 15 Uhr: In München wurden am heutigen Samstag, 11. April (Stand 13.30 Uhr), 119 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4352 Infektionen gemeldet.

In Deutschland sind bis Freitagabend mindestens 116.607 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 112 600 Infektionen). 

Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 2471 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 2301). 

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 53.913 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 30 800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 721 Toten. Auch gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 236 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 140,2. 

Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Coronavirus München: Markus Söder glaubt nicht, dass die Exit-Strategie bundesweit einheitlich sein muss

UPDATE 11. April, 13 Uhr: Die deutsche Exit-Strategie für den Weg aus dem Corona-Ausnahmezustand muss nach Ansicht von Bayerns Regierungschef Markus Söder nicht zwingend einheitlich sein. 

Tatsächlich sei die Situation regional unterschiedlich. „Insofern müsse auch das gemeinsame Konzept in Deutschland den unterschiedlichen Situationen gerecht werden“, sagte der CSU-Chef in München im Interview mit der dpa.

Konkret meinte Söder: "Wir müssen abwarten, ob sich die Zahlen weiter stabilisieren. Tatsächlich ist die Situation regional unterschiedlich - in Bayern und Baden-Württemberg ist sie anders als in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein. Dort ist das Infektionsgeschehen von Anfang an deutlich niedriger gewesen. Insofern muss auch das gemeinsame Konzept in Deutschland den unterschiedlichen Situationen gerecht werden."

Auf die Frage, ob es denn also keinen Konsens aller Länder geben müsse, wann etwa die Schulen und Kitas wieder eröffnen, meinte Söder:

"Es sollte so viel gemeinsam geschehen wie möglich. Leider scheren jetzt schon einzelne Länder aus. Wir sollten in Deutschland aber eine Linie behalten. Im Moment kommen wir besser durch die Krise als andere Länder. 

Aber Ungeduld kann zu erheblichen Rückschlägen führen. Die Balance von Freiheit und Sicherheit ist zentral. Wer aus Ungeduld zu früh und zu viel lockert, riskiert Leben. Das hat die EU in ihrem neuen Corona-Strategiepapier ausdrücklich bestätigt."

Coronavirus München: Die aktuellen Fallzahlen in München

Update 09. April, 15.43 Uhr:  In München wurden am heutigen Donnerstag, 9. April (Stand 13.30 Uhr), 120 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.123 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 1.739 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 32 Todesfälle.

Am Donnerstag vergangener Woche (2.4.) waren es 173 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 3.099). Mehr Informationen gibt es unter muenchen.de/coronazahlen

Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch feiertags und am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Coronavirus München: 100 000 Liter Desinfektionsmittel am Tag in bayrische Landkreise geliefert

Update 09. April, 15.17 Uhr: Vom Münchner Messegelände aus gehen jeden Tag 100 000 Liter Handdesinfektionsmittel in alle bayerischen Landkreise. Dies sei das Ergebnis der in Bayern angeschobenen Produktion, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag bei einer Besichtigung des Lagers und Umschlagplatzes. Die in 5, 10 und 20 Liter fassende Kanister abgepackte Flüssigkeit werde gratis an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Altenheime verteilt. Supermärkte müssten sich auf dem freien Markt eindecken.

Das Desinfektionsmittel wird laut Aiwanger in Bayern mit Hilfe von Alkohol aus der Biosprit-Produktion erzeugt, der aus Sachsen-Anhalt kommt. Vor dem Abtransport wird das brennbare Produkt auf Paletten in klimatisierten Zelten gelagert, die mit Sicherheitsabstand auf einer Kiesfläche stehen. Den Transport übernimmt das Technische Hilfswerk mit 15 bis 20 Lkw-Touren am Tag.

Ein Gabelstaplerfahrer lädt in einer Zeltstadt für Desinfektionsmittel eine Palette mit Desinfektionsmittel-Kanistern von einem LKW. Eine tägliche Produktion von 100.000 Litern an Desinfektionsmittel wird in der Zeltstadt momentan umgeschlagen. Das Desinfektionsmittel geht primär an den medizinischen und pflegerischen Bereich. 

Theoretisch könne sich mit der jetzt verfügbaren Menge jeder Bayer ein Mal am Tag die Hände desinfizieren, sagte Aiwanger. Durch die eigene Produktion wolle man verhindern, dass Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen Preise von 30 Euro pro Liter bezahlen müssten. Dafür gebe Bayern jetzt einige Millionen Euro aus.

Das Lager wird zudem von der Polizei bewacht. „Früher wurden Banken überfallen, neuerdings werden Maskenlager überfallen und Desinfektionsmittellager“, sagte Aiwanger.

Coronavirus München: 36 Corona-Patienten im LMU Klinikum München gerettet

Update: 09. April, 15.05 Uhr: Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sieht in der Corona-Krise auch hoffnungsvolle Signale. Allein am LMU Klinikum München seien alle 36 Patienten, die im ersten Monat zwischen dem 4. März und 6. April intensivmedizinisch behandelt wurden, gerettet worden, sagte Sibler am Donnerstag. Das setze „zu Ostern ein kleines Zeichen der Hoffnung“, sagte Sibler. „Es kann ein Stück Zuversicht heute ausgesendet werden.“

Bayern sei gerüstet für die Corona-Pandemie, sagte der Minister. Das Gesundheitssystem sei sehr gut vorbereitet. Bilder wie in Italien, Spanien oder Frankreich seien den Menschen hierzulande erspart geblieben.

Corona-Lage in Bayern weiterhin angespannt

Gleichwohl sprach Sibler von einer „sehr, sehr ernsten Lage“: „Natürlich sind wir weiter in einer wichtigen Bewährungsprobe für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und für das Gesundheitssystem.“ An den sechs Unikliniken Bayerns sei die Zahl der Intensivbetten von 600 auf 1000 erhöht worden, ein Ausbau auf 1200 Betten sei möglich. 

Rund 450 Betten würden für Covid-19-Patienten frei gehalten, darunter 100 Intensivbetten. „Wir haben also hier in Bayern noch Möglichkeiten, bei einer Erhöhung der Zahlen flexibel und gut reagieren zu können.“ Derzeit würden knapp 300 Corona-Patienten in den Unikliniken betreut.

Weniger Infektionen dank strikten Corona-Maßnahme

Die Ansteckungszahlen hätten dank der strikten Maßnahmen deutlich reduziert werden können, sagte der Ärztliche Direktor am LMU-Klinikum München und Vorsitzende der Universitätsmedizin Bayern, Karl-Walter Jauch. Habe ein Erkrankter zuvor fünf oder sechs Menschen angesteckt, so liege die Zahl nun bei einem neu Infizierten oder für München sogar leicht darunter. 

„Wir müssen uns aber im Klaren sein: Diese Pandemie wir uns die nächsten Monate, die nächsten zwei, drei Jahre beschäftigen.“ Es gelte herauszufinden, wie der Weg zwischen strikten Maßnahmen und einer Lockerung auf längere Frist aussehen könne. Hierzu solle es in Kürze Vorschläge geben.

Sibler und Jauch wiesen die Kritik von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery am Vorgehen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Krise zurück. Montgomery habe - so glaube er - hier eine „klare Fehleinschätzung bezüglich Bayern“ gehabt, sagte Jauch. Sibler sagte: „Die Maßnahmen, die der Freistaat Bayern seit Beginn der Krise getroffen hat, sind richtig und wichtig.“

Montgomery hatte Söder im „Münchner Merkur“ vorgeworfen, die Politik „der harten Hand“ führe nicht zum Erfolg. Der Freistaat stehe bundesweit bei den Infektionszahlen am schlechtesten da, habe die höchste Sterbequote und die niedrigste Verdopplungszeit.

In Bayern hatte sich die Lungenkrankheit Covid-19 besonders stark ausgebreitet

 Nicht zuletzt war das Sars-CoV-2 - Virus von Skiurlaubern aus Südtirol und Österreich verstärkt nach Bayern gebracht worden.

Insgesamt sehe es bei den schwer erkrankten und im Schnitt neun Tage lang beatmeten Patienten danach aus, dass sie sich vollständig erholen werden, sagte der Direktor der Klinik für Anästhesiologie am LMU Klinikum München, Bernhard Zwißler. 

Allerdings fehlten Erfahrungen zu Langzeitfolgen. 89 Prozent der Intensivpatienten am LMU Klinikum seien Männer gewesen, 11 Prozent Frauen. Keineswegs seien es nur sehr alte Menschen gewesen: Das mittlere Alter lag bei 62 Jahren, der jüngste war 41 Jahre alt.

Coronavirus München: Gericht lehnt Eilantrag von Münchner Anwalt zur Durchführung von Oster-Gottesdiensten ab

Update 09. April, 14.07 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist zur Verhinderung von weiteren Infektionen auch ein Verbot von Gottesdiensten mit Besuchern erlaubt. Dies entschied am Donnerstag der Bayerische Verwaltungsgerichtshof und wies damit den Eilantrag eines Münchner Anwalts ab. Der Mann hatte in der vergangenen Woche gegen das sogenannte Gottesdienstverbot geklagt, weil er als Katholik das Osterfest auch in Corona-Zeiten mit einem Gottesdienst feiern wollte.

Der Anwalt begründet dies damit, dass das Verbot ihn in seiner Religionsfreiheit verletze. Das Gericht folgte der Argumentation nicht. Es betonte aber, dass bei religiösen Zusammenkünften letztlich auch zu prüfen sei, „ob im Einzelfall eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann“.

Coronavirus München: Infizierte und Tote - aktuelle Fallzahlen vom heutigen Mittwoch 

In München wurden am heutigen Mittwoch, 8. April (Stand 13.30 Uhr) 119 neue Corona-Fälle bestätigt. Hierdurch wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4 003 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 1 577 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 24 Todesfälle

Im Vergleich dazu: Am Mittwoch vergangener Woche (1.4.) waren es 227 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2 926). 

Coronavirus München: Söder hält Reform des deutschen Gesundheitssystems für unverzichtbar

Update 09. April, 12.39 Uhr: Nach den Erfahrungen aus der Corona-Krise hält CSU-Chef Markus Söder eine grundlegende Reform des deutschen Gesundheitswesens für unverzichtbar. Zwar glaube er, dass das deutsche Gesundheitssystem viel besser vorbereitet war als viele andere in der Welt. „Aber wir müssen nun noch einen deutlichen Zahn zulegen“, sagte der bayerische Ministerpräsident in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.

Deutschland brauche eine Notfall-Versorgung, wenn es um Medikamente, Material und Produktionskapazitäten im eigenen Land gehe sowie eine bessere Bezahlung im gesamten Medizinsektor, betonte Söder. „Dazu gehört auch eine bessere Krankenhausfinanzierung, um für Notfälle und Intensivmedizin besser ausgestattet zu werden.“

Söder zeigte sich zuversichtlich, dass sogar noch in der laufenden Legislaturperiode eine solch große Gesundheitsreform zu schaffen sei: „Wenn Sie sehen, was in den vergangenen Wochen alles geschafft wurde, lässt sich das sicherlich umsetzen.“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) denke auch darüber nach. „Er hat meine volle Unterstützung. Wir von der CSU werden das auch begleiten und voranbringen.“

Deutscher Corona-Exitplan muss regionale Unterschiede beachten 

Die Strategien der Bundesländer für den Weg aus dem Corona-Ausnahmezustand müssen nach Ansicht von Bayerns Regierungschef Markus Söder nicht zwingend komplett deckungsgleich sein. „Tatsächlich ist die Situation regional unterschiedlich - in Bayern und Baden-Württemberg ist sie anders als in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein“, sagte der CSU-Chef. Dort sei von Anfang an das Infektionsgeschehen deutlich niedriger gewesen. „Insofern muss auch das gemeinsame Konzept in Deutschland den unterschiedlichen Situationen gerecht werden.“

„Es sollte so viel gemeinsam geschehen wie möglich. Leider scheren jetzt schon einzelne Länder aus. Wir sollten aber in Deutschland eine Linie behalten“, betonte Söder. Generell müsse ohnehin abgewartet werden, ob sich die Zahlen weiter stabilisieren.

Söder warnte erneut davor, dass zu frühe Lockerungen sich später rächen könnten: „Wer aus Ungeduld zu früh und zu viel lockert, riskiert Leben. Das hat die EU in ihrem neuen Corona-Strategiepapier ausdrücklich bestätigt.“ Die Balance von Freiheit und Sicherheit sei für ihn zentral.

Coronavirus München: Verwaltungsgerichtshof urteilt über Gottesdienste in Corona-Krise

Update: 09. April, 09.53 Uhr: Infektionsschutz kontra Religionsfreiheit - diese Frage muss der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Donnerstag beantworten. Ein Münchner Anwalt hatte in der vergangenen Woche einen Eilantrag gegen das Gottesdienstverbot eingereicht, weil er als Katholik das Osterfest auch in Corona-Zeiten mit einem Gottesdienst feiern will. 

Leere Kirchenbänke sind in der Frauenkirche zu sehen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheidet am 09.04.2020 über einen Eilantrag gegen das Gottesdienstverbot während der Corona-Krise. 

Er begründet dies damit, dass das derzeit geltende absolute Verbot ihn in seiner Religionsfreiheit verletze. Ähnlich den Regelungen zu lebensnotwendigen Dienstleistungsbetrieben forderte er eine Erlaubnis mit strengen seuchenhygienischen Auflagen. Der Anwalt betonte, er klage für alle Christen und Glaubensgemeinschaften, die den gleichen Einschränkungen unterworfen seien.

Coronavirus München: Auto-Zulassung in Bayern jetzt über das Internet möglich

UPDATE 8. April, 17 Uhr: Der Freistaat Bayern vereinfacht aufgrund der anhaltenden Corona-Krise die Zulassung und Abmeldung von  Kraftfahrzeugen. Entsprechende Anträge übers Internet sind nach einer Ausnahmegenehmigung des Staatsministeriums für Verkehr ab sofort auch ohne Personalausweis mit Online-Funktion möglich. Das verkündete die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) am heutigen Mittwoch. 

Um die Dienste der Zulassungsstellen bequem übers Internet zu nutzen, reicht nun eine BayernID mit Benutzername und Passwort. Die BayernID ist ein Servicekonto für die Verwaltung im Freistaat, die Anmeldung dazu ist ebenfalls ohne Ausweis mit Online-Funktion möglich. Außerdem müsse die Zulassungsstelle die i-Kfz-Dienste der AKDB nutzen und die Methode der Authentifizierung umstellen. 

Am heutigen Mittwochnachmittag hatten 25 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern bereits von der für die Kommunen kostenlosen Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Coronavirus München: Mangel an Helfern in der Landwirtschaft - "alle vor Ort anpacken"

UPDATE 8. April, 16.30 Uhr: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Oberbayern warnt vor einer aktuellen Komplikation in der Landwirtschaft: Viele Landwirte der Region hätten ein Problem, das sich durch die Corona-Pandemie nochmals massiv verschärfe - es fehlen Helfer auf den Höfen. Denn Saisonkräfte aus Rumänien oder Bulgarien dürften wegen der Corona-Pandemie nur bedingt einreisen – zu wenige, um eine reibungslose Ernte zu garantieren.

Michael Müller von der IG BAU appelliert: „Jetzt geht es darum, ein neues Wort zu entdecken: ‚Ernte-Solidarität‘. Wer aus München zupacken kann, sollte das jetzt tun. Es ist die Chance, Geld nebenbei zu verdienen und die Zeit sinnvoll zu investieren. Spargel, Spinat, Porree … – das April- Gemüse wartet nicht.“ Dabei gehe es nicht nur um die Ernte, denn es sei auch die Zeit fürs Pflanzen und Säen. 

Müller führt zudem aus: „Durch die Corona-Krise ist die Landwirtschaft auf etwas angewiesen, was es schon lange nicht mehr gab: Darauf, dass alle vor Ort mit anpacken. Auf ein ‚Pflanzen und Ernten – zu (fast) 100 Prozent made by München.‘“ Allerdings dürfe das nicht um jeden Preis geschehen: Lohn und vor allem auch Hygienestandards seien dabei wichtig.

Coronavirus München: Pausen und kurzes Sonnenbad auf Parkbank bleibt weiterhin erlaubt

UPDATE 8. April, 16 Uhr: Auch während der Coronakrise und den anhaltenden Ausgangsbeschränkungen bleibt eine Pause oder auf einer Parkbank erlaubt. Das betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am heutigen Mittwoch. „Es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn sich jemand im Rahmen seines Spaziergangs allein, mit der Familie oder sonstigen Angehörigen seines Hausstandes zwischendurch auf eine Parkbank in die Sonne setzt“, so Herrmann. 

Es spiele für das Infektionsrisiko auch keine Rolle, „ob jemand dabei ein Buch oder eine Zeitung liest oder etwa ein Eis isst“. Dasselbe gelte für ein Sonnenbad im Park oder auf einer Wiese. „Entscheidend ist am Ende des Tages, Gruppenbildungen zu vermeiden und mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu wahren.“

Bei den Kontrollen derPolizei setze der Innenminister deshalb auf auf Augenmaß und Fingerspitzengefühl: „Die Freiheit der Menschen ist ein überragendes Gut, niemand soll in Bayern das Gefühl haben, er würde unnötig gegängelt.“ Konsequent vorgehen werde die Polizei aber weiter gegen sogenannteCoronapartys, Grillfeiern im Park oder sonstige Gruppenbildungen außerhalb des eigenen Haustands.

Coronavirus München: Helios Klinikum München West in Pasing wieder für alle Besucher geöffnet

UPDATE 8. April, 15.30 Uhr: Das Helium Klinikum München West hat seit dem gestrigen Abend wieder seinen Betrieb aufgenommen und hat somit wieder für alle Patienten ohne Einschränkungen geöffnet. Das Pasinger Krankenhaus hatte kurzfristig seine Schotten dicht gemacht, nachdem mehrere Corona-Fälle bekannt wurden. Grundlage für die Wiedereröffnung war ein entsprechender Bescheid des städtischen Referats für Gesundheit und Umwelt (RGU).

In der Zwischenzeit liegen auch die Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 vor. Von den rund 1 200 Personen – darunter Patienten und Mitarbeitern – wurden in den vergangenen Tagen nämlich Abstriche genommen. Bei den 215 Patienten auf der Normalstation, die nicht bereits wegen Covid-19 isoliert waren, hatten insgesamt 28 ein positives Testergebnis. Von den rund 1 000 Beschäftigten wurden 54 positiv getestet. Die häusliche Quarantäne für alle Mitarbeiter bleibt zunächst bestehen.

Coronavirus München: Täglich 50 000 Masken - Kirche und Diakonie-Unternehmen steigen in Masken-Produktion ein

UPDATE 8. April, 14.15 Uhr: Jetzt  steigt auch die bayerische evangelische Landeskirche in die Produktion von Atemschutzmasken ein. Das verkündete die Landeskirche gemeinsam mit dem evangelischen Sozialkonzern Augustinum, dessen Sitz in München ist, am heutigen Mittwoch. 

Ab Juni sollen demnach täglich bis zu 50.000 zertifizierte Mund-Nase-Masken in der Augustinum-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Oberschleißheim bei München hergestellt werden. In diesem Gemeinschaftsprojekt wolle man mit dieser Maßnahme auf die weiterhin angespannte Beschaffungslage in der Corona-Krise reagieren.

Die dort hergestellten Masken sollen dann an kleinere diakonische Träger gehen und auch in den eigenen Augustinum-Einrichtungen eingesetzt werden. Das Augustinum betreut eigenen Angaben zufolge in Behinderteneinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und bundesweit 23 Seniorenresidenzen mehr als 10.000 Menschen, die zurCorona-Risikogruppe zählen.

Coronavirus München: Wegen aktuellen Fallzahlen - BMW steigt in Produktion von Atemschutzmasken ein

UPDATE 8. April, 13.05 Uhr: Auch der Autobauer BMW will in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken einsteigen. 

„Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren“, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München

Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend könnten bis zu 300.000 Masken am Tag produziert werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und 50 000 FFP2-Atemschutzmasken

„In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung“, sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW „in den nächsten zwei Wochen“ noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

Coronavirus München: Aktuelle Fallzahlen für Bayern, Markus Söder setzt Oktoberfest-Ultimatum

UPDATE 8. April, 12.30 Uhr: Bayern ist mit 211 Fällen je 100.000 Einwohnern immer noch der Corona-Hotspot der Nation. In keinem anderen Bundesland gibt es aktuell so viele Fälle. Weder gesamt, noch auf die Bevölkerungszahl gerechnet.

Aktuell sind in Bayern 27.564 Corona-Fälle gemeldet, Das berichtet dasRobert-Koch-Institut auf seiner Homepage (Stand: 8. April, 7.50 Uhr).

Söder mit Aussage zur Wiesn

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einem Videointerview mit der Bildzeitung am Mittwoch zur aktuellen Corona-Situation in Bayern geäußert. Auch das Oktoberfest München kam dabei zur Sprache. 

Im Juni werde entschieden, ob die Wiesn stattfindet oder nicht, so Söder. Das deckt sich mit den Äußerungen des Münchner OBs Dieter Reiter, der ebenfalls eine Entscheidung im Juni angekündigt hatte.

Auch die Münchner Wiesn-Wirte äußerten sich dieser Tage zur Situation: In einer Pressemitteilung ließen sie verlauten: 

"An der Sachlage, dass sich die Verantwortlichen der Stadt München Ende Mai/Anfang Juni entscheiden wollen, unter welchen Bedingungen die Wiesn heuer stattfinden kann oder ob es andere Lösungen gibt, daran hat sich nichts geändert. Es gibt auch keinen zwingenden Grund schon jetzt darüber zu diskutieren."

Coronavirus München: Schutzmasken am Flughafen München angekommen - Markus Söder über Mundschutzpflicht

UPDATE 8. April, 10 Uhr: Am Flughafen München sind acht Millionen Schutzmasken angekommen. 

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa hat acht Millionen Schutzmasken aus China nach Deutschland gebracht. Die Maschine war in Shanghai gestartet und nach einem Zwischenstopp in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul weiter nach München geflogen. 

Die Masken waren in 4000 Kartons verpackt. Die Ladung hatte ein Gesamtgewicht von 26 Tonnen.

"Acht Millionen Masken entlasten Medizin und Pflegeheime. Auf Dauer brauchen wir aber viel mehr Masken in Deutschland. Wir brauchen eine eigene deutsche Notfallproduktion. In Bayern haben wir damit begonnen."

Als Lager für die große Anzahl an Masken soll die Kleine Olympiahalle dienen. Das teilte Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble vom Kreisverwaltungsreferat in der aktuellen Stadtrats-Sitzung mit.

Am gestrigen Dienstag hatte sich Bayerns  Ministerpräsident  Markus  Söder zur Mundschutzpflicht geäußert. Er erwarte im Zuge der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken. „Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben“, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an.

Coronavirus München: RKI setzt auf Corona App - aktuelle Fallzahlen für Bayern und Deutschland 

UPDATE 8. April, 9 Uhr: Die in Europa entwickelte Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie mit Hilfe von Smartphones wird voraussichtlich bis zum Ende der Osterferien in Deutschland als konkrete App zur Verfügung stehen. 

Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. „Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben“, sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt.

Wer die Anwendung nun konkret in die App-Stores bringe, sei eine politische Entscheidung, betonte Boos. Er persönlich sehe das Robert Koch-Institut (RKI) als „natürliche Quelle für eine App in Deutschland“. 

Das RKI hatte bereits am Dienstag eine erste Corona-App veröffentlicht, mit der Bürger Gesundheitsdaten aus Fitnesstrackern und Smartwatches spenden können, mit denen Wissenschaftler Rückschlüsse auf die Verbreitung des Virus ziehen wollen. Das RKI sei auch bei dem PEPP-PT-Projekt von Anfang mit dabei gewesen.

In Deutschland sind bis Dienstagabend mindestens 103.036 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1815 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 30 600 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen hat Bayern mit mehr als 26.500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 495 Toten,

Coronavirus München: Was Oberbürgermeister Dieter Reiter an Ostern macht

UPDATE 8. April, 8.45 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will an Ostern Kontakt zu Verwandten per Videotelefonie halten. 

„Meine Frau Petra und ich werden dieses Jahr Ostern ohne unsere Familie feiern, aber dafür natürlich mit allen skypen bzw. telefonieren“, teilte der 61-Jährige dem „Münchner Merkur“ in einem schriftlichen Interview mit. 

„Wir werden auch dieses Jahr einen Osterspaziergang in den nahe gelegenen Park machen, wenn auch nur zu zweit und wenn's Wetter mitspielt.“

Coronavirus München: Aktuelle Corona Fallzahlen in der Stadt München

Update: 07. April, 14.57 Uhr: In München wurden am heutigen Dienstag, 7. April (Stand 13.30 Uhr), 90 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt München bislang insgesamt 3.884 Infektionen gemeldet. 

In dieser Zahl enthalten sind 1.384 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 18 Todesfälle. Am Dienstag vergangener Woche (31.3.) waren es 198 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2.699). Mehr Informationen gibt es unter muenchen.de/coronazahlen

Unter 089-233-44740 hat die Stadt München ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

Coronavirus München: Söder äußert sich zur Maskenpflicht in Bayern

Update: 07. April, 13.45 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken. „Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben“, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an.

Bayerns Ministerpräsident sieht jedoch auch weitere Fortschritte im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. „Der positive Trend in Bayern der letzten Tage, der setzt sich glücklicherweise fort“, sagte Söder.

Binnen eines Tages habe es nun ein Plus bei den Infektionen von 4,8 Prozent gegeben, die Verdopplungszeit liege nun bei 8,6 Tagen. Das waren am Freitag noch gut 6 Tage gewesen.

Die Maßnahmen in Deutschland und Bayern wirkten, sagte Söder. Er warnte aber: „Wir sind noch lange nicht über den Berg.“ Man müsse nach wie vor vorsichtig und umsichtig sein. Wenn der Trend so bleibe, könne man aber zuversichtlicher in die Zukunft schauen.

Coronavirus München: Söder deutet Verlängerung von Anti-Corona-Maßnahmen an 

Update: 07. April, 13.31 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus müssen sich die Menschen in Bayern möglicherweise noch auf länger andauernde Schulschließungen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. „Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München

Er verwies aber explizit auf Österreich, das drei Wochen voraus sei: Dort würden viele Maßnahmen verlängert, Ausgangsbeschränkungen blieben, und auch die Schulen würden geschlossen bleiben.

Es werde nach Ostern nicht einfach so weitergehen wie bisher, sagte Söder. Man dürfe die Dinge nicht zu frühzeitig lockern, sondern müsse in Stufen vorgehen.

Dabei deutete Söder nicht nur an, dass etwa Gaststätten noch länger geschlossen bleiben könnten. Er brachte auch einen Stufenplan für Schulen ins Gespräch, im Rahmen dessen man beispielsweise anders mit Abschlussklassen umgehen könnte als mit Grundschülern.

Coronavirus München: Keine Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern

07. April, 11.44 Uhr: Die bayerische Staatsregierung bleibt auch nach der angekündigten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich beim zwischen Bund und Ländern verabredeten Zeitplan: Erst am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten. An diesem Zeitplan, auf den sich die Runde zuletzt verständigt hatte, ändere sich nichts, hieß es am Montag in Regierungskreisen.

Bayern hatte seine umfangreichen Ausgangsbeschränkungen und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Ausbreitung des Coronavirus zuletzt bis einschließlich 19. April verlängert. Ob und wann und für welche Bereiche die Fristen dann erneut nach hinten verschoben werden müssen, ist offen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat aber wiederholt betont, es sei nicht zu erwarten, dass ab dem 20. April plötzlich wieder alles so sein werde wie vorher.

Laut dem Robert Koch Institut sind aktuell sind in Bayern 26.163 Menschen an dem neuartigen Coronavirus erkrankt und 481 Menschen gestorben.

Söder hat zur Eindämmung des Coronavirus noch länger andauernde Beschränkungen etwa in der Gastronomie in Aussicht gestellt. Zudem stimmte er die Menschen am Montagabend darauf ein, dass das Tragen von Masken auch hierzulande in Zukunft immer mehr ausgeweitet werden dürfte.

„Wir müssen die Menschen auf ein Leben mit der Pandemie vorbereiten. Dazu gehört natürlich das verstärkte Tragen von Masken dazu“, sagte der CSU-Vorsitzende in der ARD. Und er fügte hinzu: „Da gehört auch dazu, dass Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktsperren in bestimmten Bereichen wie der Gastronomie sicher noch länger erhalten bleiben.“ 

Während der Coronakrise dürfen Restaurants nicht öffnen, außer sie liefern die Speisen oder bieten sie zum abholen an. Viele Gastronomie-Betriebe in München haben deswegen in Zeiten von Corona einen Lieferservice im Angebot.

Aber es könne auch „Lichtblicke“ geben, wo man sich weiterentwickeln könne. Dieser Weg müsse „in sich schlüssig“ sein. Wie dieser Weg aussehen könnte, darüber wollten die Ministerpräsidenten kommende Woche mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, betonte Söder. „Wir müssen vorsichtig sein und dürfen keinen Rückfall riskieren.“

Söder: "Brauchen in Deutschland Milliarden Masken"

„Der verstärkte Einsatz von Masken ist dringend notwendig“, sagte Söder. Diese schützten zwar weniger den Träger selbst, „aber den anderen vor Ansteckung“. „Damit wird natürlich ein erhöhter Schutz gewährleistet.“ Es sei deshalb wichtig, so viele Masken wie möglich auch in Deutschland herzustellen, um die Bevölkerung damit besser zu versorgen. Und dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen müssten, etwa bei der Arbeit, im öffentlichen Nahverkehr oder in Geschäften, brauche man „einen verstärkten Einsatz von Masken, absolut“. Grundschülern könne man dagegen kaum eine Maskenpflicht auferlegen.

Zudem sprach sich Söder für eine freiwillige Handy-App aus, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. „Wir brauchen auf jeden Fall ein Nachverfolgungssystem“, sagte er. „Wir brauchen eine deutsche App.“ Wäre eine solche App verpflichtend, hätte das eine größere Wirkung - aber das sei mit der Idee, die man in Deutschland habe, nicht vereinbar. Sinnvoll sei deshalb die freiwillige Lösung.

Nachbarland Österreich lockert Anti-Corona-Maßnahmen nach Ostern

In Österreich hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag erläutert, wie dort nach Ostern der langsame Weg zurück in Richtung Normalität beginnen soll. Ziel ist es demnach, dass ab dem 14. April kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen.

Ab 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure in Österreich wieder öffnen dürfen. Hotels und die Gastronomie sollen frühestens Mitte Mai folgen. Die Ausgangsbeschränkungen werden aber bis Ende April verlängert, die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu. Veranstaltungen sollen bis Ende Juni nicht stattfinden. Zudem wird das Tragen eines Mundschutzes künftig in vielen Bereichen Pflicht.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechtfertigte das geplante langsame Hochfahren des öffentlichen Lebens in seinem Land. „Wir waren sehr, sehr restriktiv, und wir waren sehr, sehr schnell in unseren Maßnahmen“, sagte er. Deshalb könne man Österreich nun ganz behutsam und schrittweise wieder hochfahren. Es brauche dazu aber „Begleitmaßnahmen“ wie die Maskenpflicht in einigen Bereichen.

Söder sagte dazu, Österreich sei ungefähr drei Wochen voraus - allein schon deshalb, weil die „Hauptinfektionen“ in Bayern und großen Teilen von Deutschland aus Österreich gekommen seien. „Wir haben uns ja sozusagen über das Skifahren in ganz Deutschland infiziert.“ Vor allem der Skiort Ischgl gilt als Ausgangspunkt vieler Ansteckungen.

Über die Ankündigungen von Kurz zur langsamen Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen sagte Söder: „Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das Modell eins zu eins taugt, denn es ist an einigen Stellen nicht sehr konsequent.“ In Deutschland sei man nun besser beraten, die Maßnahmen fortzusetzen und deren Wirkung abzuwarten.

„Das ist nicht wie ein Gewitter, das einfach so vorbeizieht“, sagte Söder über die Corona-Krise. Man müsse aufpassen, dass man nicht durch zu schnelle Entscheidungen einen schweren Rückfall bekomme. Man dürfe nicht zu früh wieder aufstehen. Auch Österreich habe jetzt nicht plötzlich alles gelockert. „Die Ausgangsbeschränkungen bleiben ja.“

Söder hatte in den vergangenen Wochen wiederholt darauf verwiesen, wie das Nachbarland den Kampf gegen das Coronavirus führt. Er hatte beispielsweise eine Mundschutzpflicht ähnlich wie in Österreich nicht ausgeschlossen - aber betont, derzeit sei dies in Bayern kein Thema.

Söder: Brauchen in Deutschland Milliarden Masken

In Weng im Landkreis Landshut besuchte Ministerpräsident Markus Söder am 02. April gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) einen Automobilzulieferer, der seinen Betrieb angesichts der Corona-Krise um die Produktion von Masken erweitert hat. Üblicherweise werden in dem Werk der Firma Zettl Zubehörteile wie Sitzbezüge oder Türverkleidungen hergestellt. Künftig sollen dort bis zu fünf Millionen Schutzmasken pro Monat genäht werden

Mit der heimischen Produktion von Masken will sich der Freistaat Söder zufolge unabhängig machen vom chinesischen Markt - wenngleich diese Kontakte erhalten werden sollen. Momentan hoffe und bange man, ob alle Lieferungen aus China auch kommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) telefoniere aber mit China, um das sicherzustellen.

Zuerst brauche man die Schutzmasken für das medizinische Personal und dann prioritär auch für Alten- und Pflegeheime, sagte Söder. Man brauche die Masken aber auch „in der breiten Entwicklung auch irgendwann, wenn es um den Arbeitsschutz geht, um das Miteinander“.

„Das sind Corona-Schutzmasken“, sagte Söder. Diese seien höherwertiger als OP-Masken und „auf dem Weg zu einer FFP2-Maske“. Aiwanger ergänzte, die Masken seien von der Prüfgesellschaft Dekra getestet worden und seien zertifiziert.

Sämtliche Masken - sei es aus dem Ausland, vom Bund oder aus eigener Herstellung - werden Söder zufolge zentral registriert und dann vom Technischen Hilsfwerk (THW) in Bayern verteilt. Das richte sich nach der Einwohnerzahl und nach einem regional spezifischen Bedarf.

Zwischen den Bundesländern gebe es bei den Lieferungen von Schutzmasken keine Konkurrenzsituation. Natürlich bestelle jedes Land, jedoch sei auch hier zwischen mehr und weniger betroffenen Gebieten Solidarität gefragt. Konkurrenz bestehe eher international, gerade die USA träten im Markt „relativ robust“ auf, was den Einkauf der Masken und die Art der Preisentwicklung betreffe.

Bayrischer Automobilzulieferer fertigt Schutzmasken

Bei der Firma Zettl sind zwischen 80 und 100 Mitarbeiter mit der Herstellung der Masken befasst, sagte Geschäftsführer Reinhard Zettl. Die reguläre Produktion laufe in reduziertem Umfang weiter und parallel seien Maschinen auf die Fertigung der Masken umprogrammiert worden. Die Mitarbeiter hätten viele Überstunden in Kauf genommen, um das möglich zu machen. „Es ist ein großes Verantwortungsgefühl da.“

Ministerpräsident Markus Söder besucht Automobilzulieferer, der die Produktion auf Schutzmasken umgestellt hat

Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
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Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt
Ministerpräsident Markus Söder besucht den Automobilzulieferers Zettl. Das Unternehmen hat angesichts der Corona-Krise seinen Betrieb auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt © dpa

Grundsätzlich unterscheidet etwa das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zwischen selbst hergestellten Masken, medizinischem Mund-Nasen-Schutz und sogenannten filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3). Solche FFP2- und FFP3-Masken dienen auch dem Eigenschutz, die anderen vorrangig zum Schutz der anderen vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen des Mundschutz-Trägers.

Zettl ist eine von etlichen Firmen im Freistaat, die vorübergehend Schutzmasken herstellen oder herstellen wollen. Dazu gehören beispielsweise der Hemdenhersteller Eterna aus Passau sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen.

Rubriklistenbild: © dpa

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