4-Stufenplan

Corona-Lockerungen und Öffnung der Gastronomie ‒ So sieht der Plan der DEHOGA Bayern aus

Gastronomie im Innenbereich öffnet wieder für Gäste.
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Die DEHOGA fordert Lockerungen für die Gastronomie.
  • Jonas Hönle
    vonJonas Hönle
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Die Corona-Zahlen sinken und die DEHOGA Bayern fordert Lockerungen und Öffnungen der Gastronomie. Ein 4-Stufenplan soll bei der nächsten Bund-Länder Konferenz vorgestellt werden.

  • Die Corona-Lage scheint sich zu entspannen.
  • Die DEHOGA Bayern fordert Lockerungen und Möglichkeiten zur Öffnung der Gastronomie.
  • Sie will einen 4-Stufenplan bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz vorstellen.

Die Corona-Zahlen sinken, wie in München, und die Rufe nach Lockerungen werden laut. Auch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) fordert „Öffnungsperspektiven“ für den Einzelhandel, da er sonst eine Pleitewelle befürchte.

Auch die Gastronomie, wie Restaurants, Cafés und Bars aber auch Hotels und Herbergen, sind von dem Corona-Lockdown betroffen und schon seit langem geschlossen. Der Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Bayern hat jetzt mit den Landesverbänden Hessen und Rheinland-Pfalz einen 4-Stufenplan für die Wiedereröffnung ausgearbeitet.

Die Planung soll sich künftig an den landesweiten Zahlen des Infektionsgeschehen orientieren und eine allgemeinverbindliche Orientierung für das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben in Deutschland, unter Einhaltung aller bisherigen und aktuellen Schutzkonzepte und Hygieneregeln, schaffen.

DEHOGA fordert Lockerungen und Öffnungen der Gastronomie in der Corona-Krise

Diesen konkreten Vorschlag will die DEHOGA in der nächsten Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage einbringen.

  • Öffnung der Beherbergung und Außengastronomie, wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 75 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird
  • Öffnung der Speisen-Gastronomie und Möglichkeit für Tagungen und Veranstaltung ausschließlich in gastgewerblichen Betrieben, wenn eine 7 Tage-Inzidenz von 50 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird.
  • Öffnung der Getränke-Gastronomie, wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 35 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird. Zusätzlich sind Buffets und Abholbereiche wieder zulässig.
  • Öffnung von Clubs und Diskotheken (ohne Tanzflächen), wenn eine 7-Tage Inzidenz von 20 und kleiner über eine Woche lang erreicht wird.

Der 4-Stufenplan bilde ein Szenario, dass dem Gastgewerbe eine dringend notwendige Öffnungsperspektive gibt, ohne dabei den erfolgreichen Kampf gegen das Corona-Virus zu gefährden.

Nun müssen rasch klare Kriterien definiert werden, die eine verantwortungsvolle und dauerhafte Wiedereröffnung der Betriebe planbar und nachvollziehbar machen, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt. Dabei müssen nachhaltige Perspektiven für alle Betriebstypen des Gastgewerbes geschaffen werden. Solange einzelne Betriebstypen geschlossen bleiben müssen, sind diese angemessen zu entschädigen.

Präsidenten der DEHOGA Landesverbände Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz

DEHOGA-Forderung nach dauerhafter Ermäßigung des Umsatzsteuersatzes

Um die Ertragskraft des Gastgewerbes nachhaltig zu stärken, bedürfe es außerdem der dauerhaften Absenkung der Umsatzsteuer für alle Leistungen des Gastgewerbes auf den reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Dafür müsse die Befristung bis 31.12.2022 aufgehoben und um Getränke zu ergänzt werden, da gerade die Getränke-Gastronomie überproportional lange geschlossen war und die höchsten Umsatzverluste verzeichnen musste.

Aufstockung der Gesundheitsämter zur schnelleren Kontaktnachverfolgung

Die DEHOGA fordert auch die Gesundheitsämter personell und digital so auszustatten, dass die vorhandenen Möglichkeiten der digitalen Kontakterfassung im Gastgewerbe auch effizient und ressourcensparend genutzt werden können. Damit könnten Gesundheitsämter die Aufgabe der Kontaktverfolgung schnell und sicher erledigen.  

DEHOGA/jh

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