Aktuelle Corona-Entwicklungen für München und Bayern im Ticker

Corona in München: Kanzleramt will Kontaktbeschränkungen in Deutschland verlängern

Aktuelle Fallzahlen für München und Bayern, Neuen Corona-Lockerungen für Restaurants, Kitas und Altenheime - Biergärten, Freizeitparks und Schlösser wieder geöffnet.

  • Kanzleramt will Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern
  • Aktuelle Corona-Fallzahlen für München und Bayern.
  • Ministerpräsident Markus Söder über Corona-Lockerungen.
  • Bayern senkt Neuinfektionen-Grenzwert für Corona-Hotspots 
  • Söder verlangt vor CSU-Parteitag "Obergrenze" für Corona-Hilfspakete.
  • Das Coronavirus hat auf München und Bayern weitreichende Auswirkungen: Die neuesten Entwicklungen lesen Sie hier:

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    Am Montag wurden in München 6 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden insgesamt 6.746 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl sind 5.682 genesene Personen, sowie 212 Todesfälle enthalten. 

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (Stand 21.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,25. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in Deutschland: DFB wendet Drittliga-Aus ab

    UPDATE 25. Mai, 15.41 Uhr: Beim historischen virtuellen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes kam der Abbruch der aktuellen Spielzeit überhaupt nicht zur Abstimmung.

    „Dem DFB bleibt gar keine andere Wahl, als die 3. Liga fortzusetzen. Es sollte jedem einleuchten, dass eine nationale Liga spielen können muss, selbst wenn das in zwei Bundesländern noch nicht möglich ist“, sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch.

    Andernfalls käme man vereinbarten Pflichten nicht nach, was mit hohen finanziellen Risiken verbunden wäre. „Wir müssen uns nicht nur mit dem Jetzt, sondern auch mit der Zukunft befassen.“ Der DFB sei „nicht der Spielball einiger weniger, die noch dazu untereinander zerstritten sind“.

    Mit der großen Mehrheit von 220 von 250 abgegebenen Stimmen votierten die Delegierten für eine Fortsetzung der 3. Liga. Damit wurde über den von Sachsen und Sachsen-Anhalt gestellten Antrag auf Abbruch gar nicht erst abgestimmt. 

    Somit steht fest, dass die Saison wie geplant am 30. Mai fortgesetzt wird und die verbleibenden elf Spieltage bis zum 4. Juli in englischen Wochen durchgezogen werden. „Ich würde mir wünschen, dass wir zu Gemeinsamkeit und Geschlossenheit zurückfinden“, sagte Koch.

    Corona in Bayern: Söder will Corona-Tests für Sozialberufe 

    UPDATE 25. Mai, 15.21 Uhr: In einigen Berufen ist das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus besonders hoch: Erzieherinnen, Kranken- und Altenpflegerinnen gehören dazu. Ministerpräsident Markus Söder will nun Reihentests für diese Berufsgruppen.

    Angehörige sozialer Berufe und wohl auch Lehrer sollen sich in Bayern bald regelmäßigen Tests auf das Coronavirus unterziehen können. Das kündigte Ministerpräsident Söder am Montag bei einem Besuch in einem Nürnberger Kindergarten an.

    Die Kindertagesstätten beherbergen nach seinen Worten inzwischen wieder 50 Prozent der dort im Normalbetrieb betreuten Kinder. Zum 1. Juli könnten unter bestimmten Umständen wieder alle Kindergarten-Kinder in ihre Einrichtungen gehen, falls sich das Infektionsgeschehen nicht wieder verschlimmere.

    Die Tests sollten für Bedienstete von Kitas und vieler anderer Bereiche regelmäßig und für die Betroffenen kostenlos durchgeführt werden, sagte Söder. „Wir überlegen derzeit ein Konzept.“ 

    Sollten positive Tests auftreten, gebe es dann die Möglichkeit, schnell einzugreifen. Er nannte Angehörige von Berufen in Risikobereichen wie Kinderbetreuung, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern als Beispiele. Auf die Frage, ob dies auch die Lehrer in Bayerns Schulen betreffe, antwortete Söder: „Wahrscheinlich ja.“

    Corona in Deutschland: Kanzleramt will Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern 

    UPDATE 25. Mai, 15.03 Uhr: Das Bundeskanzleramt will die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verlängern, dabei aber auch weitere Lockerungen ermöglichen. 

    "Bei privaten Zusammenkünften zu Hause in geschlossenen Räumen" und beim "Aufenthalt im öffentlichen Raum" sollen sich bis zu zehn Menschen - oder die Angehörigen zweier Hausstände - treffen dürfen, wie aus einer AFP vorliegenden Beschlussvorlage von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für Beratungen mit den Staatskanzleien der Länder am Montag hervorgeht.

    Die bislang zwischen Bund und Ländern vereinbarten Beschränkungen gelten noch bis zum 5. Juni

    Das Kanzleramt geht in seiner Beschlussvorlage auf Distanz zu raschen Lockerungen. Minister Braun schlägt den Ländern darin vor, auch nach dem 5. Juni "weiter grundsätzlich einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einzuhalten". 

    Zudem solle die "Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen" beibehalten werden. Wo die Möglichkeit bestehe, "sollten die privaten Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden, da hier ein erheblich geringeres Infektionsrisiko besteht".

    Das Virus sei "weiterhin da und breitet sich ohne solche Maßnahmen sehr schnell aus", heißt es in der Vorlage. Dies zeige sich "auch jetzt durch lokale Ausbrüche in Einrichtungen oder bei Zusammenkünften". Deshalb sei es "gerade angesichts der schrittweisen Öffnung aller Lebensbereiche und damit verbundenen Zunahme an Kontakten wesentlich, dass die Abstands- und Hygieneregeln so lange in das Alltagsleben integriert bleiben, wie die Pandemie nicht durch einen Impfstoff oder ein Heilmittel überwunden ist".

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert erreichen, dass es auch nach Auslaufen der bisherigen Vereinbarungen in der kommenden Woche weiterhin "verbindliche Anordnungen" geben soll und nicht nur Empfehlungen. Mit diesen Vorgaben habe Deutschland "in der Pandemie gemeinsam so viel erreicht". Nun gehe es darum, die Fortschritte nicht zu gefährden. "Wir müssen sowohl mutig als auch wachsam sein", sagte Seibert.

    Corona in Bayern: Söder übt scharfe Kritik an beabsichtigten Lockerungen in Thüringen 

    UPDATE 25. Mai, 11.33 Uhr:  Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Ankündigung von weitreichenden allgemeinen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Thüringen als „fatales Signal“ bezeichnet. Er bitte die Verantwortlichen in Thüringen darum, die Absicht zu überdenken, sagte Söder am Montag am Rande eines Besuches in einem Kindergarten in Nürnberg.

    Bayern sei vom Infektionsgeschehen in der Nachbarschaft betroffen, sagte der Ministerpräsident. „Wir in Bayern waren besonders betroffen dadurch, dass wir an einer Grenzsituation zu Österreich waren. Wir haben jetzt die aktuelle Situation, dass wir beispielsweise im Raum Coburg eben von Sonneberg betroffen sind“, sagte Söder mit Blick auf den thüringischen Nachbar-Landkreis.

    Söder kündigte im Zweifel Gegenmaßnahmen an. „Wir werden uns da noch ein Konzept überlegen müssen, wie wir darauf reagieren“, sagte er. „Ich möchte nicht, dass Bayern noch mal infiziert wird durch eine unvorsichtige Politik, die in Thüringen gemacht wird“, betonte er.

    Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. 

    Corona in Bayern: Neuen Corona-Lockerungen - Restaurants, Kitas und Altenheime öffnen wieder

    UPDATE 25. Mai, 09.22 Uhr: Ab Montag wird das Leben in Bayern für gestresste Eltern, Kinder, Wirte und Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen wieder ein Stück leichter. 

    Mit der neuen Lockerungsrunde der wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen dürfen Gaststätten auch wieder ihre Innenbereiche nutzen, Kindergärten werden für die Vorschulkinder geöffnet und Alten- und Pflegeheime können wieder neue Bewohner aufnehmen. 

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Sonntag 7 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.740 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.653 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (Stand 21.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,82. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Freitag 14 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.711 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.584 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (gestern 0,83) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt6,05 (gestern 7,07). Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    In Bayern sind inzwischen 46 318 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2372 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 41 340 Menschen.

    Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

    Corona in Bayern: Söder verlangt vor CSU-Parteitag "Obergrenze" für Corona-Hilfspakete 

    UPDATE 22. Mai, 16.12 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat eine "Obergrenze" für Corona-Hilfsprogramme gefordert. Vor einem erstmals nur virtuell stattfindenden kleinen Parteitag der Christsozialen sagte Söder am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin", "wir müssen genau überlegen, welche Maßnahmen sind sinnvoll, welche können wir uns leisten. Deswegen braucht es tatsächlich eine Obergrenze." Der Staat dürfe "nicht nur einfach Geld verteilen".

    Die CSU will sich auf ihrem Parteitag mit einem Leitantrag dazu positionieren, wie die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft und Bürger bewältigt werden sollen. Die Beschlüsse sollen Verhandlungsposition der CSU für den Anfang Juni anstehenden nächsten Koalitionsausschuss werden, wo ein Konjunkturprogramm beschlossen werden soll.

    Söder sagte im ZDF, zwar seien "Steuersenkungen und Konjunkturmaßnahmen" angesichts der Corona-Krise nötig. Eine Tilgung der Schulden von Kommunen, wie sie die SPD ins Spiel gebracht hat, sei aber "sicherlich der falsche Weg". Auch Corona-Bonds auf europäischer Ebene lehnte der bayerische Regierungschef ab, da diese bedeuten würden, "dass wir für die Schulden anderer haften."

    Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie setze er sich für Steuersenkungen ein, "damit die Menschen mehr Geld in der Tasche haben", sowie für "Impulse, dieses Geld auch in den Wirtschaftskreislauf zu bringen". Angesichts der Export-Ausfälle brauche Deutschland eine zeitlich befristete Ankurbelung der Binnennachfrage.

    Corona in Bayern: Pandemie lässt den bayerischen Flugverkehr einbrechen

    UPDATE 22. Mai, 11.25 Uhr: In den letzten Monaten blieb der Himmel über Bayern oft leer. Die Corona-Pandemie hat den bayerischen Flugverkehr einbrechen lassen. 

    Die bayerischen Verkehrsflughäfen in München, Nürnberg und Memmingen meldeten 86 100 Starts und Landungen im gewerblichen Luftverkehr für das erste Quartal 2020. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Auswertungen des Statistischen Bundesamts ein Minus von 18,8 Prozent. 

    Auch die Zahl der Fluggäste ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gesunken. 8,4 Millionen Passagiere an Bayerns Flughäfen sind 24,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. 

    Am deutlichsten waren die Auswirkungen der Corona-Krise im Monat März zu spüren. Hier brachen die Zahlen der Fluggäste um 64,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Bei Starts und Landungen verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik einen Rückgang von fast 50 Prozent.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Donnerstag 16 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.697 Infektionen gemeldet, von denen bereits 5.547 Personen wieder genesen sind. 211 Personen sind in München an Corona gestorben.

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 19.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt wöchentlich ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 7,07. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    UPDATE 20. Mai, 16.00 Uhr: In München wurden am Mittwoch, 20. Mai (Stand 13.30 Uhr), 12 neue Corona-Fälle bestätigt. 

    Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6681 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5512 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle

    DieReproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 19.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken.

    Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt wöchentlich ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 8,29. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in Bayern: Aktuelle Fallzahlen

    Besonders hohe Zahlen registrierter Corona-Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 46.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2331 Toten.

    Wirklich aktuell waren davon am Dienstag aber nur noch 3125 nachgewiesene Corona-Infektionen. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit. Seit Beginn der Pandemie seien 45 966 Fälle registriert worden, verglichen mit dem Vortag sei ein Plus von 103 Fällen aufgetreten. Landesweit seien bisher 2331 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben.

    Zudem gebe es in Bayern derzeit zwei Hotspots bei den Infektionen. Zum einen gebe es im oberfränkischen Landkreis Coburg 82,2 Fälle pro 100 000 Einwohner, Ursache seien Reihentestungen von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen

    Zudem gebe es in der Stadt Straubing in Niederbayern 54,4 Fälle pro 100 000 Einwohner, hier sei das Ausbruchsgeschehen in einem Schlachthof vor Ort ursächlich.

    Corona in Bayern: Corona-Hilfsprogramm für Künstler startet 

    Update: 20. Mai, 09.19 Uhr:  Freischaffende Künstler in Bayern können nun endlich das Corona-Hilfsprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Der Online-Antrag für Soforthilfe stehe bereit, teilte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Dienstag in München mit. 

    Insgesamt 140 Millionen Euro seien dafür vorgesehen, um den Lebensunterhalt der Künstlerinnen und Künstler zu sichern und Honorarausfälle zu kompensieren. Wegen der corona-bedingten Einschränkungen haben viele Kulturschaffende keine Einnahmen mehr und stecken deswegen in großen finanziellen Schwierigkeiten.

    Die Bezirksregierungen würden die Anträge bearbeiten und sich um eine zügige Auszahlung der Soforthilfe kümmern, hieß es aus dem Kunstministerium. Das Hilfsprogramm des Freistaats war von der Kulturbranche begrüßt worden, allerdings hatten viele die schleppende Umsetzung kritisiert. 

    Insgesamt umfasst der Kulturrettungsschirm in Bayern 200 Millionen Euro. Sibler sagte, die Kunst- und Kulturszene müsse auch mittelfristig verstärkt unterstützt werden.

    Corona in Bayern: Freistaat hat Hunderte Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten besorgt 

    Update: 20. Mai, 09.05 Uhr: Zur Behandlung von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 sind die Krankenhäuser in Bayern mittlerweile deutlich besser mit Beatmungsgeräten ausgestattet als vor der Coronavirus-Pandemie. Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch bislang 1825 Beatmungsgeräte aus dem In- und Ausland beschafft. 

    Zudem besorgten Krankenhäuser 1100 Geräte. „Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 62,4 Millionen Euro“, hieß es in einer Mitteilung. Ministerin Melanie Huml (CSU) erklärte: „Schwere Erkrankungsfälle unter den Covid-19-Patienten können häufig nur mit künstlicher Luftzufuhr gerettet werden.“

    In Bayern gibt es den Angaben zufolge rund 4850 Intensivbetten. Davon sind etwa 3200 mit einer sogenannten invasiven Beatmungsmöglichkeit ausgestattet. Kliniken, die zur Versorgung gesetzlich Versicherter zugelassen sind, müssen derzeit 30 Prozent ihrer Intensivkapazitäten mit Beatmungsmöglichkeit sowie 25 Prozent ihrer Normalkapazitäten für die Versorgung von Covid-19-Patienten freihalten.

    Auch bei Schutzmaterial sei Bayern auf gutem Stand, sagte Huml. Die Behörden hätten Schutzausrüstung und Medizinprodukte im Wert von rund 434 Millionen Euro bestellt. „Umfangreiche Lieferungen sind inzwischen eingetroffen“, sagte die Ministerin weiter.

    Corona in Bayern: Soforthilfeanträgen bald abgearbeitet

    Update: 19. Mai, 14.29 Uhr:  Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hofft, dass der Rückstau von Soforthilfeanträgen in der Corona-Krise bald abgearbeitet ist. Derzeit stünden noch etwa 70 000 Anträge zur Bearbeitung, jeden Tag würden rund 10 000 mehr abgearbeitet als neu hinzukämen, sagte er am Dienstag in München. „Da ist Land in Sicht.“

    Insgesamt wurden laut Aiwanger in Bayern bisher rund 480 000 Anträge gestellt. Er verteidigte erneut, dass nicht schneller abgearbeitet werde. Man wolle nicht, dass Betrüger sich bereicherten und am Ende für die Anständigen nichts übrig bleibe, sagte er und verwies auf einen Fall, in dem ein mutmaßlicher Betrüger in drei anderen Bundesländern Geld beantragt und auch bekommen habe. In Bayern sei er aber „in die Falle getappt“.

    Bislang werden die Anträge laut Aiwanger aber auch in Bayern nur auf Plausibilität geprüft. Ab Mitte Juni sollen genauere Nachprüfungen beginnen. Er gehe davon aus, dass es dann einiges an Rückforderungen geben werde. Doch wer guten Gewissens seine Angaben gemacht habe, werde nicht wegen geringen Summen spitzfindig verfolgt werden.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen

    In München wurden am Dienstag 12 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 5.474 Personen, die bereits genesen sind, sowie 205 Todesfälle.

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 (Stand 14.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt wöchentlich ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen.

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 9,45. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in Bayern: Aufnahmestopp für Alten- und Pflegeheime läuft  aus 

    Update: 19. Mai, 14.29 Uhr: Zum 25. Mai soll der seit Wochen in Bayern wegen der Corona-Pandemie bestehende Aufnahmestopp für stationäre Alten-, Behinderten- und Pflegeheime auslaufen. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Wegen der besonderen Gefährdung von Pflegebedürftigen und der oft schweren Krankheitsverläufe erfordere die Lockerung aber individuelle Aufnahmekonzepte der Einrichtungen.

    Voraussetzung für eine Aufnahme von Bewohnern sei ein individuelles Schutzkonzept, das den größtmöglichen Schutz von Bewohnern und Personal gewährleiste. Für Neu-Aufnahmen seien etwa Corona-Testnachweise, der Nachweis einer Schutzisolation und vorhandene Symptomfreiheit relevant. Dies gelte auch für geplante häusliche Aufnahmen und für Rückverlegungen. Zudem sollen auch verdachtsunabhängige Testungen von Personal und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen intensiviert werden.

    Corona in Bayern: Freistaat senkt Grenzwert für Corona-Hotspots auf 35 Neuinfektionen

    Update: 19. Mai, 13.39 Uhr: Der Freistaat Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Kabinett hat am Dienstag in München den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte. 

    Das Frühwarnsystem sei ein „probates Mittel“, um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner geeinigt.

    „Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben“, sagte Herrmann. Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

    Je nach Ausbruchsgeschehen werde dann in unterschiedlichen Stufen ein Plan entwickelt, wie die Ansteckungen wieder minimiert werden könnten. Dazu gehöre das Aufspüren von Kontaktpersonen, gegebenenfalls die Quarantäne von bestimmten Einrichtungen oder die Verlegung von Menschen aus geschlossenen Einrichtungen bis hin zur Schließung von Geschäften oder im schlimmsten Fall auch allgemeinen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen.

    Corona in Bayern: Kabinett beschließt weiteren Fahrplan für Kita-Öffnungen 

    Update: 19. Mai, 13.36 Uhr: Nach wochenlanger Zwangspause sollen in Bayern schrittweise immer mehr Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen. Das Kabinett beschloss am Dienstag einen ersten Fahrplan auch für die Zeit nach Pfingsten

    Nach den Pfingstferien am 15. Juni sollen die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen - sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. 

    Dabei gilt überall: Es sollen weiterhin möglichst kleine und feste Gruppen mit festen Betreuern gebildet werden.

    Corona in Bayern: Freizeitparks, Seilbahnen, Schifffahrt und Schlösser öffnen wieder 

    Nach wochenlanger Corona-Zwangspause dürfen pünktlich zum Beginn der Pfingstferien am 30. Mai touristische Angebote und Einrichtungen in Bayern wieder öffnen. Darunter sind etwa Freizeitparks, Seilbahnen, Stadtführungen und die Fluss- und Seenschifffahrt

    Die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof sowie die Residenzen in München und Würzburg sollen ab 2. Juni wieder öffnen. Diesen Zeitplan beschloss das Kabinett am Dienstag in München.

    Ebenfalls am 30. Mai dürfen Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze wieder öffnen - unter strengen Hygienevorschriften, die das Kabinett am Dienstag festzurrte. 

    Unter anderem gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht für Gäste und Personal in gemeinschaftlich genutzten Innenbereichen. Gruppenübernachtungen sind bis auf Weiteres aber noch nicht möglich.

    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte die geplanten Öffnungen ausdrücklich. „Dann wird die Corona-Krise noch mehr hinter uns bleiben, hoffentlich ohne Rückschläge“, sagte er.

    Corona in Deutschland: Über 20 400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Corona infiziert 

    Update: 19. Mai, 12.53 Uhr: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge in Deutschland mehr als 20 400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen mit dem neuartigen Virus infiziert. Davon haben laut RKI mittlerweile geschätzte 19 100 Menschen die Infektion überstanden.

    Alleine in Krankenhäusern, Praxen, Dialyseeinrichtungen und bei Rettungsdiensten verzeichnete das RKI bislang mehr als 11 800 Corona-Fälle (Stand 18.5. 0 Uhr). In Pflege- und anderen Wohneinrichtungen waren es mehr als 8500 Infektionen. Insgesamt 895 erkrankte Mitarbeiter mussten demnach stationär behandelt werden, 61 sind gestorben.

    Personal in Gesundheitseinrichtungen werde allerdings nur punktuell auf das Virus getestet, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ (Dienstag). Das RKI habe auf Anfrage der Zeitung eingeräumt, es sei dem Institut nicht bekannt, wie umfassend in den Einrichtungen getestet werde.

    Insgesamt hat das RKI bislang 175 200 Corona-Infektionen in Deutschland registriert - davon 155 700, die die Infektion bereits überstanden haben (Stand 19.5. 0 Uhr).

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Montag 6 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.657 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.424 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,18. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    In Bayern sind inzwischen 45 863 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2306 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 40 260 Menschen. Das teilte das LGL am Montag auf seiner Homepage mit. 

    Corona in Bayern: Freistaat ändert Quarantäne-Regeln für Einreisende 

    Update: 18. Mai, 13.57 Uhr:  Bayern hat wie angekündigt die Quarantäne-Regeln für Einreisende geändert. Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich seit dem Wochenende nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Montag erklärte. „Bayern hat seine Verordnung entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarungen geändert.“ 

    Bis dato hatten Menschen, die etwa aus einem europäischen Nachbarland nach Bayern einreisten, noch für 14 Tage in Quarantäne gemusst. Dies sollte die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen.

    Die Bundesländer hatten sich vergangene Woche nach Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt darauf verständigt, die Regeln zu lockern. Einige hatten die Quarantäne-Vorgaben schon aufgehoben.

    Zum sogenannten Schengenraum zählen auch Nicht-EU - Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Er geht zurück auf ein in der luxemburgischen Gemeinde Schengen geschlossenes Abkommen der Staaten zur Abschaffung stationärer Grenzkontrollen an den Binnengrenzen.

    Corona in Deutschland: Söder für verlängerte Lohnfortzahlung für Eltern in Corona-Krise

    Update: 18. Mai, 12.27 Uhr: Auch die CSU unterstützt den Plan, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Nach der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortete am Montag auch CSU-Chef Markus Söder das von der SPD vorangetriebene Vorhaben, den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern. Er sei dafür, sagte Söder am Montag nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandsschalte.

    Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Für eine Anschlussregelung hatten sich zuvor Sozialminister Hubertus Heil und Familienministerin Franziska Giffey eingesetzt (beide SPD), ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken.

    Corona in München: S-Bahnen fahren nach Corona-Einschränkungen wieder normal 

    Update: 18. Mai, 12.01 Uhr:  Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern fahren nach gut zwei Monaten coronabedingter Einschränkungen wieder nach regulärem Fahrplan. Das sagte der bayrische DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel am Montag in München. 

    Seit Montag fährt die Münchner S-Bahn wieder nach normalem Fahrplan. Alle Züge werden dreimal am Tag gereinigt, inklusive von Türöffnern, Haltegriffen und allen anderen „Kontaktflächen“, die die Fahrgäste berühren. 

    Drei Reinigungskräfte der mobilen Reinigung der S-Bahn München stehen in der Tür einer stehenden S-Bahn. Die Reinigungskräfte sorgen im Team dafür, dass während der Corona-Zeit Kontaktflächen richtig desinfiziert sind. 

    Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) appellierte an die Nutzer der Bahn, wie vorgeschriebenen Mundschutz in den Zügen und auf den Bahnsteigen zu tragen: „Wenn alle eine Maske tragen, kann man bedenkenlos fahren.“

    Im März hatte die DB den regionalen Zugverkehr wegen Corona eingeschränkt 

    Abgesehen von den fehlenden Fahrgästen wollte die Deutsche Bahn Reserven haben, falls die Pandemie unter der Bahn-Belegschaft um sich gegriffen hätte.

    Diese Befürchtungen sind nicht eingetreten. Noch nicht normalisiert haben sich allerdings die Fahrgastzahlen, auch wenn diese mittlerweile wieder steigen. Die Münchner S-Bahn wurde an normalen Werktagen vor Beginn der Corona-Epidemie von etwa 840 000 Menschen genutzt, das waren rund zwei Drittel der landesweit etwa 1,3 Millionen Fahrgäste pro Werktag im regionalen Nahverkehr.

    Nachdem die Corona-Ausgangsbeschränkungen im März verkündet wurden, sanken die Zahlen auf ein Zehntel des Üblichen. Inzwischen liegen die Fahrgastzahlen der Münchner S-Bahn laut DB wieder bei 40 Prozent der Zahlen vor Beginn der Epidemie.

    Dennoch gibt es Klagen von Fahrgästen, die sich zu den Hauptverkehrszeiten unwohl in den Zügen fühlen und monieren, dass ihnen andere Menschen zu nahe kommen.

    Corona in Deutschland: Söder schlägt finanzielle Förderung für Urlaub in Deutschland vor 

    Update: 18. Mai, 11.23 Uhr: Angesichts der Corona-Krise schlägt die CSU eine finanzielle Förderung von Urlaub in Deutschland in diesem Jahr vor. Mit finanziellen Anreizen in den Sommermonaten könnte man „ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen“, sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag vor einer Videoschalte des CSU-Vorstands in München. 

    Denkbar seien entweder Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit - er sei da relativ offen. Söder plädierte aber für eine Förderung „vor allem für diejenigen, die nicht so viel Geld haben und sich so etwas nicht so leisten können“. Und viele Menschen könnten sich nur wenig leisten.

    Söder zeigte sich skeptisch, was Urlaubsmöglichkeiten in europäischen Nachbarländern angeht, und grenzte sich dabei von Außenminister Heiko Maas (SPD) ab. Er sei da sehr zurückhaltend. „Ich glaube nicht wie Heiko Maas, dass es so leicht ist, dass wir heute schon Pläne vorgeben können, dass wir in einem Monat schon wieder in Italien oder in Spanien sind oder in Frankreich“, sagte Söder. „Keines dieser Länder hat im Moment das entsprechend angekündigt. Insofern sollten wir nicht vorpreschen.“ Man bewege sich weiter auf sehr dünnem Eis.

    Maas wollte am Montagmittag mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern der Deutschen beraten, wie die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien geladen.

    Corona in Bayern: Biergärten und Außengastronomie wieder geöffnet

    Update: 18. Mai, 10.47 Uhr: Mit der Öffnung von Biergärten, Freischankflächen und Wirtsgärten kehrt Bayern ein Stück weiter zur Normalität in Corona-Zeiten zurück. „Ich war gerade in einem Biergarten, der hatte um halb elf schon geöffnet. Da saßen die ersten Gäste und haben einen Cappuccino getrunken“, sagte der Geschäftsführer des Branchenverbands Dehoga, Thomas Geppert, in München

    Seit Montag dürfen Wirte in Bayern ihre Gäste wieder unter freiem Himmel versorgen. In einer Woche sollen auch die Innenräume folgen. Allerdings gelten Einschränkungen, um Ansteckungen zu verhindern. Insbesondere muss der Abstand von 1,50 Metern zu anderen Gruppen gewahrt werden.

    Man merke, dass sich Personal und Wirte auf die Gäste freuten, sagte Geppert. Gleichzeitig sei die Platzkapazität durch die Abstandsregelungen massiv eingeschränkt. „Die entscheidende Frage wird sein, wie da ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist.“ 

    Geppert geht davon aus, dass rund 40 bis 50 Prozent der Tische wegfallen - je nach örtlichen Gegebenheiten könnten die Zahlen aber abweichen. Nicht alle Wirte öffneten am Montag wieder. Manche warteten auch noch ab, sagte Geppert. Wie viele dies täten, sei aber nicht bekannt.

    Ab Montag ändern sich in Bayern mehrere Corona-Regeln. Das betrifft vor allem Gastronomie, Schulen und die GrenzenWas sich alles ab Montag ändert im Überblick.

    Corona in Bayern: Seehofer und Söder besuchen deutsch-österreichische Grenze 

    Update: 18. Mai, 09.42 Uhr: Mitten in der aktuellen Debatte über Sinn und Zweck der Corona-Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich will sich Bundesinnenminister Horst Seehofer am Übergang in Freilassing ein Bild über die aktuelle Situation machen. 

    Begleitet wird er am Montag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landesinnenminister Joachim Herrmann (alle CSU). Gerade im direkten Grenzgebiet hatten die seit Wochen geltenden Kontrollen zur Pandemie-Bekämpfung die Menschen sehr verärgert. Berufspendler und Unternehmer müssen mit starken Behinderungen und Wartezeiten rechnen, auch wenn zuletzt wieder mehr Grenzübergänge geöffnet wurden.

    Wegen der Corona-Pandemie gibt es offiziell noch bis Mitte Juni Kontrollen an der Grenze zu Österreich, diese sollten aber seit dem Wochenende nur noch stichprobenartig durchgeführt werden. Seehofer hatte in den vergangenen Tagen jedoch erklärt, dass auch eine Rücknahme von Lockerungen an den Grenzen nicht auszuschließen sei, sollten die Corona-Infektionen stark steigen.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Sonntag 11 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.651 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.389 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle. Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,25. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    Corona in München: Viele Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz

    Das schöne Wetter hat am Samstag viele Menschen in München ins Freie gelockt und so für einige Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz in der Innenstadt gesorgt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hat es vor allem am Gärtnerplatz einige Einsätze der Polizei gegeben. Mehrere hundert Personen hätten sich dort aufgehalten und den Mindestabstand zueinander nicht mehr eingehalten. 

    Auch am Viktualienmarkt wurde gegen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus verstoßen. Eine große Personengruppe habe sich getroffen, um vor den dortigen Geschäften Alkohol zu trinken, hieß es von der Polizei weiter. Nach der Ansprache der Personen durch die Beamten sollen sich die Gruppen jedoch aufgelöst haben.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Freitag 31 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.614 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.339 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Je weiter die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu verzeichnen. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 16,24. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    In Bayern sind inzwischen 45 532 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2277 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 39 510 Menschen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

    Corona in München:

    Update: 15. Mai, 14.17 Uhr: Zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 wird eine baldige Zulassung des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Medikaments Remdesivir erwartet. Schon jetzt können Patienten in bestimmten Fällen damit behandelt werden. 

    Es sei ein ungewöhnlicher Schritt, dass der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) schon vor der Zulassung einen breiteren Einsatz ermöglicht habe, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der an weltweiten Studien zu Remdesivir beteiligten Klinik für Infektiologie der München Klinik Schwabing. Die Zulassung scheint in greifbarer Nähe. Die Spitze der EMA habe mitgeteilt, dass eine Zulassung noch „vor dem Sommer“ erfolgen könnte, sagte Wendtner.

    Die bisherigen Zwischenergebnisse seien so gut, dass das Medikament im Sinne eines Hilfsprogramms außerhalb von Studien zur Verfügung gestellt werden könne. Bundesweit gebe es 18 Apotheken, die das Medikament der US-Firma Gilead Sciences dazu verteilen dürfen, zwei davon in Bayern - eine in Schwabing. 

    Bereits vor einiger Zeit hatte Wendtner berichtet, dass etwa die Hälfte der mit Remdesivir behandelten Patienten davon profitiere. Etwa konnten schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden. Auch andere Mediziner, etwa in den USA, sahen Erfolge.

    Die München Klinik Schwabing ist als eine von acht deutschen Kliniken an den Remdesivir-Studien beteiligt, an denen weltweit rund 7600 schwer und mittelschwer erkrankte Patienten teilnehmen sollen. Bis zum 29. Mai sollen Patienten rekrutiert werde. „Dann wird es eine große Auswertung geben“, sagte Wendtner. Vom Ergebnis hängt ab, ob das Mittel endgültig für die Behandlung von Covid-19 zugelassen wird.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Donnerstag 20 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.583 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.280 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. 

    Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 16,45. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    In Bayern sind inzwischen 45.352 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2.250 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der  Genesenen lag bei 39.140  Menschen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit. 

    Corona in München: Philharmoniker sagen sämtliche Abo-Konzerte ab 

    Update: 14. Mai, 16.35 Uhr: Die Münchner Philharmoniker unter Chefdirigent Valery Gergiev haben ihre Abonnement-Konzerte bis zum Ende der Spielzeit abgesagt. „Dieser Schritt schmerzt, ist aber letztlich nur konsequent“, sagte Intendant Paul Müller am Donnerstag in München. 

    Derzeit sind Veranstaltungen dieser Art wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Die notwendige behördliche Grundlage sei für die noch ausstehenden Konzerte nicht in Sicht. Sollte dies doch in kleinerem Rahmen und mit weniger Publikum möglich sein, werde man aber so schnell wie möglich auf die Bühne zurückkehren, „besser heute als morgen“.Die Konzertabsagen gehen bis zum 7. Juli

    Unklar ist noch, ob das Freiluftkonzert „Klassik am Odeonsplatz“ im Juli stattfinden wird. Am 10. Juli soll der Pianist Igor Levit mit dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks spielen, am 11. Juli dann die Philharmoniker mit der Pianistin Hélène Grimaud. Hier wird nach Auskunft des Orchesters noch geprüft, ob das Konzert abgesagt oder auf einen anderen Termin verlegt wird.

    Corona in München: Klinik Schwabing hat ein Krankenhaus im Krankenhaus

    Update: 14. Mai, 16.33 Uhr:   Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter haben heute die Klinik Schwabing besucht. Dort wurden Ende Januar die ersten deutschen Corona-Patienten behandelt. 

    Bei dem Rundgang mit Klinik-Geschäftsführer Dr. Axel Fischer machen sich die beiden ein Bild von der Covis-19 Versorgung vor Ort. Die Klinik Schwabing besteht aus vielen Einzelbauten und baute den Pavillion „Haus 3“ um, damit dort hauptsächlich mit Corona Infizierte behandelt werden können. Das Haus 3 fungiert jetzt wie ein Krankenhaus im Krankenhaus: Hier werden Patienten mit Covid-19 auf Covid-Normalstationen und einer eigenen Intensivstation behandelt. 

    Markus Söder und Dieter Reiter unterhalten sich im Krankenhaus München Schwabing in einem Zimmer der Intensivstation. Söder und Reiter haben heute die Covid-19-Intensivstation in Haus 3 besucht. Dieses neu ausgestattete Haus soll künftig als Hauptbehandlungszentrum der München Kliniken für Covid-19-Patienten dienen. 

    Die München Klinik Schwabing ist außerdem eines der wenigen deutschen Zentren zur klinischen Erforschung des Ebola-Medikaments Remdesivir als mögliche Therapie gegen Covid-19.

    Corona in Deutschland: Telefonische Krankschreibung soll nur noch bis Ende Mai möglich sein 

    Update: 14. Mai, 15.33 Uhr: Eine telefonische Krankschreibung als Ausnahmeregelung in der Corona-Krise soll nur noch bis Ende Mai möglich sein. Die Regelung, wonach sich Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt befristet krank schreiben lassen können, verlängerte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag nach eigenen Angaben "nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage letztmalig" bis zum 31. Mai.

    "Wir bereiten damit die Rückkehr zur regulären Patientenversorgung hinsichtlich der ärztlichen Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit vor", erklärte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken. Mit der Verlängerung um etwa zwei Wochen sollen Arztpraxen den nötigen Vorlauf erhalten, um sich auf die Wiederherstellung des Regelbetriebs einzustellen. Ab dem 1. Juni ist demnach wieder eine körperliche Untersuchung zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit notwendig.

    Sollte sich die Infektionsdynamik wieder beschleunigen, behält der G-BA sich aber vor, auch kurzfristig eine neue Sonderregelung zu beschließen. Der G-BA betonte, dass Menschen sich unabhängig von der Regelung bei typischen Covid-19-Symptomen, nach Kontakt zu Corona-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch bei ihrer Praxis melden sollen.

    Patienten kann damit vorerst bis Monatsende eine Arbeitsunfähigkeit nach telefonischer Anamnese für maximal eine Woche bescheinigt werden. Bei fortdauernder Erkrankung kann die Krankschreibung einmal verlängert werden. Seit dem ersten Beschluss des G-BA zu der Regelung vom März wurde diese mehrfach verlängert, allerdings gab es darüber auch bereits Streit.

    Corona in München: Weitere Demonstration gegen Corona-Maßnahmen geplant

    Update: 14. Mai, 14.02 Uhr: In München soll es am Samstag eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen geben. Es sei eine Veranstaltung mit 10 000 Menschen auf der Theresienwiese angekündigt, sagte der Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle in der Vollversammlung des Stadtrats

    Die Stadt werde den Infektionsschutz mit Auflagen gewährleisten. Gleichzeitig kündigte Böhle ein hartes Vorgehen bei Verstößen an. Die Polizei werde rigoros vorgehen und die Einhaltung der Auflagen ebenso kontrollieren wie die Zahl der Teilnehmer. Notfalls werde man auf ein Ende der Versammlung hinwirken.

    Außerdem hagelt es Kritik von noPAG und der Fachinformationstelle Rechtsextremismus München an der Corona-Demonstration.

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will bei der für das Wochenende geplanten Demonstration gegen Corona-Einschränkungen die Teilnehmerzahl auf „höchstens tausend“ begrenzen.

    Corona in Bayern: Söder bekräftigt Forderung nach „nachhaltigem Konjunkturprogramm“

    Update: 14. Mai, 12.05 Uhr: Angesichts eines „substanziellen Rückgangs“ der Steuereinnahmen wegen der Corona-Krise hat CSU-Chef Markus Söder die Forderung nach einem großen Konjunkturprogramm bekräftigt. Jeglichen Steuer- oder Abgabenerhöhungen erteilte der bayerische Ministerpräsident eine klare Absage

    „Ganz im Gegenteil“ werde man sich auf Bundesebene für ein „nachhaltiges Konjunkturprogramm“ einsetzen, sagte Söder am Donnerstag in München.

    Und ergänzend zu einem Bundesprogramm werde man auch noch einmal schauen, was man speziell in Bayern noch machen könne. Das werde man zeitlich danach machen und damit die Maßnahmen auf Bundesebene ergänzen. Ziel müsse sein, bestehende Konzepte zu beschleunigen - das gelte etwa für Schule, Digitalisierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Konjunktur.

    Die Steuerschätzung des Bundes sollte noch am Donnerstag vorgelegt werden. Die konkreten Zahlen für den Freistaat will Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) dann am Freitag vorstellen.

    Corona in Bayern: Großveranstaltungen weiterhin verboten - Noch keine rechtliche Regelung

    Update: 14. Mai, 11.29 Uhr: Weiterhin gilt, dass aus Infektionsschutzgründen bis zum 31. August alle Großveranstaltungen verboten sind. Eine Definition gibt es dafür aber bisher nicht. Auf Hallo-Anfrage erklärte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums: "Eine rechtliche Regelung zu der Ankündigung, dass „Großveranstaltungen“ bis 31. August nicht stattfinden können, wird zu gegebener Zeit erfolgen."

    Bis auf weiteres gelte in Bayern ein generelles Veranstaltungsverbot. Ausnahmegenehmigungen könnten aber auf " Antrag von den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden erteilt werden, soweit dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht im Einzelfall vertretbar ist".

    Corona in Bayern: Deutlich mehr Hilfe für Kunst und Kultur

    Update: 14. Mai, 10.51 Uhr: Bayern stockt sein Hilfsprogramm für die krisengeschüttelte Kulturbranche deutlich auf: 200 Millionen Euro statt wie bisher geplant 90 Millionen Euro sollen nun für Künstler und Kulturschaffende im Freistaat bereitgestellt werden. Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder, Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) am Donnerstag in München an. 

    Profitieren sollen nun auch Künstler, die nicht in der Künstlersozialkasse organisiert sind. Und es gibt weitere Millionenhilfen für Spielstätten wie Theater und Kinos, für Musikschulen, Laienmusikgruppen und den Ausfall von Filmproduktionen.

    „Wir leben mit und von der Kultur in Bayern“, sagte Söder. Das Engagement der Künstler sei wertvoll und zugleich dringend notwendig.

    Konkrete Daten sind allerdings bisher nicht in Sicht. Erst vergangene Woche hatte Sibler die Hoffnungen gedämpft und schon von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen.

    Die Kulturminister der Länder arbeiten momentan allerdings an einem Konzept für mögliche Öffnungen im Kunst- und Kulturbereich. Das soll dann der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt werden.

    Kultur-Neustart ab Pfingsten - Mehrzahl aber erst ab Herbst

    Nach langen coronabedingten Schließungen will Söder auch bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen sehr vorsichtig vorgehen, setzt aber auf einen langsamen Neustart ab Pfingsten. „Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht“, sagte Söder am Donnerstag. 

    Er betonte: „Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen.“ Das Gros werde nach Einschätzung der Kulturminister aber eher erst ab den Sommerferien oder danach beziehungsweise im Herbst folgen. „Schrittweise, besonnen, Stück für Stück“, betonte der Ministerpräsident.

    Söder kündigte bereits strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. „Das Modell der Kirchen könnte da ein ganz gutes Modell sein.“ Dort gelten in Innenräumen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht.

    Bayern fordert Konzept für Kinos

    Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) fordert für die Wiedereröffnung von Kinos in der Corona-Krise ein bundesweites Konzept. „Wir brauchen einheitliche Starts“, sagte sie am Donnerstag in München. 

    „Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können.“ Sie halte darum ein abgestimmtes Vorgehen der Bundesländer „für absolut sinnvoll“.

    Corona in Bayern: Söder und Minister äußern sich zu Kunst und Kultur 

    Update: 14. Mai, 10.13 Uhr: Wie geht es mit Kunst und Kultur in Bayern weiter? Zu dieser Frage will sich heute  Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München äußern. Auch Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU) sind anwesend. Bei dem Pressegespräch soll es unter anderem um weitere Hilfen für die krisengeschüttelte Kulturbranche gehen.

    Filmschaffende, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende stecken wegen der coronabedingten Schließungen in großen finanziellen Schwierigkeiten oder sehen gar ihre Existenz bedroht. Sie fordern eine bessere finanzielle Unterstützung und endlich eine Perspektive, wann Theater, Kinos, Konzertsäle und andere Einrichtungen wieder öffnen können. 

    Erst vergangene Woche hatte Sibler die Hoffnungen aber gedämpft und von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen. Derzeit richte man alle Planungen darauf aus, zur neuen Spielzeit im Herbst zu beginnen.

    Die Kulturminister der Länder arbeiten momentan an einem Konzept für mögliche Öffnungen im Kunst- und Kulturbereich. Das soll dann der Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt werden.

    Corona in Bayern: Weniger Verkehrsunfälle in der Krise

    Update: 14. Mai, 09.58 Uhr: Durch die Corona-Pandemie ist es im März zu deutlich weniger Unfällen in Bayern gekommen. Im Vergleich zu Vorjahresmonat habe es 2020 mit 23 270 Verkehrsunfällen 29,8 Prozent weniger Unfälle gegeben, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Donnerstag mit. 

    2019 gab es im März noch 33 136 Verkehrsunfälle. Entsprechend sank auch die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen. Die Zahl der Verkehrstoten sei von 41 im März 2021 auf 21 im März diesen Jahres gesunken. Die Zahl der Schwerverletzten ging um etwa 30 Prozent und die der Leichtverletzten um mehr als 38 Prozent zurück.

    Corona in Bayern: Piazolo setzt große Hoffnungen auf künftiges „Lernen im Wechsel“

    Update: 13. Mai, 13.55 Uhr: Eine Woche Unterricht in der Schule, dann eine Woche Lernen zu Hause - mit einem solchen Wechselmodell sollen die Lehrer, Schüler und Eltern in Bayern nach langer Corona-Pause ganz langsam wieder zu mehr Normalität zurückfinden. 

    Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt nach eigenen Worten große Hoffnungen auf das künftige „Lernen im Wechsel“. 

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Mittwoch 72 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.563 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.232 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,04 – das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter einen Menschen neu ansteckt. Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 15,56. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

    In Bayern sind inzwischen 45 154 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2231 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 38 770 Menschen.

    Corona in Bayern: Bundespolizei öffnet fünf Grenzübergänge zu Österreich 

    Update: 13. Mai, 11.33 Uhr: Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet. „An zwei weiteren Kontrollstellen haben wir die Öffnungszeiten verlängert beziehungsweise bedarfsgerecht angepasst“, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel, am Mittwoch. Elf Grenzübergänge seien zudem ab sofort für Land- und Forstwirte wieder passierbar.

    Unabhängig davon sollen die Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an generell vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

    Corona in Bayern: Bestattungen mit mehr Menschen erlaubt 

    Update: 13. Mai, 10.07 Uhr: An Bestattungen im Freien dürfen künftig bis zu 50 Menschen teilnehmen. Es gelten ab sofort die Vorgaben wie für Gottesdienste, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstag mit. 

    Demnach beträgt die Höchstteilnehmerzahl für Zeremonien unter freiem Himmel 50 Personen und es ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu wahren. In Gebäuden ist die maximale Zahl der Gäste von der Anzahl der Plätze abhängig, bei denen ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden kann. 

    Bis dato galt für Bestattungen eine Teilnehmerzahl von maximal 15 Menschen.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am  Dienstag 68 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.491 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.167 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle

    Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 – das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter weniger als einen Menschen neu ansteckt. Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. 

    Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt wöchentlich ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen.

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,73. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vomBayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

    In Bayern gibt es aktuell nur noch rund 4300 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Seit Ausbruch der Pandemie seien 44 933 Fälle registriert worden, seit Montag seien 219 Fälle neu hinzugekommen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. 

    2202 Menschen seien bisher an den Folgen der Infektion gestorben, seit gestern habe es 32 neue Todesfälle gegeben.

    „Wir halten uns sehr stabil“, die bisherigen Lockerungsmaßnahmen hätten bisher nicht zu einem großen Anstieg der Zahlen geführt, sagte Huml. Gleichwohl sei es trotzdem notwendig, weiter vorsichtig zu sein. Dies gelte insbesondere für die anstehende schrittweise Öffnung von Gastronomie und Hotellerie ab dem 18. Mai. Huml appellierte an alle Verantwortlichen, die Hygienekonzepte konsequent umzusetzen.

    Corona in Bayern: Auch Pfleger von Behinderten können Corona-Pflegebonus beantragen  

    Update: 12. Mai, 16.55 Uhr: Der einmalig auszahlbare Bonus von 500 Euro für Pflegekräfte während der Corona-Krise kann nun auch von Mitarbeitern in stationären Behinderteneinrichtungen beantragt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München die entsprechende Erweiterung des Berechtigtenkreises. 

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums profitieren davon im Freistaat rund 22 500 Personen, „die körperlich eng an und mit Menschen mit Behinderung arbeiten“. Insgesamt seien damit voraussichtlich rund 290 000 Menschen berechtigt, die Einmalzahlung zu beantragen.

    Darüber hinaus beschloss der Ministerrat, dass die Antragsfrist beim Pflegebonus bis zum 30. Juni 2020 verlängert wird. Nach Angaben des Ministeriums wurden bisher rund 7000 Anträge ausgezahlt, insgesamt lägen 181 000 Anträge vor.

    Corona in Bayern: Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer bleibt

    Update: 12. Mai, 14.55 Uhr: Die in Niedersachsen von einem Gericht gekippte generelle Quarantänepflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland einreisen, gilt in Bayern vorerst unverändert weiter. Die Staatsregierung sehe keine aktuelle Notwendigkeit, die Regelung zu verändern. „Momentan gilt es noch in Bayern“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

    Ihr seien zudem in Bayern keine gerichtlichen Auseinandersetzungen zu der Regelung bekannt, die auf einer Verabredung aller Bundesländer basiere, sagte Huml. Gleichwohl werde auch in Bayern immer geschaut, ob die geltenden Verordnungen noch angemessen seien.

    Corona in Bayern: Kabinett konkretisiert Restaurant-Regeln - Zwei Haushalte pro Tisch 

    Update: 12. Mai, 14.15 Uhr: Vor dem Ende der coronabedingten Zwangspause für die bayerischen Restaurants konkretisiert die Staatsregierung die künftigen Regeln: „Der Kern heißt letztlich immer: 1,50 Meter Abstand halten“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. 

    Miteinander an einem Tisch sitzen dürften Mitglieder einer Familie oder eines Hausstandes sowie ein weiterer Hausstand. Damit orientiert sich die Regelung für die Gaststätten nach Worten Herrmanns an der Kontaktbeschränkung, die inzwischen wieder Treffen zweier Hausstände erlaubt, im privaten Raum, im öffentlichen Raum und künftig eben auch in dern Restaurants.

    Zudem bekräftigte Herrmann, grundsätzlich müsse in Gaststätten eine Mundschutz getragen werden, von den Gästen, vom Personal und auch in der Küche - es sei denn, dort könnten die 1,50 Meter Mindestabstand gewährleistet werden. Am Tisch allerdings dürfen Gäste die Masken abnehmen. Zudem sieht ein Konzept, dass die Gastronomie zusammen mit Wirtschafts- und Gesundheitsministerium erarbeitet hat, Regeln für den Einsatz von Desinfektionsmitteln und ähnlichem vor.

    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sprach von einem in sich schlüssigen Konzept. Er sei auch überzeugt, dass die Menschen die Gastronomie-Angebote sehr schnell wieder gut annehmen werden.

    Corona in München: Bayern will neues Konzept für Versammlungen ausarbeiten 

    Update: 12. Mai, 14.07 Uhr: Nach den ausufernden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen am Wochenende will die Staatsregierung ein neues Konzept für Versammlungen in Corona-Zeiten ausarbeiten. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) werde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden ein Konzept entwickeln, wie Versammlungen möglich sind, ohne Dritte zu gefährden oder „dem Rechtsstaat auf der Nase herumzutanzen“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung.

    Es gebe überhaupt keinen Zweifel an dem hohen Wert des Versammlungsrechts, sagte Herrmann. „Aber alle Freiheiten haben natürlich auch Grenzen: Die Grenzen sind dort, wo man andere in Gefahr bringt, wo man andere bedroht.“

    In München hatten Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. Es waren deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten. Auch Passanten seien teilweise von den Demonstranten angegangen worden, sagte Herrmann. „Das ist natürlich ein Überschreiten von Grenzen, das man nicht hinnehmen kann.“

    Corona in München: Surfen auf der Eisbachwelle wieder erlaubt

    Update: 12. Mai, 13.33 Uhr: In München ist das Surfen an der berühmten Eisbachwelle unter Auflagen wieder möglich. Die Hygienevorgaben seien strikt zu beachten, teilte die Münchner Stadtverwaltung am Dienstag mit. Personen müssten zudem einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, auch beim Warten auf den Zutritt zum Wasser. 

    Eine traurige Nachricht für alle Fans der Eisbach-Wellenreiter: Zuschauer sind laut Stadt nicht zugelassen. Seit Ende März war das Surfen dort wegen der Corona-Pandemie nicht erlaubt.

    Die Eisbachwelle im Englischen Garten. Die Welle ist normalerweise während des ganzen Jahres ein beliebter Hotspot für Surfer. 

    Corona in München: 50 Busse demonstrieren vor dem Wirtschaftsministerien

    Update: 12. Mai, 13.28 Uhr: Mit einem Fahrzeugkorso von etwa 50 Reisebussen haben bayrische Unternehmer heute für staatliche Hilfen und eine Öffnung ihrer Branche demonstriert. Am Vormittag fuhren die mit Sprüchen wie „Hilfe, wir kommen unter die Räder“ oder „Endstation Insolvenz“ ausgestatteten Busse vor dem bayerischen Wirtschaftsministerium vor. 

    Die überwiegend familiengeführten Reisebusunternehmen in Bayern demonstrierten gegen das seit acht Wochen geltende Betriebsverbot und fordern schnelle finanzielle Hilfen sowie eine baldige Öffnung des Reisebusverkehrs.

    Die ursprünglich angedachte Übergabe einer Petition sei in Absprache mit dem Ministerium auf den Nachmittag verschoben worden, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Bayerischer Omnibusunternehmen, Stephan Rabl. Dabei sollte es auch ein Treffen mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) geben.

    Die Reisebusunternehmer hoffen auf die Unterstützung der Politik in der Corona-Krise. Sie beklagen, die Einnahmeverluste durch die aktuellen Einschränkungen. Tausend familiengeführte Betriebe in Bayern stünden vor einem Scherbenhaufen, erklärte der Verband. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten bei weitem nicht.

    Aiwanger sagte: „Die Reisebusse dürfen aus jetziger Sicht mit der Öffnung der Tourismusbranche am 30. Mai endlich wieder fahren.“ Er sehe die „sehr großen Probleme“ der Branche deutlich und hoffe, „dass die Betriebe diese Durststrecke noch überbrücken können“.

    Corona in Deutschland: Reproduktionszahl wohl weiter um 1 

    Update: 12. Mai, 10.33 Uhr: Die sogenannte Reproduktionszahl könnte nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) auch in den nächsten Tagen weiter bei etwa 1 liegen. Ursache sei, dass sich die Zahl täglicher Neuinfektionen kaum mehr verringere und sich einem Plateau nähere, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Dienstag in Berlin. 

    Die aktuelle Reproduktionszahl, kurz R-Wert, bilde jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab, der am Montag gemeldete Wert zum Beispiel die Situation in der Zeit vom 28. April bis 3. Mai.

    Generell unterliege der R-Wert Schwankungen - unter anderem, weil einzelne Ausbrüche den Wert stärker beeinflussen als bei insgesamt größeren Infektionszahlen. Daher werde das RKI künftig einen sogenannten geglätteten R-Wert mitteilen, bei dem solche Schwankungen besser ausgeglichen würden.

    Corona in Bayern: Kabinett berät erneut über Corona-Krise 

    Update: 12. Mai, 10.22 Uhr: Das bayerische Kabinett berät am Dienstag (10.00 Uhr) über die nächsten Schritte in der Corona-Krise. Ein Thema dürfte sein, wie verhindert werden kann, dassDemonstrationen gegen Anti-Corona-Maßnahmen derart aus dem Ruder laufen wie am Wochenende. Unter anderem in München und Nürnberg hatten Tausende Menschen demonstriert, Abstands- und andere Regeln zum Schutz der gesamten Bevölkerung wurden dabei nicht eingehalten.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will künftig bei Corona-Demonstrationen deutlich mehr Polizei einsetzen. "Die Polizei wird bei den Versammlungen in den nächsten Wochen noch stärker präsent sein", sagte Herrmann der "Augsburger Allgemeinen" von Dienstag. "Wir werden sehr genau hinschauen, insbesondere bei den Leuten, die den Staat als Ganzes ablehnen und aggressiv auftreten."

    Das Grundgesetz gewähre nicht nur Versammlungs- und Meinungsfreiheit, es gebe dem Staat auch auf, seine Bürger vor der rücksichtslosen Gefährdung durch andere zu schützen, sagte der CSU-Politiker. Er sehe die gerade um sich greifenden Verschwörungstheorien "mit großer Sorge".

    Über die Ergebnisse der Kabinettssitzung wollen anschließend Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) informieren. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist bei der Pressekonferenz nicht mit dabei - er hatte schon vergangenen Woche angekündigt, die Auftritte nun verstärkt den Ministern zu überlassen.

    Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Montag 58 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.423 Infektionen gemeldet. 

    In dieser Zahl enthalten sind 5.095 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle. Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 – das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter weniger als einen Menschen neu ansteckt. Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. Die Münchner Reproduktionszahl wird vom Referat für Gesundheit und Umwelt wöchentlich ermittelt auf Basis des Wochendurchschnitts der täglichen Neuinfektionen. 

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 10,67. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

    Corona in Bayern: Staatsregierung rechnet mit noch mehr Kurzarbeitern

    Update: 11. Mai, 15.57 Uhr: Ungeachtet der angekündigten Lockerung der Corona-Beschränkungen rechnet die Staatsregierung mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage für viele Unternehmen. In Bayern sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) derzeit fast zwei Millionen Menschen in mehr als 120 000 Firmen in Kurzarbeit. 

    „Diese Zahlen werden noch weiter steigen“, sagte Aiwanger am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. „Es ist höchste Zeit, dass wir dem Patienten Wirtschaft wieder die Infusion geben, die er braucht, und diese Infusion ist ein zirkulierender Geschäftsbetrieb.“ 

    Die Staatsregierung lockert die Beschränkungen langsamer als mehrere andere Landesregierungen und war in den vergangenen Tagen deswegen unterDruck von Wirtschaftsverbänden geraten, unter anderem von Seiten der Gastronomie.

    Corona in Bayern: Museen öffnen wieder 

    Update: 11. Mai, 15.21 Uhr: Nach der Schließung von rund acht Wochen wegen Corona öffnen Museen in Bayern allmählich wieder. Sie dürfen wegen der Hygiene- und Abstandsregeln nur eine bestimmte Zahl von Menschen einlassen, Tickets müssen oft vorab im Internet gekauft werden. 

    Im Deutschen Museum in München war der Start am Montag verhalten. Das Haus hatte mit bis zu 500 Besuchern gerechnet - diese selbst gesteckte Höchstmarke werde man nicht erreichen, sagte Museumssprecher Gerrit Faust. 

    Der erste Interessent habe um 9 Uhr morgens vor der Tür gestanden. „Der hat die ersten 20 Minuten das Deutsche Museum als Besucher für sich alleine gehabt.“ In den kommenden Tagen werden weitere Häuser öffnen, etwa am Dienstag die Alte Pinakothek in München. Die Pinakothek der Moderne startet am 19. Mai.

    Corona in München: Maskenpflicht an Wochen- & Bauernmärkten

    Update: 11. Mai, 15.05 Uhr: Seit Einführung der Maskenpflicht für den Einzelhandel in Bayern bestanden unterschiedliche Regelungen für die festen Lebensmittelmärkte sowie Wochen- und Bauernmärkte

    Eine Maskenpflicht bestand bisher nur für den Verkauf in festen Marktgebäuden. Diese Regelung wurde nun durch den Freistaat Bayern erneut angepasst. 

    Corona in Bayern: Nach Öffnung der Geschäfte sind Kunden noch zurückhaltend

    Update: 11. Mai, 14.05 Uhr: Menschen in Bayern dürfen wieder überall einkaufen - doch ihre Lust auf Shoppingtouren hält sich noch in Grenzen. „Wir lagen bei Umsatz und Frequenz in etwa bei 50 Prozent dessen, was an einem normalen Montag wäre“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann am Montagmittag. 

    Inzwischen dürfen in Bayern wieder alle Geschäfte öffnen. Am Montag waren insbesondere nochWarenhäuser, Einkaufszentren und große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche hinzugekommen.

    Ohlmann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir hatten mit einem noch verhalteneren Anlauf gerechnet“, sagte er. Die Messlatte habe sehr tief gelegen. Bei einzelnen Geschäfte habe es durchaus Menschen gegeben, die auf die Eröffnung gewartet hätten, ihm sei aber nicht bekannt, dass es längere Schlangen oder einen Kundenansturm gegeben habe.

    Alles in allem sei der Montag „kein Grund, vor Freude in die Luft zu springen“ gewesen, sagte Ohlmann - aber immerhin ein Vitaminstoß für die Branche, die nun darauf hofft, dass sich die Stimmung der Kunden wieder normalisiere. Zu viele seien noch im Krisenmodus und die Maske tue ein übriges, dass keine große Shoppinglust aufkomme. Ohlmann hofft nun auf die Öffnung der Gastronomie als nächsten Schritt, der auch den Einzelhandel voranbringen werde.

    Dies sei auch nötig: „Über vielen Geschäften kreist der Pleitegeier“, warnt Ohlmann. Bisher sei eine Insolvenzwelle ausgeblieben. Ob sie noch komme, würden die nächsten Monate zeigen.

    Corona in Bayern: Weitere Jahrgänge zurück in der Schule

    Update: 11. Mai, 13.33 Uhr: Der Schulbetrieb war Ende April mit den Abschlussklassen nach einer langen Zwangspause wieder aufgenommen worden. Ab Montag sollen die Jahrgänge zurück an die Schulen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Auch die Viertklässler dürfen dann wieder in ihre Klassenräume zurück.

    Corona in München: Kritik an Demo gegen Anti-Corona-Maßnahmen am Marienplatz

    Update: 11. Mai, 11.57 Uhr: Aus Wut über ihrer Meinung nach zu strikte Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist es in München zu einer ungeordneten Demonstrationen Tausender Menschen gekommen. Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten. Im Nachhinein wurden Polizei, Demonstranten und die Veranstalterin kritisiert.

    Die Demonstration habe aus mehreren Einzelkundgebungen bestanden - Passanten und Schaulustige seien hinzugekommen. Jedoch mischten sich unter die Demonstranten auch zahlreiche Aktivisten unterschiedlicher gesellschaftlicher Strömungen, darunter Impfgegner und Verschwörungstheoretiker. Auch Rechtsgerichtete versuchten, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Sonntag 45 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.365 Infektionen gemeldet. 

    In dieser Zahl enthalten sind 5.044 Personen, die bereits genesen sind, 993 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 198 Todesfälle. 

    Am Sonntag vergangener Woche (3.5.) waren es 28 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 6.017). 

    In gesamt Bayern sind inzwischen 44 627 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2167 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Sonntag auf seiner Homepage mit. 

    Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 37 880 Menschen. In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wieder auf über 50 gestiegen.

    Corona in Bayern: Eigene Prüfstelle für Corona-Schutzmasken 

    Update: 8. Mai, 16.13 Uhr: Mit dem Aufbau einer eigenen Prüfstelle für Schutzausrüstungen will Bayern in der Corona-Krise die Versorgung der Bevölkerung mit Masken, Anzügen und Handschuhen verbessern. 

    „Mit der neuen Prüfstelle sorgt Bayern dafür, dass in der Krise, nach der Krise und vor der nächsten Krise eine schnelle und sichere Bewertung der Schutzwirkung von Schutzausrüstungen vorgenommen werden kann“, sagte Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Freitag in München.

    Die bisher vorhandenen Prüfstellen stießen längst an ihre Kapazitätsgrenzen. Deutschlandweit gibt es den Angaben zufolge etwa für Atemschutzmasken derzeit nur vier Stellen, die eine sichere Funktion der Masken in einem verkürzten Verfahren prüfen.

    „Wir leisten jeden Tag einen Kraftakt, um mit möglichst unbürokratischen Bewertungsverfahren dringend benötigte Artikel wie etwa Atemschutzmasken dem Markt zuzuführen“, betonte Glauber. Die geprüfte und bestätigte Qualität der Produkte sei entscheidend für die Gesundheit der Menschen und damit für die Bewältigung der Pandemie.

    Um mehr Produkte zu prüfen und den Markt effektiv zu überwachen, wird die bestehende Geräteuntersuchungsstelle am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zur „Bayerischen Prüfstelle für Schutzgüter“ ausgebaut. Für den Aufbau des zehnköpfigen Teams stehen rund 2,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sonderfonds bereit.

    Corona in Bayern: Krankenhäuser fürchten Besucheransturm - Appell an die Bürger 

    Update: 8. Mai, 10.23 Uhr: Die bayerischen Krankenhäuser fürchten nach wochenlanger Sperrung für Besucher einen Ansturm mit langen Warteschlangen an diesem Wochenende. Deswegen veröffentlichte die Krankenhausgesellschaft am Freitag vorsorglich einen Appell an die Bürger, sich vorher genau über die weiter geltenden Beschränkungen zu informieren. 

    „Wir haben den Eindruck, dass die zahlreichen Vorgaben, die in einer Infektionsschutzverordnung vorgeschrieben sind, in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt sind“, sagte Siegfried Hasenbein, der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft.

    Seit März ist jeglichen Besuchern der Zutritt zu den Krankenhäusern verwehrt. Das wird an diesem Wochenende gelockert. Doch kann von einer Rückkehr zur Normalität keine Rede sein, es gelten weiter Vorsichtsmaßnahmen

    Jeder Besucher muss sich schriftlich registrieren lassen, außerdem kann jeder Patient nur eine feste Kontaktperson zu festen Zeiten empfangen, Masken und Mindestabstand von 1,5 Metern sind ebenfalls vorgeschrieben. Besuche mit Kindern oder der ganzen Familie sind nach wie vor nicht möglich. In Zwei- oder Mehrbettzimmern darf jeweils nur ein Patient besucht werden.

    Corona in Bayern: 4,7 Milliarden Euro Corona-Steuererleichterungen bewilligt 

    Update: 8. Mai, 10.23 Uhr: Im Zuge der Corona-Krise sind in Bayern mehr als 210 000 Anträge auf Steuererleichterungen bewilligt worden. „Die Gesamtsumme beläuft sich auf gut 4,7 Milliarden Euro“, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. 

    Die meisten Anträge - rund 89 500 - hätten eine Herabsetzung der Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro zum Ziel gehabt.

    Daneben wurden nach Angaben des Finanzministeriums 55 400 Anträge auf Minderung der Umsatzsteuersondervorauszahlungen (1,1 Milliarden Euro) bearbeitet. Zusätzlich seien mehr als 61 400 Anträge auf Stundung der Einkommensteuer, Körperschaft- und Umsatzsteuer mit einem Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro bewilligt worden.

    „Wir haben mit unseren steuerlichen Erleichterungen schnell und effektiv auf die Corona-Krise reagiert“, sagte Füracker. Ziel sei es, weiterhin so gut wie möglich die Liquidität in den betroffenen Unternehmen und bei den Bürgern zu erhalten. „Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze schützen.“

    Gleichwohl sei dies für die Finanzämter eine Mammutaufgabe. „Wir arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, jeden Antrag schnellstmöglich zu bearbeiten“, betonte Füracker. Die steuerlichen Maßnahmen sowie die massiven wirtschaftlichen Einbrüche seien bei den Staatseinnahmen schon deutlich sichtbar: „Allein im April hatten wir in Bayern mehr als ein Drittel weniger Steuereinnahmen als im gleichen Vorjahresmonat - das ist ein Minus von fast 1,5 Milliarden Euro.“

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am  Freitag 78 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.277 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 5.037 Personen, die bereits genesen sind, 969 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 197 Todesfälle

    Am Freitag vergangener Woche (1.5.) waren es 62 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.955).

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Donnerstag 53 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.199 Infektionen gemeldet. 

    In dieser Zahl enthalten sind 5.029 Personen, die bereits genesen sind, 959 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 194 Todesfälle. 

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    Am Donnerstag vergangener Woche (30.4.) waren es 124 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.893). 

    In gesamt Bayern sind inzwischen 44 064 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2071 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 36 420 Menschen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit.

    Corona in Bayern: Treffen zweier Haushalte von diesem Freitag an erlaubt 

    Update: 7. Mai, 14.32 Uhr: Bereits von diesem Freitag an dürfen sich auch in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - und zwar sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum. 

    Die Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen tritt am Freitag in Kraft, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit der Änderung der entsprechenden Verordnung setzt der Freistaat damit schon vor der nächsten Kabinettssitzung einen Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch um.

    Corona in Bayern: Corona-Schnelltests verzögern sich wegen Lieferengpässen

    Update: 7. Mai, 14.26 Uhr: Eigentlich hatte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freier Wähler) Corona-Schnelltests für Anfang Mai angekündigt. Diese verzögern sich noch um einige Wochen.

     „Aufgrund von internationalen Lieferengpässen bei bestimmten Reagenzien und Vorprodukten müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden. Dies stellt für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden kann“, sagte ein Sprecher seines Hauses auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München.

    Hinsichtlich der Testgeschwindigkeit von 15 Minuten soll Aiwangers Versprechen jedoch weiter zu halten sein.

    Corona in München: Stadtmuseum sucht Dokumente rund um die Corona-Zeit München 

    Update: 7. Mai, 12.21 Uhr: Das Münchner Stadtmuseum sucht für seine Sammlung Dokumente und Objekte zur Corona-Zeit. Deshalb appelliert das Haus an die Bevölkerung, ihm Fotos, Videos oder Texte wie etwa Aushänge zu Restaurantschließungen, Hygienevorschriften oder Verhaltensregeln und Flugblätter, die die Veränderungen abbilden, zur Verfügung zu stellen. 

    Als Gedächtnis der Stadt und seiner Geschichte gehe es darum, mit diesen Sachen zu dokumentieren, wie und was sich in München in Zeiten des Coronavirus verändert habe, heißt es auf derInternetseite des Museums.

    Infrage kämen auch persönliche Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände, Schutzmasken, Fahnen, Tagebücher oder besondere Kleidungsstücke, die aus Sicht der Betroffenen für das Leben während der Corona-Krise von Bedeutung seien. 

    Neben Objekten von Privatpersonen seien auch Gegenstände und Unterlagen von Interesse, die das Wirken von Vereinen, Verbänden, Zentren, Initiativen oder Netzwerken in München in dieser Phase dokumentierten. „Uns interessiert Ihre Geschichte und wie Sie die Veränderung der Stadt erleben“, so das Museum. Ausgewählte Sachen sollen auf der Homepage präsentiert sowie in die Sammlung aufgenommen werden.

    Corona in Bayern: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof bestätigt Maskenpflicht

    Update: 7. Mai, 11.02 Uhr: Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. 

    Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht, teilte das Gericht mit.

    Corona in Bayern: Wirtschaftsprobleme wegen Corona sind weltweites Thema

    Update: 7. Mai, 10.29 Uhr: Trotz Lockerungen in der Corona-Krise macht CSU-Chef Markus Söder der Wirtschaft wenig Hoffnung auf eine rasche Verbesserung der Lage. „Wir haben jetzt die medizinische Herausforderung, aber die wirtschaftliche wird genauso lang bleiben“, sagte er am Donnerstag dem Radiosender Bayern 1.

    Der Lockdown in Bayern habe den Handel und die Gastronomie betroffen, dort gebe es jetzt Lockerungen, so der Ministerpräsident. Die Probleme in der Industrie einer Exportnation ergäben sich aber aus der internationalen Situation. Deutschland habe keinen Einfluss darauf, was mit Werken in den USA oder Lateinamerika sei.

    Und selbst dort, wo etwas geöffnet wird, werde der Umsatz nicht so sein wie vorher, machte Söder deutlich. Viele schauten nun aufs Geld und kauften nicht sofort alles, was sie vielleicht gerne hätten.

    Das Virus sei „nicht nur in Schneizlreuth und in der Rhön aktiv gewesen“, in München oder in Nürnberg, sondern weltweit, so Söder. Und wenn hierzulande die Krise überstanden sei, müsse mit einem großen Beitrag Ländern geholfen werden, denen es schlechter gehe.

    Corona in Bayern: LGL-Chef hält Corona-Lockerungen für angemessen 

    Update: 7. Mai, 10.17 Uhr: Der Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Andreas Zapf hält die Lockerungen der Corona-Regeln durch Bund und Länder für angemessen. 

    „Wir haben ja in Bayern nicht alles komplett geöffnet, sondern es ist ein kluger, durchdachter Plan“, sagte er im „radioWelt am Morgen“-Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Donnerstag. Wenn die Infektionszahlen nun wieder stark ansteigen würden, könne man wieder gegensteuern - das Ausmaß sei aber noch nicht absehbar, sagte Zapf.

    Corona in Deutschland: Merkel kündigt Verlängerung von Kontaktbeschränkung an 

    Update: 6. Mai, 16.14 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Verlängerung der Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni angekündigt. 

    Merkel  hat hervorgehoben, dass trotz weiterer Lockerungen von Corona-Auflagen nach wie vor Abstand und Kontaktbeschränkungen erforderlich sind. Dies sei wichtig, um zu vermeiden, dass sich Infektionen schnell weiter verbreiten, sagte sie am Mittwoch in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten.

    Daher sollten Kontaktbeschränkungen grundsätzlich weiter bis 5. Juni verlängert werden - mit der Lockerung, dass sich nun auch Angehörige zweier Haushalte treffen dürfen. Bisher gilt, dass man sich in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufhalten soll.

    Deutschland sei jetzt an einem Punkt, "an dem wir sagen können, dass wir das Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, erreicht haben", sagte Merkel.

    Weitere Lockerung der Kontaktbeschränkungen auch in Bayern in Sicht 

    Nach einem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern ist auch in Bayern eine weitere Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Sicht. Dem Beschluss zufolge, der auch von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützt wurde, sollen sich im öffentlichen Raum künftig auch mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. 

    Söder sagte nach der Videoschalte in Berlin, das könne man so machen, das sei ja „der Lebensrealität entsprechend“. Er ließ aber zunächst noch offen, wann die Staatsregierung die Regelung für Bayern übernehmen wird.

    Der Koalitionspartner, die Freien Wähler, signalisierten bereits Zustimmung: „Das ist etwas, was wir Freien Wähler schon länger wollten, und wir werden es natürlich unterstützen“, sagte Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur.

    Das bayerische Kabinett hatte erst am Dienstag beschlossen, die bisher gültigen strikten Ausgangsbeschränkungen aufzuheben. Seit diesem Mittwoch brauchen die Menschen im Freistaat keinen „triftigen Grund“ mehr, um die Wohnung zu verlassen. 

    Ein Abstandsgebot von 1,5 Metern, ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum und gewisse Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Es ist aber nun erlaubt, enge Familienangehörige und eine weitere Person außerhalb des eigenen Hausstands zu treffen oder auch zu besuchen. Bislang war nur Bewegung an der frischen Luft mit einer weiteren Person erlaubt.

    Söder: Infektions-„Notbremse“ ist zentrales Element bei Lockerungen 

    Die von Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze für neue Corona-Infektionen ist für Söder der wichtigste Punkt im Lockerungs-Konzept. Die „Notbremse“ sei eine Notfallpolice, die allen aufzeige, wann wieder eingeschritten werden müsse, sagte der CSU-Chef am Mittwoch. 

    Dies sei das „zentrale Element“ aller Planungen. Nur so könne rechtzeitig regional verhindert werden, dass es wieder landesweit zu einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens kommen werde.

    Die Länder sollen laut Beschluss sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

    Söder sagte, generell sei aufgrund der sinkenden Ansteckungszahlen ein „leichtes Aufatmen“ angemessen, jedoch bleibe die Sorge. „Die Lage kann sich schnell ändern“, betonte Söder. Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, dürfe nicht nachgelassen werden. 

    Dies gelte auch für die weiterhin notwendige Verbesserung des Gesundheitssystems - etwa bei den Klinikkapazitäten mit Intensivbetten. Gesundheitsämter müssten unbedingt besser mit qualifiziertem Personal ausgestattet und deren Angestellte auch besser bezahlt werden.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Mittwoch 28 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.146 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 4.921 Personen, die bereits genesen sind, 942 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 192 Todesfälle

    Am Mittwoch vergangener Woche (29.4.) waren es 50 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.769). 

    Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

    Corona in Bayern: Einschränkungen der Grundrechte werden wieder zurückgenommen

    Update: 6. Mai, 14.37 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat versichert, dass die in der Corona-Krise getroffenen Einschränkungen von Grundrechten wieder zurückgenommen werden. „Ich habe überhaupt keinen Zweifel, dass es in puncto Grundrechtslage am Schluss wieder so sein wird, wie es war“, sagte Herrmann am Mittwoch in München. „Wir hatten massive Grundrechtseingriffe, aber es ist wichtig festzustellen: Wir haben zu keinem Zeitpunkt unsere Demokratie außer Kraft gesetzt.“

    Der Ressortchef wies unter anderem darauf hin, dass selbst in der Krise der Bundestag, der Landtag und die Kommunalparlamente arbeiten konnten. „Der Rechtsstaat ist voll funktionsfähig“, betonte Herrmann.

    Eine Beendigung des Katastrophenfalls im Freistaat schloss er vorerst aus. „Im Moment haben wir keinen Anlass, das zu beenden, weil wir noch eine Situation haben, in der wir eine straffe Organisationsstruktur der vielen Führungsgruppen dringend brauchen“, meinte Herrmann. „Wir sind noch nicht so über den Berg, dass wir alles laufen lassen können.“

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Mitte März die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Zweck eines entsprechenden Gesetzes ist es, eine einheitliche Kommandostruktur für die Behörden zu schaffen, damit diese koordiniert auf eine Katastrophe reagieren können.

    Corona in Deutschland: Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie 

     Update: 6. Mai, 13.13 UhrRestaurants und Cafés sollen wegen der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin, dass die Mehrwertsteuer auf Speisen für ein Jahr von 19 auf 7 Prozent reduziert wird. 

    „Wir geben Gaststätten und Restaurants einen kräftigen Schub, wenn sie wieder öffnen“, erklärte die Parlamentarische Finanz-Staatssekretärin Sarah Ryglewski. Bundestag und Bundesrat müssen den Hilfen noch zustimmen.

    Die Regelung soll konkret vom 1. Juli an für ein Jahr gelten. Sie betrifft nur Speisen, keine Getränke. Zugleich beschloss das Kabinett, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld großteils steuerfrei gestellt werden. Das Finanzministerium geht davon aus, dass durch die Maßnahmen in diesem und kommendem Jahr rund 2,7 Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen werden.

    Corona in Deutschland: Bund und Länder vereinbaren Obergrenze für neue Corona-Infektionen 

     Update: 6. Mai, 12.41 Uhr: In der Corona-Krise bekommen die Länder weitgehende Verantwortung für die Lockerung von Beschränkungen - sie sollen aber auch eventuell wieder nötige Verschärfungen garantieren. 

    Die Länder sollen sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird. Darüber verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

    Gerade bei weitreichenden Öffnungen steige wieder die Gefahr einer dynamischen Entwicklung, die schon zu Beginn der Pandemie häufig von lokalen Ereignissen ausging und dann weiterverbreitet wurde, hieß es. Deshalb müsse ab einer gewissen Relevanz auf eine regionale Dynamik mit hohen Neuinfektionszahlen und einem schnellem Anstieg der Infektionsrate sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden.

    Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, etwa in einer Einrichtung, könne ein Beschränkungskonzept auch nur die Einrichtung umfassen. Bei einem weiter verteilten regionalen Ausbruch und unklaren Infektionsketten müssten aber auch inzwischen aufgehobene allgemeine Beschränkungen regional wieder eingeführt werden. 

    Darüber hinaus könnten auch Mobilitäts-Beschränkungen in besonders betroffenen Gebiete hinein und aus ihnen heraus geboten sein - spätestens dann, wenn die Zahl weiter steige und es keine Gewissheit gebe, dass Infektionsketten umfassend unterbrochen werden konnten.

    Bund und Länder wollen die Corona-Maßnahmen weitgehend lockern

    Es bleibt aber beim Mindestabstand von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit, wie es in der Vorlage für die Bund-Länder-Beratungen heißt. Vieles wollen die Länder in eigener Regie regeln - nachdem einige ohnehin schon vorgeprescht sind.

    Was die Länder eigenständig regeln:

    Über die Öffnung von Restaurants, Bars, Diskotheken, Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen entscheiden die Länder in eigener Regie - was sie zum Teil ja auch schon getan haben. 

    Das gilt auch für Messen, Kosmetik- und Tattoo-Studios und Fitnessstudios. Auch über Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos entscheiden die Länder selbst. Dasselbe gilt für öffentliche und private Sportanlagen und Schwimmbäder.

    Sache der Länder ist es zudem, über kleinere öffentliche oder private Veranstaltungen zu entscheiden. Das gilt zudem für den Betrieb von Spielhallen, -banken, Wettannahmestellen und Bordellen. 

    Auch über den Vorlesungsbetrieb an den Hochschulen, den Übergang der Kinderbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb, das Geschehen an Volkshochschulen und Musikschulen sollen die Länder selbst entscheiden.

    Corona in Bayern: Söder hält Infektions-Obergrenze im Kampf gegen Corona für sinnvoll

     Update: 6. Mai, 09.16 Uhr: Vor den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise hat Bayern Untersützung für die vom Bundeskanzleramt vorgeschlagene Obergrenze bei Neuinfektionen als Maßstab für erneute Freiheitsbeschränkungen angekündigt. 

    „Ja, ich halte die Idee für richtig“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagabend im Bayerischen Fernsehen. Die Frage sei, welche Maßnahmen greifen müssten, sobald in einer Region eine bestimmte Zahl an Corona-Infizierten festgestellt würde.

    Genau darüber werde aber am Mittwoch bei der Schalte der Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen. Mit einer festgelegten Kennzahl oder einem Korridor könne besser ein Gefühl vermittelt werden, wann zur Sicherung des Infektionsschutzes wieder stärker eingegriffen werden müsse.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am Dienstag 64 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.118 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 4.643 Personen, die bereits genesen sind, 929 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 179 Todesfälle.

    Am Dienstag vergangener Woche waren es 112 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.719).

    In ganz Bayern sind inzwischen 43 596 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 1974 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 35 190 Menschen.

    Einen Tag zuvor waren 43 407 Menschen in Bayern positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 1950, die geschätzte Zahl der Genesenen bei 34 610 Menschen.

    Corona in Bayern: Corona-Ausgangsbeschränkungen bis Pfingsten spürbar gelockert

     Update: 5. Mai, 12.29 Uhr: Seit dem 21. März ist das Leben in Bayern wegen des Coronavirus weitgehend lahmgelegt. Weil die Infektionszahlen sinken, sieht jetzt auch ein Exit-Fahrplan für den Freistaat mehr Freiheiten vor.

    Nach wochenlangen Verboten und Beschränkungen hat das bayerische Kabinett eine weitreichende Lockerung der harten Anti-Corona-Maßnahmen beschlossen. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein vorsichtiges Öffnen. Die Erfolge sind eindeutig“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Die bisher geltenden Ausgangsbeschränkungen werden aufgehoben - gewisse Kontaktbeschränkungen und ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum bleiben aber bestehen. Ab Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen.

    Ab kommenden Montag dürfen auch alle Geschäfte wieder öffnen, also auch alle größeren. Die bisherige Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern entfällt. Nach wochenlanger Zwangspause dürfen in Bayern auch Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche von Gaststätten am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai.

    Seit dem 21. März hatte es zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 Ausgangsbeschränkungen gegeben, diese waren zwischenzeitlich immer wieder verlängert und der Infektionslage entsprechend angepasst worden.

    In Bayern sind laut Söder aktuell nur noch rund 6400 Menschen am Coronavirus erkrankt. Alleine im Vergleich zur vergangenen Woche habe sich die Zahl der Erkrankten halbiert. Nun sei es daher entscheidend, aus der Krise herauszukommen, langsam und sicher bleibe aber das oberste Gebot. „Heute ist Zeit zum Handeln“, betonte der CSU-Chef.

    Corona in Bayern: Die  Lockerungen der Ausgangsbeschränkung im Überblick

    Ab diesen Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend bekannt gab.

    In diesem Zusammenhang darf weist die Münchner Polizei in einer Pressemitteilung darauf hin, dass nach dem aktuellen Regelungsstand grundsätzlich Versammlungen verboten bleiben. Allerdings gibt es hier seit dem 04.05.2020 eine abweichende Regelung für zulässige Versammlungen:

    Unter folgenden Voraussetzungen ist eine Versammlung zulässig

    • Beschränkung der Teilnehmer auf bis zu 50 Personen. 
    • Die Wahrung des Mindestabstandes unter den Teilnehmern von mindestens 1,5 Meter.
    • Die Versammlung findet ausschließlich stationär und unter freiem Himmel statt. 
    • Die Dauer von 60 Minuten wird nicht überschritten.
    • Ein Versammlungsteilnehmer kann höchstens an einer Versammlung je Kalendertag teilnehmen.

    Bayern beschließt schrittweise Öffnung von Gaststätten und Hotels

    Bayern öffnet Außenbereiche von Gaststätten, wie Biergärten, ab dem 18. Mai. 

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München, da es draußen weniger Ansteckungen gebe, habe die Landesregierung entschieden, die Außengastronomie als Erstes zu öffnen. Dies werde unter strengen Auflagen erfolgen, Kellner müssten etwa Masken tragen.

    Söder  hat strenge Kontrollen nach der Öffnung der Gastronomie angekündigt. „Das ist alles kein Kavaliersdelikt“, sagte er am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Es werde bei Verstößen beispielsweise gegen Abstandsregeln „hohe Ordnungswidrigkeitsstrafen“ geben.

    In weiteren Schritten sollen in Bayern dann auch weitere Bereiche der Gastronomie geöffnet werden. Ab dem 25. Mai dürfen laut dem Beschluss Restaurants öffnen. Die Gästezahl muss aber begrenzt bleiben, es gibt Vorgaben für die Desinfektion und gesonderte Tische etwa für Familien.

    Zu Pfingsten, ab dem 30. Mai, wird der Betrieb von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen erlaubt. Die Wellnesbereiche oder Schwimmbäder der Unterkünfte dürfen aber nicht öffnen.

    Alle Geschäfte in Bayern dürfen nach Corona-Pause wieder öffnen 

    Nach wochenlangen coronabedingten Zwangs-Schließungen dürfen in Bayern ab kommenden Montag alle Geschäfte wieder öffnen, also auch alle größeren. Die bisherige Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern entfällt.

    Museen und Freizeiteinrichtungen in Bayern öffnen wieder 

    Nach der mehrwöchigen Zwangspause wegen der Corona-Krise dürfen ab kommendem Montag Museen, Zoos, Bibliotheken, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten in Bayern wieder öffnen. Damit setzt der Freistaat eine Bund-Länder-Vereinbarung aus der vergangenen Woche um. Im Bereich Theater gebe es dagegen noch Klärungsbedarf und keine Entscheidung.

    Bayern erlaubt bestimmte Sportarten

    Nach wochenlangen Beschränkungen sind in Bayern ab kommendem Montag bestimmte Sportarten wieder erlaubt. Dazu zählen etwa Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln

    Spielplätze in Bayern öffnen wieder

    Nach wochenlangen coronabedingten Sperrungen und Schließungen dürfen ab diesem Mittwoch Spielplätze in Bayern wieder freigegeben werden. Damit setzt der Freistaat eine Bund-Länder-Vereinbarung aus der vergangenen Woche um.

    Maskenpflicht an Bayerns Schulen - aber nicht im Unterricht 

    Schüler müssen an Bayerns Schulen künftig Masken tragen - allerdings nicht im Unterricht. Es solle „keine Maskenpflicht im Unterricht“ geben, die Schüler sollten aber „an der Schule“ - also beispielsweise auf dem Schulhof - Masken tragen, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München.

    Die Schulen sollen ab Montag schrittweise für immer mehr Jahrgänge wieder öffnen - aber nur langsam. 

    „Die Schule wird sicher sein, möglichst sicher.“, so Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zur Rückkehr der Schüler in die Schulen in den kommenden Wochen und der dortigen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus.

    Am 11. Mai sollen zunächst die Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie die Viertklässler an den Grundschulen. 

    Erst nach den Pfingstferien Mitte Juni soll es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und alle Altersklassen geben. Abschlussklassen dürfen seit Ende April wieder die Schule besuchen.

    50 Prozent der Kinder bis Pfingsten wieder in die Kitas

    Bayern will die Hälfte aller Krippen- und Kindergartenkinder bis Pfingsten wieder in die Kitas bringen.Ab kommenden Montag dürfen aber bestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen, unter anderem Waldkindergärten und Tagespflegeeinrichtungen mit bis zu fünf Kindern.

    Vorschulkinder sollen ab 25. Mai wieder den Kindergarten besuchen können. Sie seien schon ein Stück weit älter und könnten die Hygienemaßnahmen besser verstehen, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. Der Kindergarten habe bei ihnen auch einen Bildungsauftrag. Außerdem wolle man den Buben und Mädchen Gelegenheit geben, sich vor ihrem Schulbeginn im Herbst vom Kindergartenleben zu verabschieden.

    Tagesmütter dürfen ab kommendem Montag ebenfalls wieder die Betreuung aufnehmen, allerdings nur von maximal fünf Kindern. „Das ist eine kleine, feste Gruppe, das ist sehr vertretbar“, sagte Trautner.

    Bayern lockert Besuchsverbot in Kliniken und Pflegeheimen

    Bayern lockert das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Ab dem Wochenende sind wieder Besuche von einer festen Kontaktperson erlaubt - unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen. 

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    Am Montag wurden in München 37 neue Corona-Fälle bestätigt. Insgesamt sind es damit 6.054 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, die in München gemeldet wurden.

    In dieser Zahl enthalten sind 4.551 Personen, die bereits genesen sind, 908 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 173 Todesfälle.

    Mit Stand 4. Mai werden in den Münchner Krankenhäusern 325 COVID-19-Patienten stationär versorgt, 122 davon auf der Intensivstation.

    Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um Münchner Corona-Patienten, sondern auch um Corona-Patienten aus dem Umland und darüber hinaus.

    Am Montag vergangener Woche (27.4.) waren es 26 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.607). Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

    Corona in Bayern: Einheitliches Schulmodel nicht möglich

    UPDATE 5. Mai, 11.23 Uhr: Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, hat sich in der Corona-Krise gegen eine einheitliche Lösung für alle Schulen ausgesprochen. 

    „Eigenverantwortlichkeit vor Einheitsmodell“ sei die Devise, sagte Fleischmann am Dienstag. Jede Schule habe eine andere Klientel, andere Räume und anderes Personal. So rechne man etwa damit, dass etwa ein Drittel der Lehrer zur sogenannten Risikogruppe zähle. Man warte auf das Signal der Staatsregierung, dass die Schulen vor Ort über Regelungen entscheiden dürfen, sagte Fleischmann vor den Beratungen des Kabinetts zur Pandemie.

    Vor einer Woche war teilweise wieder mit Unterricht in Schulgebäuden begonnen worden. „Jeder sucht nach Normalität, und wenn wieder Schule ist, ist alles wieder normal“ - so würden wohl viele empfinden. „Das macht großen Druck auf die Entscheidungsträger.“ 

    Für die Lehrer gelte die Prämisse: „Je mehr Live-Unterricht, desto besser“ - dies aber auf virologischer Basis. Die Lehrerschaft setze auf drei Bausteine: Notbetreuung hochfahren, Live-Unterricht und Coaching für das Lernen zu Hause.

    Corona in Bayern: Kabinett will langfristigen Exit-Fahrplan beschließen

    UPDATE 5. Mai, 09.47 Uhr: Nach wochenlangen coronabedingten Schließungen, Einschränkungen und Beschränkungen will das bayerische Kabinett am Dienstag einen umfassenden Fahrplan für Lockerungen beschließen. 

    Es solle dazu ein langfristiges Konzept geben, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Es werde einen Fahrplan für nahezu alle Bereiche geben, von Schule und Kitas über Gastronomie und Hotels bis hin zu Pflegeheimen. Zudem muss das Kabinett entscheiden, ob die Ausgangsbeschränkungen Bestand haben oder nun gelockert werden. 

    Welche Maßnahmen wann gelockert werden, wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister am Mittag bekanntgeben.

    Corona in Bayern: Söder spricht sich für schrittweise Lockerungen aus

    UPDATE 4. Mai, 16.37 Uhr: Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, stellt für Dienstag und Mittwoch Fahrpläne für eine weitere Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht. Es sei nun die Zeit für schrittweise Erleichterungen, immer in Verbindung mit Auflagen, sagte Söder am Montag im oberbayerischen Penzberg. 

    Am Dienstag werde das bayerische Kabinett beschließen, was für Vorschläge in die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch eingebracht werden. Für Bayern kündigte Söder jedoch einen weiterhin vorsichtigen Weg an.

    Vor allem folgende Themen werden wahrscheinlich zur Sprache kommen:

    • Wann dürfen weitere Jahrgänge zurück in die Schule gehen?
    • Wann werden Kindergärten und Kitas wieder in Betrieb genommen?
    • Wann dürfen Hotels und Gaststätten öffnen?
    • Wann dürfen große Geschäfte über 800 Quadratmeter öffnen?

    Außerdem laufen die Ausgangsbeschränkungen, die die Staatsregierung wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängt hatte, an diesem Sonntag aus. Auch hier muss das Kabinett entscheiden, ob diese noch einmal verlängert oder gelockert werden und ab wann das dann gilt.

    Faktisch, das hatte auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof zuletzt festgestellt, ist das Ausmaß der „triftigen Gründe“, mit denen man die eigene Wohnung verlassen darf, schon deutlich erweitert worden. Waren anfangs der Krise beispielsweise nur dringende Einkäufe für den täglichen Bedarf erlaubt, haben inzwischen schon rund 80 Prozent aller Geschäfte im Freistaat wieder geöffnet. Auch auf diesen Hinweis wird das Kabinett wohl reagieren müssen.

    Vorsicht und Umsicht sind auch bei schrittweiser Erleichterung geboten

    „Wir dürfen die Erfolge, die wir haben, nicht verstolpern.“, sagte Söder. Er sei dafür, längerfristig zu planen, dann kurzfristig nach Entwicklung der Infektionslage zu entscheiden und regional zu differenzieren.

    Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch erneut mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Söder plädierte dabei nun für einen gemeinsamen Rahmen und gemeinsame Maßstäbe für Lockerungen. Gleichzeitige Entscheidungen hält er nun nicht mehr für zentral.

    „Wir können keinen verpflichten, etwas genau so zu tun wie der andere“, sagte Söder. Es sei nun besser, Bewertungsmaßstäbe zu setzen, Zahlenmaterial mit „Ampeln von Grün bis Rot“, und dann müsse jedes Land selber entscheiden. „Das wäre das jetzt effizientere Verfahren, als kleinste Fragen jede Woche zu entscheiden, die sich dann zwei Tage später wieder überholt haben“, argumentierte er.

    Corona in Bayern: Söder beklagt Vorpreschen von Ländern bei Corona-Lockerungen 

    UPDATE 4. Mai, 12.53 Uhr:  Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen kritisiert. Er sei ein „bisschen unglücklich“ darüber, dass manche Länder jetzt schon über das hinausgingen, was man zwischen Bund und Ländern vergangene Woche vereinbart habe, sagte der CSU-Vorsitzende am Montag bei einer Pressekonferenz nach einem Besuch im Roche-Entwicklungslabor im oberbayerischen Penzberg. Über das weitere Vorgehen werde man nun bei der nächsten Schaltkonferenz von Bund und Ländern an diesem Mittwoch beraten, kündigte er an.

    Für Aufsehen hatte vor allem Sachsen-Anhalt gesorgt. Dort ist in der Nacht zu Montag eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der strengen Corona-Beschränkungen vorangeht. Die Sachsen-Anhaltiner dürfen sich nun etwa zu fünft abseits des eigenen Haushalts aufhalten.

    „Keine Kritik an Sachsen-Anhalt“, sagte Söder. Aber das bedeute, dass man noch einmal überlegen müsse, wie man „die Bandbreiten“ in Deutschland setze. „Ministerpräsidentenkonferenzen machen wenig Sinn, wenn wir im Stundenrhythmus uns danach korrigieren“, fügte er hinzu.

    Söder sagte, es sei die Zeit für schrittweise Erleichterungen. Dennoch seien weiterhin Vorsicht und Umsicht entscheidend. „Wir dürfen die Erfolge, die wir haben, nicht verstolpern.“ Er sei dafür, längerfristig zu planen, dann kurzfristig nach Entwicklung der Infektionslage zu entscheiden und regional zu differenzieren.

    Corona in Bayern: Roche liefert Corona-Antikörpertest ab Mai in Deutschland aus

    Noch im Mai will das Pharmaunternehmen Roche einen neuen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland ausliefern. Das vereinbarte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Unternehmen am Montag im oberbayerischen Penzberg. 

    „Der neue Test ist eine wichtige neue Wegmarke im Kampf gegen das Virus“, sagte Spahn. Drei Millionen Tests sollten noch im Mai ausgeliefert werden, für die dann kommenden Monate seien je fünf Millionen Tests zur Auslieferung nach Deutschland vereinbart.

    „Antikörpertests helfen uns, zu wissen, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht hat. So gewinnen wir Erkenntnisse über das tatsächliche Ausbruchsgeschehen“, sagte Spahn. Sobald gesicherte Erkenntnisse über eine mögliche Immunität nach durchgemachter Infektion vorlägen, würden die Tests noch größere Bedeutung gewinnen.

    Der Test hat den Angaben zufolge eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden. Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident von Roche, sprach von einem völlig „neuen Qualitätsniveau“.

    Corona in Bayern: Polizeigewerkschaft für Lockerung der Corona-Beschränkungen

    UPDATE 4. Mai, 10.30 Uhr: Weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkung in der Corona-Krise- das fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Auch eine Öffnung von Biergärten und Gaststätten sei in naher Zukunft denkbar, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Schall der Münchner „Abendzeitung“.

    „Vielleicht könnte man in Biergärten ein Limit von 50 Gästen festlegen, die Zugangskontrollen müssten von einem Sicherheitsdienst überwacht werden.“ Die Gäste müssten zudem Abstand halten, sagte Schall.

    Gruppenausflüge zum Vatertag (Christi Himmelfahrt) am 21. Mai sieht der Gewerkschafter dagegen skeptisch: „Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Männer an diesem Tag wie in früheren Jahren in Gruppen mit Leiterwagen und einem Kasten Bier losziehen.“

    Die „triftigen Gründe“, die für ein Verlassen der Wohnung erforderlich sind, nähmen mit der Lockerung der Regeln beständig zu, sagte der GdP-Landeschef. Je mehr Bereiche geöffnet würden, desto unmöglicher werde eine Überwachung der Ausgangsbeschränkung durch die Polizei.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden 28 neue Fälle von Corona bestätigt. Damit wurden am Sonntag bislang 6.017 Infektionen in der Landeshauptstadt gemeldet. In der Zahl sind 4.477 Genesene enthalten, 899 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 169 Todesfälle

    Am Sonntag vergangener Woche (26.4.) waren es 32 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.581). Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen für Bayern und Deutschland

    UPDATE 2. Mai, 9.25 Uhr: In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 161.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 160 400 Infektionen). 

    Mindestens 6601 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 6401). 

    Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

    Neueste Zahlen für München werden im Lauf des Tages erwartet. Am Freitag, 1. Mai (Stand: 13.30 Uhr), 62 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5955 Infektionen gemeldet.

    Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 42.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1886 Toten

    Corona in München: Söder kündigt Lockerungen zum Muttertag an - was sich sonst noch ändert

    UPDATE Samstag, 2. Mai, 8.20 Uhr: Bei der letzten Beratung von Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidenten waren die Lockerungsschritte eher klein. Größere werden nun für das nächste Treffen am Mittwoch erwartet. 

    Die ersten Lockerungen - etwa die teilweise Öffnung von Geschäften - hatte es am 20. April gegeben. Am vergangenen Mittwoch hatten die Regierungschefs dann vereinbart, Spielplätze, Zoos, Museen und Ausstellungen zu öffnen und Gottesdienste wieder zu erlauben.

    Allerdings gibt es keinen bundesweit einheitlichen Zeitpunkt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte angekündigt, dass er sich mit seinem Kabinett über Bayerns konkreten Zeitplan beraten werde.

    Doch: Wie bereits berichtet hat sich Ministerpräsident Markus Söder gegenüber dem BR geäußert, dass es ihm wichtig sei, für den bevorstehenden Muttertag (10. Mai) wieder Besuchsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen für Mütter und Großmütter zu schaffen.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen für München, Bayern und Deutschland

    InMünchen wurden am Freitag, 1. Mai, 62 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5955 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 4349 Personen, die bereits genesen sind, 883 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 168 Todesfälle.

    Am Freitag vergangener Woche (24.4.) waren es 81 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5492).

    In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 161.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 160 000 Infektionen). Mindestens 6556 mit dem ErregerSars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 6362). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

    DieReproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag bei 0,76. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa sieben bis acht weitere Personen anstecken.

    Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 126 900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

    Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 42.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1886 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33 000 Fällen und mindestens 1261 Toten.

    Corona in München: Trotz Ausgangsbeschränkungen viele Freinacht-Einsätze in München

    UPDATE 1. Mai, 15 Uhr: Während es in den allermeisten Teilen Bayerns heuer aufgrund der Corona bedingten Ausgangsbeschränkungen während der Freinacht deutlich ruhiger zuging als sonst, verzeichnet die Polizei München die gleichen Einsatzzahlen wie im Vorjahr.

    Waren es im vergangenen Jahr 40 Einsätze, verzeichnen die Beamten heuer 39. DenEinsatzbericht zur Freinacht in München und zu einer schlimmen Massenschlägerei lesen Sie in unserem gesonderten Artikel.

    Corona in München: Besuchsbeschränkungen in Alten- und Pfelegeheimen zum Muttertag lockern?

    UPDATE 1. Mai, 11.30 Uhr: Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen sollen ab 3. Mai wieder Besucher empfangen dürfen. Dafür setzt sich die SPD in Bayern ein. 

    Die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Ruth Waldmann, appellierte am Freitag an Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Bedürfnisse von Bewohnern und deren Angehörigen in der Corona-Krise besser zu berücksichtigen.

    Das generelle

    Besuchsverbot

    bringe „große seelische Not“. Jeden Tag spielten sich „erschütternde Szenen der Verzweiflung ab“. Viele fürchteten, dass sie ihre Lieben nicht mehr wiedersehen könnten. Manche könnten nicht verstehen, warum niemand mehr zu ihnen komme.

    Die Situation dieser Einrichtungen müsse von der Lage in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unterschieden werden, so die SPD-Abgeordnete. Auch für ehrenamtliche Hospizhelfer müsse das Besuchsverbot aufgehoben werden. 

    Es dürfe nicht sein, „dass in Bayern Menschen vereinsamen und allein sterben“. Mit einer zuverlässigen Ausstattung an Schutzmaterial und Tests für die Helfer könnten Ansteckungen verhindert werden.

    Tatsächlich hat Ministerpräsident Markus Söder gegenüber dem BR geäußert, dass es ihm wichtig sei, für den bevorstehenden Muttertag (10. Mai) wieder Besuchsmöglichkeiten für Mütter und Großmütter zu schaffen.

    Corona in München: ÖPNV - Verkehrsministerium zieht Mundschutz-Pflicht-Bilanz

    UPDATE 1. Mai, 9.45 Uhr:

    Knapp eine Woche nach der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln hat Bayerns Verkehrsministerium eine positive Bilanz gezogen. „Die Maskenpflicht stößt auf große Akzeptanz“, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) laut Mitteilung ihres Ministeriums.

    „Rückmeldungen von den Verkehrsverbünden zeigen, dass die große Mehrheit der Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, an vielen Stellen sind es 98 oder sogar 99 Prozent. Bewusste Verstöße gibt es kaum“, sagte die Ministerin. 

    Seit Montag müssen Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Haltestellen und in Servicecentern Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal bedecken.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    124 neue Corona-Fälle in München wurden am Donnerstag , 30. April (Stand 13.30 Uhr), bestätigt.. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.893 Infektionen gemeldet. 

    In dieser Zahl enthalten sind 4.258 Personen, die bereits genesen sind, 873 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 166 Todesfälle

    Corona Intensivbetten in Münchner Krankenhäusern.

    Mit Stand 30. April werden in den Münchner Krankenhäusern 336 COVID-19-Patienten stationär versorgt, 123 davon auf der Intensivstation.

    Tweet

    Am Donnerstag vergangener Woche (23.4.) waren es 79 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.411).

    In gesamt Bayern sind inzwischen 42 495 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1816 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 31 600 Menschen.

    Corona-Fälle bei Klinikpersonal in Bayern

    In Bayern haben sich nach LGL-Angaben 3155 Menschen (Stand 29.4.) mit dem Coronavirus angesteckt, die als Ärztinnen und Ärzte oder als Pflegepersonal arbeiten. Die Zahl könnte einem Bericht von „Süddeutscher Zeitung“, Norddeutschem Rundfunk und Westdeutschem Rundfunk jedoch noch höher liegen, da dem LGL zufolge „keine vollständigen, flächendeckenden Daten“ dazu vorliegen.

    Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) und die Ärztekammer machen für die hohen Infektionszahlen unter den im medizinisch-pflegerischen Bereich Tätigen auch die fehlende Schutzausrüstung verantwortlich. 

    „Der eklatante Mangel an Schutzausrüstung hat sich gerade in den ersten Wochen der schnell steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus für die Ärzte und die Teams in den Praxen schmerzlich bemerkbar gemacht“, sagte KVB-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Krombholz in dem Bericht.

    Corona in München: Technischen Universität München erhält 552.000 Euro für Corona-Forschung

    Update: 30. April, 17.02 Uhr: Im Rahmen einer Fördermaßnahme zur Erforschung der Covid-19-Pandemie unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Forschungsvorhaben des Instituts für Virologie der Technischen Universität München (TUM) mit 552.000 Euro.

    Ziel des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts ist es, die Wechselwirkungen zwischen Proteinen des Covid-19-Virus und zellulären Proteinen zu testen und somit neue therapeutische Ansätze zu entwickeln. 

    „Ich bin zuversichtlich, dass die Münchner Forscher mit der finanziellen Unterstützung des Bundesforschungsministeriums einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis des Virus und dessen Ausbreitung leisten werden”, so Dr. Wolfgang Stefinger, Bundestagsabgeordneter für die Innenstadt und den Münchner Osten

    „Mit den gewonnen Erkenntnissen schaffen wir die Grundlagen für spätere Medikamentenentwicklungen“, so Forschungspolitiker Stefinger. Das Forscherteam um Prof. Dr. Pichlmair vom Institut für Virologie der TU München kooperiert hierbei mit Forschern anderer Einrichtungen in einem nationalen Forschungsverbund (CO-VINET – Coronavirus Interaktionsnetzwerk zur Etablierung von Therapien). 

    Corona in Deutschland: Verbot von Großveranstaltungen bleibt bestehen

    Update: 30. April, 16.14 Uhr:  Bund und Länder wollen am Verbot von Großveranstaltungen wie Volksfesten, größeren Sportveranstaltungen mit Zuschauern sowie Konzerten mindestens bis Ende August festhalten. 

    Ab wann und unter welchen Bedingungen kleinere öffentliche und private Feiern oder Veranstaltungen wieder stattfinden könnten, sei wegen der besonders hohen Infektionsgefahr noch nicht abzusehen - darüber verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen bei einer Schaltkonferenz am Donnerstag.

    Längst sind in Ländern große Veranstaltungen bis Herbst abgesagt worden, wie das Oktoberfest in München, das Cannstatter Volksfest in Stuttgart, der Marathon in Berlin, große Messen oder Musikfestivals.

    Corona in Deutschland: Eindämmung ist aus Sicht von Forschungsverbänden „einzig sinnvolle Strategie“ 

    Update: 30. April, 09.54 Uhr: Führende Forschungsorganisationen in Deutschland sind sich einig, dass eine konsequente Eindämmung des Coronavirus Sars-CoV-2 aus epidemiologischer Sicht im Moment die „einzig sinnvolle Strategie“ ist. 

    „Das Erreichen einer „Herdenimmunität“ würde nach den bisher vorliegenden Daten einen Zeitraum von einigen Jahren erfordern, wenn das Gesundheitssystem nicht überlastet werden soll“, heißt es in einer Stellungnahme der Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft.

    „Unsere Modelle stimmen darin überein, dass sich dies selbst bei optimistischen Schätzungen der Dunkelziffer über Jahre hinziehen und viele Tote erfordern würde“, heißt es in den Erläuterungen. Daher müssten einschränkende Maßnahmen auch bei einem solchen Weg über den gesamten Zeitraum aufrechterhalten werden, betonen sie. Zudem sei nicht bekannt, wie lange Personen nach einer Infektion immun sind.

    Daher schlagen die Experten auf Basis von mathematischen Analysen der Datenlage vor, zunächst die Neuinfektionen weiter soweit zu reduzieren, bis eine effektive Kontaktverfolgung möglich ist. Unter anderem sollten zudem Testkapazitäten, aber auch die Möglichkeiten der Rückverfolgung (Tracing) ausgebaut werden. Auf Basis gezielter Querschnittstests vor allem in Bereichen mit erhöhtem Infektionsrisiko könnte eine Frühwarn-Infrastruktur etabliert werden.

    Für die langfristige Bewältigung der Corona-Pandemie seien auch neue medizinische Erkenntnisse und pharmazeutische Entwicklungen entscheidend. „Die hier vorgeschlagene Strategie muss angepasst werden, sobald neue Erkenntnisse dies ermöglichen oder ein Impfstoff zur Verfügung steht“, heißt es in dem Strategiepapier weiter.

    Corona in Deutschland: Söder warnt vor „zweiter Welle“ und übereilten Corona-Lockerungen 

    Update: 30. April, 08.57 Uhr: Vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor übereilten Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen gewarnt. Solange es keinen Impfstoff gebe, drohe ansonsten „eine zweite Welle, ein Rückfall“, sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. 

    Das habe man in Singapur und in anderen Ländern gesehen. „Wir haben einige Länder gesehen, die haben sehr schnell gelockert und mussten dann das Gegenteil tun.“

    Söder zeigte Verständnis, wenn andere Bundesländer nun schneller vorangehen wollen, kündigte aber an, er selber werde zurückhaltend bleiben. „Ich bin da auch keinem Kollegen böse und keinem anderen Land böse, wenn da jetzt jemand drängender ist oder es anders sieht.“ Er betonte aber: „Ich kann die Situation der Bayern nicht davon abhängig machen, ob in einem anderen Land eine Regierung das ganz anders sieht.“

    Es sei nun wie in der 80. Minute eines Fußballspiels: „Wir haben das meiste geschafft, aber einige wollen schon jetzt vom Spielfeld und sagen, das Spiel ist gewonnen. Das ist halt leider nicht so.“

    Konkrete Termine für weitere Öffnungen wollte Söder nicht nennen. Aber wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, werde es eine weitere Normalisierung geben. „Es muss sich keiner Sorgen machen, dass der Zustand ewig so dauert.“

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten über den weiteren Kurs beraten. Weitreichendere Entscheidungen wurden aber eher für die nächste Bund-Länder-Schalte am 6. Mai erwartet.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen, Genesungen und Todesfälle

    In München wurden am heutigen Mittwoch 50 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.769 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 4.134 Personen, die bereits genesen sind, 852 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 158 Todesfälle.

    Am Mittwoch vergangener Woche (22.4.) waren es 69 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.332).

    In gesamt Bayern sind inzwischen 42 217 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1780 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 30 540 Menschen.

    Corona in München: EM findet auch 2021 in München statt

    Update: 29. April, 16.13 Uhr: Der Münchner Stadtrat hat heute beschlossen, dass die Landeshauptstadt auch die vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft, die im Juni und Juli 2020 hätten stattfinden sollen, im Juni und Juli 2021 in München austragen soll.

    Im ersten Gruppenspiel spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in München gegen den Weltmeister Frankreich, im zweiten gegen Europameister Portugal. Der Gegner des dritten Vorrundenspiels wird erst noch in einer Playoff-Runde ermittelt. Auch das geplante Viertelfinale findet in München statt. 

    Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit. Fans, die ihre Tickets zurückgeben möchten, können dies aber tun. Die Modalitäten finden sich unter www.uefa.com. Der Name des Tunieres bleibt trotz der Verschiebung um ein Jahr gleich:  UEFA EURO 2020.

    Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Die Fußball-Europameisterschaft 2020 musste wegen des Coronavirus für dieses Jahr abgesagt werden. Umso mehr freut es mich, dass der Stadtrat einer Verschiebung ins kommende Jahr zugestimmt hat. Die EM bringt viele positive Impulse für unsere Stadt und die Stadtgesellschaft mit sich. Gerade jetzt brauchen wir den Ausblick auf solche Veranstaltungen.“ 

    Sportreferentin Beatrix Zurek: „Sport gibt vielen Menschen Halt. Ein umso erschreckenderes Zeichen war die Absage der Fußball-EM und aller anderen großen Sportveranstaltungen für viele Sportfans in München und anderswo. Die Verschiebung in das Jahr 2021 ist ein Lichtblick: Es wird wieder aufwärts gehen. Das ist ein wichtiges Signal.“

    Corona in München:  Reisebüros rufen nach Hilfen  

    Update: 29. April, 15.31 Uhr: Mit leeren Koffern, Liegestühlen und Sonnenschirmen haben bayerische Reisebüros am Mittwoch auf ihre Notlage aufmerksam gemacht und Hilfen gefordert. In München, Nürnberg, Schweinfurt und Kempten demonstrierten rund 150 Eigentümer und Beschäftigte. „Wir haben keine Einnahmen, und wir müssen jetzt sogar Einnahmen von 2019 zurückzahlen für gebuchte Reisen, die jetzt nicht stattfinden können“, erklärte Reiseveranstalterin Claudia Mades in München.

    Bilderstrecke – Reisebüros rufen nach Hilfen

    Demonstranten mit Koffern stehen am Odeonsplatz im Regen. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt. 
    Demonstranten mit Koffern stehen am Odeonsplatz im Regen. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt.  © Lino Mirgeler/dpa
    "Schutzschirm Jetzt!" steht auf einem Sonnenschirm, den ein Demonstrant hält. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt.
    "Schutzschirm Jetzt!" steht auf einem Sonnenschirm, den ein Demonstrant hält. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt. © Lino Mirgeler/dpa
    "Touristik, gestorben 2020" steht auf einem Holzkreuz, das vor einer Sonnenliege im Regen steht. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt. 
    "Touristik, gestorben 2020" steht auf einem Holzkreuz, das vor einer Sonnenliege im Regen steht. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm gestreikt.  © Lino Mirgeler/dpa
    "Rettet die Reisebüros, rettet Arbeitsplätze" steht auf einem Transparent, das Demonstranten halten. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt.
    "Rettet die Reisebüros, rettet Arbeitsplätze" steht auf einem Transparent, das Demonstranten halten. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt. © Lino Mirgeler/dpa
    "SOS - #rettetdiereisebüros" steht auf einem Koffer am Odeonsplatz, der neben einer Sonnenliege im Regen steht. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt. 
    "SOS - #rettetdiereisebüros" steht auf einem Koffer am Odeonsplatz, der neben einer Sonnenliege im Regen steht. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt.  © Lino Mirgeler/dpa
    "Schutzschirm Jetzt!" steht auf einem Sonnenschirm, der von einem Demonstranten gehalten wird. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt.
    "Schutzschirm Jetzt!" steht auf einem Sonnenschirm, der von einem Demonstranten gehalten wird. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt. © Lino Mirgeler/dpa
    Reiseführer und ein Sonnenhut liegen im Regen in einem Koffer am Odeonsplatz. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt. 
    Reiseführer und ein Sonnenhut liegen im Regen in einem Koffer am Odeonsplatz. Reiseveranstalter haben bundesweit für einen Rettungsschirm in der Coronakrise gestreikt.  © Lino Mirgeler/dpa

    Ausgangsbeschränkungen, die Schließung von Hotels und Gasthäusern sowie der Grenzen haben der Branche den Boden entzogen. Mades sagte: „Kleine Reisebüros haften mit Haus und Hof.“ Viele in Bayern warteten noch immer auf die Auszahlung von Soforthilfen. 

    Dass diese Hilfe nicht zum Lebensunterhalt verwendet werden dürfe, sei für Solo-Selbstständige ein Problem. Kurzarbeit sei wegen des enormen Arbeitsaufwands kaum möglich: „Kunden fragen ständig, was ist mit meiner Reise? Manche hatten von Ostern auf die Pfingstferien umgebucht, das mussten wir dann auch wieder stornieren.“

    Münchner Unternehmer sind von der Corona-Krise schwer getroffen. Auch wenn seit Montag manche Geschäfte wieder öffnen dürfen, bangen viele um ihre Existenz.

    Corona in Deutschland: Weltweite Reisewarnung bis Mitte Juni verlängert

    Update: 29. April, 13.31 Uhr: Das Auswärtiges Amt hat die weltweite Reisewarnung bis zum 14. Juni verlängert. Das sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin und äußerte die Hoffnung, dass sie danach nicht mehr notwendig sein werde. Dies könne aber niemand versprechen. 

    Das Auswärtige Amt hatte erstmals am 17. März die Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. Damit sollte verhindert werden, dass in Zeiten der Pandemie-bedingten Flugausfälle und Grenzschließungen noch weitere Bundesbürger im Ausland stranden.

    Das Auswärtige Amt hat in den vergangenen Wochen bei einer aufwendigen Rückholaktion rund 240.000 Bundesbürger nach Hause gebracht. Maas kündigte an, dass es eine solche Aktion im kommenden Sommer nicht noch einmal geben werde.

    Corona in Deutschland: Telefonische Krankschreibung bis 18. Mai weiterhin möglich 

    Update: 29. April, 13.19 Uhr: Eine telefonische Krankschreibung soll als Ausnahmeregelung in der Corona-Krise auch weiterhin möglich sein. 

    Die Regelung, wonach sich Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt befristet krank schreiben lassen können, soll bis zum 18. Mai verlängert werden, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Mittwoch mitteilte. Die Verlängerung erfolge "aufgrund der fortbestehenden Krisenlage", um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

    Patienten kann damit vorerst weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit nach telefonischer Anamnese für maximal eine Woche bescheinigt werden. Bei fortdauernder Erkrankung kann die Krankschreibung einmal verlängert werden. Seit dem ersten Beschluss des G-BA zu der Regelung vom März wurde diese bereits zweimal verlängert, allerdings gab es darüber auch bereits Streit.

    Corona in Bayern: Wegen Corona-Verstößen – Sieben Menschen in Bayern in Gewahrsam 

    Update: 29. April, 13.14 Uhr: Sieben Menschen sitzen in Bayern im Gefängnis, weil sie sich nicht an die Regeln in der Corona-Krise gehalten haben. Für bis zu zwei Wochen sei der Gewahrsam nach richterlicher Entscheidung jeweils verhängt worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums am Mittwoch.

    Unterschiedliche Gründe können dazu führen - auch das Feiern kann im Gefängnis enden. Nach der fünften Party war für einen 34-Jährigen in Oberfranken Anfang April Schluss mit lustig. Weil er trotz der Kontaktbeschränkungen Bekannte zum Alkoholtrinken in seine Wohnung in Bamberg eingeladen hatte, war auch er in Gewahrsam genommen worden.

    Nachdem er zum wiederholten Mal gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hatte, war am Freitag ein 15-Jähriger in Schwaben in Gewahrsam genommen werden. Triftige Gründe für das Verlassen des Hauses hatte der junge Mann aus Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) laut Polizei nicht gehabt.

    Corona in Deutschland: Weitere Hilfen für Beschäftigte in Kurzarbeit

    Update: 29. April, 12.12 Uhr: Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit gehen müssen, sollen weitere Hilfen bekommen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch den Entwurf eines Gesetzespakets von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). 

    Das Paket geht auf einen Beschluss der Koalitionsspitzen von vergangener Woche zurück, wonach das Kurzarbeitergeld bei längerem Bezug befristet auf bis zu 80 Prozent des letzten Nettolohns erhöht werden soll - bei Menschen mit Kindern auf bis zu 87 Prozent. Bisher sind es 60 oder 67 Prozent. Arbeitslosengeld soll demnach länger zu bekommen sein.

    Corona in Bayern: Mehr als 70 000 Anträge auf bayerischen Corona-Pflegebonus 

    Update: 29. April, 11.42 Uhr: Mehr als 70 100 Anträge für die Sonderzahlung von bis zu 500 Euro der Bayerischen Staatsregierung an Pflegekräfte sind bis heute gestellt worden. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) freue sich über das große Interesse, sagte sie der dpa. Mit dem Pflegebonus wolle die Staatsregierung „ein Zeichen der Anerkennung für außergewöhnliches Engagement“ in der Corona-Krise setzen.

    Das Ministerium rechnet damit, dass rund 250 000 Beschäftigte aus verschiedenen Pflegeberufen den Bonus erhalten können. Anträge können online gestellt werden, die Frist endet am 31. Mai. Für die Zahlungen hat die Staatsregierung bis zu 126 Millionen Euro eingeplant.

    In den vergangenen Tagen hatte es allerdings auch Kritik an der Umsetzung gegeben. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) hatte erklärt, die 500-Euro-Prämie sei „nur ein Anfang“, wenn es um die Verbesserung der Situation in der Pflege gehe. Nach Ansicht der VdPB gibt es bei der Antragstellung außerdem unnötige bürokratische Hürden. 

    Auch auf Bundesebene ist eine Pflegeprämie geplant, die bis zu 1500 Euro betragen soll. Allerdings ist die Finanzierung für die bundesweite Prämie noch nicht abschließend geklärt.

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen und Todesfälle

    112 neue Corona-Fälle wurde in München am Dienstag, 28. April 2020 (Stand: 13:30 Uhr), bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.719 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 4.014 Personen, die bereits genesen sind, 839 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 157 Todesfälle.

    Am Dienstag vergangener Woche (21.4.) waren es 52 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.263).

    In Bayern sind inzwischen 41 804 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1708 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 29 580 Menschen.

    Corona in Bayern: Schüler sollen um Pfingsten wieder zurückkehren können

    Update: 28. April, 15.37 Uhr:  Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will möglichst allen Schülern rasch wieder Unterricht in den Schulgebäuden ermöglichen. Es gebe zwar noch Abstimmungsbedarf, doch das Kabinett habe „als Zielvorstellung mal Pfingsten ins Auge“ gefasst, sagte Piazolo im Anschluss an die Kabinettssitzung am Dienstag in München. 

    Zumindest in eingeschränktem Umfang sollten möglichst alle Kinder und Jugendliche dann wieder Unterricht vor Ort erhalten.

    Nach den Abschlussklassen, die bereits seit dieser Woche wieder auch in ihren Klassenzimmern lernen, sollen übernächsten Montag (11. Mai) die Abschlussklassen des kommenden Jahres folgen. Auch die Viertklässler sollten dann möglichst schon in ihre Schulen zurückkehren, sagte Piazolo.

    Der Minister betonte aber: „Es wird auch bis zum Sommer keine Normalität an den Schulen geben, wie wir sie kennen.“ Stattdessen werde es einen „aufeinander abgestimmten“ Dreiklang aus Präsenzunterricht in den Schulen, Lernen zu Hause und Notfallbetreuung geben.

    Nach den sechswöchigen Schulschließungen würden die Kinder und Jugendlichen nicht nur gestaffelt an die Schulen zurückkehren, sondern dort auch zeitversetzt, also in Schichten, lernen. „Wir werden auch nicht den ganzen Lehr- und Lernstoff vermitteln können“, betonte Piazolo.

    Corona in Bayern: Kabinett beschließt Lockerungen für Demonstrationen im Freistaat 

    Update: 28. April, 14.20 Uhr:  Das seit Wochen in Bayern geltende strikte Verbot von Demonstrationen wegen der Corona-Ansteckungsgefahr wird aufgehoben. Dies hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. So sollen vor allem Demonstrationen im Freien unter bestimmten Voraussetzungen wieder zugelassen werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach der Sitzung.

    Versammlungen dürfen ab dem 4. Mai wieder mit maximal 50 Teilnehmern und Sicherheitsabständen von 1,5 Metern zwischen den Demonstranten stattfinden. Veranstalter dürfen maximal eine Versammlung pro Tag anmelden, die außerdem auf 60 Minuten beschränkt sein soll. Angesichts des anstehenden 1. Mai - wo traditionell viele Demonstrationen stattfinden - sollen die örtlichen Behörden nach Angaben des Innenministers schon vorher einen größeren Spielraum haben.

    Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen am 21. März waren Versammlungen im Freistaat nicht erlaubt beziehungsweise nur ausnahmsweise und unter ganz besonders strengen Auflagen gestattet.

    Corona in Bayern: Söder stellt Öffnung der Gastronomie um Pfingsten in Aussicht 

    Update: 28. April, 14.04 Uhr: Die bayerische Gastronomie und möglicherweise auch die Hotellerie können auf Lockerungen der aktuellen Beschränkungen um Pfingsten herum hoffen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte diesen Zeitraum am Dienstag in Aussicht.

    Die Branche selbst hatte dagegen mehrfach frühere Lockerungen gefordert. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte sich ähnlich geäußert und immer wieder konkrete Zeitpläne gefordert.

    In Österreich gebe es den Plan, Mitte Mai die Gastronomie und Ende Mai die Hotellerie schrittweise zu öffnen, sagte Söder. Und Österreich sei Bayern in der Krise um etwa zwei Wochen voraus, sagte er. Das decke sich mit den in der Regierung diskutierten Zeitachsen „um Ende Mai herum, um Pfingsten herum“. Die genaueren Daten werde man noch festlegen.

    Mit der Erlaubnis, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf diesen Wert reduzieren, seien „de facto 100 Prozent“ des Handels wieder geöffnet, sagte Söder.

    Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte, es habe ihn gefreut, wie diszipliniert die Menschen am Montag beim Einkaufen mit Maskenpflicht und Hygieneregeln umgegangen seien. Wirtschaft und Gesellschaft seien gefordert, den Punkt zu finden, den man verantworten könne und der trotzdem das System am laufen halte. Man könne nur dann weitere Branchen öffnen, wenn zusätzliche Infektionsgefahren vermieden werden könnten.

    Bei der Auszahlung der Soforthilfen für Unternehmen sind laut Aiwanger inzwischen 1,2 Milliarden Euro vom Freistaat geflossen. Mehr als jeder zweite Antragssteller sei bedient worden. Allerdings habe man noch viele zehntausend Anträge, die geprüft werden müssten. Beispiele aus anderen Ländern, wo es zu Betrug gekommen war, zeigten, dass es wichtig sei, eine Balance zwischen Schnelligkeit und Sorgfalt zu finden.

    Corona in Bayern: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 10. Mai 

    Update: 28. April, 13.56 Uhr:  Bayern verlängert die in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden.

    „Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt“, teilte die Staatskanzlei mit. 

    Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

    Corona in Bayern: Söder geht von zweiter Corona-Welle aus

    Update: 28. April, 13.35 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer zweiten Infektionswelle mit dem neuartigen Coronavirus aus. „Eine zweite Welle wird irgendwann kommen. Wann, weiß keiner“, sagte er am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München.

    Darum sei es wichtig, weiter vorsichtig vorzugehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern und die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus nicht vorschnell zu lockern. „Wer zu schnell rennt, wird stolpern“, sagte Söder.

    Söder „besorgt“ über höhere Corona-Gefahr wegen planloser Lockerungen

    Angesichts des bundesweit wieder steigenden Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus fordert Bayerns Regierungschef Markus Söder von Bund und Ländern mehr Umsicht bei den Lockerungen. Die steigende Reproduktionsrate des Virus zeige was passiert, „wenn man ohne Plan lockert“, sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

    Umsicht und Vorsicht müssten weiter der oberste Maßstab des Handelns in der Krise bleiben. Die Entwicklung des Reproduktionsfaktors mache ihn besorgt.

    Söder betonte, dass in Bayern die Reproduktionsrate also die Quote der Ansteckungen durch einen Erkrankten, weiter unter 1,0 liege. Bundesweit ist diese nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder auf 1,0 gestiegen. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

    Bayern hat früher und konsequenter begonnen, wir werden auch später aufhören als andere“, betonte Söder

    Es sei wichtig, dass die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit nicht in Gefahr gerate. Dazu brauche es eine „atmende Strategie“, die flexibel auf Entwicklungen reagiere. Sofern die Infektionszahlen schlechter würden, müssten Lockerungen langsamer gehen, auch regionale Unterschiede seien dann angebracht.

    Corona in Bayern: Freistaat übernimmt neben Kita-Beiträgen auch Mittagsbetreuung

    Update: 28. April, 13.31 Uhr: Neben den Gebühren für Krippen, Kindertagesstätten und Horte wird der Freistaat vorübergehend auch die Kosten für Mittagsbetreuung und Tagespflege übernehmen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München an.

    Zudem machte er den Eltern vorsichtig Hoffnung: „Wenn es so ist, wie sich jetzt andeutet, dass die Kleinsten am wenigsten übertragen, dann sollten wir auch in der Reihenfolge der Öffnung die Kleinsten besonders im Blick haben.“ Jedem sei bewusst, dass man kleine Kinder intensiver betreuen müsse - für viele Eltern neben ihrer Arbeit eine große Belastung.

    Die Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung hatten sich schon vergangene Woche auf eine dreimonatige Beitragsentlastung für Krippen, Kitas und Horte verständigt. Diese Regelung wurde nun um Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Tagespflege erweitert, was die Kosten für den Freistaat auf rund 200 Millionen Euro steigen lässt. Dieser erstattet den Trägern die Elternbeiträge für April, Mai und Juni pauschal. Im Gegenzug müssen die Träger für diese Zeit auf die Elternbeiträge verzichten. Die davon profitierenden Eltern erhalten in der Zeit allerdings kein Krippengeld.

    Corona in München: Schrittweise Wiedereröffnung der Bayerischen Staatsbibliothek

    Update: 28. April, 10.35 Uhr: Die Bayrische Staatsbibliothek in München hat wieder geöffnet - allerdings nur für die Ausleihe nach Hause mit Abholung und Rückgabe von Medien vor Ort.

    Ab dem 27. April dürfen staatliche Bibliotheken wieder erste Vor-Ort- Leistungen anbieten, wenn sie ein umfangreiches Hygiene- und Sicherheitskonzept vorlegen können und dieses umsetzen. Oberste Priorität hat hierbei die Gesundheit der Nutzerinnen und Nutzer. Kunstminister Bernd Sibler überzeugte sich vor Ort von den getroffenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sowie den weiteren Service- Leistungen, die trotz der coronabedingten Einschränkungen angeboten werden.

    Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (r.) überzeugt sich zusammen mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) Dr. Klaus Ceynowa (l.) von den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen bei der Ausleihe.

     „Die Bayerische Staatsbibliothek hat während der Schließungen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger ein Alternativ-Angebot auf die Beine gestellt, das alles Erwartbare übertrifft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben großen Einsatz gezeigt, um Interessierten weiterhin Zugang zu Leistungen der Bibliothek zu ermöglichen. Jetzt zeigt sie mit einem strengen Hygiene- und Sicherheitskonzept, wie eine schrittweise Öffnung gelingen kann. Dieses Engagement ist vorbildlich!“, dankte er dem gesamten Team um Generaldirektor Dr. Klaus Ceynowa. Hygiene- und Sicherheitskonzept der BSB während der Corona-Pandemie.

    Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (r.) überzeugt sich zusammen mit der stellvertretenden Generaldirektorin der BSB Dr. Dorothea Sommer und dem Generaldirektor der BSB Dr. Klaus Ceynowa (v.l.n.r.) von den Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in den Lesesälen der BSB, die prophylaktisch für den Fall der Wiedereröffnung getroffen wurden.

    Zum Hygiene- und Sicherheitskonzept der BSB gehört u.a., dass für die Nutzerinnen und Nutzer ein eigens gekennzeichneter Zugang im Eingangsbereich der Bibliothek eingerichtet wurde. Außerdem dürfen sich maximal 20 Nutzerinnen und Nutzer im Bereich der Ortsleihe und Anmeldung aufhalten. Diese müsse für die Dauer ihres Aufenthalts einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die geltenden 2 Abstandsregelungen sowie die entsprechenden Hinweise und Markierungen beachten. 

    Corona in Bayern: Lockerungen für Gottesdienst und Demos

    Update: 28. April, 09.45 Uhr: Das wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geltende Verbot für öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen wird aufgehoben. Das Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) in seiner Sitzung in München die schon von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen ab dem 4. Mai formell beschließen. 

    Unter strengen Auflagen wie Mindestabständen zwischen den Kirchgängern und Personenobergrenzen sollen dann wieder alle Religionsgemeinschaften Gottesdienste mit Besuchern anbieten können. Bisher war dies nur ohne Besucher per Übertragungen im Internet oder Fernsehen möglich.

    Darüber hinaus wird bei der Sitzung auch ein erstes Fazit der seit diesem Montag geltenden Maskenpflicht sowie des gestarteten Schulunterrichts für Abschlussklassen gezogen. In Bayern waren in den vergangenen Tagen die Neuinfektionen schrittweise zurückgegangen.

    Auch die am Montagabend angekündigte Öffnung großer Geschäfte in Bayern wird thematisiert. Nach einer Rüge des Verwaltungsgerichtshofs dürfen auch sie ab sofort wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken.

    Der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Handelsverbandes, Wolfgang Puff, sagte der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag): „Das Urteil und die schnelle Reaktion der Staatsregierung ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Abstands- und Hygieneregeln könnten bei mehr Platz sogar besser eingehalten werden. 

    Zum Beginn der Maskenpflicht habe es bislang keine Verstöße gegeben, deshalb hoffe er weiterhin auf die Einsicht bei Kunden und Mitarbeitern im Einzelhandel. Erste Unternehmen wollten die Möglichkeit, die Verkaufsfläche zu begrenzen, so schnell wie möglich nutzen, so Puff.

    Corona in Bayern: Basketball-Bundesliga will Meisterschaft fortsetzten 

    Update: 28. April, 09.18 Uhr: Die Basketball-Bundesliga (BBL) will den Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft fortsetzten, sofern auf gesundehitlichen oder rechtlichen gründen nichts dagegen spricht. Darauf haben sich die 17 Vereine und die BBL am Montag in einer Video-Konferenz verständigt.

    Ziel sei es, die Saison nicht abzubrechen, sondern auszusetzten und mit einem mehrwöchigen Tunier samt Playoffs bis zum 30. Juni zu beenden. Teilnehmer wären neben dem FC Bayern Basketball (FCBB) die Teams aus Ludwigsburg, Crailsheim, Berlin, Oldenburg, Vechta, Bamberg, Göttingen, Ulm und Frankfurt.  Für diesen Plan benötigt die BBL ein positives Signal von den Behörde bis zum 18. Mai. Ansonsten würde die Saison 2019/20 beendet werden. 

    Aufgrund der Corona-Pandemie sind Spiele mit Zuschauern bis 31. August ausgeschlossen. Dem neuen Plan nach, würde in einer zentralen Halle gespielt werden. Zehn Teams haben ihre Teilnahme-Bereitschaft erklärt, darunter der FCBB

     „Das war heute eine sehr konstruktive Gesprächsrunde, die sich auf einen sehr guten Konsens geeinigt hat“, sagte FCBB-Geschäftsführer Marko Pesic anschließend. 

    Marko Pesic, Geschäftsführer der Basketballabteilung des FC Bayern München.

    „Wir sind einerseits froh, dass damit weiterhin die Chance besteht, unseren Sport bald wieder präsentieren zu können, wenn auch leider ohne Fans. Andererseits ist uns absolut bewusst, dass wir ein bestmögliches Hygiene- und Sicherheitskonzept vorlegen müssen. Unser Szenario steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen. Denn es hat sich nichts daran geändert, dass die Gesundheit an erster Stelle steht. Dennoch sind wir zunächst einmal sehr zufrieden, dass sich die Klubs für dieses sehr mutige Konsensmodell ausgesprochen haben; übrigens auch jene Vereine, die sich nicht in der Lage sahen, weiter zu spielen.“ 

    Corona in München: Aktuelle Fallzahlen - Infektionen und Todesfälle

    In München wurden am Montag, 27. April (Stand 13.30 Uhr), 26 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.607 Infektionen gemeldet. 

    In dieser Zahl enthalten sind 3.928 Personen, die bereits genesen sind, 821 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 143 Todesfälle

    Am Montag vergangener Woche (20.4.) waren es 52 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 5.211). 

    In ganz Bayern sind inzwischen 41 415 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1636 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte dasLandesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 28 900 Menschen.

    Corona in München: Söders Stimme kratzt wegen starker Allergie 

    Update: 27. April, 16.18 Uhr: Dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) macht derzeit seine Allergie zu schaffen. Seit einigen Tagen fällt bei Pressekonferenzen auf, dass die Stimme des CSU-Chefs kratzt und zeitweise ganz zu versagen droht, wie etwa am Montag nach der Sitzung des Parteivorstands. Söder sagte darauf dem Radiosender „Gong 96.3“ zufolge gar ein für den Nachmittag geplantes Interview ab.

    Sorgen, dass sich Söder in der Corona-Krise eine Erkältung oder etwas Schlimmeres zugezogen habe, sind laut Staatskanzlei aber unberechtigt. Bereits am Dienstag soll Söder wieder wie gewohnt das Kabinett leiten, samt anschließender Pressekonferenz.

    Corona in Bayern: Söder kündigt nach Gerichtsentscheid Korrektur von Handel-Auflagen an

    Update: 27. April, 14.20 Uhr: Nach der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof festgestellten Verfassungswidrigkeit der Corona-Beschränkungen für den Handel in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder Korrekturen angekündigt. 

    Diese Woche ändere sich aber nichts, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands. „Wir überlegen uns, das wollten wir ohnehin tun, wie wir mit nächster Woche dann umgehen.“ Dabei orientiere man sich an der Gerichtsentscheidung.

    Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hatte das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Ländern und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. 

    Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage „ausnahmsweise“ nicht außer Kraft, stellte aber die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz fest.

    Söder sagte, nach widersprüchlichen Entscheidungen von Vorinstanzen gebe es nun Klarheit. Er wertete die Entscheidung aber nicht als Kritik am Kurs der Staatsregierung. „Also im Grunde genommen ist es eher eine Sicherheitsmaßnahme und bestätigt den umsichtigen Kurs gegenüber dem etwas lockereren Kurs des Bundes.“ Es sei kein Angriff, sondern aus Sicht der Staatsregierung eine Präzisierung. „Und die werden wir dann natürlich entsprechend umsetzen und auch vornehmen.“

    Söder verwies dabei auf den Hinweis des Gerichts, dass die „Freistellung“ für Buchhändler und Fahrradgeschäfte, für die die Begrenzung auf 800 Quadratmeter nicht gilt, „aus infektionsschutzrechtlicher Sicht sachlich nicht gerechtfertigt“ sei.

    Corona Bayern: Söder kündigt Corona-Exit-Konzepte für Schule, Kita und Senioren an

    Update: 27. April, 13.53 Uhr: Bis zur kommenden Woche will Bayern eigene Konzepte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen für Kindergärten, Schulen und Pflegeheime vorlegen. 

    „Mein und unser Schwerpunkt, meine und unsere Priorität liegt in den nächsten zehn Tage darin, Konzepte zu erarbeiten und bis spätestens nächste Woche zu präsentieren, die vor allem die Situation der Familien wahrnimmt, und zwar alle Generationen“, sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Sitzung seines Parteivorstandes in München. Dazu gehöre für ihn eine klare Konzeption für die Schule, für Kitas und auch eine ganz sensible Entwicklung für Alten- und Pflegeheime.

    „Eigentlich sollte das Ziel sein, dass vor Pfingsten jeder Schüler zumindest einmal wieder in der Schule war“, sagte der bayerische Ministerpräsident. Es sei nun an der Zeit, bei den Schulen die vielen, klugen Konzepte, die in der Diskussion seien, etwa für einen zeitversetzten Unterricht oder die Reduktion auf die Kernfächer miteinander zu verzahnen. Ziel sei es, „ganz langsam vorsichtig wieder heranführen an den Schulalltag, aber mit allen maximalen Schutzmaßnahmen.“

    Auch bei Kitas gebe es Handlungsbedarf 

    Es müsse auch vom Robert Koch-Institut eine Einschätzung erteilt werden, welche Rolle die Kleinsten der Übertragung des Virus einnehmen. Sollte sich bestätigen, dass sie „nicht so stark davon betroffen sind“, dann seien schnellere Öffnungen denkbar. „Mir ist zum Beispiel wichtig, flexible Konzepte zu entwickeln.“ Denkbar sei, dass Eltern von zwei Familien gegenseitig die Kinder betreuen.

    Söder reagierte damit auf die seit Tagen wachsende Kritik von einigen Bildungsexperten und -Verbänden an bundesweit fehlenden Perspektiven für Familien. Auch Söder hatte es bisher strikt abgelehnt, hier konkretere Zeitkorridore zu benennen. 

    In Bayern sind seit diesem Montag nur die Abschlussklassen wieder zurück im Unterricht. Für alle anderen Schüler, Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es trotz anderslautender Forderungen bisher keinerlei bekannte Pläne.

    In Alten- und Pflegeheimen habe der Schutz der älteren Generation laut Söder zwar weiter absolute Priorität. „Aber wir werden versuchen, mit einem weiterentwickelten Schutzkonzept Möglichkeiten zu entwickeln, das beispielsweise gegen das gegen die Einsamkeit auch vorgegangen werden kann“, sagte er. Denkbar seien einzelne Besuche von einer festen Kontaktperson.

    Corona in Bayern: Söder stellt weitere Lockerungen für Handel in Aussicht 

    Update: 27. April, 13.38 UhrBayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts erster positiver Rückmeldungen nach den Ladenöffnungen vom Montagmorgen weitere Lockerungen für Geschäfte und auch die Gastronomie in Aussicht gestellt. 

    Das Konzept „Erleichterungen gegen Schutz“ scheine zu funktionieren, sagte Söder am Montag nach einer CSU-Parteivorstandssitzung in München.

    Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt mit einer Mundschutzmaske mit bayerischem, weißblauen Rautendesign zur Sitzung des bayerischen Landtags. 

    Man werde sich beim Handel „weitere Maßnahmen“ überlegen. Bei der Gastronomie nannte er erneut Ende Mai als möglichen Zeitpunkt für Lockerungen. Alle Perspektiven und Zeitachsen hingen aber vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab.

    Söder berichtete, der sogenannte Reproduktionsfaktor liege in Bayern derzeit bei 0,57 und damit „deutlichst“ unter 1. Der tägliche Zuwachs der Neuinfektionen liege derzeit bei um die 1 Prozent, sagte er.

    Corona in Bayern: Verkaufsverbot für große Geschäfte ist verfassungswidrig 

    Update: 27. April, 12.54 UhrBayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Ländern und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) in München am Montag mit.

    Unmittelbare Konsequenzen hat die Entscheidung aber dennoch nicht 

    Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage „ausnahmsweise“ nicht außer Kraft, wie es in der Mitteilung hieß. Stattdessen beschränkte sich der 20. Senat darauf, die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz festzustellen.

    Kläger ist eine ungenannte Kaufhauskette mit Standorten in Bayern, Berlin und Hamburg. Der Verwaltungsgerichtshof hat nun vorläufig über einen Antrag auf einstweilige Verfügung entschieden. Das Urteil steht aus. Ein Zeitpunkt dafür ist derzeit nicht absehbar.

    Seit Montag dürfen in Bayern viele Geschäfte nach rund fünfwöchiger Pause wieder öffnen. Die Grenze von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche gilt für die meisten Branchen, ausgenommen sind unter anderem Buchhandel, Fahrradläden und Autohäuser.

    Corona in München: Flughafen München stellt Passagierabfertigung im Terminal 1 ein

    Update: 27. April, 12.29 Uhr: Wegen der Reisebeschränkungen, die wegen aktuelle Corona-Pandemie gilt, stellt der Münchner Flughafen die Passagierabfertigung im Terminal 1 ein. Die Einschränkung gilt ab Mittwoch, den 29. 04., wegen der massiven Reduzierung des Flugangebots.

    Sämtliche Abflüge und Ankünfte werden ab diesem Zeitpunkt über das Terminal 2 abgewickelt.Der Check-in der sonst im Terminal 1 ansässigen Airlines findet dann im Bereich Z im München Airport statt. Die Fluggäste werden gebeten die Parkhäuser P20 und P26 anzufahren.

    Corona in Bayern: Langsame Öffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai denkbar

    Update: 27. April, 11.57 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands.

    Virtuelle Sitzung des CSU-Vorstand.

    Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

    Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung. Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: „Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten.“

    Corona in Bayern: Söder stellt weitere Corona-Lockerungen in Aussicht

    Update: 27. April, 11.24 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise in Aussicht gestellt. „Wenn das jetzt in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen gut nachdenken“, sagte Söder am Montag dem Bayerischen Rundfunks („B5 aktuell“).

    Von dieser Woche an dürfen im Freistaat unter anderem Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Auflagen wieder öffnen. Allerdings gilt eine strenge Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Läden und im öffentlichen Nahverkehr. In den Schulen beginnt zunächst für Abschlussklassen wieder der Präsenzunterricht.

    Er wolle für Bayern weiter einen vorsichtigen Weg gehen, sagte Söder. Ende der Woche werde Bilanz gezogen unter anderem mit Blick auf den Handel und den Nahverkehr. Die Linie sei: Lieber eine Woche später als die anderen - und auf der sicheren Seite.

    Zur weiteren Öffnung der Schulen ist für Söder ein Schichtmodell im Präsenzunterricht denkbar. So hatte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, vorgeschlagen, die Klassen zu teilen und abwechselnd für je eine Woche in die Schule kommen zu lassen - für die andere Woche erhalten sie Hausaufgaben.

    Söder sagte, so etwas könne er sich vorstellen: „Es kann auch sein, dass man in der Woche das macht, also jeden zweiten Tag Schule, damit wieder ein gewisser Rhythmus kommt.“ Eine solche Entzerrung könne auch über den Tag erfolgen mit Präsenzunterricht für die eine Hälfte früh und die andere am Nachmittag. Das müsse aber im Einklang mit den Eltern laufen.

    Zum Drängen des bayerischen Vizeregierungschefs und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf eine raschere Lockerung etwa für die Gastronomie, sagte Söder: Ein Wirtschaftsminister habe primär die Wirtschaft im Blick, das sei selbstverständlich. Aber letztlich müsse gesamtverantwortlich entschieden werden.

    Wegen der anhaltenden Corona-Krise können Gastro-Betriebe nicht öffnen. Diese Restaurants in München haben deswegen einen Lieferservice und bieten Abholung vor Ort an.

    Corona in Bayern: Geschäfte öffnen wieder - Lockerung der Ausgangsbeschränkung 

    Update: 27. April, 09.37 Uhr: Fünf Wochen lang mussten viele Geschäfte von der Modeboutique bis zum Blumenladen in der Corona-Krise geschlossen bleiben. Jetzt darf wieder geshoppt werden - wenn auch nur mit Mundschutz.

    Für weite Teile des bayerischen Einzelhandels ist die fünfwöchige Corona-Pause vorbei. Ab heute dürfen in Bayern viele der bisher noch geschlossenen Geschäfte wieder ihre Türen öffnen. Allerdings gelten eine strenge Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in den Läden sowie weitere Sicherheitsmaßnahmen.

    Bislang hatten in Bayern vor allem Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte und Bäckereien sowie seit vergangenen Montag auch Baumärkte und Gartencenter geöffnet. Jetzt dürfen auch wieder Geschäfte anderer Branchen Kunden empfangen, sofern sie nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das ist in etwa die Größe eines durchschnittlichen Lebensmitteldiscounters.

    Von dieser Grenze ausgenommen sind Buch-, Fahrrad- und Autohandel. Sie dürfen auch größer sein. Damit werden dann wieder rund 80 Prozent der Geschäfte in Bayern geöffnet sein.

    Die Betriebe müssen ein Hygiene- und Schutzkonzept vorlegen und auf die Einhaltung der sogenannten Maskenpflicht achten.

    Viele Münchner Unternehmer sind von der Corona-Krise schwer getroffen. Auch wenn abMontag manche Geschäfte wieder öffnen dürfen, bangen viele um ihre Existenz.

    Verstöße gegen die Maskenpflicht werden teuer Kunden, die ohne Mund-Nasen-Schutz wie einer Maske oder einem Schal in Geschäften unterwegs sind, zahlen 150 Euro. Ladeninhaber, die nicht auf die Einhaltung achten, werden sogar mit 5000 Euro zur Kasse gebeten. „Die Einhaltung der Maskenpflicht wird selbstverständlich kontrolliert“, heißt es dazu vom Innenministerium. Die Regel gilt für Kinder ab dem sechsten Geburtstag.

    Trotz der langen Pause wird kein wilder Massenansturm erwartet. Auch in anderen Bundesländern sei das nicht der Fall gewesen, heißt es dazu von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern erwartet eine gemischte Situation. „Viele Kunden werden das Einkaufen als Befreiung erleben“, sagte er. Manche seien aber immer noch im Krisenmodus.

    Wie man in Corona-Zeiten einkaufe, hätten die Bayern aber seit Wochen in Supermärkten und Drogerien geübt. Und auch die Öffnung der Baumärkte am vergangenen Montag sei gut gelaufen.

    Der Handel in den bisher geschlossenen Branchen ist von den Schließungen durch die Corona-Krise schwer betroffen. Der Handelsverband Bayern schätzte die Umsatzverluste zuletzt auf 1,1 Milliarden Euro pro Woche. Die Öffnung komme nun „für viele Händler keine Sekunde zu früh“, hieß es von der IHK.

    Corona in München: Maskenpflicht in MVG 

    Update: 27. April, 09.15 Uhr: Alle Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel in München müssen ab Montag, 27. April, ihren Mund und ihre Nase bedecken, wenn Sie mit Bussen und Bahnen sowie in Bahnhöfen und an Haltestellen unterwegs sind. Dabei kann es sich etwa um eine Schutzmaske, eine selbstgenähte Stoffmaske oder auch einen Schal handeln, der Mund und Nase bedeckt.

    Piktogramme an den Fahrzeugen weisen auf die Maskenpflicht im ÖPNV hin.

    Nach wie vor gilt, dass die Bedeckung von Mund und Nase nicht das Abstandsgebot ersetzt, sondern eine ergänzende Maßnahme darstellt. Die Kundinnen und Kunden werden daher gebeten, weiterhin Abstand zu anderen Fahrgästen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MVG zu halten, alle Türen zum Ein- und Ausstieg zu nutzen, nach Möglichkeit außerhalb der Hauptverkehrszeit zu fahren und unnötige Fahrten zu vermeiden.

    In Bayern gilt ab Montag Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Für Gehörlose ist das ein Problem - eines von vielen in Zeiten von Corona.

    Mehr Züge und Busse im Einsatz Die MVG fährt nahezu das vollständige Fahrplanprogramm, damit die Fahrgäste Platz haben, und damit wo immer möglich Abstand halten können.

    Plan für die U-Bahn:

    Geplant sei, dass die U3 in den Hauptverkehrszeiten wieder durchgängig im regulären 5-Minuten-Takt fährt. Die U4 fährt wie bisher im 10-Minuten-Takt, aber mit verlängerten Zügen. Die Verstärkerlinie U7 verkehrt weiter verkürzt im Abschnitt zwischen Sendlinger Tor und Rotkreuzplatz. Die Samstagslinie U8 (zum Olympiazentrum) pausiert. Plan für Busse:

    Es entfallen einzelne Fahrten für Schülerinnen und Schüler, die an Unterrichtstagen zusätzlich zum normalen Fahrplan durchgeführt werden. Türen gehen automatisch auf

    Für alle drei MVG-Verkehrsmittel gilt:

     Die Türen der Fahrzeuge werden – soweit technisch möglich – automatisch geöffnet, so dass die Fahrgäste den Türtaster nicht selber betätigen müssen und die Fahrzeuge besser durchlüftet werden. Dies trifft auf nahezu alle Tramzüge, die neuen U-Bahnen (Typ C1 und C2) und fast alle Busse zu.

    Die erste Bustür bleibt jedoch grundsätzlich für den Ein- und Ausstieg gesperrt, um den Abstand zwischen Fahrgästen und Fahrern zu vergrößern. Sie wird aber unabhängig davon zur Belüftung des Busses ebenfalls regelmäßig geöffnet.

    Die MVG weist vorsorglich darauf hin, dass die Fahrerinnen und Fahrer von U-Bahn, Tram und Bus nicht verpflichtet sind, im Fahrerstand der Fahrzeuge eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Durch ihren Arbeitsplatz in den Kabinen der Züge sowie die Sperrung der ersten Bustür kommen sie nicht in Kontakt mit Fahrgästen. Abstand und Infektionsschutz seien gewährleistet.

    Zusätzlich werden Fahrgäste gebeten, wo immer möglich, die Fenster der Fahrzeuge offen zu halten, um eine Durchlüftung zu ermöglichen. Weitere Informationen auch unter:www.mvg.de

    Corona in Bayern: Schulöffnung - Die Abschlussklassen gehen wieder zur Schule 

    Update: 27. April, 09.04 Uhr: In Bayern dürfen die Abschlussklassen wieder zur Schule gehen. Mindestabstand und kleine Klassen werden den Alltag prägen. Normalität ist noch lange nicht in Sicht.

    Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Mundschutz tragen" ist am Rupprecht-Gymnasium in einem Flur zu sehen. Nach einer Pause von sechs Wochen beginnt für einige Abschlussklassen in Bayern wieder die Schule mit Präsenzunterricht. 

    Nach der Zwangspause wegen der Corona-Krise, beginnt für einige Klassen am Montag wieder die Schule mit Präsenzunterricht. Los geht es im Freistaat zunächst für die Schüler, bei denen ein Abschluss ansteht - also Abitur, Mittlere Reife, Qualifikation oder ein berufsbildender Abschluss. Laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) kehren damit 14 Prozent der Schüler wieder in die Schule zurück.

    Trotz der schrittweisen Öffnung wird es aber wohl erstmal keinen regulären Unterricht geben. Spezielle Stundenpläne, kleine Klassen, Hygiene- und Abstandsregeln - all das wird die Lern- und Lehratmosphäre ab Montag beeinflussen. Der Fokus liegt außerdem klar auf den Kern- und Prüfungsfächern, alles andere soll nur nach Möglichkeit unterrichtet werden. Klassischer Sportunterricht? Fehlanzeige! Für Schüler, die etwa Sport im Abitur haben, gibt es laut Kultusministerium zunächst nur Theorieunterricht.

     Die Tische sind im Rupprecht-Gymnasium in einem Klassenzimmer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand aufgestellt. 

    Vor maximal 15 Schülern pro Klasse soll der Unterricht stattfinden. So könne in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten werden, sagte Piazolo, als die Maßnahmen beschlossen wurden.

    Eine Maskenpflicht in der Schule besteht nicht Dennoch empfiehlt der Minister, Masken in bestimmten Situationen zu tragen - etwa bei der Ankunft im Schulgebäude oder dem Toilettengang. Dafür will das Kultusministerium Lehrern und nach Möglichkeit auch Schülern entsprechende Mund-Nasen-Masken stellen.

    Frühestens am 11. Mai sollen dann diejenigen Jahrgänge wieder in die Schulgebäude zurückkehren, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. Alle anderen Jahrgangsstufen einschließlich der Grundschulklassen müssen zunächst zuhause bleiben.

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Bayerische Rundfunk am Montag nochmals betont, dass es im Freistaat sicher kein normales Schuljahr mehr geben werde. Man müsse aktuell überlegen, wie man nach den Abschlussklassen an diesem Montag die Rückkehr anderer Klassen organisieren kann, auch „im Einklang mit den Eltern“. Vorschläge für einen gestaffelten Unterricht seien „gute Ansätze“. Denkbar wäre, dass Schüler jeden zweiten Tag in die Schule gehen. Eine schichtweise Entzerrung sei über die Woche, aber auch über den Tag hin möglich.

    dpa/Iby/epd/jh

    Rubriklistenbild: © Schlaf

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