Freiwillige Ergänzung zum gelben Impfpass aus Papier

Digitaler Corona-Impfpass in Bayern ‒ Apotheken stellen ab Montag den Nachweis für die Impfung aus

Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.
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Ein Teil der Apotheker startet mit dem Ausstellen des neuen digitalen Nachweises einer Corona-Impfung. Dabei wird für vollständig Geimpfte ein QR-Code erstellt, der in Apps mit dem Handy verwendet werden kann.

Der digitaler Corona-Impfpass wird schrittweise eingeführt. Der Impfnachweis ist dann in mehreren Apps möglich und kann mit einem QR-Code eingescannt werden.

  • Der digitale Impfpass soll für vollständig gegen Corona Geimpfte in Deutschland kommen.
  • Der Impfnachweis kann u.a. auch über die CovPass-App und die Corona-Warn-App angezeigt werden.
  • Dafür kann ein QR-Code mit dem Smartphone eingescannt werden.

Letztes Update: 14. Juni 2021, 16.44 Uhr

Start des digitalen Corona-Impfpass in Bayern am Montag - Nachweis über Apotheken praktisch störungsfrei

Der Start des digitalen Impfpasses in Bayern ist nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes ohne gravierende Hindernisse verlaufen. Bundesweit hätten bis Montag, 14.00 Uhr, 400 000 Menschen ihre Corona-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Eine Zahl für Bayern sei bisher nicht ermittelt worden. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3000 Apotheken an der Aktion teil. 

Am Morgen sei das entsprechende Portal vorübergehend technisch nicht erreichbar gewesen. Dies sei aber eine angekündigte Wartung gewesen. Abgesehen von kleineren Problemen sei es nicht zu nennenswerten Störungen gekommen, betonte die Sprecherin. 

Die generierten QR-Codes können in einer speziellen CovPass-App des RKI oder auch in der Corona-Warn-App hinterlegt werden und dienen dann zusammen mit einem Personalausweis oder Reisepass als Impfnachweis.

Bisher sind die Impfnachweise oft in gelben Impfbüchern aus Papier dokumentiert. Sie gelten als nicht fälschungssicher.

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09.21 Uhr: Apotheken beginnen ab Montag mit dem Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise

Vollständig gegen das Corona-Virus Geimpfte können sich ab Montag in Apotheken einen digitalen Impfnachweis abholen. Die Apothekerverbände wiesen allerdings darauf hin, dass die Zahl der teilnehmenden Apotheken in den ersten Tagen aus technischen und organisatorischen Gründen noch begrenzt sei und baten um Geduld.

Die Website mein-apothekenmanager.de soll ab Montag anzeigen, welche Apotheke vor Ort den digitalen Impfpass anbietet.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Digitaler Corona-Impfpass per App - Nachweis wird mit QR-Code auf dem Handy hinterlegt

Der Nachweis wird in einem sogenannten QR-Code aus schwarzen und weißen Quadraten hinterlegt, der künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt wird. Der Code kann dann mit bestimmten Handy-Apps eingescannt und vorgezeigt werden.

Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis ab Mittwoch auch über die Luca-App möglich sein.

Nach einer Testphase sollen sich laut Bundesgesundheitsministerium nun nach und nach Impfzentren, Arztpraxen und Apotheken anschließen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung betonte, es werde aus technischen Gründen nicht sofort einen flächendeckenden Start in den Praxen geben.

Ob, ab wann und auf welchem Weg neben Apotheken auch Impfzentren oder Ärzte auch Nachweise für die bereits vor der Einführung vollständig geimpften rund 20 Millionen Menschen ausstellen, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

In Bayern oder Sachsen-Anhalt etwa sollen Menschen, die bereits in Impfzentren geimpft worden sind, über eigens eingerichtete Websites Zugang zum Zertifikat bekommen.

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Update: 10. Juni 2021

Digitaler Impfpass „CovPass“ - Impfnachweis in Deutschland startet schrittweise

Der neue digitale Corona-Impfnachweis soll jetzt in Deutschland schrittweise starten. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. „Aber nicht alle sind heute oder morgen schon angeschlossen.“

Ziel sei, dass bis Ende Juni die App namens „CovPass“ für alle Interessenten zu Verfügung stehe.

Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Corona-Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Digitaler Corona-Impfnachweis - Bayern auf digitalen Impfpass vorbereitet

Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitimpfungen verabreichen ließen.

Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. „Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit“, sagte Holetschek.

Für frisch in Impfzentren Geimpfte soll es mit dem digitalen Nachweis in Kürze losgehen. „Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden“, sagte Holetschek der Deutschen-Presse-Agentur.

Die Nacherfassung bereits abgewickelter Impfungen könne etwa über das Benutzerkonto auf der bayerischen Impfplattform BayIMCO erfolgen.

Etwas später soll auch eine telefonische Möglichkeit geschaffen werden, einen elektronischen Impfnachweis erstellen zu lassen. Für Impfungen, die in Arztpraxen erfolgten, sollen spätestens Mitte Juli die Möglichkeiten geschaffen sein, einen digitalen Nachweis zu erstellen.

Der digitale Impfnachweis wird über einen QR-Code in die Corona-Warn-App, die neue CovPass-App oder auch die Luca-App auf dem Smartphone eingelesen.

Holetschek stellte klar: „Die Nutzung des digitalen Impfnachweises ist und bleibt freiwillig. Niemand muss sich digital ausweisen, es ist lediglich ein Angebot. Auch der gelbe Impfpass bleibt natürlich gültig.“

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Digitaler Corona-Impfpass startet ab Donnerstag ‒ Impfnachweis auch in der Warn-App des RKI möglich

Erstmeldung: 09. Juni 2021

Vollständig gegen Corona Geimpfte sollen schon bald ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. „Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein“, fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Der digitale Impfpass soll es vollständig geimpften Menschen erlauben, ihre Immunität per Handy nachzuweisen, ohne immer ihr gelbes Impfbuch mit sich führen zu müssen. Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird. Ab Juli soll der Digital-Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch waren knapp 19 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit hätten sie Anspruch auf den digitalen Impfnachweis.

Laut Ministeriumssprecher gibt es für vollständig Geimpfte drei Möglichkeiten, an einen QR-Code zu kommen, mit dem sie den Nachweis dann aufs Handy laden können.

  • Sie können den Code entweder in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, wo sie die Zweitimpfung erhalten haben. Die Stadt München weist daraufhin, den Account im Impf-Portal nicht zu löschen.
  • Außerdem können vollständig Geimpfte sich den Code auch per Post zuschicken lassen.
  • Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Code in einer Apotheke zu erhalten. Bereits am Dienstag hatte der Apothekenverband mitgeteilt, dass die ersten Apotheken am kommenden Montag damit beginnen, den digitalen Impfnachweis auszustellen.

Corona-Warn-App zeigt auch digitalen Impfnachweis an

Der digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des RKI angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist.

Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auf die Smartphone-App „CovPass“ ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat.

Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben. Der „CovPass“ soll zudem negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren und so das Reisen innerhalb der EU einfacher machen.

afp/dpa/lbyjh

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