Aktuelle Corona-Entwicklungen für München und Bayern im Ticker

Corona in München: Hochzeits- und Geburtstagsfeiern ohne Mundschutz und Abstand erlaubt 

Unternehmen bereiten Entlassungen vor - Warnung vor Email zur Soforthilfe- Corona-Lockerungen in Bayern - Söder sagt zweite Welle voraus - aktuelle Zahlen für München & Bayern

  • Aktuelle Fallzahlen in der Corona-Krise für München.
  • Was für neue Lockerungen in Bayern erlassen wurden.
  • Freistaat am stärksten von Kurzarbeit betroffen.
  • Ministerpräsident Markus Söder sagt zweite Corona-Welle voraus.
  • Bayerisches Corona-Testkonzept wird nächste Woche vorgestellt.

Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

In München wurden am Freitag 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.719 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.183 Genesungen, sowie 218 Todesfälle

Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,84. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,02 (Stand 25.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 102 Menschen neu anstecken. 

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 48 189 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 45 010 Personen.

Corona in Bayern: Behutsame Lockerungen für Besuche in Altenheimen und Kliniken

 Update: 26. Juni, 15.40 Uhr: In den bayerischen Alten- und Pflegeheimen und den Krankenhäusern sollen ab Montag (29. Juni) mehr Besuche möglich sein. Die bisherigen Besuchsbeschränkungen würden durch individuelle Schutz- und Hygienekonzepte der Einrichtungen ersetzt, teilte die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Freitag mit.

Bei den Erleichterungen in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen müsse man behutsam vorgehen, stellte Huml fest. „Denn gerade die kranken und pflegebedürftigen Menschen sind durch die Corona-Pandemie besonders gefährdet und bedürfen unseres ganz besonderen Schutzes“. Sie sprach von einer „schwierigen Gratwanderung zwischen einem wirksamen Infektionsschutz durch Kontaktbeschränkungen und der Teilhabe am sozialen Leben“.

Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium unterstütze die Häuser mit einem Hygiene-Rahmenkonzept, das konkrete Handlungsempfehlungen beinhalte, sagte Huml. In jedem Fall müssten die Besucher eine Maske tragen. Außerdem müsse der Mindestabstand von 1,5 Metern „nach Möglichkeit durchgängig eingehalten werden.“ Auch zukünftig gelte der Grundsatz, dass die Verantwortung bei Trägern und Einrichtungen vor Ort lägen. Daher gebe es zusätzlich für Besuche die Regelungen der jeweiligen Einrichtung.

Sie sollten das Einhalten von Mindestabständen und Hygieneregeln regeln, aber auch die Belange der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigen. Bewohner müssten beim Betreten der Einrichtungen registriert und aufgeklärt werden und dürften bei bestimmten Krankheitssymptomen mit Betretungsverboten belegt werden.

Corona in Bayern: Hochzeits- und Geburtstagsfeiern ohne Mundschutz und Abstand erlaubt 

 Update: 26. Juni, 15.13 Uhr:  Hochzeits- und Geburtstagsfeiern in Gasthäusern sind wieder ohne Mundschutz und Abstandsregelungen möglich. Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband vom Freitag hervor. 

Die Lockerung gilt für private Feiern als geschlossene Gesellschaften, sofern keine weiteren Gäste im selben Raum sind. Außerhalb des geschlossenen Bereichs muss allerdings weiter ein Mundschutz getragen werden. Zudem gilt die Obergrenze von 50 Personen im Inneren und 100 im Freien.

„Gemeinsame Aktivitäten wie Tanz oder Spiele sind ohne Einhaltung des Mindestabstands möglich“, heißt es in der Antwort des Ministeriums. „Es wird jedoch empfohlen, die Abstands- und Hygieneregeln soweit wie möglich einzuhalten.“ 

Sollte es bei der Veranstaltung Live-Musik geben, gelten für die Musiker abweichende Regeln: Sie müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Gästen einhalten, wenn sie singen oder Blasinstrumente verwenden sind es zwei Meter.

Der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert begrüßte die Lockerung als „großen Schritt zu mehr Lebensqualität“. Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass bald auch Schankwirtschaften wieder öffnen dürfen. „Die Welt um Bayern herum hat gezeigt, dass es geht.“

Corona in München: Millionen für Krankenhausbau - Ersatzbau für München Klinik Harlaching

Update: 26. Juni, 10.30 Uhr: Die Staatsregierung in Bayern hat das diesjährige Jahreskrankenhaus-Bauprogramm für 114 Projekte mit Kosten von insgesamt etwa 2,6 Milliarden Euro freigegeben. Damit werden neben Bauvorhaben für eine flächendeckende Versorgung auch Investitionen in eine moderne Geräte- und IT-Ausstattung der Kliniken finanziert, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte.

Das Geld ist aus Sicht von Ressortchefin Melanie Huml (CSU) bestens angelegt: „Unsere bayerischen Kliniken haben in der aktuellen Corona-Krise ihre hohe Leistungsfähigkeit nachdrücklich unter Beweis gestellt.“ 

Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte, heuer stünden 341 Millionen Euro allein für die laufenden Bauvorhaben zur Verfügung. „Der Freistaat Bayern steht eng an der Seite seiner Krankenhäuser, die angesichts der aktuellen Coronavirus-Pandemie ganz besondere Herausforderungen bewältigen müssen.“

Ein Vorhaben aus dem Krankenhausbauprogramm 2020 ist ein Ersatzbau für dieMünchen Klinik Harlaching (Kostenvolumen: 157,20 Millionen Euro).

Füracker sagte, zurzeit stelle der Freistaat mit den Kommunen in Bayern rund 49 Euro pro Kopf für Krankenhausinvestitionen zur Verfügung. „Mit diesem starken Engagement war Bayern bereits 2019 Spitzenreiter unter den deutschen Flächenländern.“

Corona in Deutschland: Unternehmen bereiten weiter Entlassungen vor 

Update: 26. Juni, 09.37 Uhr: Trotz leicht verbesserter Erwartungen stehen die Zeichen auf dem Arbeitsmarkt wegen der Corona-Krise weiter auf Entlassungen. Das ergab die am Freitag veröffentlichte monatliche Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 9000 Unternehmen zu ihren Beschäftigungsplänen für die nächsten drei Monate. 

Das daraus ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im Juni auf 92,3 Prozent, von 88,3 Prozent im Mai. Im April hatte der Wert mit 86,3 Punkten ein historisches Tief erreicht.

Damit konnte die negative Dynamik der Vormonate etwas gebremst werden, wie das Ifo-Institut mitteilte. Das Barometer sei in allen vier Sektoren teilweise stark gestiegen. Am deutlichsten fiel der Zuwachs demnach erneut im Dienstleistungssektor aus. Hier werde die Mitarbeiterzahl tendenziell konstant bleiben. Gleiches gelte auch für den Bausektor.

In der Industrie drohen dagegen weiter Entlassungen. Dies gilt den Angaben zufolge für viele Schlüsselbranchen wie die Automobilindustrie, die Elektrotechnik sowie den Maschinenbau. Auch der Handel könne sich von der vorübergehenden coronabedingten Schließung noch nicht voll erholen. Hier werde die Mitarbeiterzahl ebenfalls weiter sinken.

Ein Beispiel für die Auswirkung der Schließungen im Handel in der Corona-Krise, ist die Situation vonKarstadt und Kaufhof in München.

Corona in Bayern: Wirtschaftsministerium warnt vor gefälschten E-Mails zu Soforthilfe 

Update: 25. Juni, 15.13 Uhr: Das Bayerische Wirtschaftsministerium warnt Unternehmer vor gefälschten E-Mails zur Corona-Soforthilfe. In einer vermeintlich vom Ministerium versandten E-Mail mit dem Betreff „Corona Zuschuss - Bestätigung und Belehrung“ würden Firmen aufgefordert, für das Finanzamt eine Bescheinigung über erhaltene Soforthilfen auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken.

Der E-Mail sei auch eine angebliche Rechtsbelehrung für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen beigefügt, teilte das Ministerium mit. Empfängern rät das Wirtschaftsministerium, die Nachricht zu ignorieren. Offizielle E-Mails des Ministeriums zur Soforthilfe hätten den Absender: noreply@soforthilfe-corona.bayern. Den Angaben nach ist das Landeskriminalamt eingeschaltet.

Corona in Deutschland: EU-Behörde empfiehlt Einsatz von Remdesivir gegen Corona-Erkrankung 

Update: 25. Juni, 15.13 Uhr: Bislang gibt es gegen das Coronavirus keinen Impfstoff und kein zugelassenes Medikament. Nun hat die Europäische Arzneimittel-Agentur grünes Licht für das Mittel Remdesivir gegeben.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat am Donnerstag in Amsterdam eine Zulassung unter Auflagen für das Mittel mit dem Handelsnamen Veklury empfohlen. Die EU-Kommission muss dem noch zustimmen, was aber als Formsache gilt. Die Entscheidung der Kommission soll laut EMA in der kommenden Woche fallen.

Die Empfehlung der EMA gilt für die Behandlung von Erwachsenen und Heranwachsenden ab 12 Jahren. Voraussetzung für eine Behandlung ist, dass der Patient eine Lungenentzündung hat und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden muss.

Remdesivir könnte bald in Europa als erstes Mittel gegen schwere Corona-Erkrankung auf den Markt kommen.

Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann - von 15 auf 11 Tage. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war.

Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Auch in Deutschland war das Mittel bislang schon innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

In München wurden am Donnerstag 18 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.705 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.174 Genesungen, sowie 218 Todesfälle

Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,89. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. 

Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,31 (Stand 22.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 131 Menschen neu anstecken. 

Die Reproduktionszahl wird auf Basis des gleitenden 7-Tage-Mittels der Münchner Neuinfektionen ermittelt und beinhaltet eine statistische Unsicherheit, die von einem 95%-Konfidenzintervall abgebildet wird. 

Das heißt, dass Schwankungen im Rahmen dieses Konfidenzintervalls statistisch gesehen nicht signifikant sind. Für die aktuelle Reproduktionszahl von 1,31 liegt diese Spannbreite zwischen 0,44 und 1,98. Bei einer niedrigen Rate von täglichen Neuinfektionen können bereits kleinere Änderungen größere Schwankungen bewirken.

Corona in Bayern: Mehr als 360.000 Pflegekräfte wollen den Bonus

Update: 25. Juni, 14.01 Uhr: Fünf Tage vor dem Ende der Antragsfrist sind beim bayerischen Landesamt für Pflege bislang 362.339 Anträge auf den Pflegebonus eingegangen. Wie eine Sprecherin des Ministerium für Gesundheit und Pflege auf epd-Anfrage am Donnerstag mitteilte, sei nicht geplant, die Antragsfrist noch einmal zu verlängern. Sie sollte zunächst am 31. Mai enden und war noch einmal auf den 30. Juni verschoben worden. 

Die bayerische Regierung plant mit rund 132 Millionen Euro Kosten für die Prämien, hieß es. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte bei der Einführung mit 400.000 Anträgen gerechnet.

Der bayerische Pflegebonus, der in der Corona-Krise eingeführt wurde, beträgt 500 Euro. Auszubildende und Teilzeitkräfte mit weniger als 25 Stunden Arbeitszeit bekommen laut Ministerium 300 Euro

Den Antrag auf die Prämie können unter anderem Pflegende in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten stellen. Auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst zählen zu den Berechtigten.

In den vergangenen Wochen hatte unter anderem die SPD an die Staatsregierung appelliert, die Belange von Bayerns Pflege- und Rettungskräften auch nach der Corona-Krise ernst zu nehmen. Der Pflegebonus sei eine wichtige Anerkennung, es brauche aber weitreichende Verbesserungen im Pflegebereich und deutlich höhere Löhne.

Corona in München: Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle

In München wurden am Mittwoch 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.687 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.162 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle.

Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,57. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. 

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,31 (Stand 22.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 131 Menschen neu anstecken. 

Die Reproduktionszahl wird auf Basis des gleitenden 7-Tage-Mittels der Münchner Neuinfektionen ermittelt und beinhaltet eine statistische Unsicherheit, die von einem 95%-Konfidenzintervall abgebildet wird. Das heißt, dass Schwankungen im Rahmen dieses Konfidenzintervalls statistisch gesehen nicht signifikant sind. Für die aktuelle Reproduktionszahl von 1,31 liegt diese Spannbreite zwischen 0,44 und 1,98.

Corona in Deutschland: Ifo-Geschäftsklima verbessert sich deutlich 

Update: 24. Juni, 11.17 Uhr: Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich im Juni kräftig von ihrem drastischen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Vergleich zum Vormonat um 6,5 Punkte auf 86,2 Zähler, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. 

Dies sei der stärkste jemals gemessene Anstieg, erklärte das Institut. Analysten hatten zwar mit einem Zuwachs gerechnet, diesen allerdings mit 85,0 Punkten im Durchschnitt etwas schwächer erwartet.

Es ist der zweite Anstieg des wichtigen Konjunkturindikators in Folge, nachdem er im März und April krisenbedingt drastisch eingebrochen war. Die Unternehmen bewerteten ihre momentane Lage im Juni etwas besser, während die Zukunftsaussichten wesentlich besser beurteilt wurden. „Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels“, bemerkte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Corona in München: Tropeninstitut sucht Freiwillige für Studie von Corona-Impfstoff 

Update: 24. Juni, 10.47 Uhr: Das Münchner Tropeninstitut sucht Freiwillige für eine klinische Studie zur Testung des vom Unternehmen Curevac entwickelten Impfstoffs gegen Covid-19. Es können gesunde Menschen aus München und Umgebung im Alter zwischen 18 bis 60 Jahren teilnehmen, die bereits eine nachgewiesene Covid-19-Erkrankung durchmachten, wie das Tropeninstitut am Mittwoch mitteilte.

Die zu einer ganzen Studienreihe zählende Studie soll die Verträglichkeit und Immunantwort des neuen Impfstoffs untersuchen und dabei helfen, die Dosis zu finden, die wichtig für die Wirksamkeit ist. 

Um dies mit ausreichender Sicherheit zu bestimmen, bekommt ein Teil der Probanden nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo. Zur Studie zählen ein Screeningtermin, zwei Impftermine und zehn Kontrolltermine binnen 13 Monaten. Teilnehmer bekommen eine Aufwandsentschädigung.

Corona in Bayern: Söder verteidigt Urlaubsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots 

Update: 24. Juni, 09.21 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht in den Beschränkungen für Urlauber aus Corona-Risikogebieten im Freistaat eine unbedingt notwendige Sicherheitsmaßnahme. Es gehe um die Sicherheit für alle Beteiligten - für die Menschen in Bayern, die Urlauber von überall her und auch für die Menschen aus den betroffenen Landkreisen in Nordrhein-Westfalen, sagte Söder am Dienstagabend in der ARD und im Bayerischen Fernsehen. „Wir möchten nicht, dass der Urlaub in Bayern für viele Leute unsicher wird.“

In Bayern dürfen Beherbergungsbetriebe künftig keine Menschen mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Ausnahmen soll es nur für Menschen geben, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen könnten. Das hatte das Kabinett am Dienstag beschlossen. 

Im Kreis Gütersloh in NRW war nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Tönnies-Fleischwerk in Rheda-Wiedenbrück die sogenannte 7-Tages-Inzidenz auf einen Wert von weit über 200 gestiegen.

Direkte Kritik am Corona-Krisenmanagement der NRW-Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) übte Söder nicht. Auf die Frage, ob die strikten Beschränkungen für die beiden betroffenen Landkreise zu spät verhängt worden sei, sagte er: „Das kann ich von hier aus nicht beurteilen. Ich glaube, dass die Entscheidung jetzt aber richtig ist.“ 

Er müsse Laschet keinen Rat geben, dieser wisse genau, was er zu tun habe. Söder sagte lediglich, man habe sich schon ein „bisschen gewundert“, warum die Menschen in den Corona-Hotspots nicht von Anfang an für eine Woche oder zehn Tage unter sich bleiben mussten.

Söder warnte, das Coronavirus bleibe eine tödliche Herausforderung. „Das ist wie ein Funke, der zu einem Buschfeuer innerhalb von Sekunden werden kann - das hat sich leider bestätigt.“ Er betonte, Bayern bleibe deshalb auf vorsichtigem Kurs. Wenn Entscheidungen notwendig seien, werde man diese schnell und konsequent treffen.

Corona in Bayern: Bayerisches Corona-Testkonzept wird nächste Woche vorgestellt 

Update: 23. Juni, 14.39 Uhr: Das geplante bayerische Testkonzept für jedermann soll in der nächsten Woche vorgestellt werden. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München nach einer Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) zur Übernahme der Kosten für Abstriche und Laboranalysen durch den Freistaat an. „Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung stellen wir unser Testkonzept auf eine solide Grundlage“, sagte sie.

Die Staatsregierung hatte vergangene Woche unter anderem beschlossen, dass sich alle Menschen in Bayern so bald wie möglich auf eine Covid-19-Erkrankung testen lassen können - auch wenn sie keine Symptome haben oder etwa mit einem Infizierten Kontakt hatten. 

Konkrete Verdachtsfälle sollen Vorrang haben. Aus der oppositionellen SPD waren Unklarheiten moniert worden. Unter anderem wollte Gesundheitspolitikerin Ruth Waldmann die Kostenfrage geklärt wissen.

Huml erläuterte, dass Vertragsärzte ihre im Rahmen des bayerischen Testkonzepts erbrachten Leistungen mit der KVB abrechnen, die wiederum vierteljährlich Geld vom Freistaat bekommt. 

Die KVB erklärte: „Unser Ziel ist es, dass die Ärzte, die bereit sind, das bayerische Corona-Testkonzept in ihren Praxen umzusetzen, möglichst wenig bürokratischen Aufwand haben und die gewohnten und bewährten Abrechnungswege dafür nutzen können.“ 

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten hätten wesentlich dazu beigetragen, die Corona-Krise in Bayern bislang gut zu bewältigen, hieß es. „85 Prozent aller Corona-Patienten wurden in ihren Praxen behandelt.“

Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle in München und Bayern

In München wurden am Dienstag 6 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.675 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.153 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle

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Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln. 

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,16. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,31 (Stand 22.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 131 Menschen neu anstecken. 

In ganz Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 896 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2568 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei 44 660 Personen.

Corona in Bayern: Kein Urlaub für Menschen aus Risikogebieten im Freistaat

Update: 23. Juni, 14.39 Uhr: Bayern treibt die Sorge vor einer zweiten Welle von Corona-Infektionen wegen des beginnenden Sommerreiseverkehrs um. Für Menschen aus akuten Corona-Risikogebieten muss Urlaub im Freistaat deshalb entfallen.

Angesichts des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen untersagt Bayern die Beherbergung von Menschen, die von dort und aus anderen akuten Corona-Risikogebieten einreisen. 

Hotels und Beherbergungsbetriebe im Freistaat dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. 

„Das ist eine Schutzmaßnahme, die wir für wirklich notwendig halten“, sagte er. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Die Staatsregierung treibt dabei insbesondere die Sorge vor dem Reiseverkehr nach dem anstehenden Beginn der Sommerferien in NRW um. „Das Problem ist die Verbringung des Virus kreuz und quer durchs Land“, sagte Herrmann. 

Deswegen gebe der heftige Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies Anlass zu größter Besorgnis. Daraus dürften keinesfalls neue Corona-Hotspots in Bayern und anderswo entstehen. Das Virus sei nach wie vor da, die Krise sei nicht vorbei. „Es genügt ein Funke, um das Infektionsgeschehen wieder aufleben zu lassen.“

Corona in Bayern: Piazolo hofft zum neuen Schuljahr auf Regelbetrieb an Schulen 

Update: 23. Juni, 14.22 Uhr: Im kommenden Schuljahr sollen die Schulen in Bayern unter Auflagen wieder zum täglichen Präsenzunterricht für alle Schüler zurückkehren können. „Ziel ist es, einen Regelbetrieb mit Hygienemaßnahmen im September zu starten. Das bedeutet so viel Normalität wie möglich bei so viel Gesundheitsschutz wie nötig“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Voraussetzung für den Regelbetrieb mit allen Schülern, bei dem dann der derzeitige Mindestabstand von eineinhalb Metern aufgehoben werden müsste, sei eine weiterhin positive Entwicklung der Corona-Fallzahlen im Freistaat, sagte Piazolo. Entsprechende Hygieneauflagen würden in einem neuen Hygieneplan mit dem Gesundheitsministerium festgelegt.

Allerdings sei in der Planung für das neue Schuljahr vor allem Flexibilität gefragt. „Auf der anderen Seite heißt es, auch auf Alternativszenarien vorbereitet zu sein“, mahnte Piazolo

Bei einem Ausbruch an Neuinfektionen müsse eventuell weiterhin Präsenzunterricht im Wechsel mit Homeschooling stattfinden, im schlimmsten Falle könnten auch erneute flächendeckende Schulschließungen nötig werden.

Corona in Bayern: Freistaat ermöglicht mehr Besuche in Heimen

Update: 23. Juni, 14.10 Uhr:  Im Rahmen der bayerischen Lockerungen werden auch die Besuchsregelungen für Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung erweitert. Ab 29. Juni sollen dort deutlich mehr Besuche möglich sein, wie das bayerische Kabinett am Dienstag in München beschlossen hat. 

Auch Krankenhäuser und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation fielen in diese Kategorie. Für Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Angehörigen und Freunde bedeutet dies laut Mitteilung einen weiteren Schritt zu mehr Normalität. Gleichzeitig stehe der Schutz der Gesundheit mit „passgenauen Hygienekonzepten“ weiter an erster Stelle.

Corona in Bayern: Offene Kostenfrage bei Corona-Tests geklärt

Update: 23. Juni, 13.00 Uhr: Die Bayerische Staatsregierung hat mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Bayern (KVB) einen Vertrag über noch offene Kostenfragen bei Corona-Tests geschlossen. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des bayerischen Testkonzepts, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in München mit. 

Ministerin Melanie Huml (CSU) sagte, der Ausbau der Testkapazitäten sei von zentraler Bedeutung für eine „weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie“.

Nötig wurde der Vertrag, nachdem das Bundesgesundheitsministerium eine Verordnung zur Übernahme von weiteren Laborkosten für die gesetzliche Krankenversicherung vorgelegt hatte. In der Verordnung ist aber nur eine Übernahme der Laborkosten geregelt, nicht aber für die Abnahme des Abstrichs und auch nicht für Tests bei asymptomatischen Fällen. Diese entsprechenden Kostenlücken schließt der Freistaat nun durch den eigenen Vertrag mit der KVB, erläuterte Huml.

Der Freistaat hat eine deutliche Ausweitung der Testungen auf das neue Coronavirus beschlossen. Alle Personen, die auf Covid-19-Erkrankung getestet werden wollen, sollen nach dem bayerischen Testkonzept bei ihrem niedergelassenen Vertragsarzt dazu auch die Möglichkeit erhalten, hieß es

Corona in Bayern: Söder sagt zweite Corona-Welle voraus 

Update: 23. Juni, 09.36 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat davor gewarnt, die Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus leichtfertig zu verspielen. „Dass es eine zweite Welle gibt, da bin ich ganz sicher“, sagte der CSU-Chef am Montagabend auf einem Online-Podium der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München

Die Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Peking und anderswo zeigten, dass schon ein Funke genüge. Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei die Sache noch nicht gelaufen.

Erwägungen, nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie Leiharbeit und Werkverträge über diese Branche hinaus zu verbieten, lehnte Söder ab. Leiharbeit könne der angeschlagenen Wirtschaft nächstes Jahr sehr helfen. Vbw-Verbandspräsident Wolfram Hatz sagte, im Maschinenbau gehe es nicht ohne Leiharbeit und Werkverträge.

Hatz und Söder kritisierten, dass die SPD eine breitere Autokaufprämie im Konjunkturpaket verhindert habe. Das Thema Auto sei noch nicht erledigt, sagte der Ministerpräsident. Aber mit dem Konjunkturpaket sei bereits viel Geld da. Und wegen der kommenden Bundestagswahl dürfte die Politik auch nächstes Jahr einen langen Atem haben. Jetzt im Herbst sei vor allem wichtig, die Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und „die Fettschicht, die in der Bürokratie entstanden ist, wegzuschneiden“.

Nur mit einem großen Innovationsschub könne Bayern gestärkt aus der Krise hervorgehen. Angesichts der Hightech-Konkurrenz in den USA und China müsse Bayern jetzt einen Technologiesprung machen, forderte Söder.

Corona in Bayern: Firmen rechnen mit weniger Dienstreisen nach Corona-Krise 

Update: 23. Juni, 09.23 Uhr: Geschäftsreise statt Videokonferenz? Zahlreiche Unternehmen glauben, darauf auch nach der Corona-Krise zunehmend zu verzichten. In einer Umfrage des Münchner Ifo-Institut gaben 57 Prozent der 7000 befragten deutschen Unternehmen an, dass sie weniger Dienstreisen als Konsequenz der Pandemie für wahrscheinlich halten. 

„Die Folgen der Corona-Krise werden manche Branchen noch sehr lange begleiten, so Fluggesellschaften, Bahnen, Hotels und Restaurants“, kommentierte Ifo-Forscher Stefan Sauer die am Dienstag veröffentlichten Ergebnisse. In der Industrie gehen knapp zwei Drittel von weniger Reisen aus, im Dienstleistungssektor sind es 60 Prozent. Handel und Bau kommen auf 39 und 29 Prozent.

Aktuelle Infektions- und Reproduktionszahlen, Genesungen und Todesfälle in München

In München wurden am vergangenen Samstag 29, am Sonntag 14 sowie am Montag, 2 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.151 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle

Die einzelnen Tageswerte unterliegen Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,03. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,93 (Stand 18.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 93 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

Die Reproduktionszahl wird auf Basis des gleitenden 7-Tage-Mittels der Münchner Neuinfektionen ermittelt und beinhaltet eine statistische Unsicherheit, die von einem 95 %-Konfidenzintervall abgebildet wird. Das heißt, dass Schwankungen im Rahmen dieses Konfidenzintervalls statistisch gesehen nicht signifikant sind. 

Für die aktuelle Reproduktionszahl von 0,93 liegt diese Spannbreite zwischen 0,44 und 1,56. Bei einer niedrigen Rate von täglichen Neuinfektionen können bereits kleinere Änderungen größere Schwankungen bewirken.

Neben der zeitlichen Dynamik, die von der Reproduktionszahl beschrieben wird, ist deshalb für die Beurteilung des Infektionsgeschehens auch wichtig, ob die Zahl der Neuinfektionen klein genug ist, um die Infektionsketten effektiv nachvollziehen zu können und dass die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems durch schwere Verläufe nicht überlastet wird.

Aktuelle Corona-Zahlen in Bayern 

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 859 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2564 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 620 Personen.

Corona in München: Karstadt und Kaufhof macht Filialen in München dicht

In München sollen mehrere Filialen von Karstadt und Kaufhof schließen. Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist durch die pandemie-bedingte Schließung in der Corona-Krise aller Filialen in finanzielle Schwierigkeiten geraten. .Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich am Montag in einer Pressemitteilung zu den Schließungen der Filialen in München:

„Die Ankündigung der Schließung von Galeria Karstadt Kaufhof Häusern in München hat mich sehr betroffen gemacht. Vielen Menschen droht der Verlust ihres Arbeitsplatzes. Daher habe ich den Generalbevollmächtigten von „Galeria Karstadt Kaufhof“ heute um ein möglichst zeitnahes Gespräch gebeten, um zu klären, inwieweit die Stadt unterstützen kann, um die angekündigten Schließungen und damit verbundenen Kündigungen vielleicht doch noch abwenden zu können.“

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat angekündigt 62 Filialen in ganz Deutschland zu schließen, darunter auch Standorte von Kaufhof und Karstadt in München.

Corona in Bayern: Lockerungen ab Montag

Ab Montag sind bei Veranstaltungen in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Das gilt zum Beispiel für Hochzeitsfeiern, Beerdigungen und Vereinssitzungen. Bei Kulturveranstaltungen sind in Innenräumen sogar bis zu 100 Gäste erlaubt mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen bis zu 200.

In Geschäften, aber auch Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos sind doppelt so viele Menschen pro Quadratmeter zugelassen wie bisher.

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Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder samt Wellness-Bereichen dürfen wieder öffnen. Auf Campingplätzen sollen wieder gemeinsame Sanitärbereiche genutzt werden dürfen.

Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen oder Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Meter und nicht wie bisher von 2 Metern. 

Außerdem dürfen Laien-Chöre wieder gemeinsam singen. Hier gilt allerdings ein größerer Sicherheitsabstand von zwei Metern wegen der möglichen Infektionsgefahr durch Viruspartikel in der Luft. Außerdem sollen die Proben zeitlich begrenzt werden. Und die Staatsregierung hat regelmäßiges Lüften vorgeschrieben.

Auch der Lehrgangsbetrieb im Sport ist wieder gestattet. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von 20 Personen sind aufgehoben. Die Teilnehmerbegrenzung ist nun abhängig von der Raumgröße und der Art der Belüftung.

Außerdem hat am letzen Freitag ein Gericht eine Corona-Beschränkung für Restaurants und Biergärten in Bayern gekippt.

Corona in Bayern: Verbot des regulären Kita-Betriebs nach Gerichtsurteil unverhältnismäßig 

Die Staatsregierung muss die nächste gerichtliche Schlappe wegen ihrer Anti-Corona-Maßnahmen hinnehmen - allerdings zunächst nur in einem konkreten Einzelfall. Das Verwaltungsgericht Regensburg hält das bis Monatsende geltende Verbot des normalen Betriebs in Kindertageseinrichtungen nicht mehr für verhältnismäßig.

Mit der Entscheidung, die am Montag veröffentlicht wurde, gab das Gericht dem Antrag der Eltern eines vierjährigen Kindes statt. Der Beschluss, der schon am vergangenen Mittwoch erging, wirkt sich laut Mitteilung aber nur in in Bezug auf die betroffene Familie aus: Der vierjährige Sohn darf den Kindergarten seither wieder besuchen.

Das Gericht geht in seiner Begründung davon aus, dass das Verbot des regulären Kita-Betriebs „keine hinreichende gesetzliche Grundlage (mehr) findet“. Bei summarischer Überprüfung erscheine „eine Schließung des regulären Betreuungsangebotes in einer Kindertageseinrichtung und ein entsprechendes Betretungsverbot nicht mehr verhältnismäßig“.

Die Rechte der Eltern und des Kindes seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, hieß es weiter. Auch weniger einschneidende Maßnahmen seien geeignet (und auch erforderlich), um das Corona-Infektionsrisiko einzudämmen

Corona in Bayern: Freistaat am stärksten von Kurzarbeit betroffen 

Die Corona-Krise trifft Bayern besonders hart. Der Freistaat hat die höchste Kurzarbeitsquote in Deutschland. Zudem planen nach einer Umfrage der IG Metall mehr Unternehmen einen Jobabbau.

Im Freistaat waren im Mai 26 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Schätzung des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Insgesamt kommen die Wirtschaftsforscher für Bayern auf rund 1,47 Millionen Kurzarbeiter - auch absolut erreicht der Freistaat damit den höchsten Wert im Ländervergleich und kommt auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen.

„Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren“, sagte Ifo-Experte Sebastian Link. Hinter Bayern folgen Baden-Württemberg und die in der Schätzung zusammengefassten Länder Niedersachsen und Bremen wo jeweils 23 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit sind. Am niedrigsten ist die Quote in den jeweils zusammengefassten Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Rheinland-Pfalz und Saarland mit 17 Prozent.

Doch über die hohe Kurzarbeit hinaus sind auch immer mehr Jobs in Gefahr: Die Zahl der Betriebe aus der Metall- und Elektroindustrie, die Stellen abbauen oder abbauen wollen, hat laut einer Umfrage der IG Metall unter den Betriebsräten von rund 900 Unternehmen zugenommen. Die Gewerkschaft fordert deswegen eine Verlängerung der erweiterten Kurzarbeitsregeln und nimmt parallel die Unternehmen in die Pflicht: „Wer Staatsgelder kassiert, darf keine Stellen abbauen“, sagte Bezirksleiter Johann Horn.

Der Umfrage zufolge haben inzwischen 38 Prozent der Betriebe Leiharbeiter und 12 Prozent Werkverträge abgemeldet. Das sind vier beziehungsweise ein Prozentpunkt mehr als bei der letzten Umfrage im April. 32 Prozent der Betriebe lassen befristete Arbeitsverträge auslaufen, ein Plus von drei Prozentpunkten. Einen Stellenabbau bei der Stammbelegschaft planen neun Prozent, ein Punkt mehr als im April.

dpa/afp/epd/kna//rathaus münchen/jh

Rubriklistenbild: © Brian Lawless/PA Wire/dpa

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