Zuerst werden Risikogruppen geimpft

Corona-Impfzentren: So bereitet sich Bayern aktuell auf den Impfstoff vor

Symbolbild einer Spritze kurz vor einer Impfung.
+
Bayern bereitet aktuell zahlreiche Impfzentren im ganzen Freistaat vor, um sich auf den lang ersehnten Corona-Impfstoff vorzubereiten (Symbolbild).

Der Freistaat Bayern bereitet sich auf den Corona-Impfstoff vor: Zahlreiche Impfzentren werden aktuell eingerichtet - doch auch mobile Impfteams sind vorgesehen.

  • Bayern bereitet sich auf eine große Impfaktion gegen das Coronavirus vor.
  • Zahlreiche Impfzentren sollen bis Mitte Dezember eingerichtet werden.
  • Gesundheitsministerin Melanie Huml über die aktuellen Planungen im Kampf gegen Corona.

München - Ein Impfstoff gegen das Coronavirus ist in Sicht. Auch der Freistaat bereitet sich deshalb schon auf eine große Impfaktion vor. Neben großen Hallen werden dafür Millionen Kanülen und ganz spezielle Tiefkühlschränke benötigt. Und Ärzte natürlich. „Sobald ein Impfstoff zugelassen ist, wollen wir so schnell wie möglich mit dem Impfen beginnen“, betonte
Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Wie lange es allerdings dauern werde, alle Impfwilligen zu impfen, sei derzeit nicht seriös abschätzbar.

Bayern: Freistaat bereitet Corona-Impfungen vor

Für die geplanten Impfzentren in allen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten geht das Gesundheitsministerium davon aus, dass zwei jeweils fünfköpfige Teams binnen vier Stunden 100 Menschen impfen können. „Pro solchem Team ist ein Arzt notwendig“, sagte Huml der Deutschen Presse-Agentur. Die übrigen Teammitglieder seien medizinisches Fachpersonal sowie Verwaltungskräfte. Für die mobilen Impfteams, die direkt zu Risikogruppen etwa in Pflegeheimen fahren sollen, sind mindestens jeweils ein Arzt oder eine Ärztin, eine Verwaltungskraft und eine medizinische Assistenz vorgesehen. „Pro Impfzentrum gibt es mindestens ein mobiles Impfteam“, erläuterte Huml. Sie gehe aber davon aus, dass letztlich noch weitere mobile Teams zum Einsatz kommen. „Die genauen Planungen laufen noch.“

Impfzentren in Bayern: 2500 Vertragsärzte beteiligen sich an Impfungen

Inzwischen haben sich rund 2500 Vertragsärztinnen und -ärzte bereit erklärt, sich an den Impfungen zu beteiligen. Weitere werden gesucht - doch die Tendenz ist steigend. Vor knapp drei Wochen waren es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns noch 1850. In Bayern gibt es 96 Landkreise und kreisfreie Städte, die gehalten sind, bis Mitte Dezember jeweils ein Impfzentrum einzurichten. Diese sollen möglichst in der Nähe der jeweiligen Testzentren oder von Krankenhäusern liegen oder in geeigneten Gebäuden wie Turnhallen, Messehallen, Mehrzweckhallen oder auch den Rettungswachen der Hilfsorganisationen eingerichtet werden.

Impfstoff in Bayern: Bereits dutzende spezielle Tiefkühlschränke bestellt

„Zu berücksichtigen sind unter anderem eine verkehrsgünstige Lage, das Vorhandensein ausreichender Parkmöglichkeiten, ein barrierefreier Zugang sowie ausreichend Lagermöglichkeiten für Impfmaterialien“, erläuterte Huml. Gerade auch um das Lagern der Impfstoffe kümmern sich die Logistiker mit Vorrang, muss doch einer der Kandidaten mit minus 70 Grad extrem gekühlt werden. Der Freistaat hat daher schon Dutzende spezielle Tiefkühlschränke bestellt - und 13 Millionen Spritzen und 58 Millionen Kanülen geordert.

Wie lange es dauert, alle Impfwilligen im Freistaat durchzuimpfen, geben die Rechenmodelle jedoch nicht her - allzu viele Variablen sind derzeit noch unbekannt. Etwa, wie viele Menschen sich überhaupt impfen lassen wollen - die Vakzination ist freiwillig. Außerdem wird der Impfstoff „in der Anfangsphase nicht für eine flächendeckende Impfung der gesamten Bevölkerung ausreichen“, betonte Huml. Daher würden zuerst Risikogruppen geimpft.

Quelle: dpa

Auch interessant:

Meistgelesen

Corona-Impfungen in Bayern: Internet-Registrierungsportal steht für Impfwillige bereit - Angemeldete Bürger erhalten Infos
Corona-Impfungen in Bayern: Internet-Registrierungsportal steht für Impfwillige bereit - Angemeldete Bürger erhalten Infos
Corona in München: Aktuelle Zahlen - KVR informiert über Alkoholverbot - FFP2-Masken an Bedürftige verteilt
Corona in München: Aktuelle Zahlen - KVR informiert über Alkoholverbot - FFP2-Masken an Bedürftige verteilt
Rentner wird von falschem Polizist betrogen - Polizei startet Aufklärungskampagne
Rentner wird von falschem Polizist betrogen - Polizei startet Aufklärungskampagne
Kind verletzt durch Schlittenunfall - Täter verschwindet einfach - Neue Hinweise
Kind verletzt durch Schlittenunfall - Täter verschwindet einfach - Neue Hinweise

Kommentare