In Supermärkten und Co.

Corona in Bayern: Werden FFP2-Masken Pflicht? Aiwanger mit klarer Ansage

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Ministerpräsident Markus Söder sind sich nicht immer einig.
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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Ministerpräsident Markus Söder sind sich nicht immer einig.

Corona in Bayern: Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bringt FFP2-Maskenpflicht ins Gespräch. Wo er sich eine solche Pflicht vorstellen könnte...

  • Die Corona-Fallzahlen gehen in Bayern und ganz Deutschland nicht wie gewünscht zurück
  • In Bayern und ganz Deutschland kommt es ab 16. Dezember zu einem harten Lockdown
  • Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bringt Pflicht von FFP2-Masken ins Spiel

Update, 12. Januar 2021

Corona in Bayern: FFP2-Maskenpflicht für Nahverkehr und EInzelhandel ab 18. Januar beschlossen

In Bayern gilt vom kommenden Montag, 18. Januar, an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, die „normalen Community-Masken“ seien in der Corona-Pandemie zum Schutz der anderen. FFP2-Masken schützen auch den Träger selbst. Ziel sei, die Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr und im Handel zu verbessern.

„Die Verfügbarkeit im Handel ist ausreichend gewährleistet, also es gibt keine Mangelware FFP2“, betonte der Ministerpräsident. Die Masken seien zum Teil sogar „deutlich im Überfluss, zum Teil jedenfalls, vorhanden“. Insgesamt sprach Söder angesichts etwas zurückgehender Corona-Zahlen von einer „verhalten positiven Tendenz“. „Ein Großteil der Maßnahmen beginnt zu wirken.“

München - Geht es nach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger soll das Tragen von FFP2-Masken notfalls auch verpflichtend sein. Der von Bund und Ländern beschlossene harte Lockdown müsse durch weitere Maßnahmen
flankiert werden.

Corona in Bayern - FFP2-Masken bald Pflicht? Aiwanger begründet seine Forderung

Aiwanger zieht FFP2-Masken als mittelfristige Alternative zur Schließung von Geschäften in Betracht. „Debatten über Infektionsrisiken und darauf begründeten Schließungen müssen wir die Grundlage entziehen, notfalls
mit verpflichtender FFP2-Maske“, sagte der Politiker der Freien Wähler dem Münchner Merkur.

Nach den Lockdown-Beschlüssen von Bund und Ländern am Sonntag bekräftigte Aiwanger seine Forderung: „Die Schließungen zwischen dem 16. Dezember und dem 10. Januar 2021 müssen mit mittelfristigen Maßnahmen flankiert werden, die den Gesundheitsschutz der Menschen im öffentlichen Raum gewährleisten.“ Es brauche neben den bisherigen Hygiene- und Abstandsregeln zusätzlich ein FFP2-Maskengebot dort, wo sich Menschen im öffentlichen Raum nahe kämen.

„Wenn es im Handel oder auf dem Parkplatz ein Ansteckungsrisiko geben sollte, dann gibt es das auch im Supermarkt mit Lebensmitteln, im ÖPNV oder an der Tankstelle, die ja trotz Lockdown geöffnet haben“, betonte der Minister laut Mitteilung.

In Richtung Einzelhandel sagte Aiwanger im Münchner Merkur: „Ich würde den Senioren am Eingang des Supermarkts eine solche Maske schenken, schließlich lassen sie das Geld dann wieder im Markt.“ FFP2-Masken böten einen guten Schutz. Diese würden auch über das Ende des harten Lockdowns hinaus gebraucht.

In einer nur einstündigen Videoschalte hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag auf einen strengen Lockdown ab kommender Woche geeinigt.

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