Aktuelle Lage

Kampf gegen Corona-Pandemie in Bayern ‒ Virologen warnen vor Delta-Variante

Die bayerische Staatskanzlei am Ende des Hofgartens der bayerischen Landeshauptstadt spiegelt sich nach einigen regnerischen Tagen in einer Pfütze auf dem Gehweg.
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Die bayerische Landesregierung warnt vor der Delta-Variante des Corona-Virus. (Symbolbild)

Bayern warnt in der Corona-Pandemie vor der Delta-Variante. Laut Virologen sei diese Virus-Mutation deutlich ansteckender und verursache schwerere Krankheitsverläufe.

  • Das Kabinett in Bayern berät über die aktuelle Corona-Lage.
  • Virologen warnen vor der Delta-Variante des Virus.
  • Der Impf-Fortschritt sei gut, reiche aber noch nicht aus, um die Pandemie ohne Hygieneregeln zu bekämpften.

Letztes Update: 16.44 Uhr

Bayern warnt in Kampf gegen Corona vor Delta-Variante

Die bayerische Landesregierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine deutliche Warnung vor der in Großbritannien inzwischen dominanten Delta-Variante des Corona-Virus ausgesprochen.

Die WHO hat die Corona-Varianten umbenannt um die Stigmatisierung einzelner Länder zu verhindern.

Nach Ansicht von Virologen sei diese zuerst in Indien bekanntgewordene Virus-Variante deutlich ansteckender und verursache schwererer Krankheitsverläufe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts. An der Sitzung am Dienstag in München hatten auch Virologen teilgenommen.

In Bayern seien bereits 132 Fälle der Delta-Variante bekanntgeworden. Ihr Anteil sei innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit aber bereits von zwei auf zehn Prozent auch in Bayern gestiegen, sagte Herrmann.

Der Impf-Fortschritt sei mit knapp 50 Prozent bei Erstimpfungen und 26 Prozent bei Zweitimpfungen gut, reiche aber noch nicht aus, um dem Pandemieverlauf alleine und ohne Einhaltung von Hygieneregeln zu begegnen.

Wenn alle Maßnahmen so blieben wie bisher, dann würden nach Einschätzung von Virologen die Infektionszahlen allein wegen der Delta-Variante nach oben gehen.

Insgesamt bezeichnete Herrmann die Entwicklung der Corona-Lage in Bayern aber als positiv. Nur zwei der 96 Landkreise und kreisfreien Städte lägen noch über der Grenze von 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100 000 Einwohner.

Bayernweit liege die 7-Tage-Inzidenz bei 18,8, die Zahl der belegten Intensivbetten sei deutlich gesunken, auch die Zahl der Corona-Toten pro Woche sei deutlich nach unten gegangen.

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09.35 Uhr: Corona in Bayern: Kabinett berät mit Virologen über Impfstoff, digitalen Impfpass und Schulen

Das bayerische Kabinett will bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) die Situation rund um die Corona-Pandemie in Bayern analysieren. Zur Sitzung sollen auch Virologen ihre Expertenmeinung preisgeben, sagte ein Regierungssprecher im Vorfeld.

Zu den Themen werden der Stand bei der Impfstoff-Beschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten gehören.

Nach den Beratungen werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor die Presse treten (13.00 Uhr).

dpa/lby/jh

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