Tag der Entscheidung: Wer zieht nach Berlin?

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: SPD macht in Hochrechnungen Boden auf CDU/CSU gut

Ein SPD-Anhänger feiert die ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland am Willy-Brandt-Haus in Berlin.
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Ein SPD-Anhänger feiert die ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland am Willy-Brandt-Haus in Berlin.
  • Benedikt Strobach
    VonBenedikt Strobach
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Die Bundestagswahl 2021 hat in Deutschland begonnen. Hochrechnungen sehen SPD knapp vor CDU. FW-Chef Aiwanger veröffentlicht Nachwahlbefragungs-Ergebnisse.

  • Die Bundestagswahl 2021 in Deutschland hat begonnen.
  • In ersten Hochrechnungen liegt die SPD vor CDU/CSU.
  • Hubert Aiwanger (FW) veröffentlicht trotz Verbots Ergebnisse einer Nachwahlbefragung.

Update, 19.43 Uhr:

Mit der dritten Hochrechnung macht die SPD bei der Bundestagswahl in Deutschland etwas Boden auf CDU/CSU gut.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: SPD macht in dritter Hochrechnung Boden auf CDU/CSU gut - Jamaika, Ampel oder GroKo?

Die prozentuale Verteilung:

  • SPD: 25,2%
  • CDU/CSU: 24,6%
  • Grüne: 14,3%
  • AfD: 10,8%
  • FDP: 11,6%
  • Linke: 5,0%
  • Andere Parteien: 8,5%

Die Sitzverteilung:

  • SPD: 200 Sitze
  • CDU/CSU: 198 Sitze
  • Grüne: 113 Sitze
  • AfD: 86 Sitze
  • FDP: 92 Sitze
  • Linke: 40 Sitze
  • Südschleswigscher Wählerverband (SSW): 1 Sitz (Braucht als Minderheiten-Partei nicht über die 5%-Hürde zu kommen)

Mögliche Regierungskoalitionen:

  • Jamaika (CDU/CSU, Grüne & FDP): 403 Mandate
  • Ampel-Koalition (SPD, Grüne & FDP): 405 Mandate
  • GroKo (CDU/CSU & SPD): 398 Mandate

Mit 353 Mandaten wäre Rot-Grün-Rot (SPD; Grüne & Linke) nun etwas näher an den notwendigen 366 Sitzen zur regierungsfähigen Mehrheit (366 Mandate).

Update, 19.18 Uhr:

Mit der nun veröffentlichten zweiten Hochrechnung zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland fließen auch erste Briefwahl-Stimmen ein. Große Veränderungen gibt es aber nicht.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: SPD auch in zweiter Hochrechnung hauchdünn vor CDU/CSU - Rot-Grün-Rot schrumpft

Die prozentuale Verteilung:

  • SPD: 24,9%
  • CDU/CSU: 24,7%
  • Grüne: 14,6%
  • AfD: 11,1%
  • FDP: 11,7%
  • Linke: 5,0%
  • Andere Parteien: 8,1%

Die Sitzverteilung:

  • SPD: 197 Sitze
  • CDU/CSU: 198 Sitze (Trotz geringerer Prozentpunkte durch drei Überhangmandate mehr Sitze als die SPD)
  • Grüne: 115 Sitze
  • AfD: 88 Sitze
  • FDP: 92 Sitze
  • Linke: 39 Sitze
  • Südschleswigscher Wählerverband (SSW): 1 Sitz (Braucht als Minderheiten-Partei nicht über die 5%-Hürde zu kommen)

Mögliche Regierungskoalitionen:

  • Jamaika (CDU/CSU, Grüne & FDP): 405 Mandate
  • Ampel-Koalition (SPD, Grüne & FDP): 404 Mandate
  • GroKo (CDU/CSU & SPD): 395 Mandate

Mit jetzt nur noch 351 Mandaten wäre Rot-Grün-Rot (SPD; Grüne & Linke) nun etwas weiter von den notwendigen 366 Sitzen zur regierungsfähigen Mehrheit (366 Mandate) entfernt.

Update, 18.47 Uhr:

Nun ist auch die erste Hochrechnung der Bundestagswahl 2021 in Deutschland aus den Wahllokalen da. Hauchdünn liegt die SPD hier vor den Unions-Schwestern CDU und CSU. Wichtig: Es handelt sich hier nur um Urnenstimmen. Briefwählende werden erst später dazu gezählt.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Erste Hochrechnung sieht SPD hauchdünn vor CDU/CSU - Dennoch mehr Unions-Mandate

Konkret verteilen sich diese Stimmen prozentual nach der ersten Hochrechnung wie folgt:

  • SPD: 24,9%
  • CDU/CSU: 24,7%
  • Grüne: 14,8%
  • AfD: 11,3%
  • FDP: 11,2%
  • Linke: 5,0%
  • Andere Parteien: 8,1%

Auch zur Größe des Bundestags gibt es erste Berechnungen: Demnach würde die Zahl der Abgeordneten 730 betragen. Diese verteilen sich so:

  • SPD: 197 Sitze
  • CDU/CSU: 198 Sitze (Trotz geringerer Prozentpunkte durch drei Überhangmandate mehr Sitze als die SPD)
  • Grüne: 117 Sitze
  • AfD: 89 Sitze
  • FDP: 88 Sitze
  • Linke: 40 Sitze
  • Südschleswigscher Wählerverband (SSW): 1 Sitz (Braucht als Minderheiten-Partei nicht über die 5%-Hürde zu kommen)

Diese Verteilung im Bundestag ermöglicht folgende Regierungskoalitionen:

  • Jamaika (CDU/CSU, Grüne & FDP): 403 Mandate
  • Ampel-Koalition (SPD, Grüne & FDP): 402 Mandate
  • GroKo (CDU/CSU & SPD): 395 Mandate

Nicht möglich ist hingegen ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken (Rot-Grün-Rot). Diese Koalition käme nur auf 354 Mandate. Zur Mehrheit benötigt sie jedoch nach dieser Hochrechnung 366.

Update, 18.06 Uhr:

Die ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland und in Bayern sind da. Denkbar knapp ist es bundesweit zwischen SPD und CDU. In Bayern muss die CSU Verluste hinnehmen.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Erste Prognosen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU

Die erste Prognose zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland von der ARD in Zahlen:

  • SPD: 25%
  • CDU: 25%
  • Grüne: 15%
  • FDP: 11%
  • AfD: 11%
  • Linke: 5%
  • Andere Parteien: 8%

Die Zahlen für Bayern laut ersten Prognosen des BR:

  • CSU: 32,5%
  • SPD: 16,5%
  • Grüne: 14%
  • FDP: 11%
  • AfD: 10%
  • Freie Wähler: 6%
  • Linke: 3%
  • Andere Parteien: 7%

Beschlossen ist deswegen aber noch nichts. In Berlin etwa wird aufgrund von zwischenzeitlich fehlenden Stimmzetteln und langen Schlangen vor den Wahllokalen beispielsweise auch nach 18 Uhr noch gewählt.

Update, 16.53 Uhr:

Dieser Fehler könnte ihn ganz teuer zu stehen kommen: Hubert Aiwanger, Bayerns Vize-Ministerpräsident und Vorsitzender der Freien Wähler (FW), hat offenbar Ergebnisse einer Nachwahlbefragung (sogenannte Exit-Polls) auf Twitter veröffentlicht - inklusive Aufruf, die übrigen Stimmen den Freien Wählern zu geben. Das Brisante: Die Veröffentlichung von Exit Polls vor den offiziellen Hochrechnungen ab 18 Uhr ist laut Bundeswahlgesetz (§ 32, Absatz 2) streng verboten.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: FW-Chef Aiwanger veröffentlicht unerlaubt Ergebnisse von Nachwahlbefragung

In seinem kurz nach 16 Uhr veröffentlichten Tweet, den Aiwanger ein paar Minuten später jedoch bereits wieder gelöscht hatte, berief sich Bayerns Vize-Ministerpräsident auf eine Umfrage der „Forschungsgruppe Wahlen“ von 15 Uhr. Er veröffentlichte dazu Prozentzahlen von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP, AfD, Linken, den Freien Wählern und der vermeintlichen Wahlbeteiligung. Dazu startete er den Aufruf „Die letzten Stimmen bitte jetzt noch an uns!“

Aiwangers Beitrag wurde direkt vom bayerischen Koalitionspartner CSU scharf kritisiert. Generalsekretär Markus Blume nannte die Aktion einen unglaublichen Fall von Wahlmanipulation und Wählerbeeinflussung. „Das ist zutiefst undemokratisch und muss Konsequenzen haben“, forderte er.

Laut Bundeswahlgesetz (§ 49a, Absatz 1, Punkt 2) ist Aiwangers Handlung eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann „mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.“

Update, 14.39 Uhr:

CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat wohl noch einmal Glück gehabt: Laut Bundeswahlleiter Georg Thiel bleibt sein falsch gefalteter Stimmzettel ohne Folgen. Indes hat nun auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ihre Stimme abgegeben. Im Wahllokal erklärte sie, sie hoffe auf ein besseres Ergebnis als es die Umfragen vorhersagen.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Laschets Stimmzettel-Fauxpas wohl ohne Folgen - Baerbock im Wahllokal

Bundeswahlleiter Thiel erklärte kurz nach dem Vorfall: „Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden.“ Bei einer „Fehlfaltung“ teilt der Wahlvorstand demnach einen neuen Stimmzettel aus - gelangt der offen eingeworfene Zettel dennoch in die Wahlurne, „kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig“, schrieb Thiel auf Twitter.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hofft indes bei der Bundestagswahl auf ein besseres Ergebnis für ihre Partei als in den Meinungsumfragen. „Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird“, sagte die Grünen-Vorsitzende am Sonntag bei der Stimmabgabe in ihrem Wahllokal in Potsdam. „Wir erhoffen uns natürlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen können.“

Baerbock zeigte sich trotz des dritten Platzes zuversichtlich. „Umfragen sind Umfragen, heute wird gewählt“, sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin. Sie sagte nach der Stimmabgabe vor Journalisten auch, wie es ihr am Tag der Bundestagswahl geht: „Ganz Europa guckt ja auch auf diesen Wahlsonntag hier in Deutschland, deswegen ist es natürlich auch ein aufregender Tag für mich als Person.“

Update, 13.03 Uhr:

Die Wahlbeteiligung zur Bundestagswahl 2021 in Deutschland ist in mehreren Großstädten am späten Vormittag höher gewesen als vor vier Jahren. Das dürfte auch mit dem hohen Anteil an Briefwählern zusammenhängen. Die Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) haben bereits gewählt, ebenso CSU-Chef Markus Söder und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Scholz, Söder und Steinmeier geben Stimme ab - Laschet faltet Wahlzettel falsch

Scholz appellierte nach seiner Stimmabgabe in Potsdam noch einmal an die Bürger, für ein starkes Ergebnis der SPD zur Wahl zu gehen. „Damit die Bürgerinnen und Bürger mir den Auftrag geben, der nächste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden“, sagte er. Scholz bewirbt sich im Wahlkreis Potsdam um ein Direktmandat. Dort tritt auch die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock als Direktkandidatin an. Sie wollte mittags ihre Stimme abgeben.

CSU-Chef Markus Söder sagte in seinem Wahllokal in Nürnberg, er sei angesichts des Wahlausgangs nicht nervös, aber etwas angespannt. „Es gibt schönere Tage.“ Er hoffe, dass Armin Laschet das Rennen machen werde.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bereits gewählt. In einem Berliner Wahllokal bedankte er sich am Vormittag bei den rund 650.000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. „Wer wählt, lebt die Demokratie.“ Er fügte hinzu: „Wer sie organisieren hilft, leistet einen Dienst an der Gemeinschaft.“

Auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wählte an seinem Wohnort in Aachen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident sagte, die Bundestagswahl entscheide über die Richtung Deutschlands in den nächsten Jahren. „Und deshalb kommt es auf jede Stimme an.“ Dann unterlief ihm jedoch ein Fehler: Der CDU-Vorsitzende faltete bei der Stimmabgabe seinen Stimmzettel falsch. Als Laschet den Zettel in einem Wahllokal in Aachen in die Urne warf, konnten Umstehende sehen, was er angekreuzt hatte.

Bei der Abgabe seiner Stimme war eindeutig zu erkennen, wo CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sein Kreuz gesetzt hatte.

Wegen des Wahlgeheimnisses ist es nicht erlaubt, seinen Stimmzettel offen einzuwerfen. Der Wähler müsse ihn „in der Weise falten, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist“, heißt es auf der Website des Bundeswahlleiters. Sollte die Stimmabgabe erkennbar sein, müsste der Wahlvorstand den Wähler zurückweisen. Normalerweise wird im Wahllokal darauf hingewiesen, wie der Zettel gefaltet werden muss.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Beteiligung in Großstädten höher als 2017 - München bereits bei 60 Prozent

In Hamburg hatten bis 11.00 Uhr nach Angaben der Behörden bereits 50,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze gemacht. Ein großer Anteil davon sei auf den verstärkten Rücklauf der Briefwahl zurückzuführen, sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf der Deutschen Presse-Agentur. Vor vier Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt erst 37,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

In der nordrhein-westfälischen Millionenstadt Köln hatten nach Angaben der Verwaltung bis 11.00 Uhr 19,37 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 2017 seien es zu diesem Zeitpunkt 17,37 Prozent gewesen. Dabei wurden Briefwähler anteilig eingerechnet.

In der bayerischen Landeshauptstadt München hatten bis 11.00 Uhr schon knapp 60 Prozent der Wähler gewählt - einschließlich Briefwahl. Ein ähnlicher Wert war bei der letzten Bundestagswahl erst gegen 14.00 Uhr erreicht worden.

In Niedersachsen gaben bereits circa 14,3 Prozent der Wahlberechtigten in den ersten zwei Stunden nach Öffnung der Wahllokale ihre Stimme ab. „Das sind deutlich mehr als zu diesem Zeitpunkt im Jahr 2017“, sagte eine Sprecherin der Landeswahlleiterin in Hannover.

Zahlen zur bundesweiten Wahlbeteiligung gab es bis zum Mittag noch nicht.

Erstmeldung: 26. September, 11.37 Uhr

Berlin/München - TV-Trielle, Deutschland-Touren sowie Wahlplakate in allen Ecken des Landes haben auf diesen Tag vorbereitet: Die Bundestagswahl 2021 hat begonnen. Seit 8 Uhr sind die Wahllokale im ganzen Land geöffnet. Bis 18 Uhr können Bürgerinnen und Bürger nun entscheiden, wer Deutschland in den kommenden 4 Jahren regieren wird. Aktuelle Umfragen sehen Olaf Scholz und die SPD knapp in Führung. Der Ausgang des Wahltags ist aber aufgrund vieler unentschlossener Wählerinnen und Wähler noch völlig offen.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland hat begonnen: Ausgang der Wahl völlig offen - Steinmeier-Appell: „Gehen Sie wählen!“

Die Bundestagswahl hat begonnen. Rund 60.000 Wahllokale haben am Sonntag seit 8.00 Uhr geöffnet. Knapp 60,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, bis 18.00 Uhr Erst- und Zweitstimme abzugeben und so über die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden. Für rund 2,8 Millionen Wählerinnen und Wähler ist es die erste Teilnahme an einer Bundestagswahl. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl. Nach letzten Umfragen könnte es ein ganz knappes Rennen werden. Parallel zur Bundestagswahl wird in Mecklenburg-Vorpommern auch ein neuer Landtag gewählt und im Land Berlin das Abgeordnetenhaus.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief vor Öffnung der Wahllokale um 8.00 Uhr zur Stimmabgabe auf. „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt. Daher bitte ich Sie: Gehen Sie heute zur Wahl!“, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“. Demokratie lebe vom Einmischen und Mitmachen. „Wer mitmacht, wird gehört. Wer nicht wählt, lässt andere für sich entscheiden“, so Steinmeier.

Die Union und ihr Kanzlerkandidat Armin Laschet standen vor der Wahl unter immensem Druck. Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) tritt nach 16 Amtsjahren nicht mehr an. Der Wahlausgang gilt angesichts zahlreicher noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler als offen. Als wahrscheinlich scheint aber, dass Deutschland künftig von einem Dreier-Bündnis regiert wird. Derzeit sind den Umfragen zufolge verschiedene Dreier-Bündnisse möglich, neben einer Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken sowie eine CDU-geführte Koalition mit Grünen und FDP.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Scholz und SPD führen knapp in Umfragen - Ausgang der Wahl aber völlig offen

In den Meinungsumfragen zur Bundestagswahl lag die Union zuletzt leicht hinter der SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die SPD kam dort auf 25 bis 26 Prozent, die Union auf 22 bis 25. Auf Platz drei lagen die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (16 bis 17 Prozent). Es folgen FDP (10,5 bis 12 Prozent), AfD (10) und Linke (5 bis 6).

Meinungsumfragen sind allerdings nur Momentaufnahmen der politischen Stimmungslage und sagen nichts über das Wahlergebnis aus. Dies gilt bei dieser Wahl wegen der hohen Zahl noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler umso mehr. Das bestätigt auch ein Blick auf die Umfrage zur Bundestagswahl von Hallo München. Während in der Stadt München Olaf Scholz am mesiten Zuspruch erhält, setzt der Landkreis eher auf Armin Laschet und die CDU.

Bundestagswahl 2021 in Deutschland: Briefwahl-Beteiligung über 40 Prozent, Zahl der Abgeordneten soll deutlich steigen

Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor ihre Stimme per Briefwahl abgeben werden. Nach Angaben der Bundeswahlleitung könnten es diesmal mindestens 40 Prozent sein. 2017 machten bereits 28,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 Prozent.

Außerdem gilt es als wahrscheinlich, dass der nächste Bundestag noch einmal deutlich größer wird. Derzeit zählt das Parlament 709 Abgeordnete, und er ist damit schon so groß wie nie zuvor. Die Normgröße des Bundestags liegt bei 598 Abgeordneten - 299 per Erststimme in den Wahlkreisen direkt gewählte Parlamentarier und 299 über die Landeslisten einziehende Abgeordnete. Durch Überhang- und Ausgleichsmandate steigt diese Zahl jedoch. Auch in den fünf Wahlkreisen in München kämpfen die Kandidaten um ein Direktmandat.

Aus der Bundestagswahl im Jahr 2017 gingen CDU und CSU mit 32,9 Prozent als stärkste Kraft hervor. Die SPD kam auf 20,5 Prozent, die AfD wurde mit 12,6 Prozent drittstärkste Kraft. Dahinter folgten FDP (10,7 Prozent), Linke (9,2) und Grüne mit 8,9 Prozent.

dpa/best

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