Bis 2039

Die Bevölkerung in Bayern wächst trotz Corona-Krise ‒ Vor allem München erwartet mehr Einwohner

München: Zahlreiche Besucher spazieren am Karlsplatz durch die Fußgängerzone.
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Die Bevölkerung in München wird bis 2039 weiterhin wachsen.

Bayerns Bevölkerung wächst bis 2039 weiterhin, wegen der Corona-Krise allerdings vorerst langsamer. Vor allem München wird unverändert eine Sogwirkung entfalten.

  • Vorstellung der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern.
  • Die Bevölkerung wird bis 2039 weiterhin wachsen - wegen Corona jedoch langsamer.
  • Vor allem München erwartet mehr Einwohner.

Die bayerische Bevölkerung wird laut den Statistikern bei der Vorstellung der regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung in den kommenden 20 Jahren weiter wachsen.

Lebten Ende 2019 noch 13,13 Millionen Menschen im Freistaat, werden es im Jahr 2039 bereits 13,55 Millionen Menschen und damit 424.000 mehr sein, sofern sich die gegenwärtigen Trends fortsetzen.

Dabei werde die Zahl der Todesfälle die der Geburten weiterhin übersteigen, so dass das Bevölkerungswachstum nach wie vor an der Zuwanderung insbesondere aus dem Ausland hängt: Bis 2039 erwarten die Statistiker, dass jährlich rund 48.000 Menschen mehr nach Bayern zu- als abwandern - eine Größenordnung von der Stadt Straubing, so Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Bayerns Attraktivität bleibt zwar ungebrochen hoch, die langfristigen Trends wurden jedoch in diesem Jahr durch unsere aktuelle Situation überlagert und diese Auswirkungen werden auch in den nächsten Jahren sichtbar sein.

Joachim Herrmann

Vor allem die Metropolregion München werde auch in Zukunft aufgrund ihrer wirtschaftlichen Stärke unverändert eine Sogwirkung entfalten. So wird die Landeshauptstadt 2039 fast 1,60 Millionen Einwohner haben, rund 115 000 Personen mehr als 2019.

Bevölkerungswachstum in Bayern bis 2039 wegen Corona gebremst

Nach den vom Landesamt für Statistik vorgelegten Berechnungen wird die bayerische Bevölkerung in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen - vorausgesetzt die bisherigen Trends zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungen halten an. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Fachleute dabei schon berücksichtigt.

So zogen 2020 nach den Annahmen mehr als 29 000 Menschen mehr nach Bayern als wegzogen. 2019 waren es aber noch etwa doppelt so viele. Auch 2021 wird die Pandemie die Zuwanderung nach Angaben von Herrmann bremsen. Erst ab 2022 sei wieder mit einer Normalisierung zu rechnen, sagte er.

In den kommenden 20 Jahren wird die Bevölkerung nach der Vorausberechnung vor allem in größeren Städten und angrenzenden Landkreisen überdurchschnittlich wachsen, darunter vor allem in Oberbayern mit dem Großraum München.

In ländlichen Gebieten könnte die Bevölkerungszahl dagegen stagnieren oder zurückgehen. Davon betroffen sein könnten besonders Teile Unterfrankens, Oberfrankens und der Oberpfalz.

Die Bevölkerung in Bayern wird älter - nur nicht in München

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Bayern wird sich den Statistikern zufolge bis 2039 um zwei Jahre erhöhen: von derzeit 43,9 Jahren auf dann 45,9 Jahre. Im Jahr 2039 dürften dann rund 26 Prozent oder 3,5 Millionen Bayern älter sein als 65 Jahre. In München dagegen führt der außerordentlich hohe Geburtenüberschuss bis zum Jahr 2039 zum bayernweit niedrigsten Durchschnittsalter, nämlich 42,5 Jahre; (+0,9 Jahre gegenüber 2019).

LfStat/dpa/Iby/epd/jh

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