Tragischer Zusammenstoß

Ermittlungen nach S-Bahn-Unfall in Schäftlarn bei München ‒ Weitere Hinweise auf Fehler von Lokführer

Zusammenstoß von Münchner S-Bahnen
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Die Ermittlungen nach dem tragischen S-Bahn-Unfall bei München bringen Hinweise auf einen Fehler eines Lokführers. (Symbolbild)
  • Jonas Hönle
    VonJonas Hönle
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Bei dem Unfall auf der S-Bahn-Strecke in Schäftlarn bei München ist eine Person gestorben. Die Ermittlungen nach der Kollision bringen Hinweise auf einen Fehler des Lokführers.

Update: 23. Juni

Ermittlungen nach S-Bahn-Unfall in Schäftlarn bei München - Weitere Hinweise auf Fehler von Lokführer

Vier Monate nach dem tödlichen S-Bahn-Unfall in Schäftlarn bei München mehren sich bei den Ermittlungen Hinweise auf einen Fehler eines der beiden Lokführer.

Nach einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung soll der damals 54-Jährige im Februar zunächst ein Haltesignal überfahren und dann die automatisch eingeleitete Zwangsbremsung ausgehebelt haben.

Gegen den Mann, der selbst schwer verletzt wurde, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei dem Unfall starb ein junger Mann.

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Tödlicher S-Bahn-Unfall in Schäftlarn bei München

Über den Bericht der Bundesbehörde zu der Kollision zweier Münchner S-Bahnen hatte zunächst der „Spiegel“ berichtet.

In dem Papier heißt es, dass nach bisherigen Erkenntnissen „ein Arbeitsfehler des Triebfahrzeugführers (...) primär ursächlich für den Eintritt der Zugkollision in Ebenhausen-Schälarn“ gewesen sei. „Er beachtete die betrieblichen Regeln nach Erhalt einer Zwangsbremsung durch die punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) nicht und setzte die Fahrt unzulässig in Richtung des eingleisigen Streckenabschnittes in Richtung Baierbrunn fort.“

Die weitergehenden Untersuchungen zu diesem Komplex seien noch nicht abgeschlossen, wird betont.

Vor zwei Wochen hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass die Ermittlungen zu dem Fall noch liefen und ein Gutachten noch ausstehe. Ob es zu einer Anklage komme, sei noch unklar.

Bei dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke am 14. Februar waren ein 24-Jähriger uns Leben gekommen und zahlreiche Menschen teils schwer verletzt worden.

Die aktuelle Corona-Inzidenz in München und die Zahl der Covid-Patienten in den Kliniken.

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Update: 02. März

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall bei München mit einem Toten und zahlreichen Verletzten fahren die Züge auf der Strecke bei Schäftlarn wieder regulär. Die Instandsetzung der Strecke sei beendet und die Sperrung sei aufgehoben, teilte die Deutsche Bahn am Mittwochmorgen mit.

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Die S-Bahnen von bzw. nach Wolfratshausen würden nun wieder auf dem Regelweg mit allen planmäßigen Halten verkehren, teilte die Bahn auf Twitter mit. Auch der Schienenersatzverkehr zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen sei am Mittwochmorgen beendet worden.

Nach S-Bahn-Unfall bei München: Instandsetzung der Strecke bei Schäftlarn beendet - Züge fahren wieder regulär

Bei der Kollision zweier S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke am 14. Februar waren bei Schäftlarn ein junger Mann getötet und 18 Menschen verletzt worden, sechs von ihnen schwer. Etwa 25 Menschen erlitten leichte Verletzungen, die ambulant vor Ort behandelt wurden.

Seit dem Unfall war die Strecke wegen der Bergung der Bahnen und Reparaturarbeiten gesperrt. Auf einer Länge von 120 Metern mussten beschädigte Gleise instandgesetzt werden.

Zur genauen Ursache des Unfalls wird weiter ermittelt. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf einen der beiden Fahrzeugführer und ein auf Rot stehendes Haltesignal.

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Update: 01. März

Nach dem schweren S-Bahn-Unfall bei München Mitte Februar steht die Instandsetzung der Strecke bei Schäftlarn vor dem Abschluss. Voraussichtlich ab Mittwochmorgen könnten wieder S-Bahnen regulär zwischen Wolfratshausen und München fahren, teilte ein Bahnsprecher am Dienstag mit.

Nach S-Bahn-Unfall bei München - Instandsetzung der Strecke bei Schäftlarn kurz vor Abschluss

Die beschädigten Gleise seien mittlerweile größtenteils wieder instandgesetzt. Die kaputten Schienen seien auf rund 120 Metern getauscht worden, ebenso wurden rund 100 Schwellen erneuert. Ein neuer Oberleitungsmast samt Betonfundament wurde errichtet. In der Nacht zum Dienstag sei begonnen worden, die Fahrleitung neu zu montieren.

Die Ermittlungen zur Unfall-Ursache dauern weiterhin an. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf einen der beiden Fahrzeugführer und ein auf Rot stehendes Haltesignal. Gegen den Triebwagenführer, der schwer verletzt wurde, wurden vor diesem Hintergrund Ermittlungen eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft betonte, es sei zu früh für eine Aussage, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen handelte. Die Ermittlungen dürften voraussichtlich Monate dauern.

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Update: 22. Februar

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall bei München hat die Deutsche Bahn am heutigen Dienstag mit der Instandsetzung begonnen. „Nach aktuellem Stand werden wir die Arbeiten im Laufe der kommenden Woche abschließen und können den S-Bahn-Verkehr dann wieder aufnehmen“, sagte ein Bahn-Sprecher gegenüber der dpa am Dienstag. Derzeit ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Reparatur der Strecke bei Schäftlarn nach S-Bahn-Unfall dauern bis nächste Woche

Bei einer Kollision zweier S-Bahnen auf der eingleisigen Strecke bei Schäftlarn wurde am Montag vor einer Woche ein 24-jähriger Fahrgast getötet und 18 Menschen verletzt - sechs von ihnen schwer.

Die Ermittlungen zur Unfall-Ursache dauern derweil weiter an. Vermutlich sei ein rotes Signal überfahren worden. Die Staatsanwaltschaft München I führt einen Triebfahrzeugführer als Beschuldigten an. Es sei aber zu früh zu sagen, ob es sich um menschliches oder technisches Versagen gehandelt habe, betonte die Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen dürften Wochen, wenn nicht Monate dauern.

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Update: 21. Februar

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall bei Schäftlarn dauern die Ermittlungen weiter an. Die Polizei München sucht dafür Passagiere, die sich bei der Kollision in eine der beiden S-Bahnen aufgehalten haben, und weitere Zeugen.

Ermittlungen nach S-Bahn-Unfall bei Schäftlarn - Polizei München sucht Passagiere und Zeugen

Wie das Polizeipräsidium mitteilt, sei es für die weiteren Ermittlungen zu dem Unfall wichtig mit allen Passagieren in Kontakt treten zu können. Daher bittet die Polizei alle Fahrgäste, die sich in einer der beiden Züge befanden und ihre Personalien bisher nicht weitergegeben haben, sich mit der sachbearbeitenden Dienststelle in Verbindung zu setzen. Insbesondere auch wenn sie Verletzungen davongetragen haben.

Zeugenaufruf der Polizei München

Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

Bei der Kollision zweier S-Bahnen der Linie S7 am Montag, den 14 Februar, auf der Strecke zwischen Ebenhausen und Hohenschäftlarn ist ein 24-Jähriger ums Leben gekommen. 18 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, davon sechs mit schweren Verletzungen. Etwa 25 weitere Fahrgäste wurden vor Ort ambulant behandelt.

Die Bergung der verunfallten S-Bahnen wurde mittlerweile abgeschlossen, die Strecke ist jedoch noch bis auf Weiteres gesperrt. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt auch gegen einen Triebfahrzeugführer (siehe Update: 17. Februar, 12.39 Uhr).

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Update, 18. Februar, 17.02 Uhr

Bergung der S-Bahnen beendet - Strecke noch mindestens eine Woche gesperrt

Nach dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen bei Schäftlarn ist die Bergung der Züge nun beendet. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Demnach wurden am Freitag „die restlichen noch auf der Strecke verbliebenen Zugteile aufgegleist und anschließend zurück in den Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn gezogen“.

An Tag zuvor war bereits ein S-Bahn-Fahrzeug in ein DB-Werk geschleppt worden. Außerdem hatte ein Spezialkran die Spitze des anderen Fahrzeuges auf die benachbarte Bundesstraße gehoben. Der Abtransport erfolgt mit einem Tieflader.

Freigegeben ist die Strecke der S7 zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen aber noch nicht. „Ersten Einschätzungen zufolge wird die Strecke mindestens noch die nächste Woche gesperrt bleiben müssen“, heißt es von Seiten der Bahn.

Das entgleiste Drehgestell einer der aufeinander geprallten S-Bahnen hängt während der Bergung an den Ketten eines Krans.

„Durch die Kollision sind Schäden an der Oberleitung sowie an Gleisen, Schwellen und Schotter entstanden.“ Das genaue Ausmaß werde nun von Spezialisten der DB begutachtet, anschließend die Instandsetzung geplant und „schnellstmöglich durchgeführt“.

Wie es zu dem tragischen Unfall, bei dem am Montag ein 24-Jähriger getötet und 18 Personen verletzt wurden, kam, wird noch immer ermittelt.

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Update: 17. Februar, 12.39 Uhr

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall auf der eingleisigen Strecke bei Schäftlarn hat die Polizei am Donnerstag bei einer Pressekonferenz über den derzeitigen Stand der Ermittlungen informiert. Demnach hat ein Triebfahrzeugführer vermutlich ein rotes Signal überfahren.

Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen den 54-Jährigen aus dem Raum Fürstenfeldbruck. Er wurde vernommen und hat einen Anwalt. Zudem wurde seine Wohnung bereits am Dienstag durchsucht. Bisher hat er jedoch noch keine Aussage zu dem Unfall gemacht.

S-Bahn-Unfall bei Schäftlarn - Polizei München gibt derzeitigen Stand der Ermittlungen bekannt

Bei dem S-Bahn-Unfall waren am Montag ein Mensch getötet und 25 Menschen verletzt worden. Im Polizeibericht heißt es, dass der Triebfahrzeugführer der S7 Richtung München nach dem regulären Halt am Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn vermutlich ein rotes Haltesignal überfahren hat.

Zum gleichen Zeitpunkt fuhr ein 21-jähriger Triebfahrzeugführer mit einem anderen Zug der Linie S 7 auf demselben Gleis in die entgegengesetzte Richtung auf den Bahnhof zu. Er bekam wegen der ihm entgegenkommenden S-Bahn ein Haltesignal, was dazu führte, dass er seinen Zug abbremste.

Auch der Triebfahrzeugführer der S-Bahn Richtung München leitete eine Schnellbremsung ein. Für einen Stillstand beider Züge reichte es jedoch nicht mehr, so dass es zur Kollision kam.

Ein 24-jähriger Fahrgast, der sich in der S-Bahn Richtung München unmittelbar hinter dem Fahrerbereich befand, wurde durch die Wucht des Aufpralls tödlich verletzt. Die beiden Triebfahrzeugführer wurden jeweils schwer verletzt.

Die Staatsanwaltschaft teilt zudem mit, dass bei beiden Zugführern nach dem Unfall ein Blutentnahme durchgeführt wurde. Sie ergab in beiden Fällen 0,00 Promille.

Im Rahmen der Ermittlungen wurden u.a. viele Speichermedien eingesammelt, die noch ausgewertet werden müssen.

Laut Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding, sei es noch zu früh, um Aussagen über menschliches oder technisches Versagen zu treffen. Die auszuwertende Datenmenge sei vergleichbar mit der eines Flugzeugabsturzes.

Die Polizei hat die Unfall-Strecke mittlerweile freigegeben, die Bergung hat am Donnerstagmorgen begonnen.

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Update: 17. Februar, 11.05 Uhr

Bergung der Züge nach S-Bahn-Unfall bei München hat begonnen

Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag mit der Bergung der verunglückten S-Bahnen bei Schäftlarn begonnen. Eine Spezialfirma rückte am Morgen mit einem Kran an; Feuerwehr und Technisches Hilfswerk unterstützen die Aktion.

Eine Diesellok brachte einen Gerätezug mit Spezialwerkzeugen. Zur Vorbereitung war bereits am Vortag der Fahrdraht der Oberleitung auf einer Länge von mehreren Hundert Metern abgebaut worden. Wie lange die Arbeiten dauern werden, sei noch offen, sagte ein Bahnsprecher.

Die beiden mit 95 Menschen besetzten Bahnen waren am Montagnachmittag im Berufsverkehr auf eingleisiger Strecke frontal zusammengestoßen. Ein Fahrgast wurde getötet, 18 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer.

Die Unfall-Ursache ist noch unklar. Staatsanwaltschaft und Polizei wollten am Mittag über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.

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Update: 16. Februar, 10.06 Uhr

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall in Schäftlarn soll die Bergung voraussichtlich am Donnerstag beginnen. Das teilte die Deutsche Bahn heute mit.

Die beiden kollidierten S-Bahnen sollen mit Kränen geborgen werden. In Vorbereitung hierzu sei in der vergangenen Nacht bereits der Fahrdraht der Oberleitung auf einer Länge von mehreren Hundert Metern abgebaut worden.

Nach S-Bahn-Unfall bei München - Bergung in Schäftlarn soll am Donnerstag starten

Für die Bergung der zertrümmerten Bahnen auf dem erhöht gelegenen Bahndamm wird voraussichtlich auch ein Spezialkran benötigt. Mehrere Zugteile waren aus den Gleisen gesprungen.

Nach der Bergung der beschädigten S-Bahnen sollen laut Bahn die Schäden an der Infrastruktur begutachtet und behoben werden. Eine Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden könne, sei derzeit noch nicht möglich.

Die beiden mit 95 Menschen besetzten Bahnen waren am Montagnachmittag im Berufsverkehr auf eingleisiger Strecke frontal zusammengestoßen. Ein Fahrgast wurde getötet, 18 Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen, vermutet wird menschliches Versagen.

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Update: 16. Februar, 09.03 Uhr

Die Polizei-Ermittlungen nach der Kollision zweier S-Bahnen südlich von München, bei dem ein Fahrgast starb und 18 Menschen verletzt wurden, gehen am Mittwoch zunächst weiter und der Zeitpunkt für die Bergung der Unglückswagen weiter offen.

„Da sind Spezialisten draußen, die noch einiges ausmessen müssen mit technischem Spezialgerät“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Münchens. „Deshalb ist es fraglich, ob schon mit der Bergung angefangen wird.“

Nach S-Bahn-Unfall südlich von München: Polizei-Ermittlungen gehen weiter - Bergung der S-Bahnen dauert an

Für die Bergung der zerstörten S-Bahnen auf dem erhöhten Bahndamm werde unter anderem auch ein Spezialkran benötigt und die Statik müsse geprüft werden. Zur Vorbereitung der Bergung, aber auch für die Ermittlungsakten war der Unfallort nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn mithilfe von Drohnen aus der Luft fotografiert worden.

Die Aufnahme aus einem ADAC Rettungshubschrauber zeigt zwei aufeinander geprallte S-Bahnen an der Unfallstelle in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn.

Die beiden mit 95 Menschen besetzten Bahnen waren am Montagnachmittag im Berufsverkehr auf eingleisiger Strecke frontal zusammengestoßen. Als Ursache wird menschliches Versagen vermutet.

Unfall-Ursache menschliches Versagen? Ermittlungen nach Kollision zweier S-Bahnen bei Schäftlarn laufen weiter

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Dienstag: „Nach gegenwärtigem Stand gibt es keine Hinweise darauf, keine Anzeichen dafür, dass es um technisches Versagen geht.“ Im Moment möglicherweise eher im Vordergrund stehe, „dass einer der beiden Triebwagenführer, der Lokführer einen Fehler gemacht haben könnte“.

Die beiden Lokführer waren am Dienstag noch nicht vernehmungsfähig. Dafür stellten die Ermittler die Fahrtenschreiber der beiden Triebwagen sicher und vernahmen Zeugen.

Die Unfallstrecke ist nach Angaben aus Bahnkreisen mit einer elektronischen Sicherung ausgestattet. Die Technik überwache den Zugverkehr und könne Züge im Notfall automatisch bremsen. Dieses System hat offenbar auch angeschlagen und mindestens einen Zug gebremst.

Die Bahnstrecke bleibt bis auf weiteres gesperrt, ebenso die Bundesstraße, die unterhalb der Unfallstelle vorbeiführt.

Ein Schienenersatzverkehr zwischen Wolfratshausen und Höllriegelskreuth ist eingerichtet. Die S-Bahnen der Linie S 7 in Richtung Wolfratshausen verkehren bis Höllriegelskreuth und wenden dort vorzeitig. Der Schienenersatzverkehr in Baierbrunn fährt von der Kreuzung B 11 / Oberdiller Straße ab.

Die genauen Fahrpläne mit Abfahrtszeiten ab 16. Februar 2022, 04:00 Uhr zum Download.

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Update: 15. Februar, 17.08 Uhr

Polizei-Ermittlungen zu S-Bahn-Unfall bei München - War menschliches Versagen die Ursachen für den Zusammenstoß in Schäftlarn?

Die Ursache für den Zusammenstoß zweier S-Bahnen am Montag bei München könnte laut dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann (CSU) menschliches Versagen sein. Das sagte dieser am Dienstag vor Journalisten im Landtag. Die Ermittlungen würden sich auf diese Frage konzentrieren.

„Nach gegenwärtigem Stand gibt es keine Hinweise darauf, keine Anzeichen dafür, dass es um technisches Versagen geht.“ Im Moment möglicherweise eher im Vordergrund stehe, „dass einer der beiden Triebwagenführer, der Lokführer einen Fehler gemacht haben könnte“.

Die beiden besetzten S-Bahnen waren am Montagnachmittag auf eingleisiger Strecke nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn frontal zusammengestoßen. Ein 24-jähriger Mann starb, 18 Menschen wurden verletzt. Sechs Schwerverletzte waren am Dienstag noch in Kliniken, unter ihnen die beiden Lokführer, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie seien noch nicht vernehmungsfähig.

Die Staatsanwaltschaft München, Landes- und Bundespolizei und die Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung (BEU) untersuchen den Unfall. Die Fahrtenschreiber beider Triebwagen wurden sichergestellt, Zeugen wurden vernommen.

Update: 15. Februar, 14.51 Uhr

Tragischer S-Bahn-Unfall in Schäftlarn - Zug aus München hatte zehn Minuten Verspätung

Einer der beiden S-Bahnen, die bei dem Unfall in Schäftlarn kollidiertet, war verspätet. „Es gab bei einer S-Bahn Verspätung“, sagte Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizeiinspektion München, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach sei die S-Bahn der Linie S7 aus München Richtung Wolfratshausen etwa zehn Minuten zu spät gewesen. Der Grund sei jedoch noch unklar. Ob es einen Zusammenhang zu dem Unfall gebe, sei völlig offen, betonte Hauner.

Anwohner hatten berichtet, eine Bahn habe vergleichsweise lange am Bahnhof gestanden. Bei der Deutschen Bahn war in dieser Sache zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Unfall bei Schäftlarn - Strecke der S-Bahn München war elektronisch gesichert

Nach Angaben aus Bahnkreisen ist die Unfallstrecke der Münchner S-Bahn mit einer elektronischen Sicherung ausgestattet. Die Technik überwache den Zugverkehr und könne Züge im Notfall automatisch bremsen, hieß es am Dienstag.

Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ verfügte die eingleisige Strecke, auf der am Montag zwei S-Bahnen zusammenstießen, über ein Sicherungssystem der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB). Das System habe in der Unfallsituation angeschlagen und mindestens einen Zug gebremst.

Nach Worten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) prüfen die Ermittler derzeit, ob der frontale Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn durch menschliches Versagen verursacht wurde. Nach gegenwärtigem Stand gebe es keine Hinweise darauf, dass es um technisches Versagen gehe, sagte er am Dienstag der „Bild“-Zeitung“. Die Ermittlungen würden vor allem in Hinblick auf die Frage, ob es menschliches Versagen gab, konzentriert.

Die Deutsche Bahn teilte mit, die Untersuchungen liefen. Sie unterstütze die Ermittlungsarbeiten der zuständigen Behörden. Bei dem Zusammenstoß zweier S-Bahnen nahe dem Bahnhof Ebenhausen-Schäftlarn war am Montag ein Fahrgast ums Leben gekommen, 18 Menschen wurden verletzt.

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Polizei-Ermittlungen nach S-Bahn-Unfall bei München

Erstmeldung: 15. Februar, 13. 10 Uhr

Nach dem tragischen S-Bahn-Unfall bei München laufen die Polizei-Ermittlungen. Bei der Kollision zweier Züge auf der eingleisigen Strecke in Schäftlarn starb ein 24-jähriger Fahrgast und 18 weitere wurden verletzt.

Polizei-Ermittlungen nach tragischem S-Bahn-Unfall bei München - Ein Toter 18 Verletze nach Kollision in Schäftlarn

Wie die Polizei laut dpa-Bericht am Dienstag mitteilt, wurden bereits erste Zeugen vernommen und die Fahrtenschreiber beider Triebwagen seien sichergestellt worden.

Der Unfallort wurde für die Ermittlungen mit Drohnen aus der Luft fotografiert. Die Bilder sollen aber auch bei der Bergung helfen. Laut einem Polizeisprecher werde diese nicht vor Mittwoch beginnen.

Nach Worten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) prüfen die Ermittler derzeit, ob der frotale Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn durch menschliches Versagen verursacht wurde. „Ein technisches Problem wird derzeit ausgeschlossen“, sagte er am Dienstag der „Bild“-Zeitung“.

Bei dem Unfall auf der eingleisiger Strecke im Bereich des Bahnhofs Ebenhausen-Schäftlarn waren zwei mit 95 Menschen besetzte S-Bahnen im Berufsverkehr am Montagnachmittag gegen 16.35 Uhr frontal gegeneinander gestoßen. Mehrere Zugteile beider Bahnen sprangen aus den Gleisen.

Ein Fahrgast starb bei dem S-Bahn-Unfall und 18 Menschen wurden verletzt. Sechs Schwerverletzte seien noch in Kliniken, unter ihnen die beiden Lokführer, sagte ein Polizeisprecher. Sie seien noch nicht vernehmungsfähig. Zudem seien 25 Personen ambulant versorgt worden.

Zwei aufeinander geprallte S-Bahnen sind an der Unfallstelle in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn zu sehen.

Schwerer Unfall bei München - Polizei-Ermittlungen nach Zusammenstoß zweier S-Bahnen in Schäftlarn laufen

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. „Wir können dazu noch nichts sagen, wir sind mitten in den Ermittlungen“, sagte der Sprecher. Gutachter sollen die Arbeit unterstützen.

Die Staatsanwaltschaft München I, die gemeinsam mit der Polizei ermittelt, teilte mit: „Die Ermittlungen werden wie immer ergebnisoffen und mit Hochdruck geführt, es ist noch zu früh, weitere Informationen zu geben.“

Nach dem Zusammenstoß der S-Bahnen in Ebenhausen-Schäftlarn ist die Strecke zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen bis auf Weiteres gesperrt. Das gleiche gilt für die Bundesstraße, die knapp unter der Unfallstelle vorbeiführt.

Wie es hieß, muss nicht zuletzt die Statik des Bahndamms geprüft werden. Die Deutsche Bahn gab am Dienstag keine Prognose, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann. Vorerst liefen weitere Untersuchungen. Erst nach der Freigabe der Unfallstelle könne die DB mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten beginnen. Schäden an der Infrastruktur könnten erst abschließend begutachtet und behoben werden, wenn die Züge abtransportiert worden seien.

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Wolfratshausen und Höllriegelskreuth ist eingerichtet. Die S-Bahnen der Linie S 7 in Richtung Wolfratshausen verkehren bis Höllriegelskreuth und wenden dort vorzeitig.

Der Bürgermeister von Schäftlarn, Christian Fürst (CSU), zeigte sich tief betroffen. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Todesopfers und den Verletzten des Bahnunglücks in der Gemeinde Schäftlarn“, sagte er am Dienstag. Das schwere Unglück habe ihn sprachlos gemacht. Dank gelte den zahlreichen Rettungskräften, die schnellstens geholfen hätten.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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