Keine Tempo-30-Logos

KVR lehnt Kennzeichnung der Berger-Kreuz-Straße in Ramersdorf ab

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Auf der Berger-Kreuz-Straße wird es keine Tempo-30- Markierungen geben.

Auf der Berger-Kreuz- Straße in Ramersdorf wird es keine Tempo-30-Markierungen auf der Fahrbahn geben. Aber vielleicht ein Dialog-Display, das auf die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung aufmerksam macht.

2013 hatten die Anwohner aus der Hofanger- und Berger-Kreuz-Straße noch gejubelt. Zwei Jahre hatten sie gemeinsam mit der „Verkehrs- initiative Ramersdorf-Post“ um Tempo 30 auf den beiden Straßen gekämpft. Mit Erfolg! Die Hofanger- und fast die gesamte Berger-Kreuz-Straße wurden in die bestehende Tempo 30-Zone einbezogen. An allen Kreuzungen mit Querstraßen wurden entsprechende Schilder montiert. „Eine große Verbesserung der Lebensqualität im Viertel“, freute sich damals die Initiative, schließlich leide man schon lange unter dem dichten Durchgangsverkehr mit seinen überhöhten Geschwindigkeiten. Mit der Geschwindigkeitsbegrenzung werde es jetzt sicherer.

Auf der letztjährigen Ramersdorfer Bürgerversammlung dann die bittere Realität. Die 2013 eingeführte Tempo-30-Zone zeige keine Wirkung auf der Berger-Kreuz-Straße. Da die Straße vorfahrtsberechtigt und breit ausgebaut sei, seien die meisten Fahrzeuge viel zu schnell unterwegs. „Die Lärmbelästigung ist enorm und die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern gefährdet.“ Beantragt wurde die Erinnerung an Tempo 30 in regelmäßigen Abständen auf der Fahrbahn – eventuell sogar auf der südlichen Hofangerstraße bis zur Einmündung Schmidbauerstraße. Vom Kreisverwaltungsreferat kam die Ablehnung. Denn nach den einschlägigen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) werden Tempo-30-Zonen nur an den jeweiligen Ein- und Ausfahrten der Zone markiert. Zudem lag die „Raser“-Quote vergangenes Jahr mit rund zehn Prozent unter dem stadtweiten Durchschnitt.

Der BA versuchte es mit einer anderen Begründung. Die aktuelle Zone sei außergewöhnlich groß und aufgrund des Charakters der Straße könne der Autofahrer das Tempo 30 nicht so einfach erkennen, wenn er mal am Einfangsschild vorbei ist. Die Stadt möge nach Möglichkeiten suchen, die Fahrzeuglenker auf der Berger-Kreuz-Straße ans geltende Tempolimit zu erinnern.

Nutzt nichts, die Stadt pocht auf die Rechtslage durch die StVO. Möglicherweise könnte es jedoch ein Dialog-Display, also eine digitale Anzeige des gefahrenen Tempos, an der Straße geben. Der Stadtrat hat vor kurzem die Anschaffung solcher Anzeigen erlaubt. Für eine solche Anzeige im Dauereinsatz müsste das Gerät allerdings über das Bezirks- ausschuss-Budget finanziert werden. 

Carmen Ick-Dietl

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