DTB-Asse schlagen in Oberhaching auf

Tennisverband verlagert seinen Hauptsitz in den Landkreis München

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Seit 14 Jahren ist das Leistungszentrum des Bayerischen Tennisverbands in Oberhaching angesiedelt. Nun soll der Hauptsitz ebenfalls dorthin verlagert werden.

Das Leistungszentrum des Bayerischen Tennisverbandes (BTV) ist seit nunmehr 14 Jahren bei der Sportschule Oberhaching angesiedelt. Was nur wenige wissen: Die Tennis-Base ist zugleich einer von drei Bundesstützpunkten des Deutschen Tennis-Bundes (DTB). Nun soll das Gelände beträchtlich ausgebaut werden.

Tennis ist nach wie vor eine sehr beliebte Sportart in Bayern, auch wenn der Bayerische Tennisverband in den vergangenen Jahren mit schwindenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hatte. 2016 hingegen war ein gutes Jahr für den Tennissport. „Wir nennen das den Angelique-Kerber-Effekt“, sagt Geschäftsführer Peter Mayer und schmunzelt. Er fügt hinzu, dass es sich auf jede Sportart positiv auswirken würde, ein „Aushängeschild“ generieren zu können. Die Kunst bestünde jedoch darin, diesen Effekt nachhaltig weiterführen zu können. Da sei es eine Grundvoraussetzung, den Verband professionell aufzustellen und sich an die veränderten Anforderungen anzupassen. Aus diesem Grund nimmt der Verband rund vier Millionen Euro Eigenmittel in die Hand, um in den Standort Oberhaching zu investieren. Die Arbeit des Verbands solle effizienter gestaltet werden.

Zwei Standorte zu unterhalten, das Leistungszentrum in Oberhaching und die Zentrale im „Haus des Sports“ in München, sei auf Dauer zu zeit- und kostenintensiv, so Mayer. Folgerichtig werden sie zusammengeführt und der größte Tennis-Landesverband verlagert seinen Hauptsitz nach Oberhaching. Zudem folge man neuen Vorgaben der Betriebserlaubnisverordnung für das Tennisinternat, was dazu führe, dass die Unterbringungsmöglichkeiten der minderjährigen Athleten und der Profisportler erweitert werden müssten. Eine Praxis für Reha- und Physiotherapie sowie eine orthopädische Praxis sind ebenfalls Teil des neuen Konzeptes. Beides soll den Bürgern von Oberhaching ebenso zugänglich sein. Das Organisations- und Verwaltungsgebäude wird im östlichen Bereich des aktuellen Bestandgrundstückes errichtet. In Planung seien ferner der Neubau einer Zweifach-Tennishalle, einer Kleinsporthalle sowie ein Tennis-Sandplatz und ein Tennis-Hartplatz im Freigelände, um die Trainingsmöglichkeiten zu verbessern und den erhöhten Athleten- und Trainerzahlen sowie den steigenden Anforderungen in der leistungssportlichen Ausbildung Rechnung zu tragen. Oberhachings Bürgermeister Stefan Schelle findet es „toll, wenn ‚meine‘ Gemeinde mit dem Profisport in Verbindung gebracht wird“. Es sei sicherlich ein Ansporn, wenn die Größen des deutschen Tennis in Oberhaching trainieren. „Das kann sich auf den Breitensport hier am Ort durchaus positiv auswirken“, ergänzt Schelle. „Wir wünschen dem BTV, dass sich seine Erwartungen erfüllen und sie auch weiterhin erfolgreich bleiben.“

san

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