Vorsicht beim Schwammerlsuchen!

Sturm im vergangenen August richtete verheerende Schäden an

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Von der Linde am Sauerlacher Wasserhäusl steht nur noch der Stumpf (rechts neben dem Hydranten). Sie war am 18. August vom Sturm beschädigt worden und musste nun aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Bäume fielen auf Autos, versperrten Straßen und Schienenwege. Das Unwetter am 18. August hinterließ seine Spuren im Landkreis München. Noch sind nicht alle Schäden beseitigt. Vor dem Gemeinderat riet Bürgermeisterin Barbara Bogner daher dazu, Sauerlachs Wälder derzeit nur mit Vorsicht zu betreten.

„Unsere Wälder sind momentan noch nicht sicher“, sagte Bogner. Wer in diesen Tagen einen Ausflug plane, sollte dies mit besonderer Aufmerksamkeit tun. Vielen Bäumen sei nicht auf den ersten Blick anzusehen, dass sie vom Sturm geschädigt wurden. Beim kleinsten Windhauch könnten diese umfallen, warnte die Rathaus-Chefin. Die Aufräumarbeiten liefen auf Hochtouren, angesichts der Menge an Windbruch bräuchten diese aber einfach noch mehr Zeit. Selbst im Ort seien die Auswirkungen noch sichtbar: So hätten umfallende Bäume Gräber auf dem Friedhof beschädigt, berichtete Bogner. Auf dem Pendlerparkplatz nahe der A8 wurden zwei Pkw von herabgefallen, dicken Ästen beschädigt. Besonders traurig, so Bogner, sei jedoch, dass die große Linde am Wasserhäusl jetzt gefällt werden musste. Ein ortsbildprägender Baum, aus Gründen der Sicherheit: „Der Wurzelstock hatte sich durch den Sturm um etwa zehn Zentimeter gehoben“, so Bogner. Bei nächster Gelegenheit hätte die Linde das Wasserhäusl unter sich begraben können. Und der Künstlerkreis Feuervogel, der dort seine Ausstellungen präsentiert, hätte seinen Treffpunkt verloren.

WBV-Vertreter Johann Killer bestätigt die Lage der Wälder und schließt sich den Warnungen von Bürgermeisterin Barbara Bogner an.

Johann Killer, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung (WBV) Wolfratshausen, bestätigt auf HALLO-Anfrage die Lage der Wälder und schließt sich dem Urteil der Bürgermeisterin grundsätzlich an. Die WBV von 1949 zählt landesweit zu den ältesten Waldbesitzervereinigungen. Mitglieder sind mehr als 1200 private und kommunale Waldbesitzer mit einer Waldfläche von über 20.000 Hektar. Der Wirkungsradius der Selbsthilfeeinrichtung erstreckt sich über die Landkreise Bad Tölz – Wolfratshausen, München, Miesbach. Killer berichtet, er hätte den Bereich der Schotterebene abgefahren und sich ein Bild von der Lage gemacht. Das Unwetter im August sei im Vergleich zum Sturm Niklas vom April 2015 nicht so tragisch verlaufen. „Dennoch gibt es Bereiche, wo eine gewisse Vorsicht geboten ist“, urteilt Killer. Der Deisenhofener Forst zähle etwa dazu. Meiden sollten Schwammerl-Sucher und Wanderer stets gebogene Areale, angeknackste Äste und Stämme. „Absperrungen im Rahmen von Waldarbeiten dürfen auf keinen Fall missachtet werden“, so Killer. Erst neulich sei es in einem Wald bei Icking zu einem tödlichen Unfall gekommen. Der WBV-Vorsitzende appelliert grundsätzlich an die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Bürgers, keine Risiken einzugehen und mit offenen Augen durch den Wald zu gehen. 

krb

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