"wegen kreativer Differenzen"

Eklat beim neuen Bond-Film - Boyle verliert Regie

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Verabschiedet sich als Bond-Regisseur: Danny Boyle

Das stand so nicht im Drehbuch. Planänderung für 007: Der nächste James-Bond-Film wird doch nicht vom britischen Regisseur Danny Boyle gedreht.

London - Der Oscar-Preisträger sei "wegen kreativer Differenzen" aus dem Projekt ausgeschieden, hieß es am Dienstag auf der offiziellen 007-Website. Demnach waren die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sowie Hauptdarsteller Daniel Craig nicht mit Boyles Vorstellungen für den 25. Film über den britischen Kult-Spion einverstanden.

Wer den Film weiterführt, ist unklar

Das Branchenblatt "Variety" berichtete, Boyle habe gerade mit der Suche nach einem neuen Bond-Girl und dem Bösewicht in dem neuen Film begonnen. Wer den 61-jährigen Filmemacher ersetzt, wurde nicht mitgeteilt. Berichten zufolge hatten sich die Produzenten vor der Verpflichtung von Boyle an dem schottischen Regisseur David Mackenzie und dessen kanadischem Kollegen David Villeneuve interessiert gezeigt, der zuletzt "Blade Runner 2049" gedreht hatte.

Ob Boyles Ausscheiden den Filmdreh verzögert, teilten die Produzenten nicht mit. Im Mai hatte es geheißen, die Dreharbeiten sollten im Dezember beginnen. Der Film soll am 25. Oktober 2019 in Großbritannien und zwei Wochen später in den USA in die Kinos kommen.

Craigs letzter Bond Film

Craig will in dem Film nach eigenen Angabenzum letzten Mal James Bond verkörpern. Er spielte bereits in vier 007-Filmen die Hauptrolle: "Casino Royale", "Ein Quantum Trost", "Skyfall" und "Spectre". Es wird spekuliert, künftig könne der britische Schauspieler Idris Elba als erster schwarzer Schauspieler James Bond darstellen.

Boyle hatte seinen Durchbruch 1996 mit dem Drogen-Drama "Trainspotting". Dabei wie bei dem Nachfolger "T2 Trainspotting" und dem Abenteuerfilm "The Beach" mit Leonardo DiCaprio hatte Boyle mit dem britischen Drehbuchautor John Hodge zusammengearbeitet, der auch das Skript für den nächsten Bond-Film schrieb.

Boyles Film "Slumdog Millionär" wurde 2008 mit acht Oscars ausgezeichnet, darunter die Preise für den besten Film und die beste Regie. 2015 kam sein Film "Steve Jobs" in die Kinos, eine Biografie über den legendären Apple-Gründer.

AFP

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