Konrad Abeltshauser im Interview

DEL-Start 2021: „Es wird ein Hauen & Stechen“ - so geht Red Bull München in die neue Saison

Konrad Abeltshauser und der EHC Red Bull München starten in die DEL-Saison 2021.
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Konrad Abeltshauser und der EHC Red Bull München starten in die DEL-Saison 2021.
  • Marco Litzlbauer
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Die DEL startet in ihre 28. Auflage: Wie der EHC Red Bull München aufgestellt ist und warum es die härteste DEL-Saison seiner Karriere wird, verrät Koni Abeltshauser im Interview.

Laute Zuschauer statt leere, stumme Sitzschalen: Die Vorfreude auf die Fans ist bei Spielern und Verantwortlichen des EHC Red Bull München groß! Am Donnerstag, 9. September, sind die Münchner auswärts mit einem 4:1-Sieg bei Meister Berlin fulminant in die neue DEL-Saison gestartet. Am Sonntag, 12. September, steht das erste Heimspiel im Olympiapark an (14 Uhr gegen Köln).

Hallo München verlost Tickets fürs Spiel der Red Bulls am 19. September gegen Straubing

DEL-Start 2021: Red Bull München spielt vor bis zu 4129 Zuschauern in der Olympia-Eishalle

4129 Zuschauer dürfen dann in die Halle, das hat der Verein in enger Abstimmung mit den Behörden diese Woche bekannt gegeben. Im gesamten Stadion herrscht Maskenpflicht, außerdem braucht es einen 3G-Nachweis (geimpft, genesen oder getestet), einen gültigen Lichtbildausweis und es gibt personalisierte Tickets.

Und noch etwas wird anders sein: Erstmals seit vielen Jahren gibt es in der von 14 auf 15 Teams aufgestockten höchsten deutschen Eishockeyliga wieder mindestens einen sportlichen Absteiger. „Es wird ein Hauen und Stechen geben“, prognostiziert Manager Christian Winkler, da es auch für Team aus dem Tabellenkeller bis zuletzt um alles gehe.

DEL-Start 2021: Konrad Abeltshauser im Interview über Brüder und überkochende Emotionen

Kurz vor dem Abflug nach Berlin hat Hallo München Konrad Abeltshauser (F.: Red Bull München) telefonisch im Teambus auf dem Weg zum Flughafen erwischt und mit ihm über ein Team aus Brüdern, überkochende Emotionen und seine neue Frisur gesprochen.

Herr Abeltshauser, direkt vor dem Abflug nach Berlin: Wie ist die Stimmung? Kapitän Patrick Hager meinte auf der Pressekonferenz zur neuen Spielzeit: „Es gibt keine Nervosität, nur die pure Vorfreude.“
Besser kann man es nicht ausdrücken. Endlich geht es wieder los – und das auch noch mit Fans! Die Freude ist riesig.

Sie selbst hatten vergangene Saison zwei Knieverletzungen. Ist jetzt alles ausgestanden?
Was das angeht war das frühe Playoff-Aus von Vorteil. So hatte ich einige Wochen mehr Vorbereitungszeit und komme jetzt in einem Top-Fitness-Zustand zurück. Jetzt kann ich es kaum erwarten, dass die erste Scheibe endlich eingeschmissen wird.

Vermutlich das einzig Positive am frühen Playoff-Aus, oder?
Spieler, Management, Trainer: Alle haben gemeinsam diskutiert und alles hinterfragt. Wir mussten ständig umplanen, haben zudem in Bayern im Vergleich zu anderen extrem früh mit der Vorbereitung angefangen. Vielleicht waren wir da am Ende ein bisschen ausgebrannt. Auch die Fans sind uns abgegangen.

Konrad Abeltshauser: „Der Kasti bewegt sich auf sehr dünnem Eis“

Im Vergleich dazu: Wie ist die aktuelle Lage?
Super! Wir haben als Mannschaft schon einiges unternehmen können. Events, die Spaß machen, bei denen man zusammenwächst. Vergangenes Jahr konnte man ja nicht mal gemeinsam zum Essen gehen. Dabei geht es ja bei uns darum, dass die Truppe eigentlich wie Brüder zusammenwächst. Genau das spürt man jetzt.

Wer ist derzeit der Kabinen-DJ? Oder muss das erst noch ausgefochten werden?
Der Kasti (Maximilian Kastner, Anm. d. Red.) darf das aktuell vom letzten Jahr noch weiterführen. (Fängt an, lauter zu sprechen) Aber da bewegt er sich auf sehr dünnem Eis!

Er sitzt vermutlich gerade neben Ihnen?
Genau hinter mir (lacht).

Heuer wird das Vor-Corona-Format der DEL mit mindestens einem sportlichen Absteiger kombiniert. Ist das jetzt die idealste Version der DEL?
Ich persönlich bin schon ein Freund davon. Es bringt Extra-Spannung mit, weil es nicht nur oben brennt, sondern auch unten. Es geht für jeden ums Überleben.

Konrad Abeltshauser: „Das wird die härteste DEL-Saison seit ich dabei bin“

Manager Christian Winkler hat aufgrund der neuen Abstiegs-Regel ein „Hauen und Stechen“ prognostiziert. Kombiniert mit vier zusätzlichen Spielen durch Bietigheim als 15. Team: Wird es die härteste DEL-Saison aller Zeiten?
Seit ich dabei bin auf jeden Fall. Das wird man spüren. Keiner wird mit der Saison mental vorzeitig abschließen. Es wird gekämpft, gestochen, gebissen.

Erwarten Sie, dass es noch körperlicher wird?
Es wird mehr Emotionen geben und ab und zu wird man auch über das Ziel hinaus schießen. Eishockey ist ein harter Sport – darauf sind wir vorbereitet.

Ein harter Sport – mit einer langen Saison. Vier Spiele mehr in der Hauptrunde, dazu Champions League, EM und Olympia, da kommen manche auf knapp 100 Spiele. Bereitet man sich da anders vor oder bekommt man die Extrakörner hintenraus eher übers Mentale?
Jeder versucht, das Meiste rauszuholen. Während der Saison wird man die wenigen Pausen zum Durchschnaufen nutzen- Gleichzeitig muss man im Training Vollgas geben. Da ist von den Athletik-Trainern und dem Rest der Verantwortlichen viel Fingerspitzengefühl gefragt. Und wenn die Haxen dann doch schwer werden, dann werden uns die Fans schon nach vorne treiben.

Konrad Abeltshauser: „Meine Frau fand das nicht so witzig“

Stichwort Olympia und EM: Wie sehr ist die Nationalmannschaft für Sie noch ein Thema?
Es ist für jeden Sportler ein Traum und eine Ehre. Man hofft, dass man sich die Aufmerksamkeit des Bundestrainers erspielen kann. Mehr kann man nicht tun.

Ihre Frisur haben Sie dafür in der eigenen Hand. Die langen Haare sind jetzt einem guten Zweck zum Opfer gefallen. Es war zu lesen, dass sie nun erst mal kurz bleiben sollen...
Das mit den Haaren ist noch nicht so sicher. Ich habe meiner Frau gegenüber schon gescherzt, dass mein nächstes Haar-Projekt vielleicht ein Vokuhila wird – das fand sie nicht so witzig (lacht). Mal sehen. Im November kommt auf jeden Fall wieder ein Schnauzer, mit dem ich mich am „Movember“ beteilige, um auf die Vorbeugung von Prostatakrebs aufmerksam zu machen.

Die nächsten Heimspiele (Olympia-Eishalle, Olympiapark, Spiridon-Louis-Ring 3):

Sonntag, 19. September, 16.30 Uhr gegen Straubing,

Freitag, 24. September, 19.30 Uhr gegen Düsseldorf,

Tickets ab 19 Euro gibt es ausschließlich im Online-Shop der Red Bulls

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