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Aufi, aufi, auf den modernen Berg

Deutsches Theater: Kabarettist Ecco Meineke holt den „Watzmann“ nach München

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Der Münchner Ecco Meineke ist ein wahrer Allrounder: Kabarettist, Musiker und Songwriter.

Wolfgang Ambros’ „Der Watzmann ruft“ ist Kult – und inzwischen über 40 Jahre alt. Ecco Meineke bringt das Musical nun in einer radikal modernisierten Form auf die Bühne im Deutschen Theater.

Isarvorstadt – Über 40 Jahre hat Wolfgang Ambros’ Meisterwerk „Der Watzmann ruft“ nun schon auf dem Buckel. Seitdem wurde das Album als Musical unzählige Male auf Bühnen gebracht. 

Der Kabarettist Ecco Meineke will das satirische Alpendrama, in dem der „böse“ Watzmann imponiersüchtige Männer ins Verderben stürzt, vom Staub der Jahrzehnte befreien – mit einer Neuinszenierung am Deutschen Theater. 

Im Hallo-Interview verrät der 57-jährige Isarvorstädter, welche wahren Gefahren die Bergwelt heute birgt und was Britney Spears mit dem Musical zu tun hat.

von Sophia Oberhuber

Herr Meineke, Kult kann auch einfach fad und von vorgestern bedeuten. Brauchte „Der Watzmann ruft“ eine Neuinszenierung, um überhaupt noch zu funktionieren?
Das Stück war in die Jahre gekommen und nicht mehr hip genug, ohne dass man es verändert. Jetzt ist es aber meines Erachtens nach imminent wichtig, weil wir die Heuchelei, die betrieben wird, wenn man über Heimat und unsere Natur spricht, aufdecken kann.

Heuchelei?
Wer sich in die Berge begibt, sieht eine technokratische Hölle, einen Asphaltdschungel. Eine Blindheit gegenüber dem Klimawandel. Es ist nicht der Berg, der die Menschen verschlingt, sondern andersherum. „Der Watzmann ruft“ ist eine Geschichte mit einem Hintergrund, der damals parodistisch war, und es auch heute sein darf.

Ernste Themen, verpackt in Humor

Ist ein Musical das richtige Medium, um den Klimawandel als eines der wichtigsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit zu transportieren?
Als politischer Kabarettist kann ich zwei Stunden lang über den Klimawandel sprechen. Aber das hier ist ein Musical – mit einer langen Vorgeschichte und einer großen Fangemeinde. Die wollen in erster Linie lachen. Meine Kunstfertigkeit muss also darin bestehen, wie ich das wichtige Thema in einfache Worte und Bilder packen kann.

Haben Sie die Musik an das neue Konzept angepasst?
Mir war von Anfang an klar: Das Publikum will Ambros hören. Ich habe die Stücke zur neuen Geschichte passend verändert. Speziell bei der Gailtalerin habe ich mir erlaubt, Anleihen zu nehmen bei Beyoncé und Britney Spears.

Die Rolle der Gailtalerin ist erstmals mit einer Frau besetzt worden. War das nicht lange überfällig?
Man kann die Gailtalerin heute nicht mehr so spielen wie damals. Das, was früher rebellisch war, ist heute durchgesetzt. Du kannst dich heute als schwuler Mensch oder Transvestit in der Gesellschaft ganz normal bewegen. Außerdem ist diese Transvestitenrolle zu einem Altherrenwitz verkommen und das braucht unsere Gesellschaft wirklich nicht.

Die Satire soll bei der Neuinszenierung nicht im Vordergrund stehen. Sind Sie damit als Kabarettist zufrieden?
Ich glaube, es ist so genau richtig geworden. Und was ich gerne hätte, würde so nie im Deutschen Theater laufen (lacht)

Verlosung

Hallo verlost 5x2 Karten für die Premiere am Freitag, 26. Juli, um 19.30 Uhr im Deutschen Theater, Schwanthalerstraße 13.
Teilnahmeschluss ist am Freitag, 28. Juni.

Das Gewinnspiel ist beendet.
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