Thalkirchner Jazz-Pianist im Rennen um bundesweite Ehrung für Komponisten

Holt er den deutschen Musikautorenpreis nach München?

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Tim Allhoff vor dem Kiosk 1917 in Thalkirchen.

Thalkirchen – Fingerfertig an der Klaviatur, kreativ und erprobt mit Stift und Notenblatt: Tim Allhoff ist für den deutschen Musikautorenpreis nominiert – Hallo hat mit ihm gesprochen

Für seine Jazz-Kompositionen ist Tim Allhoff für den deutschen Musikautorenpreis nominiert. Im Hallo-Interview erklärt der 38-jährige Thalkirchner, warum er den Münchner Süden so liebt und was sein neues Album besonders macht.

Herr Allhoff, am Freitag ist Ihr neues Album „Lepus“ erschienen. Was kann der Hörer erwarten?
Es ist ein sehr buntes Album. Reiner Jazz und Funk-Tracks im Stil der 70er-Jahre treffen auf teilweise sehr ruhige Musik, die schon fast in Richtung Filmmusik geht. „Lepus“ ist anders als meine bisherigen Alben, weil es kein kompositorisches Konzept gibt. Ich habe ganz unterschiedliche Skizzen der letzten Monate gesammelt.

Wie ist Ihre Liebe zum Klavierspiel entstanden?
Das war eine ziemliche Eigendynamik. Ich bin in einem sehr musikalischen Umfeld aufgewachsen. Es gibt sogar Bilder von mir, wie ich als Kleinkind zu den Tasten des Klaviers hinaufgreife.
Später habe ich ein musisches Gymnasium besucht. Irgendwann war dann klar, dass Jazz meine Musikrichtung ist.

Zweiter Platz beim Gasteig Wettbewerb, Bayerischer Kunstförderpreis und 2011 der Echo: Neben solchen großartigen Erfolgen und Auszeichnungen, was sind die schönsten Momente als Künstler?
In meinem Leben als Musiker sind tatsächlich die schönsten Momente die, in denen ich ein neues eigenes Album das erste Mal fertig in den Händen halte. Da steckt jedes Mal so wahnsinnig viel Energie und teilweise jahrelange Vorbereitung drin. Das ist wie eine kleine Geburt, es dann das erste Mal fertig zu sehen.

Sie sind gebürtiger Augsburger. Was hat Sie nach München verschlagen?
Mein Studium. Inzwischen lebe ich seit zehn Jahren hier. Ich liebe Thalkirchen. Man kennt sich beim Bäcker und grüßt sich auf der Straße. Das Viertel ist gemütlich wie ein Dorf, aber in sechs Minuten ist man mit der U-Bahn am Marienplatz.

Interview: Sophia Oberhuber

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