Lampenfieber ist ein gutes Zeichen

Neue Moderatorin der „Sternstunden-Gala“: Sandra Rieß im Hallo-Interview

Sandra Rieß wird zum ersten Mal als Nachfolgerin von Sabine Sauer die „Sternstunden-Gala“ moderieren.
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Sandra Rieß wird heuer zum ersten Mal als Nachfolgerin von Sabine Sauer die „Sternstunden-Gala“ moderieren.
  • Claudia Theurer
    VonClaudia Theurer
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Sandra Rieß wird die Nachfolgerin der Moderatorin Sabine Sauer für die Benefizgala „Sternstunden“. In Hallo spricht sie über die Spendenaktion und warum Lampenfieber gut ist.

Als Nachfolgerin von Sabine Sauer tritt Sandra Rieß bei der Benefizgala „Sternstunden“ in große Fußstapfen. Am Freitag, 10. Dezember, moderiert sie zusammen mit Volker Heißmann die Sendung für das Bayerische Fernsehen. Wovor sie Bammel hat und was sie sich für die Zukunft wünscht, erzählt die 35-Jährige hier.

Frau Rieß, nachdem Sabine Sauer über 20 Jahre die „Sternstunden-Gala“ moderierte, treten Sie in deren Fußstapfen. Sind die groß?

Oh ja, sehr. Meine Strategie ist, möglichst nicht darüber nachzudenken. Zu viel über die eigene Außenwirkung zu grübeln macht unauthentisch – und das wäre an so einem Abend das Blödeste, was mir passieren kann.

Haben Sie Lampenfieber?

Immer. Ich denke mittlerweile aber, dass das ein gutes Zeichen ist und zeigt, wie wichtig mir der Job ist. Gar nicht aufgeregt zu sein würde bedeuten, dass einem das, was bevorsteht, egal ist.

Man kennt Sie ja schon aus der BR24-Rundschau und der Wirtschaftssendung „Plusminus“. Freuen Sie sich auf die neue Aufgabe?

Ja, total. Die „Sternstunden-Gala“ ist ja eine ganz besondere Sendung. Das ist ja nicht nur eine Show. Es geht vielmehr darum, Geld zu sammeln für Kinder, die es nicht einfach haben im Leben. Mein Ziel ist es, einen guten Abend für das Publikum, die Gäste, aber vor allen Dingen für die Kinder hinzukriegen. Letztes Jahr hatten wir den Rekord von 11,91 Millionen Euro Spenden – es wäre toll, wenn es dieses Jahr wieder eine Summe in dieser Liga wird.

Allmächd, zwei Franken moderieren die „Sternstunden-Gala“. Wird das gutgehen?

(lacht) Ich habe Volker Heißmann schon im Casting kennenlernen dürfen und bin überzeugt: Fürth und Nürnberg – das kann auch richtig gut harmonieren!  

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Sie haben ja mit ihm und behinderten Kindern Rollstuhl-Basketball trainiert. Wie war diese Erfahrung?

Die war sensationell. Wir beide hatten großen Respekt. Die Kinder selbst haben uns gezeigt, wie man im Rollstuhl fährt und sitzend den Ball in den Korb trifft. Und von einer Sekunde auf die andere war man nicht mehr mit irgendeiner Behinderung beschäftigt, sondern alle haben sich auf den Sport konzentriert.

„Von einer Sekunde auf die andere war man nicht mehr mit irgendeiner Behinderung beschäftigt, sondern alle haben sich auf den Sport konzentriert.“ - Sandra Rieß, Moderatorin der „Sternstunden-Gala“, über Rollstuhl-Basketball mit Kindern.

Ist Corona eine große Herausforderung für die ­Benefizaktion?

Auf jeden Fall. Kinder sind ja mit die Leidtragenden dieser Pandemie. „Sternstunden“ fördert auch ganz gezielt Projekte, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Dazu kommt, dass wir die Sendung nicht wie geplant mit Publikum in der Nürnberger Frankenhalle machen können, sondern unter strengen Auflagen in den BR-Studios in Unterföhring. Und glauben Sie mir, ich hatte mich sehr auf die Frankenhalle gefreut.

Warum?

Damit verbinde ich meinen ersten Konzertbesuch. Ich saß auf der Schulter meines Vaters und die Kelly Family trat auf. Dort als Moderatorin auf der Bühne zu stehen, hätte mir viel bedeutet.

Engagieren Sie sich persönlich für ein Projekt?

Ich bin Patin bei dem Projekt „BesonderHaut“, das ist ein dermatologisches Zentrum in München, das Kinder mit seltenen, angeborenen Hautkrankheiten betreut. Hier wird dank „Sternstunden“ jetzt noch zusätzlich eine Beratungsstelle für die betroffenen Kinder und ihre Eltern aufgebaut. Leider haben Kinder keine große Lobby.

Was kann man da ändern?

Corona hat aufgezeigt, dass auf Kinder zu wenig Acht gegeben wird. Es hat sich ja herausgestellt, dass es durch Lockdown und Schulschließungen zu Depressionen, Essstörungen und psychischen Schäden kommen kann und diese Kinder ganz besonders dringend Hilfe brauchen.

Bei den „Sternstunden“ treten ja viele Künstler auf. Auf wen freuen Sie sich am meisten?

Natürlich in erster Linie auf Patricia Kelly.  

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Was wird der schönste Moment für Sie sein?

Wenn wir am Ende der Sendung verkünden dürfen: „Und der Spendenstand beträgt…“ da krieg’ ich jetzt schon Gänsehaut!

Vor was haben Sie am meisten Bammel?

Eigentlich bin ich recht angstfrei, außer jemand käme noch auf die Idee, eine lange Showtreppe als Stolperfalle in unser Bühnenbild zu bauen...

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Dass ich in der BR24-Rundschau verkünden darf: Die Corona-Pandemie ist vorbei.

Zur Person

Die gebürtige Nürnbergerin Sandra Rieß pendelt regelmäßig zwischen ihren beiden Wohnsitzen Berlin und München. „Mit Zwischenstopp in Nürnberg, um meine Familie sehen zu können,“ wie die 35-Jährige verrät.

Ihre Karriere begann sie als Volontärin beim Frankenfernsehen in Nürnberg. 2011 und 2012 moderierte sie für den Bayerischen Rundfunk den „Starkbieranstich“ auf dem Nockherberg, danach, 2012 und 2013, den Bundesvision Song Contest zusammen mit Stefan Raab.

Zudem war sie ­Backstage-Moderatorin bei „Wetten, dass...?“. Seit 2019 präsentiert sie die „Rundschau“ für das Bayerische Fernsehen und seit Februar diesen Jahres die vom BR produzierten Ausgaben des Wirtschaftsmagazins „Plusminus“ in der ARD.

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