Sie greift nach der Schaumkrone

Wird sie Bayerns älteste Bierkönigin?

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Die Kandidatin aus der Maxvorstadt für die Bierkönigin 2019: Stephanie Tiling.

Maxvorstadt – Stephanie Tiling (48) ist Finalistin im diesjährigen Wettkampf um die Schaumkrone – Im Hallo-Interview spricht sie über den Wettbewerb und (natürlich) Bier

Vor zehn Jahren wurde die erste Bierkönigin gekürt, nun eilen aus ganz Bayern die Prinzessinnen, um sich zur diesjährigen Nachfolgerin wählen zu lassen. Auf die Siegerin warten Auftritte bei Messen und Umzügen sowie auf dem Oktoberfest. Außerdem eine Reihe von kleineren Sach- und Prestigepreisen. 

Von den 57 Bewerberinnen hat es dieses Jahr nur eine Münchnerin in das Finale geschafft (zum Vergleich: 2018 waren es drei): Stephanie Tiling aus der Maxvorstadt. Sie ist mit 48 Jahren auch die älteste Finalistin, die jemals im Wettbewerb angetreten ist. 

von Daniel Schubert

Sie sind die älteste Kandidatin – sehen Sie das als ihren Vor- oder Nachteil?
Bewusst ist mir das erst geworden, als mich Journalisten darauf angesprochen haben, dass sie noch nie eine Finalistin mit einer vier vorne gesehen haben. In jedem Fall habe ich ein paar Liter mehr Bier im Leben getrunken (lacht). Vielleicht auch Lebenserfahrung, oder das Glück, das Lebensgefühl länger aufsaugen zu dürfen. Es kann aber sein, dass mir ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Produkt wichtiger ist.

Wieso haben Sie sich entschieden zu kandidieren?
Ein Freund von mir spielt in einer Band. Als er ein Lied über Bayern schreiben wollte, hat er mich gefragt, was es für mich als Heimat bedeutet. Da habe ich ihm ein paar Sachen genannt. Er meinte daraufhin, ob ich nicht Lust hätte, mich als Bayerns Repräsentantin zu bewerben: Talent dazu hätte ich. Als ich zufällig einen Tag später im Radio dem Aufruf zur Bierköniginnen-Wahl hörte, habe ich mich informiert und festgestellt, dass das genau das ist, was ich machen möchte.

Warum möchten Sie gewinnen?
Ich komme aus München, da ist die Wiesn mein zweites Wohnzimmer. Als Bierkönigin darf ich beim Umzug und Events mit dabei sein – das würde mir wahnsinnig Spaß machen. Aber auch das bayerische Bier und die Kultur weltweit vertreten zu dürfen finde ich sehr spannend. Überall, wo die Bayern gemütlich zusammenkommen, ist ein Bier dabei, das will ich repräsentieren.

Und was macht eine potentielle Bierkönigin beruflich?
Ich bin in einer Firma, die in der Beratungsbranche ist. Personalentwicklung und Menschen sind mein Themengebiet.

Wenn Sie sich für ein einziges Bier für den Rest des Lebens entscheiden müssten, welches wäre es ?
Schwierig. Mit Augustiner verbinde ich viel, auch deswegen weil der Augustiner-Biergarten einer der meistbesuchten Münchens ist und das Bier früh im Freundeskreis Einzug gehalten hat. Aber auch das Spaten-Bier, durch den Anstich eine liebgewonnene Tradition, ist mir wichtig.

Wo genießt die potentielle Königin am liebsten Bier?
Ich bin viel im Münchner Umland. Eine Gipfelhalbe oder das erfrischende Bier am See ist für mich einfach am schönsten.

Ab dem 3. April ist es möglich, auf www.bayerische-bierkönigin.de abzustimmen. Wer die Schaumkrone bekommt, entscheidet sich am 16. Mai in München.

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