Stefanie Tischbierek löst Peter Pinck ab – nach sechs Jahren

Wechsel im ASZ Laim: Sie hat jetzt die Zügel in der Hand

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Zum Jahreswechsel gab Peter Pinck (63) die Leitung des Laimer Alten- und Servicezentrum (ASZ) an die Sozialpädagogin Stefanie Tischbierek ab.

Laim – Stefanie Tischbierek löst Peter Pinck ab und soll künftig neuen Wind in das Laimer Alten- und Servicezentrum (ASZ) bringen – Hallo hat mit den beiden gesprochen

Die letzten sechs Jahre führte Peter Pinck (63) das Laimer Alten- und Servicezentrum (ASZ) – jetzt gab er zum Jahreswechsel die Leitung an Stefanie Tischbierek (50) ab, die zuletzt im ASZ Moosach als Sozialpädagogin tätig war. Im Hallo-Interview sprechen die beiden über Vergangenheit und Zukunft.

Herr Pinck, Sie haben im September 2012 am Kiem-Pauli-Weg angefangen, nun gehen Sie in den Ruhestand. Was hat sich in den letzten Jahren im ASZ verändert?
Pinck: Mein Vorgänger war eineinhalb Jahre damit beschäftigt zu sanieren. Als ich angefangen habe, ging es ein Stück weit um Wiederbelebung, alles musste angekurbelt werden. Konkret haben sich im Laufe der Zeit deutlich mehr Veranstaltungen ergeben. Aber wir haben auch den Mittagstisch stabilisiert, Busreisen für unsere nicht so mobilen Gäste eingeführt und eine partielle Wochenend-Öffnung.

Frau Tischbierek, werden Sie das ASZ denn nun umkrempeln?
Tischbierek: Das nicht, aber jeder Mensch setzt andere Schwerpunkte. Ich möchte die Prävention noch weiter vertiefen. Das Wissen um das Thema „Alt werden“ ist wichtig für Senioren, selbst wenn sie jetzt noch fit sind. 

Vor welchen Herausforderungen werden Sie künftig stehen?
Tischbierek: Es werden immer mehr Senioren. Man braucht Ressourcen, um weiter Arbeit zu leisten. Auch das Ehrenamt muss professionell betreut werden. Und es wird eine neue Generation von Senioren kommen – diese sind vielleicht selbstbestimmter und motivierter. Auch darauf muss man eingehen.

Herr Pinck, wie würden Sie die Laimer beschreiben?
Pinck: Ich wohne ja im Lehel und sitze dort auch im Bezirksausschuss. Die Laimer sind stolz auf ihr Viertel. Im Lehel ist das durch die ganze Gentrifizierung weg. In Laim haben wir sehr heterogene Senioren. Nur weil jemand wirtschaftlich gut gestellt ist, kann er trotzdem seelisch arm sein, wenn er in seinem Häuschen vereinsamt. Unser Kunststück ist es, dass sich im ASZ alle aufhalten: Es ist ein gutes Nebeneinander, gegenseitige Akzeptanz und ab und an auch ein Miteinander.

Auf was freuen Sie sich nun im neuen Rentner-Dasein?
Pinck: Vor allem auf den Zuwachs an Zeit. Und auf die ganzen Bücher, die ich nun lesen kann. Außerdem wollte ich mich schon lange daran versuchen, ein Kabarettprogramm zu schreiben. Mal sehen, ob das nur eine Fantasie ist, oder ob ich das wirklich kann.

Werden Sie nun privat ein ASZ besuchen?
Pinck (schmunzelt): Da muss noch etwas Zeit vergehen, ich habe das ASZ noch nicht als Platz für mich entdeckt.
Tischbiereck (lacht): Das meinte ich, mit einer neuen Generation von Senioren!

Daniela Borsutzky

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