Was bringt 2019 Neues für den Stadtbezirk?

Laim: Die große Jahresvorschau der Bezirksausschuss-Vorsitzenden

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Mehr Aufenthaltsqualität soll der Willibaldplatz nach dem Umbau im Frühjahr erhalten.

Laim – Im neuen Jahr tut sich einiges im Münchner Westen: Auf dem Willibaldplatz in Laim rollen 2019 die Bagger an – Josef Mögele (SPD) erklärt die Hintergründe im Interview

Josef Mögele (SPD), Vorsitzender des Bezirksausschusses.

Welche Veränderungen es im Viertel geben wird und warum 2019 das Jahr der Baustellen in Laim wird, erklärt Viertel-Chef Josef Mögele (SPD):

  • Zweite Stammstrecke und Umweltverbundröhre:
    „Die vorbereitenden Maßnahmen für die Zweite Stammstrecke sind bereits erkennbar. Ab Herbst beginnt außerdem der Bau für die Umweltverbundröhre, dazu muss die Laimer Unterführung (kl. Foto oben) für rund sieben Wochen gesperrt werden. Die Umleitung für den Auto-Verkehr soll über die Friedenheimer Brücke laufen. Mir ist noch nicht klar, wie das funktionieren soll. Es ist ja auch der Schulverkehr von Neuhausen kommend betroffen und der Romanplatz ist ebenfalls dicht.“
  • Kanal und Wohnungen:
    „Vom Knie bis zum Laimer Kreisel wird außerdem weiter am Abwasserkanal gebaut. Es ist weiterhin mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen, zeitweise wird es nur eine Fahrspur geben. Und gegenüber vom Bahnhof, auf der anderen Seite des Laimer Kreisels, wird ein siebenstöckiger Gebäudekomplex gebaut. 2020 sollen dort dann Menschen in 203 Wohnungen einziehen. Ungünstig, dass alles gleichzeitig zamkommt – aber der Beton fliegt nunmal nicht mit der Drohne.“
Die Laimer Unterführung muss heuer für rund sieben Wochen gesperrt werden.
  • Verlängerung der U5 von Laim nach Pasing:
    „Heuer geht es in die nächste Phase: Die Pläne für die drei Bauabschnitte lagen bereits öffentlich aus und müssen jetzt von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden. Das Baureferat bereitet währenddessen die Ausschreibung vor. Los geht es aber nicht vor 2021.“
  • Neues Quartier an der Zschokkestraße und Kultur:
    „Mit dem Bebauungsplan für das Busdepot (Visualisierung: Laux Architekten) muss es jetzt weitergehen. Wir vom Bezirksausschuss wollten ja eigentlich mehr, aber das Gelände ist jetzt schon heillos überplant. Es gibt einfach zu wenig Platz im Viertel.
    Allerdings kommt an dieser Ecke heuer ein Kultur-Highlight auf uns zu, auf das ich mich schon besonders freue. Die Stadt prüft gerade noch das Zwischennutzungsprojekt an der Zschokkestraße, daher kann noch nicht viel verraten werden.
    2020 steht zudem die 120-jährige Eingemeindung Laims an, daher müssen wir uns heuer mit den Vorbereitungen für eventuelle Festlichkeiten beschäftigen.“
Noch dominiert auf dem Willibaldplatz Beton und Asphalt. Nach dem Umbau soll hier mehr Aufenthaltsqualität entstehen.
  • Parkraummanagement:
    „Wir brauchen eine Parkraumbewirtschaftung und wollen das Thema weiter vorantreiben. Dazu wird wohl auch eine Einwohnerversammlung nötig sein.“
  • Willibaldplatz:
    „Außerdem freue ich mich schon auf den neuen Willibaldplatz. Die Umgestaltung soll nach einiger Verzögerung nun starten. Es gab ein paar Änderungen, die Tram 29 kriegt beispielsweise eine Dauerhaltestelle. Ich erwarte, dass im Frühjahr die Bagger anrollen. Wir sind bemüht, dass der Platz mehr Aufenthaltsqualität bekommt. Das ist auch wichtig für die dort angesiedelten Geschäfte.“

Daniela Borsutzky

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