Tracht in Sicht

Konzert der Kastelruther Spatzen ins Frühjahr 2022 verschoben - Optimismus im Interview

Auch die Kastelruther Spatzen mussten dieses Jahr stumm bleiben.
+
Auch die Kastelruther Spatzen mussten dieses Jahr stumm bleiben.
  • Sabina Kläsener
    vonSabina Kläsener
    schließen

Stumme Spatzen: Auch die Südtiroler Volksmusiker mussten ihre Tournee dieses Jahr absagen. Warum er trotzdem optimistisch bleibt, welche Rolle das neue Album dabei spielt und warum er lieber die heile Welt besingt, verrät Norbert Rier, Sänger der Kastelruther Spatzen, im Interview.

Herr Rier, was gibt Ihnen Kraft in dieser Zeit ohne Konzerte und Festivals?
Kraft gibt uns die gute Luft und das schöne Wetter bei uns in Südtirol (lacht). Natürlich fehlen uns trotzdem die Konzerte und wir freuen uns, wenn wieder alles seinen gewohnten Weg geht.
Mit Ihrer bodenständigen Volksmusik pflegen Sie eine enge Fanbindung. Wie funktioniert das in Zeiten von „social distancing“?
Das ist natürlich eine komische Situation, so ganz ohne Fans. Speziell heuer, da ja auch schon das traditionelle Spatzenfest abgesagt wurde. Wir versuchen den Kontakt zu unseren Fans aber über Videobotschaften, Postkarten und Telefonate aufrechtzuerhalten. Und zum Trost haben wir eine neue CD veröffentlicht.
„Liebe für die Ewigkeit“ heißt Ihr neues Album. Im wirklichen Leben funktioniert das nicht immer. Zwischen Ihnen und Ihren Fans aber schon?
Ja, auf jeden Fall! Wir haben das Glück, sehr viele treue Fans zu haben, die von Anfang an hinter uns standen und uns immer unterstützen. In „Liebe für die Ewigkeit“ geht es ja auch um Beziehung und Partnerschaft. Dazu gehören vor allem gegenseitiges Respektieren und Akzeptieren.
In Ihren Texten besingen Sie gerne auch die heile Welt. Wie wichtig ist das in diesen Zeiten?
Sehr wichtig, das neue Album soll auch ein Lichtblick für die Zukunft sein, aufmuntern. „Aus Trümmern kann man Schlösser bauen“ ist zum Beispiel eines unserer Lieder, was da besonders gut passt. Dieses Motto sollte sich jeder ein bisschen zu Herzen nehmen.
Ihr neues Album stürmte die Charts. Was bedeutet Ihnen das?
Das Album ist überraschend super angekommen, das bedeutet uns natürlich sehr viel. Es ist ja auch eine Bestätigung, dass unsere Musik von vielen Leuten geschätzt wird.
Gibt es schon einen Song zur Corona-Krise?
Wir versuchen, die Leute von der Krise wegzuholen, damit sie auf andere Gedanken kommen. Also eine Art Ausflucht, Pause von der Realität bieten. Damit sich die Menschen auch selber aufbauen können.
Wie bereiten Sie sich auf den noch entfernten Tournee-Start vor?
Mit den intensiven Proben beginnen wir erst, wenn wir wissen, wann die Termine feststehen. Wir versuchen natürlich auch das nachzuholen, was dieses Jahr ausgefallen ist. Deshalb wollen wir für die neue Produktion auch Lieder von unserem letzten Album „Feuervogel flieg“ mit einbauen.

Hallo verlost 10x2 Tickets für das Konzert der Kastelruther Spatzen. Machen Sie mit beim Gewinnspiel!

Emma Schrauth

Auch interessant:

Meistgelesen

„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
Konstantin Wecker: „Denen geht es nicht um Freiheit für alle“
Konstantin Wecker: „Denen geht es nicht um Freiheit für alle“
Seiler und Speer: „Noch an Wiesn-Hit? Brauchen wir nicht!“
Seiler und Speer: „Noch an Wiesn-Hit? Brauchen wir nicht!“
„Der Riedl braucht keinen Karriereschub“
„Der Riedl braucht keinen Karriereschub“

Kommentare