Steffen Henssler im Gespräch mit Hallo München

„Finger verbrenne ich mir nur an der Pfanne“

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Ursprünglich wollte Steffen Henssler mit seiner Live-Show  am 1. und 2. Juni 2020 im Circus Krone, Marsstraße 43, Station machen. Die Auftritte wurden wegen der Corona-Pandemie jedoch auf den 5. und 6. Juni 2021 verschoben.

Steffen Henssler kommt mit seiner Live-Show nach München - Ersatztermine wegen Corona stehen fest -  der TV-Koch im Interview. 

  • Mit seiner Live-Show kommt Steffen Henssler nach München
  • Wegen der Corona-Pandemie mussten die Termine auf  den 5. und 6. Juni 2021 verschoben werden. 
  • Der TV-Koch im Interview

München - Im Fernsehen ist er fast täglich zu sehen, daher wird das auch seine letzte Tour sein. In seiner neuen Live-Show „Manche mögens heiß“ will der TV-Koch nichts anbrennen lassen. Ob es bei dem Titel auch um seine Vorlieben bei Frauen geht und was Gastro und Champions League gemeinsam haben, verrät der 47-Jährige im Interview. 

TV-Koch Steffen Henssler im Interview 

Herr Henssler, Ihr neues Programm heißt „Manche mögens heiß“. Haben Sie eine Schwäche für heiße Blondinen? 

Ich? Nein (lacht). Natürlich kenne ich den Film. Der Titel passt einfach gut, da es alles warme Gerichte sind.

Vom Film-Klassiker zu denen in der Küche. Macht man da als Koch einen Bogen herum oder sieht man es als Herausforderung? 

Klassiker haben ihren Grund, ihre Berechtigung. Das sind Gerichte, die über Jahrzehnte überdauern und gut schmecken. Da bin ich kein Freund von, wenn man anfängt die neu zu interpretieren oder dekonstruieren zu wollen.

Wobei verbrennen Sie sich die Finger? 

Höchstens mal an der heißen Pfanne, weil ich überall meine Finger reinstecke, um zu probieren. Aber das kommt mittlerweile seltener vor, da ich weniger am Herd stehe.

Aber die Hände erzählen mit ihren Narben eine Geschichte? 

Man erkennt einen Koch immer an den Händen und Unterarmen.

Wie bleibt man bei Stress in der Profi-Küche cool? 

Die gehobene Gastro ist wie die Champions League. Wer da zart besaitet ist, ist an der falschen Adresse. Es ist ein geiles Gefühl, wenn ein Rad ins andere greift. Man ist ja auch nicht alleine und hat diesen Zusammenhalt. Wir sind wie ein Team und das macht auch Spaß – man muss aber Bock drauf haben.

"Das ist bei mir genau andersherum, weil ich noch mehr Restaurants plane"

Gibt es Gerichte, die Ihnen nicht gelingen? 

Nein, denn was ich versuche, das kriege ich auch hin. Gut, es gibt Dinge, die ich weniger mache, wie Schmorgerichte.

Im Herbst waren sie auf intimer Clubtour, jetzt geht es zurück auf die große Bühne. Wie unterscheidet sich die Show? 

Eine große Tour hat andere optische Ansprüche, als wenn du vor 300 bis 400 Menschen stehst. Da braucht es eine Leinwand, Pyrotechnik. Das muss man ganz anders angehen, es sind größere Gesten gefragt. Es ist auch entertainiger. Aber auch die kleinere Show hat gut funktioniert und Spaß gemacht.

Es gibt reihenweise neue Kochbücher, zahlreiche Kochshows. Sie präsentieren auf der Tour neue, überraschende Rezepte. Woher nimmt man die Inspiration? 

Aus dem täglichen Leben. Wenn man irgendwo lang geht, eine Auslage beim Bäcker sieht und sich denkt, das ist ja eine interessante Kombination, dann probiert man es. Meine Küchenchefs haben ein großes Portfolio von mir mitbekommen, entwickeln das aber auch ständig weiter. Inspiration ist ein ständiger Begleiter im Alltag.

Wie schaltet man da mal ab? 

Ganz viel bei der Familie. Das wird meine letzte Live-Tour, weil ich gemerkt habe, dass der Aufwand einfach zu groß geworden ist. Das heißt jetzt noch mal Vollgas geben und genießen.

Es gibt Köche, die ihre Restaurants aufgeben, damit sie sich anderen Projekten widmen können. 

Das ist bei mir genau andersherum, weil ich noch mehr Restaurants plane. Zudem habe ich jetzt neu die tägliche TV-Show. Da hab ich schon genug zu tun.

Können Sie schon was zu den Restaurants verraten? 

Nein. Denn sonst macht es vielleicht noch ein anderer.

Die Konkurrenz immer im Blick – laut den Schlagzeilen geht’s unter den TV-Köchen, insbesondere zwischen Tim Mälzer und Ihnen, ruppig zu. 

Alles Schwachsinn. Das wird gerne aufgebauscht. Tim Mälzer und ich verstehen uns gut. Oft wird die Ironie dabei nicht verstanden.

Der TV-Koch Steffen Henssler - Zur Person 

Humor ist immer mit dabei: So kennt das Publikum TV-Koch Steffen Henssler.

Von „Die Küchenschlacht“ über „Schlag den Henssler“ bis zu „Grill den Henssler“: Sobald der Hamburger in einer TV-Show auftritt, geht’s ans Eingemachte. Auf den TV-Bildschirmen tauchte der am 27. September 1972 im Schwarzwald geborene Koch erstmals 2004 im NDR auf – zahlreiche sollten folgen. Sein neuester Coup: Bei „Hensslers Countdown – Kochen am Limit“ tritt er nicht selbst an den Herd, sondern moderiert auf RTL ein Kochduell dreier Kandidaten. Seiner Leidenschaft bleibt er bis heute treu: Nach einem Lotto-Gewinn besuchte er die Sushi-Akademie in Los Angeles. Als erster Deutscher machte er den Abschluss als „Professional Sushi Chef“ mit Bestnote. Die japanische Küche sowie die kalifornischen Einflüsse sind bis heute auch in seinen Restaurants vertreten. Neben dem „Henssler & Henssler“, „ONO“ sowie „Ahoi“ besitzt er auch das Restaurant „Henssler Go“ – Fortsetzung folgt!

Ursprünglich sollte Henssler am 1. und 2. Juni 2020 im Circus Krone, Marsstraße 43, in München auftreten. Die Auftritte wurden wegen der Corona-Pandemie jedoch auf den 5. und 6. Juni 2021 verschoben. Hallo verlost unter seinen Lesern Karten für den kulinarischen Abend. 

Sabina Kläsener

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