Olivia Pascal im Gespräch mit Hallo

Helmut Fischer – immer noch präsent

Schauspielerin und Agentin Olivia Pascal (63) im Interview bei Hallo.
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Schauspielerin und Agentin Olivia Pascal (63) im Interview bei Hallo.

Hallo hat die Schauspielerin  Olivia Pascal interviewt. Wie sie es schafft, mit ihrem verstorbenen „Monaco Franze“-Kollegen in Kontakt zu bleiben und was sie außerdem noch vor hat...

  • Schauspielerin Olivia Pascal (63) im Interview mit Hallo München.
  • Wie sie mit dem Hauptdarsteller Helmut Fischer über den Tod hinaus verbunden ist.
  • Die Schauspielerin und Agentin von A bis Z.

München – Wer in der Corona-Zeit mal wieder die Münchner Kult-Serien der 80er-Jahre angeschaut hat, blieb an ihr hängen: 

Sie war die Christl in „Irgendwie und sowieso“ oder die junge Jacqueline, die den „Monaco Franze“ in eine Midlife Crisis stürzte. Seit damals ist Olivia Pascal Hauptdarsteller Helmut Fischer verbunden geblieben – über dessen Tod hinaus. 

„Ich denke so oft an ihn und unsere Gespräche, dass er noch immer sehr präsent in meinem Leben ist“, so die Thalkirchnerin, die heute in Serien wie „Sturm der Liebe“ oder „Team Alpin“ zu sehen ist. 

Ihr zweites Standbein seit acht Jahren ist ihre eigene Agentur, in der sie Schauspieler wie Monika Baumgartner, Sepp Schauer, Götz Otto, Christian Kohlund oder Patrick Lindner vertritt. Was sie außerdem noch vorhat und um wen sie trauert, lesen Sie hier.

Schauspielerin und Agentin Olivia Pascal (63) von A bis Z

Agentur: Meine Agentur „Opal“ besteht seit acht Jahren. Ich vermittle Schauspieler, Referenten und Models.

Bogner, Franz Xaver: Er sagte mir einmal, das ich die Christl in „Irgendwie und Sowieso“ genauso gespielt habe, wie er sie im Kopf hatte. Anstrengend war es immer dann, wenn er nachts noch Szenen umgeschrieben hatte, die zwei Stunden später gedreht wurden...

Corona: Ich habe den Eindruck, das Alle Nichts wissen. Was die Politiker falsch machen ist, dass die Kulturschaffenden, wie so oft, komplett durch das Raster fallen.

Deutschland in den letzten 30 Jahren: Mit Demut kann ich sagen, dass ich in der besten Zeit groß geworden bin. Vieles hat sich verändert, nicht nur zum Positiven...

Endlich nicht mehr vor der Kamera: Das Eine schließt doch das andere nicht aus.

Fußball, rot oder blau? Ich bin kein Fan. Früher, als der Kommerz noch nicht im Vordergrund stand, bin ich öfter ins Stadion gegangen.

Gemein sind Menschen, die durch ihre eigene Beschränktheit andere mobben, ausgrenzen, rassistisch motivierte Untaten begehen und sich nur am eigenen Vorteil orientieren.

Harmoniesüchtig: Bin ich nicht. Harmonie ist wunderbar, also such ich diese zuerst mit und in mir. Aber mit meiner Meinung hinter den Berg halten, nur dass die Harmonie nicht gefährdet ist? Nicht bei mir.

Irgendwie und sowieso: Durch unsere immer noch riesige Fangemeinde bleibt die Serie allgegenwärtig.

Jugend: Oft vermisse ich bei ihr die Leidenschaft für eine Sache. Ich bin froh, dass ich ohne „social media“ aufgewachsen bin...

Kontakt zu alten Kollegen: Ottfried Fischer ist immer noch einer meiner wichtigsten Freunde und Wegbegleiter. Mit dem verstorbenen Helmut Fischer bin ich auch in Kontakt geblieben. Verrückt? Für mich nicht. Er ist immer noch sehr präsent in meinem Leben...

Lausdeandl: Meine Eltern gaben mir den Spitznamen „Sonnerl“. Das sagt eigentlich schon viel aus, oder?

München: Ich empfinde mich als Kosmopolitin. Wäre ich nur München verbunden, würde mir etwas fehlen.

Not: Bei all dem Elend in der Welt – wie könnte ich da behaupten, dass ich jemals Not gelitten habe?

Oktoberfest: Ich gehe seit Jahren nicht mehr hin. Zu wenig Tradition, zu viel saufen, zu teuer.

Pause: Wenn es den wirtschaftlichen Aspekt und die damit verbundenen Zukunftsängste nicht gäbe, wäre es nicht hart für mich. Wir Freiberufler sind ja mit „Pausen“ vertraut.

Querdenker: Ich liebe Karl Valentin. Seine Sprüche mussten schon oft für Geburtstagsgrüße herhalten, auch im Ausland – also Berlin oder Hamburg...

Riecher, für was den richtigen? Die passenden Menschen zusammenführen. Das ist für meine Tätigkeit als Agentin äußerst hilfreich.

Süden: Ich bin schon eher ein „Südling“, auch wenn der Norden sehr viel Reizvolles zu bieten hat.

Trauer: Um meine wundervollen Eltern, meine süße Tante Elli, die ich zehn Jahre lang versorgt habe und die vor zwei Jahren mit 95 Jahren verstarb, aber auch um Freunde und ebenso geliebte tierische Wegbegleiter.

Umwelt: Ich bin freundlich zu ihr. Hebe fremden Müll auf und habe kein Auto mehr.

Vertrauen ist wichtig, weil alles andere nur mir selbst schaden würde.

Wunder: Das Leben an sich ist ein Wunder, auch wenn man es wissenschaftlich erklären kann. Ich hoffe auf „Wunder“, verlasse mich aber nie darauf.

Xenophil: Bei meinen viele Reisen habe ich so viel Gastfreundschaft erfahren – ich würde mich schämen, wenn ich den Leuten nicht ebenso offen begegnen würde.

Yoga: Nein, aber einer meiner Seelengefährten ist Yogameister, vermutlich werde ich in naher Zukunft auch Yoga mit ihm teilen.

Ziele: Weiterhin mit offenen Augen und Ohren gelassen durchs Leben gehen. Und: meine Bücher zu Ende schreiben.

Claudia Theurer

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