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Konstantin Wecker im Interview über eine gewaltfreie Welt und seinen 75. Geburtstag im Circus Krone

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Von: Sebastian Obermeir

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Mit Künstlern seines eigenen „Sturm & Klang“-Labels feiert Konstantin Wecker seinen 75. Geburtstag im Circus Krone.
Mit Künstlern seines eigenen „Sturm & Klang“-Labels feiert Konstantin Wecker seinen 75. Geburtstag im Circus Krone. © Thomas Karsten

Konstantin Weckers Geburtstag wird traditionell im Circus Krone gefeiert, so auch sein 75. - Das „Sturm & Klang Festival“ soll ein Fest für den Frieden werden.

Seit über einem halben Jahrhundert singt ­Konstantin Wecker gegen den Krieg an. Beim Geburtstagsfest zu seinem 75. begleiten ihn dabei Künstler seines eigenen „Sturm & Klang“-Labels. Hallo hat ihn gesprochen. 

Wir verlosen Karten für Konstantin Weckers „Sturm & Klang Festival“ im Circus Krone.

Herr Wecker, als überzeugter Pazifist betrachten Sie den Krieg in der Ukraine bestimmt mit noch größerer Sorge als wir ohnehin alle.

Das könnte man so sagen, ja.

Die Utopie einer gewaltfreien Welt lassen Sie sich aber nicht nehmen?

Nein. Für mich als Künstler ist es unglaublich wichtig, die Idee des Frieden-Schaffens ohne Waffen weiterzutragen. Die Menschheit kann nicht überleben, wenn es nicht eine pazifistische, eine friedliche Welt geben wird. Die große Chance ist, und das wird leider selten thematisiert: Es gibt eine starke pazifistische Bewegung in der Ukraine selbst. Auch in Russland. Eine große Chance zur Beendigung des Vietnamkriegs war, dass viele US-Soldaten desertiert sind. Wir sollten also nicht nur die Tore für geflüchtete Ukrainerinnen öffnen, sondern auch für desertierende Soldaten.

Lassen Sie uns das Thema wechseln: Sie werden im Juni 75, gefeiert wird bei einem Konzert im Circus Krone.

Als 30-Jähriger bin ich schon dort aufgetreten, hab dort die Stones und die Beatles gesehen. Ich hab meinen 70., meinen 60. dort gefeiert, ich glaube auch den 50. Geburtstag. Auf dieser Bühne habe ich mit so vielen wunderbaren Künstlern zusammenspielen dürfen.

Jetzt haben Sie die Künstler Ihres Labels „Sturm und Klang“ dazu eingeladen. Ein Geburtstag im Kreis der Liebsten sozusagen.

Es ist wie ein kleines Familienfest, ja. Das Motto meines Lebens war immer: „Ich singe, weil ich ein Lied hab, nicht weil es euch gefällt.“ Diese Künstler singen auch, weil sie eine Botschaft haben und nicht, weil sie reich und berühmt werden wollen.

Was brauchen Musiker neben einer Botschaft noch, um Teil der Wecker-Familie zu werden?

Die Musik muss mir schon auch gefallen! Zu 99 Prozent haben sich die Künstler beworben, um zum Label zu kommen. Einige haben auch tolle Neuinterpretationen meiner Lieder gemacht. Sarah Straub singt teils Lieder, die ich vor ihrer Geburt geschrieben habe. Dass meine Lieder so in neue Generationen hineingetragen werden, ist wunderbar.

Und jetzt treten Sie gemeinsam auf.

Ich werde sehr viele meiner Lieder spielen. Die Label-Künstler werden miteinander musizieren, ich werde mit ihnen gemeinsam musizieren. Dabei bilden Jo Barnikel, Fanny Kammerlander und ich als „Wecker Trio“ quasi die Basis.

Wir verlosen Karten für Konstantin Weckers „Sturm und Klang Festival“ im Circus Krone.

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