Katharina Müller-Elmau im Gespräch mit Hallo München

Katharina Müller-Elmau: „Das neue Duo im Revier ist explosiv!“

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Endlich wieder schräge Krimi-Storys aus Bayerns Kult-Revier: Franz Hubert (Christian Tramitz) muss in der neuen Staffel ohne seinen Partner Staller auskommen. Und die neue Revierleiterin Sabine Kaiser (Katharina Müller-Elmau) sorgt für Ordnung.

Sie ist regiert nun das Revier: Katharina Müller-Elmau ist die Neue in der Kultserie „Hubert & Staller“. Wie sie künftig das berühmteste Revier Bayerns leiten wird und warum München besonders sicher ist

In der wohl legendärsten Polizeidienststelle brodelt es: Hubert muss in der achten Staffel ohne Staller auskommen. Dafür bekommt er plötzlich eine Chefin. Vor welchen Herausforderungen die Neue im Team steht und warum die Münchnerin auch abseits der Rolle als Revierleiterin mit Serienmördern zu tun hat, verrät sie im Hallo-Interview. von SEBASTIAN OBERMEIR

Frau Müller-Elmau, München ist die sicherste Großstadt Deutschlands. Leistet die Polizei hier so gute Arbeit?
München ist ein Pflaster, wo die Leute nicht hinkommen, um Rabatz zu machen. Es ist also vielleicht weniger die Polizei als die Bürger, die den Unterschied machen.

Was war Ihre jüngste Begegnung mit der Polizei?
Hmm, das muss lange her sein. Außer, dass man sie in München natürlich tagtäglich in einem gesteigerten Maße sieht. „Man hat mich ertappt, als ich den Leichnam meines Mannes verscharren wollte“ – das kann ich Ihnen nicht als Geschichte bieten (lacht).

Das wäre ja umso schlimmer und skandalöser, jetzt in Ihrer Rolle als Revierleiterin.
Wenn ich eine Leiche sehen würde, könnte ich wahrscheinlich sechs Monate nicht schlafen. Ich bin das totale Weichei. Allerdings muss ich gestehen, dass ich eine ganz merkwürdige Faszination verspüre, wenn es um Serienmörder geht. Über Fälle wie den des Amerikaners Jeffrey Dahmer lese ich mit fast wissenschaftlichem Interesse und frage mich: Was bringt einen Menschen dazu, das zu tun?

Ist das auch der Aspekt, der das Krimi-Genre so erfolgreich macht?
Man hat das Gefühl, 90 Prozent des Fernsehens bestehen aus Krimis. Und da gibt es immer Extreme – etwa Mörder. Das Publikum kann die im Alltag sonst unbeleuchteten Facetten der menschlichen Seele beobachten. Die Menschen können mitfiebern und am Schluss hat das Ganze immer Konsequenzen. 

„Die größte Sorge der Revierleitung ist: Was treibt der Hubert mit dem Girwidz“

Oder eben genau nicht.
Genau! Das hat mich schon als Kind fasziniert. Mein Vater war auch Schauspieler. Er stirbt auf der Bühne und im nächsten Moment lebt er wieder. Was für ein Augenblick! Das wollte ich auch.

Bei einer Theaterfamilie in dritter Generation scheint die Laufbahn ohnehin etwas fixiert.
Fixiert war sie nicht. Von daheim hat mich niemand gezwungen. Aber die Schauspielwelt ist immer eine eigene. Die Theaterleute und Schauspieler ticken echt anders. Das liebe und brauche ich. Wenn ich wieder in meinen Alltag zurückkomme, denk ich mir: Da fehlt doch was... Ich fühle mich dann schnell wie ein Fisch ohne Wasser.

Katharina Müller-Elmau über hre neue Rolle in der kultigen TV-Krimi-Serie: „Letztendlich lernt die Revierleiterin von Hubert und Girwidz – und das ist das Absurdeste.“

Zurück zur Polizei: „Hubert und Staller“ startete bereits 2011 (Hallo verlost DVD-Boxen). Mit welchem Gefühl geht man in so ein Projekt?
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und eine große Lust. Ich finde die Idee, dass Girwidz degradiert wird und deshalb eine neue Chefin her muss, herrlich.

Was wird Revierleiterin Sabine Kaiser beschäftigen?
Die größte Sorge der Revierleitung ist: Was treibt der Hubert mit dem Girwidz. Das ist ja ein leicht explosives Duo aufgrund ihrer Verschiedenheit.

Wie sorgt Revierleitung Kaiser für Ordnung?
Sie versucht, das Chaos zu entwirren. Mit dem Hindernis, dass man von Fall zu Fall darauf hingewiesen wird, dass diese chaotische Arbeitsweise vielleicht auch das Erfolgsrezept ist. Und von außen staunt man dann immer. Wie kann das überhaupt funktionieren? Um Gottes Willen, was machen sie denn jetzt? Und am Ende kommt was Gutes raus. Letztendlich lernt sie ausgerechnet von denen und das ist das Absurdeste.

Ihr Urgroßvater, der Philosoph Johannes Müller, gründete Schloss Elmau. Haben Sie dort noch ein Zimmer?
Ich bin öfter dort. Aber Zimmer habe ich keines. Unsere Familie ist sehr groß, wenn wir alle ein Zimmer hätten, dann gäbe es keine Hotel-Gäste. Wir müssten sogar noch anbauen. Aber ich habe dort einen Ort, wo ich sein kann.

Hallo München verlost fünf DVD-Boxen der Kult-Krimi-Serie „Hubert und Staller“.

Zur Person

Geboren wurde Katharina Müller-Elmau am 13. September 1965 in Göttingen – heute ist sie im Lehel zuhause. Und in der Krimi-Welt wie sie im Interview verrät: „Es gibt ja diese ganzen tollen Serien, die in den letzten Jahren gemacht worden sind. Davon bin ich ein großer Fan. Angefangen von der Drama-Serie ‚Sopranos‘ bis zu ‚Breaking Bad‘“. 

Selbst stand sie 1983 erstmals vor der Kamera – seitdem hat sie in über 50 TV- und Kinofilmen gespielt. Von 1988 bis 1997 war sie am Residenztheater engagiert, wo sie auch die Musik zu drei Inszenierungen komponierte. Auch heute findet Müller-Elmau fast täglich Zeit für die Musik: „Ich spiele viel Gitarre und ab und zu spiele ich noch Schlagzeug. Musikmachen bringt’s. Dann kann ich den Kopf total ausschalten.“

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