„Manchmal ist alles blöd“

Positiv aus dem Lockdown: Claudia Koreck über ihr neues Album und wie sie die Pandemie erlebt hat

Claudia Koreck verrät im Interview mit Hallo, wie das Album ihrer neuen CD entstanden ist und wie sie die Zeit des Lockdowns erlebt hat.
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Claudia Koreck verrät im Interview mit Hallo, wie das Album ihrer neuen CD entstanden ist und wie sie die Zeit des Lockdowns erlebt hat.

Claudia Koreck nutzte den Lockdown für eine neue CD. In Hallo spricht sie über ihr neues Album und welche Eindrücke sie und ihre Familie aus der Corona-Zeit mitnehmen...

Mit ihrem neuen Album „Perlentaucherin“ veröffentlicht Claudia Koreck zwölf selbstgewählte Perlen der deutschen Pop-Musikgeschichte in ihrem eigenen Stil. Im Interview erzählt sie, wie das Album entstanden ist und wie sie Homeschooling und Ehe in der Zeit des Lockdowns erlebt hat.

Frau Koreck, „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller, „Rock me Amadeus“ von Falco und „Ohne Dich“ von Rammstein. Wie passt das zusammen?

Der rote Faden ist die Art, wie wir das Album produziert haben. Der Sound ist sehr reduziert, das hält das Ganze zusammen. Deswegen kann auch ein Rammstein-Song neben einem von Reinhard Mey stehen.

Wie kam es zur Songauswahl?

Ich höre nicht eine bestimmte Musikrichtung. Ich mag vieles und dann waren da keine Grenzen gesetzt. Wir haben Songs ausprobiert und wenn der Funke übergesprungen ist und ich was Eigenes dazugeben konnte, haben wir weitergemacht.

Mit „wir“ meinen Sie sich und Ihren Mann und Produzenten Gunnar Graewert. Wie sah der Arbeitsalltag im Lockdown aus?

Ohne Corona hätte es dieses Album so bestimmt nicht gegeben. Es ist tatsächlich daraus entstanden, dass Gunnar und ich letztes Jahr noch mehr als sonst zusammengearbeitet haben, weil wir die Konzerte, die es gab, nur in der Besetzung zu zweit gespielt haben. So kam es zum reduzierten Sound.

Wie geht es Ihren Kindern damit, dass Sie als Eltern zur Zeit viel zuhause sind im Vergleich zum Alltag mit vielen Konzerten?

Sehr gut! Wenn wir sonst für die Konzerte unterwegs waren, waren die beiden bei Oma und Opa. Das fällt jetzt weg und wir sind uns sehr nah. Das ist für uns und die Kinder eine schöne Situation und die beiden genießen es total. Wir kriegen mehr mit und haben ein tolles Verhältnis.

Und das Homeschooling hat sich mittlerweile auch etwas eingespielt, oder?

Ja, aber man schluckt eben die Kröte. Wir müssen arbeiten, die Kinder brauchen aber auch Hilfe und da muss man da sein. Wenn die Stimmung schlecht wird, versuche ich, gelassen zu bleiben. Es ist aber nach wie vor eine Herausforderung. Meine Tochter ist Erstklässlerin und kennt die Schule noch gar nicht. Das ist oft schwierig. Da bin ich richtig stolz, dass mein Sohn die vierte Klasse schon recht selbstständig managt.

Es klingt, als ob Sie trotz allem viel Positives aus dieser Zeit mitnehmen.

So viel Zeit mit der Familie hätte ich sonst nicht gehabt. Es ist schön und wichtig, mal ein bisschen Druck rauszunehmen. Da merkt man wieder, wie sehr man die Musik liebt und dass man gar nichts anderes machen möchte. Das heißt nicht, dass es immer gleich gut funktioniert, in Situationen das Positive zu sehen. Es ist auch mal alles blöd. An der Musik zu arbeiten hilft mir aber aus den kleinen Tiefs heraus.

Die Cover-Versionen des neuen Albums singen Sie auf Hochdeutsch, sonst aber meist im Dialekt. Kam es nie in Frage, die Songs ins Bairische zu übersetzen?

Für mich wäre es ein komisches Gefühl gewesen, diese bekannten Songs auf Bairisch zu singen. Das hätte den Songs zu viel von ihrem Originalsound genommen. Das sind einfach zwei unterschiedliche Arten, die Sprache zu verwenden. Für mich hat sich nicht erschlossen, warum ich die Lieder auf Bairisch singen soll, ich kann ja auch Deutsch (lacht).

Ihre Fans können sich aber auch wieder auf eigene Dialekt-Songs freuen?

Es haben bestimmt viele Angst, dass ich jetzt nicht mehr Bairisch singe, aber da kann ich die Leute beruhigen. Für mich ist es wichtig, dass ich mich nicht einschränke. Gerade arbeite ich an einem neuen Projekt, bei dem es um die Natur geht, ums Natur-Anschauen und wie sie sich verändert. Da gibt’s auch wieder was Bairisches. Das dauert aber noch ein bisschen.

Älteres Interview mit Claudia Koreck: Wieder auf der Bühne – Was für ein Gefühl!

Verlosung

Hallo verlost fünf Exemplare der neuen CD „Perlentaucherin“ von Claudia ­Koreck.

Einsendeschluss: 13. Juni.

Neues Album „Perlentaucherin“ von Claudia Koreck

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Katharina Kohler

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