Lernen im Flur und viele Experimente

So innovativ wird das neue Gymnasium in Freiham

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Im dem Gebäudekomplex werden bald eine fünfzügige Grundschule, ein Sonderpädagogisches Förder- und Kompetenzzentrum, eine Doppelsporthalle, eine fünfzügige Realschule und ein sechszügiges Gymnasium beheimatet sein.

Freiham – Thomas Schranner (48) wird ab September der erste Schulleiter des neuen Gymnasiums in Freiham. Welche Ideen er mitbringt und welche Herausforderungen er sieht erklärt er im Hallo-Interview

Thomas Schranner wird der Rektor des neuen Gymnasiums Freiham. Der 48-jährige Fürstenfeldbrucker ist seit zehn Jahren stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Olching und unterrichtet dort seit 20 Jahren Geografie, Wirtschaft und Recht sowie Wirtschaftsinformatik. Im Hallo-Interview erklärt er, was das Besondere an seiner neuen Schule ist. von Andreas Schwarzbauer

Warum haben Sie sich um die Stelle beworben?
Am Gymnasium Freiham besteht die Möglichkeit, moderne pädagogische Konzepte umzusetzen. Der Aufbau von Grund auf ist sehr spannend. Eine Schule zu schaffen, in der sich Schüler wie Lehrer wohlfühlen, ist das Ziel.

Der neue Rektor des Gymnbasiums,Thomas Schranner, freut sich ab September auf dem Schulcampus in Freiham zu arbeiten.

Was ist das Besondere am Freihamer Gymnasium?
Es gibt drei große naturwissenschaftliche Bereiche zum freien Experimentieren mit jeweils 60 Arbeitsplätzen. Außerdem hat die Schule breite und helle Flure, die wir als Unterrichtsraum nutzen wollen. Es sollen eher ruhige Bereiche für Einzel- oder Partnerarbeiten sein. Durch den Sportpark haben wir viel Hallenkapazität, ein Schwimmbad und ausreichend Freisportanlagen.
Auch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Schularten auf dem Campus ist etwas Besonderes. Überhaupt freue ich mich darauf, das Flair auf einem Campus zu erleben, aber gleichzeitig durch die einzelnen Lernhäuser in kleinen schulischen Einheiten eine familiärere Atmosphäre schaffen zu können.

Welche Herausforderungen ergeben sich daraus, dass die Schule komplett neu ist?
Es ist viel Planungsarbeit nötig. Gespannt bin ich, wie viele Schüler aus benachbarten Gymnasien zu uns kommen, obwohl sie sich schon woanders eingelebt haben. Wir beginnen mit fünften bis siebten Klassen. Es gibt aber keine Vorläuferklassen, die man einfach umsiedeln kann.

Welche Ideen bringen Sie von Ihrer jetzigen Schule mit?
Jede Schule muss ihren eigenen Weg gehen. Natürlich können aus dem Gymnasium Olching Ideen übernommen werden, wenn sie für das Lehrerkollegium interessant sind.
Ich kann mir eine Science Fair, eine Wissenschaftsmesse, vorstellen. Die Schüler bereiten Experimente vor und präsentieren sie dort. Wir haben in Olching bis zu 100 Stände in der Aula. Die besten Arbeiten werden prämiert.
Als weitere Beispiele können ein Tutorensysteme oder projektorientierter, klassenübergreifender Unterricht genannt werden. Ideen gibt es also viele. Ich bin sehr gespannt, wie Schüler und Lehrer die Vorschläge annehmen.
Wir wollen aber sowohl bei den Fächern als auch den Klassen die Grenzen verschwimmen lassen.

Gymnasium in Freiham

Das Gymnasium will mit den Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben starten. Es hat einen naturwissenschaftlichen und einen sprachlichen Zweig. Schüler können Latein oder Französisch als zweite und Spanisch als dritte Fremdsprache wählen.

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