DEL in der heißen Phase

EHC-Red-Bull-München Stürmer Justin Schütz über die bevorstehenden Spiele, seine Bilanz und Kontakt zur NHL

Justin Schuetz vom EHC Red Bull Muenchen
+
Heiß auf den Titel: Justin Schütz
  • Sebastian Obermeir
    vonSebastian Obermeir
    schließen

Es wird spannend in der DEL. Nach ihrem höchsten Sieg in der Liga sind die Red Bulls heiß auf mehr. Wir haben mit dem Stürmer Justin Schütz gesprochen.

Gegen Krefeld feierten die Red Bulls gerade ihren höchsten DEL-Sieg, die Playoffs sind in Sicht. Doch eine Verschnaufpause gibt es nicht. In der spielreichen heißen Phase vor der Endrunde stehen richtungsweisende Treffen mit dem Tabellenführer der Nordgruppe an. Wie die Eisbären Berlin gezähmt werden können, verrät Justin Schütz im Interview.


Herr Schütz, seit Mitte März läuft die Verzahnungsrunde. Dabei erwarten Sie 14 Spiele in 28 Tagen. Wie geht man mit diesem engen Spielrhythmus um?
Fast jeder Profi spielt ja lieber, als dass er trainiert. Das ist auch bei uns im Team so. Klar sind die langen Busfahrten wie zum Beispiel nach Köln oder Iserlohn nicht wirklich förderlich, um Bestleistungen abzurufen. Aber am Ende des Tages sind wir alle Profis und es mehr oder weniger gewohnt.
Die „Back-to-back“-Spiele, also zwei Spiele an zwei Tagen, sind aber sicherlich noch eine andere Nummer.
Die sind in der DEL, und damit auch für die meisten von uns, ungewöhnlich und somit nochmal eine besondere Herausforderung. Aber besonders wir jungen Spieler kennen diese Spiele noch aus dem Nachwuchs.
Als nächstes warten die Duelle gegen die Eisbären Berlin. Wie wichtig sind diese Spiele?
Berlin spielt schon die ganze Saison über stark und ist im Norden zu Recht der Tabellenführer. Das heißt, da wartet nochmal ein großer Prüfstein auf uns. Wir wollen jedes Spiel gewinnen ,somit auch diese zwei, und damit den restlichen Topteams zeigen, dass wir zu den Playoffs in Topform und immer noch ein Titelanwärter sind.
Für Sie hat die Saison früher angefangen als für die anderen, Sie durften bis Anfang Januar beim EC Red Bull Salzburg in der österreichischen Liga aushelfen. Inwiefern hat Ihnen diese Zeit in Ihrer Entwicklung geholfen?
Es war definitiv ein Schritt nach vorne für mich und auch eine schöne Zeit. Ich kenne Matt (McIlvane, ehem. Co-Trainer des EHC), den Salzburger Coach, ja schon aus meiner Anfangszeit hier in München. Er lässt ein ziemlich ähnliches System wie Don (Jackson, Cheftrainer des EHC) spielen, sodass mir der Einstieg in die Mannschaft leicht fiel. Er hat mit mir viele Videos angesehen und analysiert und mir so immer wieder echt gute Tipps geben können, die mir sehr weitergeholfen haben.
Da zwischendurch Personalnot beim EHC herrschte, wurden Sie als Mittelstürmer eingesetzt. Was waren die Herausforderungen bei dieser Positionsumstellung?
Ich als Flügelstürmer muss normalerweise keine Bullys (Anspiele, bei denen der Puck vom Schiedsrichter ins Spiel gesetzt wird, Amn. d. Redaktion) nehmen, weshalb ich mich damit am Anfang schwergetan habe. Vor allem gibt es in der Liga sehr viele gute Center. Am Anfang die gingen deshalb Anspiele regelmäßig verloren. Im Training haben mir aber Mark Voakes und Patrick Hager, zwei der Top-Bullyspieler der Liga, geholfen und mir Tipps gegeben, sodass ich meine Technik verbessern konnte. Auch Philip Gogulla und Frank Mauer haben mir durch ihre gute und viele Kommunikation auf und abseits des Eises sehr geholfen.
2018 hat die NHL ein Auge auf Sie geworfen, seitdem durften Sie an den Trainingscamps der Florida Panthers teilnehmen. Wie sehen Sie Ihre Zukunft dort?
Das ist für mich schwierig zu sagen, da ich ja leider nicht das weiß, was die Scouts und Trainer der Panthers wissen. Aber der Kontakt ist weiterhin da und dieses Jahr ist meine letzte Chance, die Coaches zu überzeugen. Deshalb gebe ich immer mein Bestes und versuche einfach, eine gute Saison zu spielen und die Taten auf dem Eis sprechen zu lassen.

(Kevin Wenger)

Auch interessant:

Meistgelesen

GNTM 2021: Topmodel-Kandidatin Ashley Amegan aus München im Interview mit Hallo München
GNTM 2021: Topmodel-Kandidatin Ashley Amegan aus München im Interview mit Hallo München
„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
Marisa Burger: "Wer sagt, er tratscht nicht, der schwindelt"
Marisa Burger: "Wer sagt, er tratscht nicht, der schwindelt"
Peter Fricke: „Eifersüchtig? Ich bin doch kein Gockel!“
Peter Fricke: „Eifersüchtig? Ich bin doch kein Gockel!“

Kommentare