Was soll sich 2019 in den Vierteln verändern?

Altstadt-Lehel: Die große Jahresvorschau der Bezirksausschuss-Chefs

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Eine City ganz ohne Autos: 2019 beginnt der Umbau der Sendlinger Straße zur Fußgängerzone. Einen Stadtbach, wie ihn sich Wolfgang Neumer gewünscht hat, wird es nicht geben – dafür drei Brunnen.

Altstadt-Lehel – Neues Jahr, neues Glück: Die Sendlinger Straße wird zur Fußgängerzone, die Sanierung der Alten Akademie und der Umbau des Elisabethmarkts starten – Wolfgang Neumer erklärt die Lage

Das Münchner Stadtzentrum erscheint einem seit geraumer Zeit wie eine einzige Baustelle. Daran wird sich auch 2019 nichts ändern. Währenddessen wird die Innenstadt immer mehr von Autos befreit. Wo heuer überall gebuddelt und gebaggert wird und wie die Fußgängerzone wächst, verrät der Justizbeamte Wolfgang Neumer (59, CSU), Chef des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel, im Interview.

Herr Neumer, ab dem zweiten Quartal 2019 startet der Umbau derSendlinger Straße zur Fußgängerzone. Was erwartet uns da genau?
Es wird drei Trinkbrunnen geben und Bäume. Die Straße bekommt einen einheitlichen Belag, außer vor der Asamkirche. Man muss aufpassen, dass man die Straße nicht mit Freischankflächen dicht macht. Es muss genügend nicht kommerzielle Sitzgelegenheiten geben.

Wie geht es mit der geplanten Erweiterung der Fußgängerzone und dem Georg-Kronawitter-Platz an der Sattlerstraße weiter?
Im Dezember gab es ein Preisgericht, dem ich auch angehöre. Im Januar ist das nächste. Wir alle achten auf sehr viel Grün, Aufenthaltsqualität und wenig kommerzielle Nutzung. Ich denke, dass es Anfang oder Mitte dieses Jahres konkrete Pläne gibt.

Wechseln wir vom Thema Fußgängerzone zu den großen Baustellen im Zentrum: Was tut sich am Marienhof?
Nachdem die Schallschutzwand aufgestellt wurde, beginnt dieses Jahr der Erdaushub für die 40 Meter tiefe Baugrube der Zweiten Stammstrecke. Dieser wird nachts über Residenz- und Maximilianstraße abtransportiert. Damit die Anwohner nicht unter der Lautstärke leiden, besteht die Überlegung, Elektro-Lkw einzusetzen. Im Laufe des Jahres werden außerdem die Tramgleise auf der Maximilianstraße saniert.

Der BA hat lange für den Erhalt der Alten Akademie gekämpft. Inzwischen steht fest, dass die Signa-Gruppe das Gebäude umbaut. Was passiert als nächstes?
Die Bauphase beginnt jetzt. Ich war gegen eine Beschneidung der Arkaden, aber mit dem jetzigen Kompromiss kann und muss man leben. In der Kapellenstraße verschwinden die Arkaden ganz und in der Neuhauser Straße werden sie halbiert. Teile der Arkaden bleiben erhalten.

Wie steht es um die Sanierung des Viktualienmarkts?
Die vorbereitenden Baumaßnahmen sollen schon dieses Jahr starten. Der BA hat sich sehr für die Marktkaufleute eingesetzt. Deren Forderungen wurden erfüllt. Alle können bleiben. Ein Stand nach dem anderen wird modernisiert.

Was wird den Innenstadtbewohnern heuer noch auffallen?
Dass die Prinzregentenbrücke saniert wird. Ich denke, dass die Arbeiten im Frühjahr losgehen. Da müssen Bäume gefällt werden. Das ist verkraftbar. Es gibt Ersatzpflanzungen.

Laura Felbinger

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