"Ich liebe es in Buchhandlungen zu sein."

Literatur-Liebhaber statt Problemschüler

Der Star aus "Fack ju Göhte" zeigt aktuell ein ganz anderes Gesicht: Im Hallo-Interview spricht er über seine Leidenschaft für Literatur. 
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Der Star aus "Fack ju Göhte" zeigt aktuell ein ganz anderes Gesicht: Im Hallo-Interview spricht er über seine Leidenschaft für Literatur. 

Im Interview verrät der Schauspieler Max von der Groeben mehr über seine Leidenschaft für Literatur, wie sein erster Teddy hieß und wo man ihn in München antrifft. 

  • Max von der Groeben lebt bereits seit Jahren in München
  • Im Interview spricht er über seine Familie, seine Heimat und seinen ersten Teddybären. 
  • Außerdem verrät der Fack ju Göhte-Schauspieler, wo man ihn in der bayerischen Landeshauptstadt treffen kann. 

München - Bekannt wurde Max von der Groeben als Proll in „Fack ju Göhte“, jetzt spielt er auch ernste Rollen – und synchronisiert einen Teddybären. Seit Jahren lebt der gebürtige Rheinländer bereits in Haidhausen, „dem besten Viertel der Stadt“, wie er selbst sagt. Wie sein erster Teddy hieß und wo man ihn in München treffen kann, verrät der 28-Jährige hier.

Der Schauspieler Max von der Groeben im Interview

Herr von der Groeben, hatten Sie als Kind denn einen klassischen Teddybären? 

Ich hatte einen, aber auch viele andere Kuscheltiere.

Verraten Sie uns auch den Namen? 

Da war ich sehr einfallsreich, der hieß wirklich Teddy.

In der Web-Serie „Knopf & Knöpfchen“ leihen Sie einem Teddy Ihre Stimme. Wie bereitet man sich auf eine solche Rolle vor? 

Bei Synchronarbeiten hat man nur seine Stimme im Gegensatz zum normalen Schauspiel, wo man den ganzen Körper und die Mimik einsetzen kann, um dem Charakter Leben einzuhauchen. Das Schöne bei Kinderhörspielen oder Kinderfilmen ist, dass es so überzogen ist und nicht immer realistisch sein muss – es macht einfach Spaß als Sprecher mitzuspielen.

Die Serie wurde wegen Corona bereits früher veröffentlicht als geplant. Wie darf man sich denn den Arbeitsalltag eines Schauspielers und Synchronsprechers während einer Pandemie vorstellen? 

Bei mir wurde ein Dreh abgesagt und erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Aber es tut sich gerade ganz viel in unserer Branche und ganz langsam geht es wieder los. Neulich habe ich auch schon Lesungen von zu Hause aus gemacht.

"Lesen gehört einfach zur deutschen Kultur"

Auf Facebook lesen Sie dabei aus Ihrem Lieblingsbuch vor und animieren Ihre Fans dazu, auch mal zu einem Buch zu greifen. Warum ist Lesen wichtig? 

Ich habe in meiner Jugend auch nicht so viel gelesen und bin erst später dazu gekommen. Mir macht es einfach unglaublich viel Spaß zu lesen, es kann einen inspirieren, weiterbilden, man kann in andere Welten tauchen und es gehört auch einfach zur deutschen Kultur, schöne Geschichten zu lesen und zu schreiben.

Trifft man Sie dann auch mal in einem Münchner Bücherladen beim Schmökern? 

Ja, das kann schon sein. Ich habe auch zwei Buchläden verlinkt in München, wo ich gerne mal hingehe. Ich liebe es in Buchhandlungen zu sein. Ich bin großer Fan – geht zu eurer Buchhandlung um die Ecke!

Schauspieler aus Fack ju Göhte spielt Rolle in Lindenberg-Biographie

Ihren großen Durchbruch hatten Sie 2013 mit der Komödie Fack ju Göhte. Inzwischen haben wir gesehen, Sie können auch ernst. Was ist Ihnen denn lieber oder hat beides seine Vorzüge? 

Ich glaube, das Schöne am Schauspiel ist, dass man das Wandelbare hat. Man kann mal den blöden Danger spielen und dann im nächsten Moment diesen tief gefährdeten Typen in Auerhaus, den ich neulich gespielt habe. Mir macht beides unglaublich viel Spaß und deshalb kann ich auch nicht das eine oder das andere bevorzugen. Die Arbeit als solche ist das, was mich reizt.

Gibt es denn eine absolute Traumrolle, die Sie gerne mal spielen würden? 

Das ist schwierig. Viele Rolle sind oft nicht einseitig, sondern haben viele unterschiedliche Seiten. Was mich aber schon ein bisschen reizt, ist das Verstörte oder das Dunkle in Rollen – oder wenn sie ein Problem haben.

Anfang des Jahres haben Sie in der Lindenberg-Biographie die Rolle des Steffi Stephans, dem Freund, Bassisten und Mitbegründers des Panikorchesters, übernommen. Wie ist es jemanden zu spielen, den man theoretisch treffen könnte? 

Es ist natürlich nicht so wie bei Lindenberg. Steffi Stephans war jetzt nicht so bekannt für die Öffentlichkeit, da war der Druck nicht ganz so groß. Aber ich habe mir natürlich viel online angeschaut zu Steffi Stephans, um so ein Gespür für die Rolle zu bekommen und habe daraus dann das Beste gemacht.

Haben Sie Ihn auch getroffen? 

Vorher nicht, aber ich habe ihn dann bei der Premiere getroffen. Er fand den Film auch ganz schön und war sehr happy.

Max von der Groeben lebt seit Jahren in München - vermisst jedoch auch seine Heimat Köln

Als gebürtiger Kölner sind Sie nach dem Abitur hergezogen, um Schauspiel zu studieren. Sie sind danach geblieben. Schlägt Ihr Herz dann inzwischen für Weißbier oder noch für Kölsch? 

Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich glaube, es gibt keine deutsche Großstadt, die so eine Lebensqualität hat – gerade im Sommer mit dem Englischen Garten oder dem Eisbach. Trotzdem gilt: Man bekommt den Kölner raus aus Köln, aber nie Köln aus dem Kölner. Ich bin und bleibe Kölner, all meine alten Freunde und meine Familie sind noch dort, deshalb vermisse ich Köln sehr.

Apropos Familie: Die Nachrichtenmoderatorin Ulrike von der Groeben als Mutter, der Sportjournalist Alexander von der Groeben als Vater – war da von Beginn an klar, dass es für Sie beruflich auch in Richtung Medien geht? 

Ich habe schon relativ früh mit Hörspielen angefangen und dann recht schnell auch mit Filmrollen. Da habe ich dann für mich entschieden, ich würde gern Schauspieler werden.

Gab es denn auch alternative Berufswünsche? 

Mein erster Berufswunsch war Feuerwehrmann, dann wollte ich Meeresbiologe werden. Nach diesen Kinderberufswünschen kam dann schnell die Schauspielerei.

"Ich finde sie hat sich super geschlagen, aber für mich ist das gerade kein Thema."

Ihre Mutter war dieses Jahr bei der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ dabei. Wäre das auch was für Sie? 

Ich habe ihr zugeschaut und habe sie angefeuert. Ich finde sie hat sich super geschlagen, aber für mich ist das gerade kein Thema.

Max von Groeben ist stolz auf seine Mutter Ulrike, die in diesem Jahr bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" angetreten ist. (Archivbild)

Ihre jüngere Schwester ist auch Schauspielerin. Wie darf man sich dann ein Familientreffen vorstellen. Gibt es dann nur ein Thema? 

Ach nein, meine Schwester macht ja auch viel anders. Zu Hause tauschen wir uns über alles Mögliche aus. Natürlich spielen auch die Medien und die Berufe eine Rolle, aber definitiv nicht nur. Da wird auch einfach mal normal zusammen gesessen und man spielt irgendwas oder unterhält sich über das ganz normale, alltägliche Leben.

Auf Instagram geben Sie wenig Privates preis. Woran liegt das? 

Als Schauspieler finde ich es komisch, wenn man versucht, sich im Internet selbst zu inszenieren. Ich nutze Instagram mehr, um auf meine Filme oder Serien aufmerksam zu machen oder mal einen lieben Gruß zu senden. Ich bin einfach nicht der Typ, der alles aus seinem Alltag preisgeben muss.

Wer einmal live die Kulissen von "Fack ju Goethe" erleben und somit auf den Spuren von "Danger" alias Max von der Groeben wandeln will, kann bei Hallo Familienkarten für die Bavaria Filmstadt gewinnen.

Zur Person

Selbstinszenierung im Internet findet Schauspieler Max von der Groeben komisch. (Archivbild)

Max von der Groeben wurde am 15. Januar 1992 in Köln geboren. Nach ersten Sprechrollen in Hörspielen folgten schnell auch Auftritte in Filmen. Seinen großen Durchbruch hatte er 2013 in der Komödie „Fack ju Göhte“. Dort kennt man ihn als den prolligen „Danger“. „Das Schöne am Schauspiel ist, dass man das Wandelbare hat“, findet der 28-Jährige. Inzwischen hat er gezeigt, dass er auch ernst kann: 2019 spielte er einen depressiven Jugendlichen im Drama „Auerhaus“, Anfang des Jahres übernahm er eine Rolle in der ZDF-Miniserie „Die verlorene Tochter“. Ganz besonders reizt ihn dabei „das Verstörte oder das Dunkle in Rollen.“ Aktuell wohnt der 28-Jährige in Haidhausen, „dem besten Viertel Münchens“, wie er sagt.

Kassandra Fischer

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