Sie behält die Kontrolle

Suzi Quatro: Die Rock-Ikone legt nach – live und im Interview

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Rockt noch heute wie Ende der 70er: Suzi Quatro.

„Can the Can“  es immer noch: Rock-Ikone Suzi Quatro ist zurück – und die Leder-Outfits sitzen noch perfekt. Wohin die neue Reise gehen soll, verrät sie im Hallo-Interview.

Sie ist 68 und rockt, als ob es 1978 wäre – damals feierte Suzi Quatro mit Hits wie „Stumblin’ In“, oder „Can the Can“ Welterfolge. Jetzt ist sie mit ihrem neuen Album „No Control“ zurück. Wie ihr Sohn dabei mitgemischt hat, verrät sie im Hallo-Interview. von Sebastian Obermeir

Ihr neues Album heißt „No Control“. Sind Sie ein Kontroll-Freak, Frau Quatro?
Es war das erste Mal, dass ich ein Album selbst produzierte. Als Produzent muss man Anweisungen geben, Entscheidungen treffen. Mein Ehemann sagte: 'Du produzierst doch eh immer, weil du dauernd Anweisungen gibst' (lacht).

Geschrieben haben Sie das Album mit Ihrem Sohn.
Er wollte schon lange mit mir zusammenarbeiten. Wir schrieben drei Songs und dann wurden es immer mehr. Er hat auf meine Suzi-Quatro-Knöpfe gedrückt. Er hat Lieder geschrieben, die so klingen, wie er mich sieht.

Kommen sich Mutter und Sohn da nicht in de Quere?
Dieses Problem habe ich nicht. Wenn ich arbeite, vergesse ich alle Beziehungen. Ich bin dann nicht Mutter, sondern Künstlerin. Mein Sohn sagte einmal: 'Ich bin im Studio mit Suzi Quattro!' Und ich sagte bloß: Ja, das bist du.

Sie erwähnten einmal, dass Hamburg ihre Lieblings-Stadt in Deutschland sei. Was müsste München tun, um an die Spitze Ihrer Liste zu kommen?
München ist definitiv in den Top-3. Die Stadt hat diese Dorf-Atmosphäre, die ich sehr mag. All die Dinge, die mir einfallen, wenn ich an Deutschland denke: München hat sie. Tolles Essen, den bayerischen Stil und Flair.

Und Lederhosen! Wie viele Leder-Outfits haben Sie eigentlich?
Weniger als ich mal hatte... Einige sind in Museen und in Hard Rock Cafes rund um die Welt gelandet. Fünf oder so habe ich noch. Und sie passen immer noch!

Elvis hatte Sie mal treffen wollen, es kam dann aber nicht dazu. Worüber würden Sie sich heute unterhalten?
Wir würden über Spirituelles sprechen. Seine Frau lud mich später einmal ein. Dieses Treffen nahm ich sofort wahr. Als es soweit war, hat sie erwähnt, dass Elvis das Buch „Der Prophet“ von Khalil Gibran so gern hatte. Ob Sie's glauben oder nicht, ich hatte es genau zu diesem Zeitpunkt auf meinem Nachtkästchen.

Warum haben Sie sich eigentlich für den Bass entschieden?
Ich lernte Schlagzeug und Klavier. Als ich 14 war und wir unsere Band gründeten, waren die anderen lauter und schneller. Und ich kriegte den Bass in die Hand gedrückt. Das war ein Schlüsselerlebnis. Es passte so gut.

Was ist denn Ihr Lieblings-Bassriff?
Oh, das ist schwer zu sagen. Es wirkt so selbstverliebt, aber ich mag dieses eine, das ich geschrieben habe, sehr. „Through the Changes“. So viele Bassisten haben mir gesagt, dass sie es nicht spielen könnten. Da war ich schon stolz. Auf dem neuen Album gibt es den Song „Bass Line“. Der hat ein Bass-Solo. Das habe ich für alle Bassisten geschrieben, die nie Solos spielen dürfen (lacht).

Suzi Quatro

Mittwoch, 29. Mai, Circus Krone, Marsstraße 43, S-Bahn: Hackerbrücke, Beginn: 20 Uhr, Karten zwischen 47,90 und 88,15 Euro unter der Telefonnummer 54 81 81 81

Verlosung

Hallo München verlost 10x2 Karten.
Teilnahmeschluss ist am 19. Mai. 

Das Gewinnspiel ist beendet.
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