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Giovanni Zarrella im Interview: Bezieht der Schlager-Star bald eine Wohnung in München?

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Von: Claudia Theurer

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Giovanni Zarella im großen Interview mit Hallo München.
Giovanni Zarrella im großen Interview mit Hallo München. © Boris Breuer

Im September kommt der deutsch-italienische Sänger mit seiner ersten großen Solo-Tour in den Circus-­Krone-Bau. Wie er seine musikalische und private Entwicklung sieht, warum er gerne auch mal nostalgisch ist und mit einem Zweit­­wohnsitz in München liebäugelt, erklärt der charismatische Entertainer im Interview.

Herr Zarrella, die erste große Solotour: Ist sie verbunden mit Freude, Lampenfieber oder Gelassenheit?

Alle drei Dinge stecken dahinter. Die Freude überwiegt aber total, weil es meine erste Tour ist. Einen Namen hat sie keinen. Ich wollte sie zuerst „La vita è bella“-Tour nennen, aber dann kam Corona dazwischen und wir haben uns entschieden, sie einfach Solo-Tour zu nennen.

Was erwartet das Publikum?

Mein Ziel ist es, dass sich das Publikum wie in einem italienischen Kurzurlaub fühlt – mit großen deutschen aber auch internationalen ­Interpretationen. Aber natürlich werde ich auch italienische Klassiker singen. Zum Beispiel Italo-Pop der 80er- Jahre wie „Siempre siempre“ oder „Felicita“. Auch „O sole mio“ oder „Volare“ gehören dazu. Ich möchte mit dem Publikum einen Ausflug machen. 

Dazu gehört?

Wenn wir anfangen, soll es schon nach Kaffee riechen, es soll sehr italienisch werden.

Wo genau sind Ihre Wurzeln in Italien?

Im Süden. Meine Mama kommt aus der Nähe von Neapel und Papa ist in Rom groß geworden.

Sie waren mit Ross ­Antony in der Band Bro’Sis. Da machten Sie eine andere Musik. Nun sind Sie beide Schlagerstars. Aus Nostalgie?

(Lacht) Ich liebe Nostalgie, ich liebe die Sehnsucht, ich liebe, wenn es im Herzen ein bisschen weh tut. Für mich ist der Schlagersound nicht ungewohnt und nichts Neues. Der Italo-Pop der 80er-Jahre – das sind eigentlich Schlager­hymnen, um nicht zu sagen Klassiker. Und da ist es nicht weit zum deutschen Schlager. 

Sie interpretieren ja hauptsächlich, komponieren Sie auch?

Ja, auf vergangenen Platten habe ich schon Eigenkompositionen veröffentlicht. Aber auf den aktuellen Alben habe ich italienische und deutsche Songs interpretiert. Die Kombination ist, was mich ausmacht. Die Mischung aus Italien und Deutschland. Ich bin ein Italo-Schwabe, das sind die beiden Länder, die mich ausgemacht haben. 

Für ProSieben haben Sie in mehreren Formaten zusammen mit Ihrer Frau Jana Ina Ihr Privatleben öffentlich gemacht. Geht es einem nicht auf den Wecker, auf Schritt und Tritt von Kameras verfolgt zu werden?

(Lacht) Wir kommen aus Ländern, in denen das völlig normal ist. In Brasilien wurden diese Formate schon vor 30 Jahren gezeigt. Heutzutage würde man das sicherlich nicht mehr machen. Anfangs fand ich es schön, weil es so eine Energie hatte. 

Ab wann fühlen Sie sich in Ihrer Intimsphäre verletzt?

Ich kann mich gut wehren und weiß, wie ich mit allem umzugehen habe, aber die Kinder sollte man auf alle Fälle in Ruhe lassen. Dann ist alles gut.

Wie privat ist Ihr Privatleben heute?

Schon sehr. Keiner weiß, wie meine Kinder aussehen. Jeder hält sich so privat, wie er möchte. Wir haben uns dafür entschieden, unsere letzten 13 Jahre sehr für uns zu halten. Es gibt nicht falsch und richtig, sondern nur, wie man es selber empfindet.

Was ist das Rezept für Ihre wunderbare Ehe?

Ein bisschen Glück gehört dazu, und wichtig ist, dass man zur selben Zeit ähnliche Gefühle hat. Wir haben das Glück, dass wir sehr ähnliche Werte haben fürs Leben und rudern total in dieselbe Richtung. Auch Geduld und Vertrauen sind sehr wichtig. Einander die Erfolge gönnen, dem anderen die Freiheit lassen, ihn zu unterstützen und füreinander da zu sein.

Sie haben mal kurz in München gelebt, als Sie für die Band gecastet wurden. Was war Ihr Lieblingsplatz?

In München war ich immer unglaublich gerne bei meinem Freund Ugo, der das H’ugo’s hat. Damals war es noch klein und unbekannt. Im Englischen Garten habe ich Sport gemacht oder bin mit Freunden auf einer Decke gelegen. Für mich ist ganz München schön. Ich habe es geliebt, dort zu sein und liebäugele mit einem Zweitwohnsitz.

ZUR PERSON

Als Moderator, Sänger und ­Tänzer („Let’s Dance“) hat sich Giovanni Zarrella mit viel Fleiß und italienischem Charme in den vergangenen Jahren seinen Platz als einer der beliebtesten deutschen Entertainer erobert. Geboren wurde der 44-Jährige „Italo-Schwabe“, wie er sich selbst nennt, in Hechingen, wo er zweisprachig mit Bruder und Schwester aufwuchs. Als kleiner Bub bekam er Klavierunterricht, mit 15 lernte er Gesang.

Von 2001 bis 2006 war er Sänger der Gruppe „Bro’Sis“, bevor er sich in verschiedenen ­Doku-Soaps („Frisch verheiratet!“) in den Medien präsentierte. Für kurze Zeit hatte Zarrella ein eigenes Lokal, musste es aber seinem Kompagnon überlassen, weil ihn die Musik zu sehr in Anspruch nahm. Er lebt mit seiner Frau Jana Ina und den beiden gemeinsamen Kindern in der Nähe von Köln.

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