Interview mit Tobias Oliveira Weismantel

„Solange homophobe Angriffe stattfinden, sind wir nicht am Ziel“

Tobias Oliveira Weismantel ist der neue Geschäftsführer der Münchner Aidshilfe.
+
Tobias Oliveira Weismantel ist der neue Geschäftsführer der Münchner Aidshilfe.
  • Sophia Oberhuber
    vonSophia Oberhuber
    schließen

35 Jahre lang hatte Thomas Niederbühl, Stadtrat der Rosa Liste, die Geschäftsführung der Münchner Aids-Hilfe inne. Jetzt gibt es einen Wechsel an der Spitze des Vereins mit Sitz an der Lindwurmstraße. Tobias Oliveira Weismantel ist Journalist, PR-Berater und promovierter Theologe. Er wird die Geschäfte übernehmen. Drei Fragen an den 44-Jährigen.

Herr Oliveira Weismantel, warum ist der Verein gerade auch in der heutigen Zeit so wichtig?
Corona geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Dies betrifft zum einen unser Café Regenbogen, das mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen hat, aber auch unsere Beratungsstellen, die vor allem die psychosozialen Auswirkungen der Pandemie zu spüren bekommen. In der Zeit der Pandemie zeigt sich besonders die Wichtigkeit unserer Angebote. Und auch danach: Solange homophobe und transphobe Angriffe in unserer Gesellschaft stattfinden, sind wir noch nicht am Ziel angelangt.
Wo wird der Fokus Ihrer Arbeit liegen?
Zunächst einmal gilt es für mich, mich in der Aids-Hilfe zu orientieren. Noch bin ich von den berühmten „ersten 100 Tagen im Amt“ noch weit entfernt. Aber dennoch möchte ich zunächst unsere Stärken noch besser herausarbeiten und das Profil der Münchner Aids-Hilfe schärfen.
Worauf freuen Sie sich als neuer Geschäftsführer besonders?
Das Schönste ist, wenn man beruflich genau dafür einstehen kann, was einem privat eine Herzensangelegenheit ist.

Auch interessant:

Meistgelesen

„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
„Tiere arbeiten halt nicht nach Drehplan“
München in der Schuldenfalle! Im Interview mit einem Finanzexperten
München in der Schuldenfalle! Im Interview mit einem Finanzexperten
Fritz Karl: „Bei Paaren, die in die Vollen gehen, kracht es“
Fritz Karl: „Bei Paaren, die in die Vollen gehen, kracht es“

Kommentare