Interview und Gewinnspiel

Ildikó von Kürthy ist auf den Hund gekommen: Im Gespräch mit Hallo München

Ildikó von Kürthy
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Ildikó von Kürthy

„Hilde“ im Lustspielhaus: Wie Ildikó von Kürthy ihr neues Buch vorstellt, verrät sie im Hallo Interview

„Hilfe! Ich bin ein Frauchen!“: Das Leben der 50-jährigen Autorin Ildikó von Kürthy ändert sich von Grund auf, als der Mini-Goldendoodle namens Hilde zu ihr kommt. Ihre Erfahrungen schildert die Hamburgerin in ihrem neuen Buch, das sie nun vorstellt. S. Kläsener

Sie kommen ins Münchner Lustspielhaus um Ihr neues Buch vorzustellen. Kommt die Titelheldin mit? Auch auf die Bühne?

Oh ja, Hilde ist immer dabei.

Wissen Sie schon, wo Sie in München Gassi gehen?

Ich kenne München gut, da ich früher dort gelebt habe – zwar ohne Hund damals, aber als Radfahrer kennt man die Stadt ja auch gut. Ich wohne bei Freunden in Isarnähe, also werde ich mit Hilde entlang der Isar spazieren gehen.

Worauf freuen Sie sich sonst noch in München? 

Natürlich freue ich mich auf die Show, die immer sehr lustig ist. Ich habe auf der Bühne so viel Spaß, dass ich mich selbst immer am meisten kaputt lache. Es ist schön den Lesern zu begegnen, Bücher zu signieren. Das ist wie ein Familientreffen mit Familienmitgliedern, die man noch nicht kennt. Ich freue mich aber auch auf meine alte Heimat und meine Freunde.

Hunde-Profi Martin Rütter plädiert für einen Führerschein für Hundehalter. Was halten Sie davon? 

Davon halte ich sehr viel. Ich finde es sehr gut, dass darauf geachtet wird, ob man mit dem Hund gut umgeht, ob ich ihn erziehe oder verziehe.

Schmutzabweisende Kleidung und Gummischuhe: So beschreiben Sie das Outfit eines Frauchens. Wie kann frau sich treu bleiben und trotzdem Hund-tauglich sein? 

Für Modetipps bin ich die falsche Adresse (lacht). Hund und gut aussehen passen nicht zusammen. Wenn ich ungeschminkt im Schlafanzug auf den Alsterwiesen mit Hilde unterwegs bin, dann bin das eins zu eins ich.

In der Vorankündigung zur Buchpräsentation steht, dass Sie lesen, lachen und spielen werden. Was genau erwartet das Münchner Publikum?

Es ist eine Show. Ich habe eine Bühnenfassung des Buchs geschrieben. Wir werden singen, Kostüme anziehen, mit Kot werfen und mit einem Ochsenpenis durch die Gegend wedeln. Es ist alles andere als eine Lesung.

Sie sind frisch 50 geworden. In einem Interview bedauern Sie, dass Sie immer weniger Lebenszeit haben. Was würden Sie gerne noch machen?

Ich möchte möglichst viel älter und weiser werden, meine Kinder großziehen, hoffentlich Enkel bekommen, um diese dann nerven zu können, und Bücher schreiben. Mehr muss es nicht sein – das reicht aber auch.

Jetzt haben Sie schon etwas Hunde-Erfahrung. Was würden Sie sich als Frauchen für die Zukunft wünschen? 

Toleranz würde ich mir wünschen und zwar auf beiden Seiten. Mit Hund eckt man gerne mal an. Als ich letztens mit Hilde Gassi war, wollte sie direkt vor einen Laden kacken. Ich habe sie weg zu einem Grünstreifen gezogen und dachte, ich mache alles richtig. Da schreit mir eine Frau hinterher: 'Sie müsste man mal beim Kacken von der Toilette ziehen. Das gibt ein Trauma.' Da bin ich auch mal sprachlos. Ebenso wenn Hundehalter ihre Hunde unbedarft überall hin machen und an Radkappen pinkeln oder Jogger jagen lassen.

Ihr Buch ist Ihrem ersten Hund Imperator gewidmet. Er wurde unverhofft Ihr Hund und kein Jahr später von einem Auto angefahren und musste eingeschläfert werden. Damals waren Sie 11 Jahre alt, so alt wie Ihr ältester Sohn heute ist. Haben Sie sich Sorgen gemacht, das so etwas noch mal passieren könnte? 

Nein, so bin ich nicht, dass man schöne Dinge nicht mehr tut, weil man Angst hat. Das wäre so als wenn man in der Liebe enttäuscht worden wäre und ihr für immer abschwört. Auch wenn es Situationen gibt, in denen ich tausend Tode aus Angst um Hilde sterbe, versuche ich solche Gedanken zu vermeiden.

Ildikó von Kürthy – Hilde Montag, 26. März, Lustspielhaus, Occamstraße 8, U-Bahn: Münchner Freiheit, Einlass ist um 18 Uhr, Beginn ist um 20 Uhr, Karten für 22 Euro gibt es unter der Telefonnummer 34 49 74

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