Interview und Verlosung

Hallo Interview mit Filmemacher Joseph Vilsmaier: Gewinnt Tickets für seinen neuen Film!

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Filmemacher Joseph Vilsmaier und Hallo München-Redakteurin Ines Weinzierl im Gespräch.

München: Filmemacher Joseph Vilsmaier (78) zeigt in „Bayern – Sagenhaft“ die schönsten Traditionen & Legenden des Freistaats.

Der Filmemacher liebt seine Heimat: Das ist nicht zuletzt in seinen Filmen deutlich erkennbar. Jetzt feiert sein neuester Streifen „Bayern – Sagenhaft“ Premiere. Welche bayerische Sage der Harlachinger (78) am schönsten findet und ob sein Herz für den FC Bayern oder die Löwen schlägt, verrät er im Hallo-Interview. von Ines Weinzierl

Herr Vilsmaier, was bedeutet Ihnen Bayern?

Ich war auf der ganzen Welt, habe über ein halbes Jahr in Südafrika gearbeitet, monatelang in Frankreich – das war alles wunderschön, aber irgendwann kam ein Gefühl von Heimweh auf und ich war glücklich, wenn ich wieder bayerischen Boden betreten habe. Hier bin ich geboren und hier gehöre ich hin.

Sie sprechen ja auch Bairisch.

Ich spreche nur Bairisch. In dem Dialekt bin ich daheim und muss mich nicht verrenken. Auch wenn meine Lebensgefährtin und meine Töchter das manchmal eher lustig finden.

Das sind ja auch Sie und es ist authentisch.

Eben.

Heimatverbunden sind Sie auch in Ihren Filmen. Sie haben jetzt „Bayern – Sagenhaft“ abgedreht, bald kommt er in die Kinos.

Ja, es ist ein kurioser Jahresreigen – vom 1. Januar bis 31. Dezember. Der Film zeigt Feste, Traditionen und Bräuche, aber auch die sagenhafte Leistung Bayerns in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport. Aber hauptsächlich geht es um die gemeinsame bayerische Lebensphilosophie von „Leben und leben lassen“.

Zurück zu den Sagen: Was ist denn Ihre liebste bayerische Sage?

Wenn ich ans Mittelalter denke, dann ist eine der schönsten der Drachenstich in Fürth. Es gilt als ältestes Volksschauspiel Deutschlands, entstand wohl um 1600 und war Teil der Fronleichnams-Prozession. Der Drache verkörpert die Schrecken des Krieges. Aber: „Sagenhaft“ steht nicht nur für die Sagen, sondern auch für all die skurrilen und schönen Traditionen, Bräuche und natürlich auch für die Schönheit Bayerns.

Was ist so sagenhaft an München?

Das Sagenhafteste an München sind seine Menschen. Darum geht es mir. Und darum zeigen wir in unserem Film unter anderem den historischen Hofgarten mit einer Gruppe fröhlicher Mädchen oder den Maibaum am Viktualienmarkt, wo drumherum unaufgeregte Menschen sitzen und sich des Lebens freuen.

Was macht München für Sie noch aus?

Der FC Bayern, den wir natürlich auch in unserem Film verewigt haben – unterlegt mit dem singenden Franz Beckenbauer „Gute Freunde kann niemand trennen“.

Sind Sie Bayern-Fan?

Ehrlich gesagt ja: Ich bin Bayern-Fan, aber die Sechzger liegen mir genauso am Herzen und ich verfolge jedes Spiel.

Was wollen Sie mit dem Film erreichen?

Was ich erreichen will, ist ganz einfach nur, dass die Menschen, die sich den Film anschauen, mit einem Lächeln im Gesicht und ein bisschen Stolz im Herzen aus dem Kino kommen.

Sie haben aber in Ihrer Filmkarriere nicht nur fröhliche Filme gedreht. In „Herbstmilch“ wird die wahre Geschichte von Anna Wimschneider erzählt, die ein schweres und entbehrungsreiches Leben als Bäuerin hatte.

„Herbstmilch“ konnte ich nur drehen, weil ich das, was Anna Wimschneider da erzählt hat, als Bub selbst erlebt habe. Ich bin zwar in München geboren, habe aber einen Großteil meiner Kindheit in Niederbayern verbracht. Dort durfte ich als kleiner Bub beim Pflügen helfen, habe das Pferd führen dürfen und so die harte, anstrengende Arbeit der Bauern kennengelernt.

Sie sind vor acht Jahren mit dem Ehrenkamera-Preis vom WDR für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. Da waren Sie 70 Jahre alt....

Vielleicht haben sie gedacht, dass ich bald sterbe (lacht). Aber mal erhlich: Viele bekommen Preise für ihr Lebenswerk mit 50 – also in den besten Schaffensjahren eines Menschen – das finde ich schon arg früh.

Wo bewahren Sie Ihre Preise auf?

Ich habe 52 Preise daheim. Damit sie auch den Platz kriegen, den sie verdienen, habe ich etxra einen Glasschrank gekauft und sie reingestellt und manchmal steh ich davor und denke leise: Mann, hast du Glück gehabt.

Zur Person

Joseph Vilsmaier (78) feierte 1988 mit dem Kinofilm „Herbstmilch“ seinen Durchbruch. Die Hauptrolle spielte Dana Vávrová. Sie war mit Vilsmaier verheiratet, das Paar hat drei Töchter – 2009 starb sie an Krebs. Über sie sprechen möchte der Filmemacher nicht. Nur soviel: „Meine Kinder und ich tragen sie fest in unseren Herzen.“ Der Kameramann und Filmregisseur drehte für den „Tatort“, aber auch Kinofilme wie „Schlafes Bruder“, „Comedian Harmonists“ und „Die Geschichte des Brandner Kaspar“ folgten. 2012 gab es „Bavaria – Traumreise durch Bayern“. „Ich habe als erster Filme aus der Luft gemacht. Jetzt gibt es ja mittlerweile alles: New York von oben und so weiter“, sagt der 78-Jährige. Was Joseph Vilsmaier als nächstes plant? „Eine Romanverfilmung.“

Verlosung

Gewinnen Sie Karten für "Bayern - Sagenhaft"!
Teilnahmeschluss: 19. Oktober

Filmemacher Joseph Vilsmaier hat für seinen neuen Film „Bayern – Sagenhaft“ in allen sieben Regierungsbezirken gedreht – „überall, wo es was Sagenhaftes zu sehen gab“, sagt Vilsmaier zu Hallo. Der Film feiert am 19. Oktober in München Premiere – ab Donnerstag, 26. Oktober, ist er dann in den Münchner Kinos zu sehen. Über dreieinhalb Jahre hat er die Bilder zusammengetragen, über ein Jahr im Schneideraum verbracht – jetzt ist der Film fertig. An seiner Seite: Monika Gruber, die als Sprecherin fungiert und bei Sketchen brilliert, Haindling, der für die Musik verantwortlich zeichnet, und für den Text konnte Hannes Burger gewonnen werden.
Hallo verlost 5x2 Blanko-Tickets im Filmtheater Sendlinger Tor.

Das Gewinnspiel ist beendet.
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