Zum Tag der Kuriositäten: Hallo zeigt Münchens verrückteste Sammlungen

„Das habe ich und sonst keiner“

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Münchens beliebtestes Laugengebäck darf auch in der Kunstwelt nicht vernachlässigt werden.

München – Brezen, Schildkröten, Bahnschilder: Am 09. Oktober wird der Tag der Kuriositäten gefeiert – Doch was steckt dahinter, wenn Menschen sonderbare Dinge anhäufen?

Was steckt psychologisch dahinter, wenn Menschen scheinbar ohne konkreten Nutzen bestimmte Dinge anhäufen? Hallo hat bei Dr. Roland Quabis (35), Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Sozialpsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität, nachgehakt:

Herr Quabis, warum sammeln Menschen kuriose Dinge?
Weil sie sich für ein Thema begeistern und in der Regel steckt ein Bedürfnis dahinter, sich von anderen abzugrenzen. Nach dem Motto: ‚Das habe ich und sonst keiner’. Das steigert das Selbstwertgefühl.

Wo kommt dieses Sammel-Bedürfnis ursprünglich her?
Ein gewisser Sammeltrieb ist vielen zu eigen, denn gerade früher, als man noch weniger hatte, war Besitz immer etwas sehr positives.

Ab wann wird Sammeln krankhaft?
Wenn es zum Zwang wird. Wenn das komplette restliche Leben so sehr davon beeinflusst wird, dass das Gemeinschaftsleben darunter leidet und man für das Sammeln alles andere zurückstellt.

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Über 150 Brezen auf Leinwand

Ulrike Wenzel widmet ihre Kunst der Münchner Breze.

Ulrike Wenzel widmet Münchens beliebtestem Laugengebäck einen Platz in ihrer Kunst: der Breze. Die Künstlerin interessieren dabei ausschließlich die versalzenen, verbrannten, aus der Form geratenen Brezen. Wenzel notiert sich Datum und Bäckerei und bannt die krummen Objekte der Begierde eins zu eins mit Ölfarbe auf die Leinwand. „Es begann 2009 ganz harmlos mit einer Breze, die ich als Geburtstagsgeschenk für meinen Mann gemalt habe“, sagt Wenzel. Mittlerweile hat sie über 150 Stück gemalt – und noch lange nicht genug. 

Die nächste Ausstellung der krummen Brezen ist ab Donnerstag, 4. Oktober, in der Galerie Kunstbehandlung, Müllerstraße 40, zu sehen.
jl

Diese Münchner sammeln besonders kuriose Dinge

Heinz Skrzypnik (71) aus sammelt leidenschaftlich Lokschilder.

Klaus Lurati (73) ist der Herr der Schildkröten.

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